Insgesamt besteht das Gebiet eigentlich aus 4 Dörfern und den dazugehörigen Geländekammern. Genau genommen sind es die Dörfer/Städte Briancon, Chantemerle, Villeneuve und Les Mounetier le Bains. Es erschließt sich vom niedrigsten Punkt Briancon (1.167m) über die komplette Bergkette und damit eigentlich vier Berggipfeln/Geländekuppen und 4 Tälern bis auf eine maximale Höhe auf 2.830m. Mit einem zwinkernden Auge vergleiche ich dieses Gebiet mit der 4-Berge Skischaukel in der Planai, die aber mit einem maximalen Höhenunterschied von knapp 1.300m etwas weniger groß ausfällt, v.a. wenn man die Pistenkilometer anschaut. Serre Chevalier hat insgesamt 250 Pistenkilometer - die Planai 130km... also, es gibt schon einige Gründe, warum ich Serre Chevalier als die bessere 4-Berge Skischaukel bezeichnen würde.
Übrigens: Namensgebender Berg ist der Mitte befindliche Bergrücken auf 2.451
m Höhe - direkt bei der gleichnamigen, alten Pendelbahn.
Pistenplan: https://www.serre-chevalier.com/en/ski- ... -trail-map
Los geht`s in das große, französische Skigebiet Serre Chevalier:
^^ Auch so kann Skiurlaub aussehen. Unser Marsch am Morgen zur Telecabine Prorel.
^^ Cooler Zugang in der Stadt - durch die Hochhäuser einer etwas anderen Front du Neige in Briancon.
^^ Unten ist es schon sehr grün. Das dürfte aber in dem inneralpinen Tal selten anders sein. Die ganze Gondel macht insgesamt über 1.200 Höhenmeter.
^^ Bergstation der Prorel Gondel. Alte 12er Stehgondel. Komfort ist ja nicht gerade wichtig in Frankreich.
^^ Einfahren hoch über Briancon. Die meisten fahren gleich weiter in das restliche Skigebiet.
^^ Das Gelände oberhalb der Mittelstation ist durchaus gut skifahrtauglich. Der im Pistenplan eingezeichnete, längere Stangenlift Serre Pelat ist bei unserem Besuch nicht in Betrieb. Alle Pisten werden natürlich auch durch die EUB erschlossen.
^^ Wuchtige Mittelstation - genau richtig gelegen auf Grund der Schneesituation.
^^ Nach dem Einfahren geht es auch für uns auf die Reise durch Serre Chevalier. Um weiter zu kommen, braucht es noch diesen fixen 4er Sessel Rocher Blanc. Der andere wird dann der Rückbringer Richtung Briancon.
^^ Hier oben ist dann auch das Übungsgelände für die Kinder aus Briancon.
^^ Jetzt befinden wir uns bereits im Skigebietszentrum Serre Ratier auf 1.905m. Von hier starten 3 wichtige Bahnen weg. Dreh- und Angelpunkt von Chantemerle.
^^ Wir nehmen die Combes 6KSB, darüber die alte Pendelbahn auf den namensgebenden Gipfel.
^^ Die Geländekammer von Chantemerle. Bestes, skitaugliches Gelände.
^^ Wir nehmen eine der vielen langen Talabfahrten mit ordentlichen Höhenmeterunterschied Richtung Vlleneuve: Casse du Boeuf.
^^ Bestens präpariert, führt sie unterhalb der gleichnamigen 4KSB ins Tal. Rassig, steil, geil!
^^ Keine Sau da - Vollgas. Die Beine spüre ich jetzt schon...
^^ Man erkennt das weitläufige Hochtal von Serre Chevalier. Es ist nicht tief eingeschnitten wir andere Alpentäler. Das macht das Ganze hier schon sehr attraktiv.
^^ Blick zurück auf den Berg. Rechts sieht man die aufgelassene Liftschneise der legendären EUB Frejus. Leider genau ein Jahr zu spät.
