Ponte di Legno - Passo del Tonale 29.02.24-03.03.24

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rxphl
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Ponte di Legno - Passo del Tonale 29.02.24-03.03.24

Beitrag von rxphl »

Guten Tag liebe Forumsgemeinde,
Ich möchte euch auf meine Reise vergangene Woche in das Skigebiet Ponte die Legno - Passo del Tonale mitnehmen. Der Urlaub sollte unter dem Motto „Machen wir das beste draus“ stehen, wie sich bereits am Anreisetag herausstellte:

Anreisetag (28.02.24)
Nachdem wir mehr oder weniger pünktlich morgens um halb acht das Badische verliessen, steuerten wir Richtung Alpen. Aber nicht auf dem direkten Weg, sondern mit Halt südlich von München, wo der vierte Teilnehmer unseres Urlaubs eingegabelt werden sollte. Der Plan war, dort um halb zwölf zu sein und gegen fünf am Passo del Tonale am Ski-Verleih aufzukreuzen, um danach in die Ferienwohnung in Pezzo weiterzufahren. Nach nicht einmal zwei Stunden Fahrt stand aber der gesamte Urlaub auf der Kippe, nachdem sich der Reifen hinten links bei voller Fahrt verabschiedete.
Da fehlt was
Da fehlt was
Das hätte echt schlimm enden können…
Das hätte echt schlimm enden können…
Glücklicherweise war nach nicht einmal einer halben Stunde der Audi A6 auf dem Abschlepper und auf dem Werk in die nächstgelegene Werkstatt, wo glücklicherweise zwei passende Reifen vorhanden waren und schnell montiert werden konnten. Erstaunlicherweise gab es keine weiteren Beschädigungen am Fahrzeug, weshalb wir den Hof etwa 90 Minuten nach dem Zwischenfall wieder verlassen konnten.
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Der Zeitplan war nun sowieso hinfällig, da der Ski-Verleih um 18 Uhr zu sperrte.
Die restlichen Fahrt verlief dagegen unspektakulär und nach mehreren Kaffee- und Shoppingpausen erreichten wir gegen halb zehn Uhr abends die beschauliche Ferienwohnung im idyllischen Bergdorf Pezzo.
Blick vom Supermarktparkplatz in Sterzing
Blick vom Supermarktparkplatz in Sterzing
Tag 1 (29.02.24)
Die Wettervorhersage war für Unseren Aufenthalt alles andere als kaiserlich, tatsächlich sollte heute der sonnigste Tag von den vieren unseren Aufenthaltes sein.
Blick aus der Ferienwohnung Richtung Skigebiet Ponte die Legno
Blick aus der Ferienwohnung Richtung Skigebiet Ponte die Legno
Nach dem Weg zum Ski-Verleih und zum Ski Pass Office standen wir erst gegen halb elf auf der Piste, was aber auch unserer späten Ankunftszeit am Vortag zu einem Teil geschuldet war. Wir stiegen am Parkplatz an der Talstation der Gondel Paradiso ein, da von dort eine flache Blaue Piste zur Mittelstation der Gondel von Ponte di Legno führt, was für einen meiner Freunde eine ideale Einsteigerpiste war, da dieser bisher gerade einmal zweieinhalb Stunden auf Skiern unterwegs war.
Passo del Tonale von der Bergstation der Gondel aus
Passo del Tonale von der Bergstation der Gondel aus
Noch ein Foto
Noch ein Foto
Danach fuhren wir einige blauen Pisten an der Passhöhe, bevor wir drei den Anfänger an der Sesselbahn Vittoria zurückliessen, um selbst hoch zum Presena Gletscher zu fahren. Dort war es noch bewölkter als unten am Passo und wir fuhren einige Male mit den oberen beiden Sektionen Gondel.
Schlechte Sicht am Presena
Schlechte Sicht am Presena
Als wir allerdings die Talabfahrt Paradiso antreten wollten, war die Piste plötzlich aufgrund Lawinengefahr gesperrt. Einer von uns dreien entschied sich dennoch für die Abfahrt, während ich und Begleitung wieder mit der Stehgondel ins Tal fuhren, da er auch erst sieben Ski Tage zu diesem Zeitpunkt zu verbuchen hatte und ich selber nach einer schweren Knieverletzung das erste Mal seit zehn Monaten wieder Alpinsport betreiben konnte, weshalb ich kein unnötiges Risiko eingehen wollte.

Danach sammelten wir vier uns wieder am Passo del Tonale und wir fuhren Richtung Valbiolo/Contrabbandieri, da sich der vierte im Bund mittlerweile auch rote Pisten zutraute, nachdem er auch irgendwie die schwarze Piste an der Alpe Alta herunter gekommen war (eher gerutscht, aber unten ist bekanntlich unten). Dort war das Wetter etwas besser als im Rest des Teilgebietes.
Im Restaurant Malga Valbiolo gab es gegen halb vier noch eine heisse Schokolade (sehr empfehlenswert!), bevor wir den Rückweg Richtung Auto antraten.
Malga Valbiolo
Malga Valbiolo
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Blick vom Restaurant zur Talstation der KSB Tonale Occidentale und ins Val di Sole
Blick vom Restaurant zur Talstation der KSB Tonale Occidentale und ins Val di Sole
Am Abend ging es für uns dann noch zum Nachtskilauf an der neuen Sesselbahn Valena. Das Wetter spielte natürlich nicht mit, weshalb etwa eine Stunde im Schneegestöber verbracht wurde. In diesen Situationen lernt man Wetterschutzhaube und Sitzheizung zu geniessen.
Eingang der neuen Sesselbahn bei Nacht
Eingang der neuen Sesselbahn bei Nacht
Alles was man sich wünschen kann ist da
Alles was man sich wünschen kann ist da
Das Wettee spielt nicht wirklich mit
Das Wettee spielt nicht wirklich mit
Bergstation Valena bei Nacht
Bergstation Valena bei Nacht

Tag 2 (01.03.24)
Der Blick am Morgen aus der kleinen Fewo liess nichts wirklich gutes vermuten: Tiefe, dichte Wolken, vor der Tür etwa ein Grad und Regen. Nichtsdestotrotz fuhren wir wieder Richtung Gondelbahn Paradiso, von wo wir aus auch am Vortag unseren Skitag begonnen hatten.
Morgens auf dem Parkplatz
Morgens auf dem Parkplatz
Talstation ZUB Paradiso
Talstation ZUB Paradiso
Nachdem sich das Fahren auf dem Neuschnne auf der Piste Tonalia entlang der Verbindungsbahn als nicht sonderlich spassig herausstellte, fassten wir an der Mittelstation den Entschluss, den Tag in Ponte die Legno und Temu zu verbringen. Da die Pisten auf der Skiverbindung Richtung Ponte di Legno aber auch einige schwarze Pisten enthält, entschied sich der unerfahrene Kollege vernünftigerweise für eine Talfahrt mit der Gondel, während wir anderen über das Val Sozzine fuhren. Die Pisten in Ponte die Legno waren zwar weich und sulzig durch den Regen, aber nicht zu dieser Zeit wenigstens noch kaum befahren, weshalb dies kein all zu grosses Problem darstellte. Die rote Talabfahrt nach di Legno hingegen war bereits vor zwölf eine Zumutung, weshalb wir uns entschieden, den Gebietsteil Temu zu erkunden, welcher vermehrt rote Pisten in besserer Höhenlage versprach.
Sesselbahn in Ponte di Legno
Sesselbahn in Ponte di Legno
Blick in den Ort
Blick in den Ort
Und Blick zur Verbindungsgondel
Und Blick zur Verbindungsgondel
Der Gebietsteil Temu war nicht sonderlich voll, was aufgrund des wirklich miserablen Wetters an der Passhöhe etwas überraschend war. Der Schnee war an der vier oberen Vierersesselbahnen in Ponte di Legno und Temu okay, aber aufgrund des leichten Schneefalls im oberen Teil und Regens im unteren Teil auch nicht erstrebenswert. Die schwarze Talabfahrt nach Temu war echt in einem katastrophalen Zustand, sehr sulzig und ausgefahren trotz der wenigen Leute um diese Uhrzeit; ein paar Tage später wurde die Piste vernünftigerweise dicht gemacht.

