Olympische Sommerspiele 2036/2040/2044 - Deutsche Bewerbungen

Medienberichte rund um den Wintersport: Aktuelle TV-Tipps, Presseartikel, Unfallmeldungen und Diskussionen zu Nachrichten aus der Alpinwelt.
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Thunderbird80
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Olympische Sommerspiele 2036/2040/2044 - Deutsche Bewerbungen

Beitrag von Thunderbird80 »

Sehr merkwürdig. 2011 stimmten die Münchner mit großer Mehrheit gegen olympische Winterspiele in München und garmisch im Jahr 2022 und heute stimmen die selben Münchner mit großer Mehrheit für die Bewerbung der olympischen sommerspiele in München in den Jahren 2036 , 2040 und 2044.

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br403
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Re: Olympische Winterspiele 2022

Beitrag von br403 »

Es liegen 14 Jahre dazwischen?
Latesn
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Re: Olympische Winterspiele 2022

Beitrag von Latesn »

Thunderbird80 hat geschrieben: 26.10.2025 - 21:47 Sehr merkwürdig. 2011 stimmten die Münchner mit großer Mehrheit gegen olympische Winterspiele in München und garmisch im Jahr 2022 und heute stimmen die selben Münchner mit großer Mehrheit für die Bewerbung der olympischen sommerspiele in München in den Jahren 2036 , 2040 und 2044.
Die Sommerspiele wurden aber auch nochmal ganz anders beworben auch in den Unterlagen zur Abstimmung. Es wurde explizit darauf hingewiesen, dass im Gegensatz zu 2022 halt wirklich praktisch alle Sportstätten recyclet werden können und dass das geplante olympische Dorf in welcher Form auch immer danach als Wohnraum zur Verfügung stehen soll das zieht.

Ich würde mich jedenfalls sehr darauf freuen, wenn München nochmal die Chance bekäme zu beweisen was für großartige Sportereignisse hier möglich sind. (Bei allen Problemen die das hochkorrupte IOC so mit sich bringt)
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Seilbahnjunkie
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Re: Olympische Winterspiele 2022

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Also wenn man sich anschaut was in Paris alles an Sportstädten gebraucht wurde, dann fehlt mir die Fantasie, wie München da ohne zumindest größere temporäre Bauten auskommen will. Also vielleicht hab ich es auch nicht gefunden, aber das Sportstättenkonzept auf der Bewerbungsseite ist äußerst dürftig. Es wird im Prinzip nur auf den Olympiapark eingegangen und auf einige Plätze in der Stadt auf denen temporäre Freiluftstadien errichtet werden können. Was nicht erwähnt wird, ist der Hallenbedarf, und der ist ganz erheblich. Im Olympiapark gibt's da eigentlich nur zwei Hallen die noch tauglich sind, die Olympiahalle und der neue SAP Garden. Ob das Schwimmbad noch groß genug für die Schwimmwettbewerbe ist, ist zumindest fraglich, aber für Wasserspringen und Wasserball wird man es nutzen können. Darüber hinaus besitzt München noch die ehemalige olympische Basketballhalle, das war's dann. Alle anderen Hallensportarten müssen in der Messe ausgetragen werden. Die muss aber auch noch das Medienzentrum aufnehmen, wenn man dafür nicht wieder was anderes bauen will.
Auch in der näheren Umgebung fallen mir nicht wirklich größere Hallen ein. Augsburg hat ein Messegelände, keine Ahnung ob da was nutzbares dabei ist (Stichwort Deckenhöhe und Stützenfreiheit). Die nächsten Hallen mit 10.000+ Plätzen sind in Nürnberg, Innsbruck und Stuttgart.

Die vorgesehenen Verkehrsmaßnahmen sind völlig illusorisch. Zwei U-Bahnlinien und eine S-Bahnstrecke baut man heute nicht mehr mit dem Vorlauf. Man kann sich natürlich fragen ob man die für die Spiele braucht, aber warum sind sie dann im Konzept angeführt?