^^ Wie immer in Frankreich, gibt es die obligatorische Schiefertafel. Sehr praktisch! Ich bilde mir ein, das lesen mehr Leute als die digitalen Screens!
^^ Wir wollen weiter Richtung Le Monetier les Bains und trotzdem den legendären Stangenlift Eychauda mitnehmen. Das erste Mal am Tag müssen wir etwas warten...
^^ Weiter oben dann die Enttäuschung. Nicht in Betrieb. Wieso? Wir denken, der Lift ist nur ab Mittag in Betrieb.
^^ Dafür dann kurze Kaffeepause im Bereich Frejus. Schaut nicht so nett aus, wie es eigentlich war.
^^ Wenn man eine der weiteren langen Talabfahrten Richtung Villeneuve / Pontillas nimmt, kommt man an diesem Club Med mit Außenpool vorbei. Platzhirsch in Villeneuve.
^^ Hier im Blick: Die im Winter 23/24 neu eröffnete 10EUB Pontillas. Sie erstzt praktisch die Legendenbahn Frejus.
^^ Hier fehlen jetzt ein paar Momente. Wir sind im Bereich Col Mea - durch einen Stangenschlepplift erschlossen.
^^ Jetzt aber - wir befinden uns beim langen, wichtigen Verbindungslift Vallons.
^^ Die gesamte Geländekammer ist extrem genial. Überall freie Hänge und rechts vom Lift, das leicht erreichbare Collouir unterhalb der Tete de la Balme.
^^ Dort oben - Blick ins benachbarte Skigebiet. Müsste Puy Saint Vincent sein...
^^ Gegenüber - der höchste Bereich im Skigebiet und auch viel Platz für Freeride: Pic de L`Yret.
^^ Bestes Wetter jetzt. Den Lift vor uns müssen wir dann zurück nehmen. Könnte ein Bottleneck sein. Könnte...
^^ Jetzt befinden wir uns auf Abfahrt an der 6KSB Eychauda. Recht angenehm hier oben. Aber man muss aufpassen, wenn man weiter ins Tal fahren möchte, sonst...
^^ ... kommt man doch bei den beiden fix geklemmten Sesselliften an. Wenn die lange Außenrumtalabfahrt Tabuc nicht geöffnet ist, muss man eine von diesen nehmen.
^^ 3 par siege = monis d`attendte = + de Ski - eh klar oder?
^^ Unter uns Skifahrern, die wohl wichtigste Bahn im Skigebiet: 3SB Yret - führt auf den höchsten Punkt der Serre Chevalier auf 2.830m.
^^ Links vom Lift freies Gelände und durchaus richtig steil. Geil.
^^ Einfahrt in den Steilhang. So geht Skifahren!
^^ Bergstation der 3SB Yret mit Weitblick Richtung Süden. Iwann wird hier eine Standard EUB stehen. Lieber sitze ich länger im Lift...
^^ Die richtigen Schilder finden sich hier auch...
^^ Auch die 4SB Cibout sind wir inkl. schwarzer Buckepiste gefahren. Hier ist das Skifahren halt echt noch das Skifahren.
^^ Um eine weitere 1.000 Höhenmeter Talabfahrt zu machen, nahmen wir noch die 6KSB Eychauda. Sie ist definitv die leichtere Variante, um von Monetier les Bains in das Hauptskigebiet von Serre Chevalier zu wechseln.
^^ Jetzt final am "Ende" von Serre Chevalier angekommen - Monetier les Bains mit seinen Talliften.
^^ Blick zurück auf die Berge. Von hieraus ist das Skigebiet durchaus weniger einsichtig.
^^ Kurze Kaffeepause im Bereich Bachas. Mal wieder loben wir den schellen Imbisservice in Frankreich. Wenn es ums Skifahren geht, braucht man nicht mehr. Die 3SB Yret war kurz außer Betrieb. Wenig später ging es aber damit wieder nach oben und damit auch zurück Richtung Briancon.
