Die Staatsregierung verspricht weniger Bürokratie durch ein neues Gesetz. Dadurch sollen auch Skigebiete leichter technisch aufrüsten können. Die Grünen sprechen von „einem Angriff auf die Schönheit der Alpen“.
Tatsächlich will Bayern es Liftbetreibern und Skigebieten künftig leichter machen, technisch aufzurüsten. Im dritten Modernisierungsgesetz, das am Dienstag erstmals im Landtag debattiert wurde, werden die Schwellenwerte für die Umweltverträglichkeitsprüfungen angehoben. Ob zusätzliche Schneekanonen für die Tier- und Pflanzenwelt gut sind, soll künftig erst ab einer Fläche von 20 Hektar untersucht werden, bislang gelten 15 Hektar. Für neue Skipisten soll der Umwelt-Check ebenfalls erst ab 20 Hektar vorgeschrieben sein, bislang sind zehn Hektar Pflicht.
Die Kritik von Grünen und SPD entzündet sich vor allem an den möglichen negativen Auswirkungen, wenn die Schwellenwerte, ab wann eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) notwendig ist, erhöht werden. Für neue Skipisten soll eine UVP erst ab 20 Hektar statt bisher ab zehn nötig sein, in Schutzgebieten künftig erst ab zehn statt ab fünf Hektar. Auch für Schneekanonen und Seilbahnen sollen die Schwellenwerte erhöht werden.