Ich fände am besten eigentlich eine Bewerbung von Berlin und München gemeinsam. Da könnte man wirklich auf eine große Zahl vorhandener Sportstädten zurückgreifen und wenig sinnlose Bauten produzieren. Die olympischen Dörfer kann man in beiden Städten als Wohnbauprojekte eh gut brauchen und mit den beiden Messegeländen sollten die Medien auch das Auslangen finden. Dazu nimmt man dann noch Augsburg oder Leipzig mit für Kanuslalom und wahrscheinlich Kiel zum Segeln. Surfen wird eh noch eine Herausforderung.
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phifue
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Re: Olympische Winterspiele 2022

Beitrag von phifue »

Seilbahnjunkie hat geschrieben: 27.10.2025 - 11:32 Also wenn man sich anschaut was in Paris alles an Sportstädten gebraucht wurde, dann fehlt mir die Fantasie, wie München da ohne zumindest größere temporäre Bauten auskommen will. Also vielleicht hab ich es auch nicht gefunden, aber das Sportstättenkonzept auf der Bewerbungsseite ist äußerst dürftig. Es wird im Prinzip nur auf den Olympiapark eingegangen und auf einige Plätze in der Stadt auf denen temporäre Freiluftstadien errichtet werden können. Was nicht erwähnt wird, ist der Hallenbedarf, und der ist ganz erheblich. Im Olympiapark gibt's da eigentlich nur zwei Hallen die noch tauglich sind, die Olympiahalle und der neue SAP Garden. Ob das Schwimmbad noch groß genug für die Schwimmwettbewerbe ist, ist zumindest fraglich, aber für Wasserspringen und Wasserball wird man es nutzen können. Darüber hinaus besitzt München noch die ehemalige olympische Basketballhalle, das war's dann. Alle anderen Hallensportarten müssen in der Messe ausgetragen werden. Die muss aber auch noch das Medienzentrum aufnehmen, wenn man dafür nicht wieder was anderes bauen will.
Ich glaube du unterschätzt die Größe der Messe München. Ein großer Vorteil ist auch, dass alle Hallen komplett stützenlos sind.

Olympia Actionsportzentrum (ehemaliges Eisstadtion): Tischtennis
Dantebad (öffentliches Schwimmbad):Kunstschwimmen/Wasserball
Olympia Schießanlage Garching: Schießen
Olympia Reitanlage Riem: Reiten
Regattastrecke Oberschleißheim: Kanu/Rudern (Sanierung so oder so notwendig)
BMW Park: Badminton, rhytmische Sportgymnastik (ehemalige Olympia Basketballhalle)
Olympiapark: Triathlon
Messegelände: Fechten, Gewichtheben, Taekwondo, Boxen, Judo, Ringen und Boccia. (Ansich gibt es 18 große gleiche Hallen und auf dem riesigen Freigelände wäre noch Platz für Zelte)
MTTC Iphitos: Tennis (Standort der BMW Open)
Allianz Arena: Fußball
Grünwalder Stadion: Rugby (Umbau/Vergrößerung seit Jahren in Diskussion)
Uhlsport Park Unterhaching: Hockey
Golfclub München Eichenried: Golf
Munich Arena Flughafen: Schwimmen (temporäres Becken, aktuell noch nicht gebaut aber schon länger in Planung)
Eiskanal Augsburg: Kanu-Slalom (Umbau erforderlich der auch ohne Olympia gebraucht wird)

Möglicherweise:
Surftown Munich Hallbergmoos: Surfen (ja künstliche Wellen sind ansich erlaubt, man verwendet nur lieber echte Wellen aufgrund der Authentizität)

Temporäre Bauten:
Theresienwiese: Beachvolleyball
Olympiaberg: Sportklettern
Englischen Garten: Vielseitigkeitsreiten
Schlossanlage Nymphenburg: Dressurreiten
Schlossanlage Schleißheim: Bogenschießen
Sonnenbichl Tegernsee: Mountainbike/Downhill
Kiel: Segeln
Starnberger See: Freiwasserschwimmen

Diese dafür entstehnden Bauten sind finde ich alle vertretbar, bzw teilweise auch nicht anders umsetzbar.

Temporäre Gebäude bzw zusätzlich neu zu bauene Gebäude:
TUM Gelände Olympiapark: Volleyball/Bahnrad
Sommertollwoods Olympiapark: (Basketball 5x5, Basketball 3x3, BMX Racing und Freestyle, Skateboard, Moderner Fünfkampf, Breaking und Parkour)

Vor allem der letzte Punkt hier dürfte der mit dem meisten Klärungsbedarf sein.

Für die Übersichtlichkeit hab ich jetzt nur die Sportarten der olympischen Spiele erwähnt, für die Paralympics würden aber meistens die gleichen Gebäude genutzt werden.
Seilbahnjunkie hat geschrieben: 27.10.2025 - 11:32 Die vorgesehenen Verkehrsmaßnahmen sind völlig illusorisch. Zwei U-Bahnlinien und eine S-Bahnstrecke baut man heute nicht mehr mit dem Vorlauf. Man kann sich natürlich fragen ob man die für die Spiele braucht, aber warum sind sie dann im Konzept angeführt?
S-Bahn:
Der Nordring existiert ansich hier ist eigentlich nur der Bau der Stationen und der viergleisige Ausbau zwischen Daglfing und dem Nordring notwendig. Ist jedoch schon längert geplant und würde vor allem mal dir konkreten Planungen deutlich beschleunigen.
U-Bahn:
U4: Die Erweiterung der U4 von Arabellapark nach Engschalking und darüber hinaus in den Berich des möglichen Olympischen Dorfes. Planung läuft, da das Viertel dort auch ohne Olympia entstehen würde. Deutlich beschleunigter Planungen und Bau.
U9: Ist ansich die Entlasung der aktuellen Stammstrecke der U3/U6. Schon länger geplant, die Bahn baut im Zuge des Neubaus des Hauptbahnhofs und der 2. Stammstrecke der S-Bahn dort bereits ein Vorhaltebauwerk für die U-Bahn (über 500 Mio€). Bohrungen und Vermessung sind abgeschlossen, aktuell Vorplanung. Würde ohne Olympia wohl noch ewig dauern. Ist aber ansich eine super Sache, da man bei Instandhaltungsarbeiten/Störungen den jeweils anderen Strecke in Zukunft befahren kann, so auch den aktuellen Engpass zur Allianz Arena beheben würde und den aktuellen Wiesnbahnhof entlasten.

Also die Vorbereitungen laufen schon seit Jahren im Hintergrund, auch schon ohne die Bewerbung für Olympia.
Aber ansich macht meiner Meinung nach einzig das Jahr 2044 als Austragungsjahr Sinn.

Thunderbird80 hat geschrieben: 27.10.2025 - 12:44 Ich würde es insgesamt besser finden, wenn München sich für Winterspiele und Berlin oder Hamburg für Sommerspiele bewerben würde. Wobei es vermutlich wahrscheinlicher wäre dann die Winterspiele zu bekommen als Sommer weil einfach viel weniger Länder in der Welt in der Lage sind Winterspiele auszurichten. (Stichwort Berge)
Das wird nicht mehr passieren, die Winterspiele sind viel kleiner demnach kann man hier nicht mit dem Infrastrukturgrund punkten. Zudem sorgen diese durch Umweltthemen für deutlich mehr Ablehnung, gerade in einer Großstadt wie München.
Zuletzt geändert von phifue am 27.10.2025 - 15:42, insgesamt 1-mal geändert.
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br403
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Re: Olympische Winterspiele 2022

Beitrag von br403 »

Mein Problem bei der ganzen Sache ist, wie bei vielen solcher Projekte: Es heißt dann bei der Bewerbung "Keine Sorge, wir können alles wiederverwenden, es kostet 2 Milliarden" (um eine Zahl zu sagen). Am Ende kostet aber alles dann 5 oder mehr Milliarden, das Geld wird dann in temporäre Stätten investiert, und eigentlich hat man nichts gewonnen. Und das IOC verdient sich dumm und dämlich, ohne auch nur einen Euro Steuern hier zu bezahlen.

Gleichzeitig jammert man aber Landauf Landab über schlechte Infrastruktur. Mit temporären Sportstätten wird die aber nicht besser.
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Re: Olympische Winterspiele 2022

Beitrag von waikiki83 »

phifue hat geschrieben: 27.10.2025 - 13:07
Seilbahnjunkie hat geschrieben: 27.10.2025 - 11:32
Olympia Reitanlage Riem: Reiten

Das wird nicht mehr passieren, die Winterspiele sind viel kleiner demnach kann man hier nicht mit dem Infrastrukturgrund punkten. Zudem sorgen diese durch Umweltthemen für deutlich mehr Ablehnung, gerade in einer Großstadt wie München.
Da muss ich dir zumindest widersprechen. Das war lange Zeit mein Zuhause da, aber das inzwischen nicht mehr für Olympische Spiele im Reiten geeignet.

Dressur würde vielleicht noch gehen, aber du hast keine geeignete Strecke für die Geländeprüfung. Für die Springprüfungen müsstest du einen komplett neuen Rasen- oder Sandplatz bauen, der den Kriterien entspricht. Dazu müsstest du die Tribünen komplett neu bauen. Stallungen sowieso, die alten sind vermietet und es wurden zwar neue gebaut im Zuge der Sprengung der Tribüne, aber die reichen bei weitem nicht aus. Insgesamt würde ich sagen, dass heute der Platz nicht mehr reichen würde (1972 war das alles noch überschaubarer)
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Seilbahnjunkie
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Re: Olympische Winterspiele 2022

Beitrag von Seilbahnjunkie »

phifue hat geschrieben: 27.10.2025 - 13:07 Ich glaube du unterschätzt die Größe der Messe München. Ein großer Vorteil ist auch, dass alle Hallen komplett stützenlos sind.

Olympia Actionsportzentrum (ehemaliges Eisstadtion): Tischtennis
Dantebad (öffentliches Schwimmbad):Kunstschwimmen/Wasserball
Olympia Schießanlage Garching: Schießen
Olympia Reitanlage Riem: Reiten
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Uhlsport Park Unterhaching: Hockey
Golfclub München Eichenried: Golf
Munich Arena Flughafen: Schwimmen (temporäres Becken, aktuell noch nicht gebaut aber schon länger in Planung)
Eiskanal Augsburg: Kanu-Slalom (Umbau erforderlich der auch ohne Olympia gebraucht wird)
Die Frage ist, für welche Sportarten die Messehallen hoch genug sind. Nicht umsonst gibt es eine Hochhalle, aber eben nur eine.

Mit dem Dantebad ins Rennen zu gehen finde ich mutig, das ist ein Freibad. Ich kann mir nicht richtig vorstellen, dass man damit durchkommt.

Das Tennisgelände kannst du vergessen. Einen richtigen Centercourt gibt's dort garnicht, und der temporäre der bisher aufgebaut wird ist viel zu klein. Keine Ahnung ob dort auch mehr ginge, aber es ist in jedem Fall eine temporäre Sportstädte, der Platz selbst ist da nicht das entscheidende. Ob man ohne Überdachung durchkommt, ist auch fraglich.

Dass die am Flughafen eine neue Halle bauen wollen, ist mir bisher gänzlich entgangen. Hab mir das kurz angeschaut und das ist an Dummheit mal wieder nicht zu übertreffen. Ausgerechnet an dem Flughafen, der eh schon für seine schlechte Anbindung bekannt ist, stellt man eine Arena für 20.000 Zuschauer hin. Passt zur Allianzarena, die auch am A... der Welt liegt. In beiden Fällen tauscht man die gute Erreichbarkeit des relativ zentralen Olympiaparks (der in der Bewerbung ja auch über den grünen Klee gelobt wird) gegen deutlich schlechtere Anbindungen ein. Wenn man das mal vergleicht, z.B. mit Berlin oder Köln, die ähnlich große Hallen haben, dann sind die dort jeweils wesentlich zentraler gelegen und in viele Richtungen gut angebunden. Außerdem ist das auch ein kleiner Trick bezüglich Nachnutzungskonzept. Auf der einen Seite wird die Nachnutzung der Olympiahalle nicht in Frage gestellt, weil die ja eh ständig bespielt wird, auf der anderen Seite ersetzt man sie aber quasi mit der neuen Halle und dem kürzlich eröffneten SAP Garden. Das läuft dann wie mit dem Olympiastadion, da findet dann nur noch selten was statt.
phifue hat geschrieben: 27.10.2025 - 13:07 Möglicherweise:
Surftown Munich Hallbergmoos: Surfen (ja künstliche Wellen sind ansich erlaubt, man verwendet nur lieber echte Wellen aufgrund der Authentizität)
Ja, wenn man sich blamieren will, dann kann man das machen.
phifue hat geschrieben: 27.10.2025 - 13:07 Temporäre Bauten:
Theresienwiese: Beachvolleyball
Olympiaberg: Sportklettern
Englischen Garten: Vielseitigkeitsreiten
Schlossanlage Nymphenburg: Dressurreiten
Schlossanlage Schleißheim: Bogenschießen
Sonnenbichl Tegernsee: Mountainbike/Downhill
Kiel: Segeln
Starnberger See: Freiwasserschwimmen