Zu Mittag gabs im Restaurant Rifugio Roccolo Ventura, was ich retrospektive nur bedingt empfehlen kann. Gegen halb zwei fuhren wir wieder Ponte di Legno, wo wir den mittlerweile erschöpften Anfänger in einer Hütte zum Pause machen abgaben, um uns selber die schweren Pisten an der 2SB Corno d‘Aola und am Kurvenlift Angelo anzusehen. Am Tellerlift ganz oben waren wir quasi komplett allein und die ausgefahrene Piste mutierte durch den ganzen Neuschnee zu einer Skiroute, was dennoch Spass gemacht hat. Die schwarze Abfahrt von der Corno d‘Aola war im oberen Teil ebenfalls im Neuschnee verschwunden, ab der Bergstation der Rückbringersesselbahn Sozzine wurde es aber schlagartig nass und sulzig, was weniger Spass machte.
Oben am Tellerlift Angelo
Oben am Tellerlift Angelo
Keine schönen Bedingungen
Keine schönen Bedingungen
Bergstation
Bergstation
Danach ging’s ganz runter ins Tal und wieder hoch zum Passo del Tonale, wo wir drei uns gegen 16 Uhr an die zugeschneite Piste Alpino (Nr. 20) wagten, welche bei sehr schlechter Sicht nur bedingt so schön und besonders wie bei gutem Wetter ist.
An der Sesselbahn Bleis
An der Sesselbahn Bleis
Und die namensgebende Hütte nebenan
Und die namensgebende Hütte nebenan
Schlechte Sicht…
Schlechte Sicht…
Im Anschluss sammelten wir den Anfänger am Pass ein, welcher sich den Bedingungen gegeben wirklich gut geschlagen hatte, und fuhren zurück zum Auto und von dort mit einem Stopp beim Supermarkt zurück zur Wohnung in Pezzo.
Bedingungen nach Liftschluss im Ort Passo del Tonale
Bedingungen nach Liftschluss im Ort Passo del Tonale

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Re: Ponte di Legno - Passo del Tonale 29.02.24-03.03.24

Beitrag von rxphl »

Tag 3 (02.03.24

Auch am dritten Skitag sah das Wetter beim Blick aus dem Fenster während des Frühstücks nicht sonderlich vielversprechend aus. Immerhin kündigte Bergfex ganze 0.5 Sonnenstunden an, was ja wenigstens 0.5 mehr wie gestern wären…
Und obwohl es bewölkt war, hingen die Wolken weit nicht so tief wie am Vortag. Daher beschlossen wir, es direkt zu Beginn des Tages nochmals mit der Alpino zu versuchen, aber diesmal vollzählig zu viert, da wir sowieso die Talstation des Sessellifts Nigritella als Einstieg wählten. Zum ersten Mal in diesem Urlaub hatten wir eine harte, griffige Piste vor uns, was trotz der Bewölkung hohe Gefühle hervorrief. Nach einigen Runden und Abfahrtsvariationen an den Bahnen Nigritella und Bleis machten wir uns zum zweiten Mal in diesem Urlaub in Richtung Presena Gletscher auf. Dort war das Wetter ähnlich stabil wie auf der anderen Seite des Sattels, allerdings war kein Bergpanorama von der Bergstation der Presena-Gondel vorhanden. Um zu verhindern, dass uns die Abfahrt wieder vor der Nase dicht gemacht wird, fuhren wir drei üblichen Verdächtigen schnell die Paradiso-Abfahrt, während Nummer vier auf der blauen, sehenswerten Pisten an der mittleren Sektion der Gondelkette bis auf über 3000m unterwegs war.
Wenigstens erahnt man die Sonne mal
Wenigstens erahnt man die Sonne mal
Der obere Schwarze Gletscherpiste war aufgrund des ganzen Neuschnees der letzten 48 Stunden sehr buckelig, aber dennoch schön griffig. Leider hätte es breitere und längere Ski gebraucht, um auf dieser Abfahrt eine Menge Spass zu haben. Dann kam tatsächlich auch noch wie versprochen die Sonne heraus, allerdings auch nur die vorhergesagten 0,5 Stunden. Zum Mittagessen trafen wir uns im Rigugio Capanna Presena an der Mittelstation der 2015 erbauten Gondel. Ich kann da Restaurant wirklich sehr empfehlen.

