Österreich Wintertourismus Statistik 24/25

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Arlberg
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Österreich Wintertourismus Statistik 24/25

Beitrag von Arlberg »

Der Wintertourismus hat erneut zugenommen. Die österreichischen Hotels verzeichneten im Winter 2024/25 72,38 Millionen Übernachtungen, ein Plus von 1,8 % gegenüber 71 Millionen im Vorjahr.

Laut Statistik Austria (Link unten mit Details) liegt dies immer noch unter der Vorpandemiesaison 2018/19, die mit 73 Millionen Übernachtungen die beste Wintersaison aller Zeiten war.

Die Sommerübernachtungen 2023 und 2024 übertrafen den Vorpandemierekord, die Winterzahlen hinken jedoch hinterher.

Mehr als ein Drittel der Übernachtungen in der Wintersaison entfielen auf Vier- oder Fünf-Sterne-Hotels. Der Februar war der geschäftigste Wintermonat, gefolgt von Januar und März, während der Dezember der ruhigste Monat war.

November und April verzeichnen als Saisonbeginn- und -endemonate die wenigsten Übernachtungen.

Während die meisten Hotelübernachtungen weiterhin von Gästen aus dem benachbarten Deutschland verzeichnet werden, sank die Zahl der deutschen Hotelgäste um 1 % auf 25,94 Millionen Übernachtungen.

Dieser Rückgang wurde jedoch durch andere europäische Gäste mehr als ausgeglichen, sodass Österreich insgesamt einen Anstieg der Übernachtungen von Gästen aus den 27 EU-Staaten um 0,8 % verzeichnete.

Österreich wird in der Wintersaison 2024/25 bei US-Besuchern immer beliebter

Auch einige Märkte außerhalb Europas verzeichneten ein enormes Wachstum, sowohl prozentual als auch absolut – darunter Amerika. Den größten Zuwachs sowohl prozentual als auch absolut verzeichneten Gäste aus Israel, die ihre Zahl auf 337.000 Übernachtungen fast verdoppelten.

An zweiter Stelle der absoluten Zuwächse standen Besucher aus den USA, die im Vergleich zum Vorjahr 130.000 zusätzliche Übernachtungen verbuchten.

Damit steigt die Gesamtzahl der Übernachtungen von US-Touristen auf 973.000, ein Anstieg um 15,4 % gegenüber den 843.000 Übernachtungen des Vorjahres.

Die USA sind mit fast einer Million Übernachtungen Österreichs größter Auslandsmarkt. Auch andere Märkte wie Australien, Brasilien und China verzeichnen vielversprechende Wachstumsraten und verzeichneten einen Anstieg der Übernachtungen um 25,3 %, 37,5 % bzw. 21,3 %. Insgesamt kamen im Winter 2024/25 358.000 US-Besucher nach Österreich und blieben durchschnittlich 2,7 Nächte.

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Österreich vs. Schweiz

Zusätzliche Informationen: US-Gäste

Österreich ist nicht das einzige bei amerikanischen Touristen beliebte Land. Auch die Schweiz verzeichnete in der Wintersaison 2024/25 einen Anstieg der Übernachtungen von US-Touristen um 128.000 Übernachtungen – ein Plus von 12,4 %.

Damit steigt die Gesamtzahl der US-amerikanischen Übernachtungen auf 1,2 Millionen und übertrifft die österreichischen um rund 230.000 Nächte.

Die bekannten Schweizer Skigebiete wie Zermatt, St. Moritz, Verbier und Grindelwald locken nordamerikanische Reisende an, von denen viele nun den Epic Pass von Vail Resorts nutzen, der seit 2022 auch Andermatt-Sedrun und seit 2023 Crans-Montana umfasst.

Für die Saison 2025/26 hat Vail Resorts sechs österreichische Skigebiete ins Programm aufgenommen. Es bleibt abzuwarten, ob der Zuwachs an US-Besuchern in Österreich durch die Erweiterung um den Epic Pass weiter ansteigen wird. Bisher hatte Vail Resorts nur ein österreichisches Skigebiet, St. Anton am Arlberg, in seinem Epic Pass-Angebot.

Es dürfte interessant sein zu sehen, ob sich die sechs zusätzlichen österreichischen Skigebiete auf die Besucherzahlen aus den USA in Österreich auswirken werden.

Die österreichischen Übernachtungen steigen derzeit bereits schneller als die Schweizer – mit 15,4 % gegenüber 12,4 % –, daher bleibt abzuwarten, ob sich dieses Wachstum in der nächsten Saison noch beschleunigen wird.

Es wird Ihnen vielleicht auffallen, wie unterschiedlich der Wintertourismus in diesen Nachbarländern funktioniert, trotz ihrer geografischen Nähe, ähnlicher Bevölkerungsgröße und vergleichbaren Wintersportangebote.

Österreichs Skiindustrie ist gemessen an den Skibesuchen mehr als doppelt so groß wie die der Schweiz und stark von internationalen Besuchern abhängig, was die COVID-19-bedingten Grenzschließungen für den Tourismussektor besonders verheerend machte.

Die Schweiz profitiert hingegen von einer stärkeren Inlandstourismusbasis, die die Auswirkungen der Pandemie abmildert und ihr ausgewogeneres Tourismusmodell bis heute prägt. Die Skiindustrie ist jedoch mit nur rund 23 Millionen Skibesuchen pro Jahr deutlich kleiner. Österreich verfügt über reichlich freie Kapazitäten.

Bemerkenswert an Österreich ist nicht nur die hohe Abhängigkeit von ausländischen Gästen, sondern auch die Unterauslastung: Die Bettenauslastung im Winter liegt bei nur 42 %. Das deutet darauf hin, dass Österreich theoretisch fast doppelt so viele Touristen aufnehmen könnte wie derzeit – eine Tatsache, die sowohl das Wachstumspotenzial als auch die Anfälligkeit des Landes gegenüber internationalen Reisebeschränkungen unterstreicht.

Der starke Schweizer Franken macht Österreich für ausländische Touristen attraktiver. Selbst Schweizer (fast 2 Millionen) besuchen ihre Nachbarn in Österreich im Winter, da deren Hotels und Skigebiete ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis bieten.

Die Schweiz ist derzeit noch bei US-Besuchern beliebter, doch Österreich holt schnell auf und kann durchaus mit der Schweiz mithalten.

Österreich verfügt über unglaubliche 253 Skigebiete mit mehr als fünf Skiliften.

https://www.statistik.at/statistiken/to ... chtigungen

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