Anfahrt: Ettlingen - A8 - Ulm - A7 - Füssen - Reutte - Ehrwald in 3:10 h wg. Osterreiseverkehrs. Zurück 2:44 h.
Wetter: Sonnig mit wenigen Schleierwölkchen, Zugspitzgipfel +2°C, Zugspitzplatt +5°C, Brunntal +10°C, Ehrwald nachmittags +20°C
Schnee: 50 cm feuchter Altschnee, im Brunntal weniger
Anlagen in Betrieb: Alle außer SCHL Schneefernerkopf (instabil auf Gletscherrest)
Wartezeit: Keine außer auf Abfahrt der PB Tiroler Zugspitzbahn
Gefallen: Endlich mal wieder Skifahren auf dem Zugspitzplatt, Wetter, Panorama
Nicht gefallen: Viel Gelatsche in Skischuhen, bis man von der Bergstation Tiroler Zugspitzbahn auf dem Platt die Ski anlegen kann.
Bewertung: 6 von 6 Punkten
Zwölf Jahre lang war ich schon nicht mehr auf dem Zugspitzplatt zum Skifahren, oh Mann! Zeit, das zu ändern. Der letzte Tag der Schönwetterperiode im Frühjahr 2025 wurde entsprechend genutzt. Samstag, der 12. April, war auch Start der Osterferien. Folglich dauerte die Anreise nach Ehrwald ein wenig länger als üblich, aber kein ernsthaftes Problem. An der Talstation der Tiroler Zugspitzbahn in Ehrwald dann Staunen: Wo sind die Tagesgäste ?? Keine da. Vielleicht standen sie hinter mir im sich allmählich aufbauenden Osterreisestau. Ich bekam um 9:15 Uhr einen Parkplatz in erster Reihe vor dem Kassengebäude und Seilbahngebäude, auf dem sich insgesamt 6 Pkw verloren.
Nach der Fahrt mit der Tiroler Zugspitzbahn musste natürlich auf den Aussichtsterrassen des Zugspitzgipfels zunächst das Panorama genossen und abgelichtet werden. Damit verging locker eine halbe Stunde. Der Andrang auf bayerischer Seite schien moderat zu sein; auf dem Gipfelplateau blieb die Besucherzahl angenehm. Bis man dann endlich von der Tiroler Zugspitzbahn mit 2x Fahrstuhlfahren, Überqueren des Gipfelplateaus, Benutzung der Gletscher-Pendelbahn und Durchqueren des SonnAlpin-Gebäudekomplexes auf dem Platt auf der Piste steht, dauert es ziemlich lange, und die viele Latscherei in Skischuhen wird allmählich unbequem.
Das Erste, was man als Skifahrer auf dem Platt zu sehen bekommt, ist ausgerechnet der quasi stillgelegte SCHL Schneefernerkopf. Er steht instabil auf dem Resteis des fast abgeschmolzenen Schneeferners und wird wohl nicht mehr in Betrieb gehen. Schade, aber ein skifahrerisch großer Verlust ist der Wegfall der kurzen, flachen Anlage und ihrer Pisten nicht.
Ich begann eher zufällig mit der Abfahrt Aspen Run der 6KSB Sonnenkar, gefolgt von der Fahrt mit der 6KSB Wetterwandeck und der Super G-Abfahrt ins Brunntal. Etwas später wurde nach dem Sonnenkar noch der SCHL Weißes Tal dazwischengeschaltet, und bei dieser vielfach wiederholten Runde blieb es dann auch. Das Skigebiet Zugspitzplatt ist halt nicht besonders groß. Die Hälfte der Skigäste verließ das Skigebiet bereits am Mittag. Ich wegen der langen Anfahrt natürlich nicht. Als Kind und Jugendlicher bin ich auf Skiern in den Osterferien im Nassschnee "aufgewachsen", darum stört er mich nicht.
Die Mittagspause trat ich schon vor 11:30 h im noch leeren SonnAlpin an und staunte beim Gehen keine 20 min später über die enorme Warteschlange, die schon aus dem Restaurant herausreichte. Nach dem Mittag wurde die Runde Aspen Run - SCHL & Abfahrt Weißes Tal - KSB Wetterwandeck - Super G-Abfahrt - SCHL Brunntal - KSB Sonnenkar bis 14:30 h fortgesetzt. Dann streikten im schweren Schnee allmählich die Beine, also gab es ein Trinkpause im SonnAlpin. Hinterher war noch Zeit für eine Runde wie oben beschrieben. Um 15:30 verließ ich das Zugspitzplatt, machte nochmal Fotos auf der Aussichtsterrasse und war mit der Tiroler Zugspitzbahn schließlich um 16:15 Uhr wieder im Tal.
Fazit:
Das Zugspitzplatt ist kein großes Skigebiet. Dennoch lohnt es sich wegen der Gesamtstimmung und des Panoramas, alle paar Jahre hier einen Skitag einzulegen ... bevorzugt im Fühjahr. Der Skilift Brunntal muss in Betrieb sein, sonst ist das Gebiet zu klein.
29 Fotos von der Zugspitze - Skigebiete-Zooms werden noch nachgeliefert:
Blick von der Talstation der Tiroler Zugspitzbahn in Ehrwald zum Berg.
Bergfahrt mit der Tiroler Zugspitzbahn. Gegenüber das Lermooser Skigebiet Grubigstein, das noch in Betrieb war (ohne Talabfahrt).
Die Tiroler Zugspitzbahn überquert die Wiener Neustädter Hütte, auf der ich in den 1980ern übernachtet habe.
Blick aus der Tiroler Zugspitzbahn zum Eibsee ...
... und ins Höllental.
Zugspitzplatt.
Aussichtsterrassen auf dem Zugspitzgipfel.
Eibsee-Seilbahn.
Blick ins Inntal.
Blick zur Wildspitze mit der Abfahrt der Wildspitzbahn des Skigebiets Pitztaler Gletscher in der rechten Bildhälfte.
Blick zum Habicht überm Stubaital.
Münchner Haus auf den Zugspitzgipfel.
Zugspitz-Ostgipfel mit Gipfelkreuz.
Mit der Gletscher-Pendelbahn vom Gipfel aufs Zugspitzplatt.
Zoom zur Bergstation der Wetterwandeckbahn. Dahinter verschiebt eine Pistenraupe Schnee fürs Schneedepot.
Piste Aspen Run der KSB Sonnenkar.
Und die Sonnenkarpiste selbst.
KSB Wetterwandeck.
Panoramaabfahrt vom Wetterwandeck.
Super G-Abfahrt.
Brunntal.
SCHL Brunntal.
SCHL Weißes Tal.
Abfahrt Weißes Tal Süd.
Abfahrt Weißes Tal Süd.
Skigebietspanorama am Weißen Tal.
Skigebietspanorama vom Ausstieg SCHL Weißes Tal.
Skigebietspanorama an der Bergstation KSB Sonnenkar.
Pause im SonnAlpin kurz vor der Beendigung des Skitags.