Im Anschluss ging es für drei von uns auf die Komplettabfahrt vom Gletscher bis ins Tal Richtung Ponte di Legno, welche etwa 1700 Tiefenmeter hat. Von mir gern auch als „Tonale Totale“ bezeichnet, das hört sich so schön und passend an.
Blick vom Gletscher aus
Blick vom Gletscher aus
Die Gletscherpiste bei etwas blauem Himmel
Die Gletscherpiste bei etwas blauem Himmel
Beeindruckende Einfahrstütze der 2S-Bahn samt Permafrostboden
Beeindruckende Einfahrstütze der 2S-Bahn samt Permafrostboden
Auf der schwarzen Piste Paradiso
Auf der schwarzen Piste Paradiso
Danach wurden noch ein paar Runden gemeinsam an der Sesselbahn Serodine gedreht, wobei die Sicht vor allem im oberen Teil mehr oder weniger nicht vorhanden war, zudem setzte erneut Schneefall ein, weshalb wir gegen vier Uhr nachmittags den Skitag beendeten.


Tag 4 (03.03.24)

Der letzte Skitag unseres Urlaubs begann entgegen aller Hoffnungen erneut nicht zur Liftöffnung, sondern erst gegen zehn Uhr morgens, was womöglich auf ein spätes Abendessen am Vorabend gegen halb elf und einem erhöhten Bierkonsum zurückzuführen ist (aber alles nur Theorien, nix bestätigt).