^^ Jetzt wirds wild. Wir befinden uns mitten im Getümmel rund um den zentralen Bereich Serre Chevalier. Wie so oft ist das was in der Mitte liegt nicht so sexy.
^^ Und dann wirds auch noch eng um den Schnee...
^^ Natürlich müssen wir noch mal nach Chantemerle runterfahren. Hier befindet sich eine gedoppelte Zubringeranlage und auch die Luc Alphand gewidmete Rennpiste.
^^ Definitv der am meisten französisch angehauchteste Ort: Chantemerle - hat aber auch iwie was.
^^ Front du Neige auf modern und groß. Hat was.
^^ Der Photopoint wird mitgenommen. Diese Abfahrt würde ich definitiv wieder in den Weltcup-Kalender aufnehmen.
^^ Weiter oben im Mittelstationsbereich nehmen wir noch richtigerweise die alte PB Serre Chevalier 2. Man könnte auch ohne ihr auskommen - trotzdem erschließt sie als PB wie so oft den höchsten Punkt.
^^ Das Wetter hat sich mittlerweile eingegraut. Hier aber doch der Überblick über die Geländekammer von Serre Ratier.
^^ Die Franzosen kennen gar nichts. Sie fahren wirklich mit dem Dreirad über die normal geöffnete Piste ins Tal - schlimme Stürzte inkludiert. Das gäbe es in Ö/D fix nicht - zumindest nicht während dem regulären Skibetrieb.
^^ Wir haben es zurück geschafft und nehmen eine der zahlreichen Abfahrten im oberen Bereich der Prorel-Gondel. Wieso auch nicht den schwarzen Abstecher über Couloirs?
^^ Die Talabfahrt nach Briancon ist zum Glück noch geöffnet und durchaus fahrenswert. Der Blick zur Stadt, genial.
^^ Heiter weiter...
^^ Ganz am Ende muss man über die Schnellstraße über eine Brücke wechseln. Hat schon gewissermaßen was von einem Stadtskigebiet.
^^ Das Ende erst Recht...
^^ Unser Wohnhaus - ganz unscheinbar.
Im Anschluss an unserem Skitag haben wir tatsächlich noch einen Ausflug in das Bad von Les Monetier les Bains gewagt. Der Name muss ja wohl irgendwoher kommen.
Interessanterweise und für uns komplett neu, darf man dort nur mit "angemessener" Badekleidung rein. Dies heißt für Franzosen - keine Badeshorts, kein Bikini, nix was iwie auffällig sein könnte - also so nix normales. Wir sind trotzdem hin. Mein Kollege feierte sich schon selbst, weil er natürlich normale Badeshorts und sogar Badelatschen dabei hatte. Das alles half allerdings nichts. Es sind nur die Speedos und normale Schlüpper erlaubt - selbst die Badelatschen muss man dann weglassen. Für mich - ein Gewinn der Selbstlosigkeit. Mein Outfit mit einer normalen schwarzen (natürlich erotischen) Shorts hats dann gebracht, so bin ich durchmarschiert. Na alles sehr komisch...
Anschließend gab es noch ein gutes Abendmahl im Randbezirk von Briancon. Wers wissen will, schreibt mir...
Im Endeffekt bleibt folgendes Fazit:
Serre Chevalier ist ein hervorragendes Skigebiet in den französischen Alpen. Wie immer gibt es den Zusatz: WAS IST DORT BITTE LOS, WENN ES MAL NEUSCHNEE HAT?
Spaß bei Seite - Serre Chevalier ist ein großartiges Skigebiet, das sich über mehrere Geländekammern erstreckt und für den deutschen Gast wohl für immer und ewig nicht erreichbar bleibt. Umso mehr sollte es für uns skiverrückten Liebhaber auf der Liste stehen. Nein, ich hab keinen Powdertag erlebt, das würde mir auch gar nicht gut tun. Es war so schon gut genug! Absolute Empfehlung!