Diese dafür entstehnden Bauten sind finde ich alle vertretbar, bzw teilweise auch nicht anders umsetzbar.
Die Reitwettkämpfe auf drei Standorte aufteilen ist schon wieder so eine Sache. Nicht nur, dass man dann überall Tribünen für die Zuschauer errichten muss, auch die Stallungen muss man mehrfach bauen.
phifue hat geschrieben: 27.10.2025 - 13:07 Temporäre Gebäude bzw zusätzlich neu zu bauene Gebäude:
TUM Gelände Olympiapark: Volleyball/Bahnrad
Sommertollwoods Olympiapark: (Basketball 5x5, Basketball 3x3, BMX Racing und Freestyle, Skateboard, Moderner Fünfkampf, Breaking und Parkour)

Vor allem der letzte Punkt hier dürfte der mit dem meisten Klärungsbedarf sein.
Ob Breaking nochmal zurückkommt, wir werden sehen. Mein Sport ist das nicht, aber scheinbar gab's da ja auch Kontroversen über das Bewertungssystem, die dem Sport wohl ziemlich geschadet haben.

Du schreibst 5x5 Basketball hier einfach so nebenbei in einer Auflistung kleinerer Sportarten. Nur zur Erinnerung, dass ist eine Sportart in der Deutschland aktuell amtierender Welt- und Europameister ist und Ligaspiele in 10.000+ Zuschauern fassenden Arenen stattfinden. Auch Volleyball und Bahnradfahren finden üblicherweise bei olympischen Spielen nicht nur vor ein paar hundert Zuschauern statt. Das summiert sich alles.
phifue hat geschrieben: 27.10.2025 - 13:07 S-Bahn:
Der Nordring existiert ansich hier ist eigentlich nur der Bau der Stationen und der viergleisige Ausbau zwischen Daglfing und dem Nordring notwendig. Ist jedoch schon längert geplant und würde vor allem mal dir konkreten Planungen deutlich beschleunigen.
U-Bahn:
U4: Die Erweiterung der U4 von Arabellapark nach Engschalking und darüber hinaus in den Berich des möglichen Olympischen Dorfes. Planung läuft, da das Viertel dort auch ohne Olympia entstehen würde. Deutlich beschleunigter Planungen und Bau.
U9: Ist ansich die Entlasung der aktuellen Stammstrecke der U3/U6. Schon länger geplant, die Bahn baut im Zuge des Neubaus des Hauptbahnhofs und der 2. Stammstrecke der S-Bahn dort bereits ein Vorhaltebauwerk für die U-Bahn (über 500 Mio€). Bohrungen und Vermessung sind abgeschlossen, aktuell Vorplanung. Würde ohne Olympia wohl noch ewig dauern. Ist aber ansich eine super Sache, da man bei Instandhaltungsarbeiten/Störungen den jeweils anderen Strecke in Zukunft befahren kann, so auch den aktuellen Engpass zur Allianz Arena beheben würde und den aktuellen Wiesnbahnhof entlasten.

Also die Vorbereitungen laufen schon seit Jahren im Hintergrund, auch schon ohne die Bewerbung für Olympia.
Aber ansich macht meiner Meinung nach einzig das Jahr 2044 als Austragungsjahr Sinn.
Ich weiß schon, dass das alles schon geplant ist und auch sinnvoll, aber deswegen ist es trotzdem nicht einfach mal so in 10 Jahren umgesetzt. Früher war das mal anders, aber heute nicht mehr. Und aktuell ist man in München noch mit der zweiten Stammstrecke und dem Umbau des Hbf beschäftigt, das dauert auch noch.
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phifue
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Re: Olympische Winterspiele 2022

Beitrag von phifue »

Seilbahnjunkie hat geschrieben: 27.10.2025 - 16:57

Die Frage ist, für welche Sportarten die Messehallen hoch genug sind. Nicht umsonst gibt es eine Hochhalle, aber eben nur eine.
Fechten, Gewichtheben, Taekwondo, Boxen, Judo, Ringen und Boccia haben wohl alle keine Probleme mit nur 11 Meter hohen Decken oder spielt man bei Olympia Boccia in die Vertikale?