Erneut ging es zur Talstation der Sesselbahn Negritella, wo uns hingegen aller Erwartungen sogar etwas blauer Himmel erwartete. Daraufhin ging es gemeinsam auf zwei Abfahrten auf der Alpino, bevor wir uns aufteilten und zum Mittagessen gemeinsam verabredeten. Für mich ging es daher auf einige Pisten am Passo del Tonale, die bisher noch nicht oder nur bei miserabelstem Wetter erkundet wurden. Gegen halb zwei nachmittags fand ich mich im Kessel der Bergstation der Sesselbahn Valbiolo wieder nachdem ich mich langsam Piste für Piste und Sesselbahn bis dorthin hinüber gehangelt hatte.
Letzter Tag, endlich mal blauer Himmel
Letzter Tag, endlich mal blauer Himmel
Talstation Negritella
Talstation Negritella
Perfekte Piste und Sonnenschein, leider alles andere als selbstverständlich
Perfekte Piste und Sonnenschein, leider alles andere als selbstverständlich
Sesselbahn Valena
Sesselbahn Valena
Passo Tonale mit Blick auf die Sesselbahn Alpe Alta
Passo Tonale mit Blick auf die Sesselbahn Alpe Alta
Da ich aber in gut einer Stunde am Restaurant Corno d‘Aolo in Ponte di Legno sein musste, ging es nun schnurstracks in Richtung Westen. Nachdem die Pisten in Tonale selber in einem wirklich guten Zustand waren, war die Enttäuschung über die sulzige und ausgefahrene Talabfahrt dementsprechend gross. Nichtsdestotrotz hat das Steak auf der Hütte sehr gut geschmeckt.
Die ersten Wolken verdecken den Skiort
Die ersten Wolken verdecken den Skiort
Bergstation Vittoria
Bergstation Vittoria
Im Restaurant Corno d‘Aola
Im Restaurant Corno d‘Aola
Perfektes Wetter in Ponte di Legno
Perfektes Wetter in Ponte di Legno
Altertümlich wirkende 2SB an der Corno d‘Aola
Altertümlich wirkende 2SB an der Corno d‘Aola
Im Anschluss wurden noch ein paar Runden mit versammelter Mannschaft im Bereich rund um die Hütte gedreht, wobei sich selbst der nicht-mehr-ganz-so Anfänger in der Gruppe mittlerweile gut schlug, wenngleich die Technik mehr als zu wünschen übrig liess. Das Wetter war auf der Passhöhe in der Zwischenzeit umgeschlagen, statt blauer Himmel und Sonnenschein walzte eine dicke Wolke mit reichlich Schnee das Val di Sole hinauf, weswegen wir unsere Zeit in di Legno gut ausreizten. Als allerletztes hatten wir uns vorgenommen, nochmal die Hintenherum-Piste Alpino zu fahren, was leider nicht mehr möglich war, da die Piste an der Bergstation der KSB Bleis um 16:20 Uhr dicht gemacht wird, da die Rückbringerbahn Nigritella um 16:30 Uhr schliesst, und es bei unserer Ankunft an der Bergstation bereits 16:35 Uhr war. Dass wir diese nicht benötigten, weil wir sowieso dort unten parkiert waren, interessierte die Pistenkontrolle reichlich wenig und scheuchte uns die Pisten Bleis und Giuliana herunter. Am Ende der letztgenannten Piste beendeten wir dann Ski fahren für diesen Urlaub und gaben Ski-Equipment sowie die Skipässe wieder zurück.
Nach der letzen Abfahrt auf dem Parkplatz, das Wetter hat mittlerweile drastisch umgeschlagen
Nach der letzen Abfahrt auf dem Parkplatz, das Wetter hat mittlerweile drastisch umgeschlagen
Garagieren die Italiener eigentlich nie ein oder ist das eine Marotte nur in dem Gebiet?
Garagieren die Italiener eigentlich nie ein oder ist das eine Marotte nur in dem Gebiet?
Neues Steakhouse (?) in Bau an der Sesselbahn Vittoria
Neues Steakhouse (?) in Bau an der Sesselbahn Vittoria
Typisches Hotel an der Passhöhe
Typisches Hotel an der Passhöhe
Abreisetag (04.03.24)

Nachdem es am Vorabend mal wieder spät wurde, verliessen wir die Ferienwohnung in Pezzo nach einem ausgiebigen Frühstück und Packen sowie Putzen erst gegen zwölf Uhr mittags. Auf dem Rüchweg wollten wir uns noch Bozen anschauen, dort lecker Pizza essen gehen und nach einem Stopp zum Einkaufen gegen halb elf Uhr abends in Oberbayern bzw. dann um zwei Uhr morgens wieder in der Heimat sein.

