- Besuchstag: Sonntag, 29.12.2024
- Anreise: Ab Überlingen in 50 Minuten
- Wetter: 0 bis 5 °C, sonnig, windstill
- Schneehöhe: 20 bis 25 cm
- Höhenlage: 826 bis 942 m ü.NN.
- Geöffnete Anlagen: 3 von 3 (2-SL Luggi-Leitner-Lift, Förderband, Seillift)
Zusammenfassung des Skitages:
Nach einer Anreise von Überlingen entlang des Bodensees erreichte ich um 9:15 Uhr den Parkplatz der Luggi-Leitner-Lifte in Scheidegg. Zu diesem Zeitpunkt waren nur wenige Autos vor Ort, und nach einem kurzen Fußmarsch von etwa fünf Minuten zur Liftstation konnte ich die Talstation und den Hang überblicken.
Auffällig war, dass im unteren Bereich der Piste einige Gräser durch den Schnee schimmerten und der steile Schlusshang auf den letzten Metern etwas eisig war. Zudem schien die Piste über Nacht nicht präpariert worden zu sein (vermutlich aufgrund der geringen Schneelage), was jedoch kein größeres Problem darstellte. Im Tal hing dichter Nebel bis etwa 600 Meter, doch oben in Scheidegg war es klar, und die frische Luft lud zum Skifahren ein.
Ich erwarb eine Vormittagskarte für 19 Euro, gültig von 9:30 bis 14:00 Uhr. Anfangs gab es keinerlei Wartezeiten am Lift, später, bedingt durch Skischulen, verlängerten sich diese auf maximal ein bis zwei Minuten. Es war erfreulich zu sehen, dass dieser traditionelle Lift besonders von der lokalen Bevölkerung gut angenommen wird. Der Kurzbügellift wurde 1973 vom Hersteller Doppelmayr gebaut, hat eine Länge von ca. 800 Metern und überwindet dabei einen Höhenunterschied von ca. 130 Metern (max. 942m ü.NN.). Ebenso war auf dem fast gar nicht vom Haupthang einsehbaren Nachbarhang (mit einer Piste verbunden und durch einen Wald getrennt) das Kinderland, bestehend aus einem Seillift und einem Förderband, geöffnet, welches ich aber aufgrund der Fülle nicht angeschaut habe.
Ein besonderes Highlight war der schöne Alpenblick. Nach einem kurzen Aufstieg von etwa 50 Metern oberhalb der Bergstation bot sich ein Panorama vom Grünten bis hin zur Damülser Mittagsspitze. Obwohl der Lift knapp unterhalb der Bergkuppe endet, lohnt sich der zusätzliche Aufstieg für diesen Ausblick allemal.
Die Pistenverhältnisse verbesserten sich im Laufe des Vormittags. Anfangs, im Schatten, war die Piste etwas hart und unruhig, doch mit zunehmendem Sonnenschein wurde der Schnee weicher und bot hervorragende Bedingungen, trotz fehlender Präparierung. Der kurze steile Schlusshang blieb eisig, womit vor allem die Skischulkinder zu kämpfen hatten. Gegen 11:30 Uhr öffnete ein kleiner Stand, der Getränke und Würstchen für 6 Euro anbot und regen Zuspruch fand. Gegen 12:30 Uhr trat ich die Rückreise in den nebligen Bodenseeraum Richtung Überlingen an.
Fazit:
Ein gelungener Skitag in Scheidegg mit authentischem Charme. Der Retro-Charme des Gebiets macht es besonders einzigartig: Der Kurzbügellift bietet nostalgisches Skivergnügen und versetzt einen zurück in die goldene Zeit des Skisports. Trotz kleinerer Mängel in der Pistenpräparierung überzeugte das Gebiet mit freundlichem Service, kurzen Wartezeiten und beeindruckendem Panorama. Besonders für, Retro-Lift-Liebhaber Familien und Genuss-Skifahrer ein empfehlenswertes Ziel.
Bilder: