Der Kalte Krieg war noch nicht vorbei, doch seine Schatten begannen sich zu lichten. Gorbatschow sprach von Glasnost und Perestroika, Reagan reichte die Hand zur Abrüstung – zum ersten Mal seit Jahrzehnten schien eine friedliche Zukunft greifbar. Europa war geteilt, aber die Menschen glaubten an Fortschritt, an Verständigung, an eine bessere Zeit. Die Musik war laut, bunt und lebendig, Computer hielten langsam Einzug in die Wohnzimmer, und selbst der Blick in die Zukunft war von Neugier statt Angst geprägt.
An genau diesem Tag schwebte eine kleine Kabine der Müller-Kabinenbahn gemächlich von Reigoldswil hinauf zur Wasserfallen. Die Weltpolitik mochte sich wandeln, aber hier war die Welt ganz einfach: Wiesen, Wald, Vogelstimmen und das sanfte Schaukeln und Rattern der Gondel. Wer drinnen sass,, liess die Gedanken schweifen – vielleicht zum Gipfel, vielleicht zurück ins Tal, vielleicht ganz woandershin. Die Zeit stand nicht still, aber sie floss an diesem Tag spürbar langsamer. Ein Sommertag im Juni 1988 – ein kleiner, friedlicher Moment in einer großen, hoffnungsvollen Welt.
Die Müller-Kabinenbahn, gebaut 1956 von der Firma Gerhard Müller aus Dietlikon, war damals schon ein Klassiker. Auf einer Länge von 1'933 Metern überwand sie einen Höhenunterschied von 384 Metern – von der Talstation auf 544 m ü. M. bis zur Bergstation auf 928 m ü. M. Zwölf Stahlstützen trugen die Strecke, die längste Spannweite betrug stolze 253 Meter. Die rund 36 Kabinen boten jeweils vier Personen Platz und schwebten mit 2,3 m/s (rund 8,3 km/h) den Hang hinauf. Etwa 15 Minuten dauerte die Fahrt
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Da nicht alle schweizerdeutsch verstehen.
Transkription
0:20 Opa: Jetzt war gut, hattest du sie drauf (auf dem Film)
0:24 Opa: Jetzt kommt eine Kabine runter da schau jetzt solltest du sie da vorne sehen sehen.
0:46 Opa: Und Samuel. Samuel schau mal runter.
0:54 Opa: Da siehst du das Kleinköpfchen. Siwhst du es?
1:13 Opa: Sitzt immer in der Mitte
1:20 Opa: So wenn sie sich nebeneinander kreuzen.
2:00 Opa: Hast du das gehört? Das ist natürlich nicht gut.
2:29 Ich: Jetzt kommt schon der erste Mast
2:33 Opa: Willst du nicht mal. On der Seite machen? (filmen)
2:24 Ich: Mach entlich das Fenster auf
Opa: Warum denn?
Ich: ich will doch dass der ganze Lärm hier rein kommt.
2:41 Opa: Schau mal die Felsen hier. Schau hier. Jetzt geht es dann da drüber runter. Jetzt muss du mal schauen wie es da drüber runter geht. Das Loch hinunter. Schau mal da runter Bis zum anderen Mast rutscht das. Nochmals drüber und dann kommt noch ein weiterer Mast und dann kommt keiner mehr. Siehst du? Da unten ist die Strasse.
3:11 Opa: Über die Felswand
3:14 Mama: Sind da drüber alle Bäume kaputt??
3:24 Opa: Jetzt kommen die (andere Kabinen)
3:33 Opa: Niemand drin
Schau den Windmesser ganz alleine auf dem Mast
3:45 Opa: Da ist ein Mann drin Nummer 5, das ist der Wirt. Rätätätä Da kommt noch eine. Was machen denn die noch um die Uhrzeit?
4:03 Opa: Rätätätä Tschtöschööö