Nachdem wir Bozen zweieinhalb Stunden erkundet hatten, war es etwa fünf Uhr abends. Dies stellte in so fern ein Problem da, dass kaum ein Restaurant um diese Zeit warme Küche in Italien anbietet, sondern nur Kaffee, Kuchen und Paninis. Daher entschlossen wir uns kurzerhand, weiter nach Sterzing zu fahren, dort einzukehren und danach gegen halb acht im Restaurant zu sein. Im Restaurant der Wahl, das Kolping in Sterzing, mussten wir allerdings etwa 20 Minuten warten, bis ein Tisch für vier Personen frei wurde. Das warten sollte sich aber lohnen und wir wurden mit einer exzellenten Pizza und einem guten Nachtisch beglückt; und das ganze samt Getränke für gerade einmal ~25€ pro Person, das ist im Jahr 2024 alles andere als selbstverständlich. Wer in Zukunft am Brenner unterwegs ist, sollte bei Gelegenheit auf jeden Fall hier vorbeischauen, nur eine Reservierung wäre durchaus empfehlenswert, da der Andrang verständlicherweise oft sehr hoch sein wird.
Postamt in Bozen
Postamt in Bozen
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Stadt mit Bergblick - ich war sicherlich nicht zum letzten Mal hier…
Stadt mit Bergblick - ich war sicherlich nicht zum letzten Mal hier…
Gute Pizza im Restaurant in Sterzing
Gute Pizza im Restaurant in Sterzing
Und ein traumhafter Nachtisch als perfekte Abrundung des Urlaubs
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Danach ging es mal wieder mit etwas Verspätung weiter, aber um diese Zeit am Abend kann ja eigentlich nichts mehr schief gehen, oder?
Gegen viertel nach zwölf in der Nacht waren wir am ersten Zwischenstopp angekommen und verabschiedeten uns von einer der Reiseteilnehmer. Gegen vier Uhr nachts sollte dementsprechend auch der Rest zu Hause sein…
Falsch gedacht, kurz hinter dem Autobahnkreuz Ulm/Elchingen auf der A8 kam überraschenderweise alles zum kompletten Stillstand. In der Ferne sah man eine Menge Blaulicht - das sollte also noch dauern. Um kurz vor halb sechs, nach knapp vier Stunden kompletten Stillstand, kam die Blechlawine langsam wieder ins Rollen. Wie sich herausstellte, war ein LKW ungebremst in eine Nachtbaustelle auf der rechten Spur gefahren, weshalb zweieinhalb Lastkraftwagen und deren Reste zerkrümelt auf der gesamten Fahrbahn verteilt waren, was die Bergung erschwerte. Glücklicherweise wurde nach meinem Informationen niemand ernsthaft verletzt, was echt an ein Wunded grenzt. Um kurz nach halb acht morgens war auch ich dann endlich im trauten Heim, nachdem man sich erfolgreich durch den Stuttgarter Berufsverkehr gekämpft hatte…


Insgesamt war der Skiurlaub trotzdem ein Erfolg, trotz teils widriger Umstände bei der An- und Abfahrt sowie beim Wetter. Das Skigebiet Ponte die Legno - Passo del Tonale ist zwar eine deutlich längere Strecke als so ziemlich jedes andere Gebiet in Tirol und Voralberg, welche von uns aus in maximal fünf Stunden erreicht werden können, bietet dafür aber super viel für das gezahlte Geld. Ein Skigebiet mit fast ausschliesslich kuppelbaren Bahnen, 100% Beschneiung und solch vielen Facetten ist bei dem verlangten Preis echt top: Für einen Vier-Tage Skipass habe ich Online 185€ bezahlt, also 46,25€ pro Tag. Auch die Preise für Gastronomie und Logie hielten sich bei uns in Grenzen, ohne dass wir gross Abstriche machen mussten. Wer also auch mal einen Skiurlaub auf einem etwas engeren Budget machen will, ist hier bestens aufgehoben. Und selbst wenn die Brieftasche etwas lockerer Sitz, kann man in Ponte di Legno - Passo del Tonale einen schönen Urlaub verbringen. Übrigens ist das Skigebiet Madonna di Campiglio direkt um die Ecke, eine Kombination der Beiden Gebiete bietet sich bei entsprechender Lage der Unterkunft dementsprechend an.


Das ist mein erstes Bericht dieser Art, lasst Kritik, Verbesserungsvorschläge der sonstige Anregungen gerne Wissen.

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Re: Ponte di Legno - Passo del Tonale 29.02.24-03.03.24

Beitrag von judyclt »

Schon länger her, dass ich am Tonale war, aber den Negritella-Sessel habe ich immer noch als lahmste Schüssel schlechthin in Erinnerung :lach:
Gott sei Dank ist beim Reifenschaden nichts passiert. Der A6 hat aber auch schon ein paar Jahre und Kilometer hinter sich, oder?
Scheint kein guter Ort für Autos zu sein. Hab da mal im Tiefschnee meinen Autoschlüssel auf Nimmerwiedersehen verloren :?
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Re: Ponte di Legno - Passo del Tonale 29.02.24-03.03.24

Beitrag von rxphl »

judyclt hat geschrieben: 07.03.2024 - 20:21 Schon länger her, dass ich am Tonale war, aber den Negritella-Sessel habe ich immer noch als lahmste Schüssel schlechthin in Erinnerung :lach:
Gott sei Dank ist beim Reifenschaden nichts passiert. Der A6 hat aber auch schon ein paar Jahre und Kilometer hinter sich, oder?
Scheint kein guter Ort für Autos zu sein. Hab da mal im Tiefschnee meinen Autoschlüssel auf Nimmerwiedersehen verloren :?
Negritella hab ich als nicht sonderlich lahm empfunden, der ist ja nicht mal 800m lang also geht das schon. Vor allem hier wären allerdings Wetterschutzhauben oder gar geschlossene FBM wünschenswert, da der Wind, der meist von Nord-Ost aus kommt, einem hier während der Fahrt ziemlich ins Gesicht bläst. Kann es dementsprechend verstehen, dass man den Lift in Zukunft ersetzen möchte.
Ziemliche lahm fand ich den Corno d‘Aola Sessel in Ponte di Legno, den bin ich aber sowieso nur drei mal gefahren.

Der Wagen ist übrigens Baujahr 1999 und hat 242.000 gelaufen, also gerade so gut eingefahren ;)
Die Reifen waren übrigens nah am Ende was das Alter angeht, vom Profil her aber noch im Rahmen. Wären also eh im Herbst neuen Schlappen gewichen. Auch der Reifendruck war der hohen Zuladung entsprechend auf drei Bar; laut Abschleppdienst ist es am wahrscheinlichsten, das wir irgendwo durchgefahren sind, was in Kombination mit dem Alter der Reifen und der vergleichsweisen hohen Zuladung zu dem Platzer geführt haben könnte.
Aber an der Stelle hätte wie gesagt so viel mehr passieren können, da waren wir echt froh, das wir mit gerade einmal 70€ für zwei gebrauchte Reifen davongekommen sind, wobei die Abschleppkosten der ADAC übernommen hat. Es ist auch abgesehen von ein bisschen abgerissner Plastikverkleidung im Radkasten nichts weiter in Mitleidenschaft gezogen worden.

Aber ob am Passo del Tonale wirklich böse Geister ihr Unwesen mit den Autos der Gäste treiben..?
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Re: Ponte di Legno - Passo del Tonale 29.02.24-03.03.24

Beitrag von miki »

Danke @rxphl für den Beicht aus einer schönen Ecke der Alpen. Aber (irgendwo muss ich meinen Frust loswerden, und missbrauche eben diesen Bericht dafür :twisted: ) ist dieser Winter, vor allem aber die zweite Hälfte, also ca. ab Anfang Februar, in den Südalpen wettermässig einfach zum Vergessen. So viele graue, wolkige und nebelige Berichte aus den Dolomitisuperski - Gebieten, aus dem Val di Sole (sic!) oder von der Sonnenalpe Nassfeld habe ich schon lange nicht mehr gesehen ... :( .
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Re: Ponte di Legno - Passo del Tonale 29.02.24-03.03.24

Beitrag von judyclt »

Das stimmt, habe ich auch so wahrgenommen. Ändert sich hoffentlich ab Ende des Monats :wink:
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Re: Ponte di Legno - Passo del Tonale 29.02.24-03.03.24

Beitrag von phifue »

Ich meine in Italien gibt es nicht wie in Österreich eine Pflicht zum Garagieren der geschlossenen FBMs (Also CLD/B, MGD usw.). Das wird meistens nur gemacht wenn größere Neuschneemengen erwartet werden.
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Re: Ponte di Legno - Passo del Tonale 29.02.24-03.03.24

Beitrag von rxphl »

miki hat geschrieben: 12.03.2024 - 14:55 Danke @rxphl für den Beicht aus einer schönen Ecke der Alpen. Aber (irgendwo muss ich meinen Frust loswerden, und missbrauche eben diesen Bericht dafür :twisted: ) ist dieser Winter, vor allem aber die zweite Hälfte, also ca. ab Anfang Februar, in den Südalpen wettermässig einfach zum Vergessen. So viele graue, wolkige und nebelige Berichte aus den Dolomitisuperski - Gebieten, aus dem Val di Sole (sic!) oder von der Sonnenalpe Nassfeld habe ich schon lange nicht mehr gesehen ... :( .
Das mit dem Wetter fand ich auch schade, vor allem, weil diese vier Ski Tage die einzigen meiner Saison waren…
Einen Tag vor Abfahrt sah der Wetterbericht übrigens folgendermassen aus (tatsächliches Wetter):

Donnerstag: Sonneschein (Bewölkt mit Wind)
Freitag: Sonnenschein (Starker Schneefall)
Samstag: Sonne-Wolken mix (weitgehend Bewölkt)
Sonntag: Schneefall (Sonne mit etwas Wolken, später Schnee)

Das ganze sollte bei eisigen Temperaturen von bis zu -16 Grad tagsüber am Gletscher stattfinden, was für mich kein Problem gewesen wäre. Aber man es ja positiv sehen, wenigstens gab es mehr als genug Schnee, was im Jahr 2024 alles andere als verständlich ist…
phifue hat geschrieben: 13.03.2024 - 00:09 Ich meine in Italien gibt es nicht wie in Österreich eine Pflicht zum Garagieren der geschlossenen FBMs (Also CLD/B, MGD usw.). Das wird meistens nur gemacht wenn größere Neuschneemengen erwartet werden.
Ich finde es trotzdem sonderbar, vorallem wenn man teilweise windexponierte Sechser mit Hauben einfach so sich selbst überlässt. Zudem gab es während unseres Aufenthalts auch um die 30cm Neuschnee, ohne das je Garagiert wurde (zumindest nicht das wir selber oder auf den WebCams was gesehen haben).
Die Sessel waren teilweise in einem schlechten Zustand, der womöglich auf eine nicht vorhandene, regelmässige Garagierung zurückzuführen ist. Teilweise haben Fusstützen gefehlt oder beim Schliessen des Bügels kam die Haube ungewollt hinterher, ohne das sie sich lösen liess. Letzteres passierte mir selber sogar mehrmals, was ich sonst noch kein einziges mal erlebt habe.
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Re: Ponte di Legno - Passo del Tonale 29.02.24-03.03.24

Beitrag von markus »

phifue hat geschrieben: 13.03.2024 - 00:09 Ich meine in Italien gibt es nicht wie in Österreich eine Pflicht zum Garagieren der geschlossenen FBMs (Also CLD/B, MGD usw.). Das wird meistens nur gemacht wenn größere Neuschneemengen erwartet werden.
Wo steht das Geschrieben dass es in Österreich ein Pflicht zum Ausgaragieren gibt? Quelle?
Das möchte ich jetzt gerne wissen.

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Re: Ponte di Legno - Passo del Tonale 29.02.24-03.03.24

Beitrag von freeriderin »

miki hat geschrieben: 12.03.2024 - 14:55 (…) So viele graue, wolkige und nebelige Berichte aus den Dolomitisuperski - Gebieten, aus dem Val di Sole (sic!) oder von der Sonnenalpe Nassfeld habe ich schon lange nicht mehr gesehen ... :( .
Hey, für dich & alle Sonnenvermisser heute am Passo 😎
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