Seilbahnjunkie hat geschrieben: 27.10.2025 - 16:57 Das Tennisgelände kannst du vergessen. Einen richtigen Centercourt gibt's dort garnicht, und der temporäre der bisher aufgebaut wird ist viel zu klein. Keine Ahnung ob dort auch mehr ginge, aber es ist in jedem Fall eine temporäre Sportstädte, der Platz selbst ist da nicht das entscheidende. Ob man ohne Überdachung durchkommt, ist auch fraglich.
Das dürfte in Zukunft auch kein Problem sein. Dürfte in den kommenden Jahren nicht die einige Sportstätte sein die aufgrund von Regularien von anderen Wettkämpfen umgebaut werden muss.
https://stadt.muenchen.de/infos/aumeist ... hitos.html
Seilbahnjunkie hat geschrieben: 27.10.2025 - 16:57 Dass die am Flughafen eine neue Halle bauen wollen, ist mir bisher gänzlich entgangen. Hab mir das kurz angeschaut und das ist an Dummheit mal wieder nicht zu übertreffen. Ausgerechnet an dem Flughafen, der eh schon für seine schlechte Anbindung bekannt ist, stellt man eine Arena für 20.000 Zuschauer hin. Passt zur Allianzarena, die auch am A... der Welt liegt. In beiden Fällen tauscht man die gute Erreichbarkeit des relativ zentralen Olympiaparks (der in der Bewerbung ja auch über den grünen Klee gelobt wird) gegen deutlich schlechtere Anbindungen ein. Wenn man das mal vergleicht, z.B. mit Berlin oder Köln, die ähnlich große Hallen haben, dann sind die dort jeweils wesentlich zentraler gelegen und in viele Richtungen gut angebunden. Außerdem ist das auch ein kleiner Trick bezüglich Nachnutzungskonzept. Auf der einen Seite wird die Nachnutzung der Olympiahalle nicht in Frage gestellt, weil die ja eh ständig bespielt wird, auf der anderen Seite ersetzt man sie aber quasi mit der neuen Halle und dem kürzlich eröffneten SAP Garden. Das läuft dann wie mit dem Olympiastadion, da findet dann nur noch selten was statt.
Ich halte persönlich auch nichts von dieser Halle, die Anbindung an den Flughafen dürfte zwar langfristig besser werden, angeblich ja Fernverkehr bis Olympia. Ich fände die ehemalige Paketposthalle wäre eine super Möglichkeit für ein temporäres Schwimmbecken, deutlich besser als da außerhalb der Stadt.
Seilbahnjunkie hat geschrieben: 27.10.2025 - 16:57 Die Reitwettkämpfe auf drei Standorte aufteilen ist schon wieder so eine Sache. Nicht nur, dass man dann überall Tribünen für die Zuschauer errichten muss, auch die Stallungen muss man mehrfach bauen.
Ob das nun wirklich so kommt kann ich nicht beurteilen ich habe hier nur die aus verschiedenen Medien bekannten Ideen zusammengetragen. Und in 10 bis 20 Jahren kann sich auch viel verändern.
Seilbahnjunkie hat geschrieben: 27.10.2025 - 16:57 Du schreibst 5x5 Basketball hier einfach so nebenbei in einer Auflistung kleinerer Sportarten. Nur zur Erinnerung, dass ist eine Sportart in der Deutschland aktuell amtierender Welt- und Europameister ist und Ligaspiele in 10.000+ Zuschauern fassenden Arenen stattfinden. Auch Volleyball und Bahnradfahren finden üblicherweise bei olympischen Spielen nicht nur vor ein paar hundert Zuschauern statt. Das summiert sich alles.
Wie gesagt, dass ist der Standort der als möglicher Ort für diese Disziplinen in den Unterlagen steht. Kann auch ganz anders kommen. Womöglich wäre der SAP Garden auch eine Möglichkeit, dann müsste nur Handball woanders hin. Ich könnte mir auch gut eine der kleineren Sportarten in der BMW Welt vorstellen, diese wurde ja auch schon für andere Events genutzt.

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Re: Olympische Winterspiele 2022

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Es geht bei der Höhe nicht nur um die Sportart selbst. Man muss auch Tribünen aufbauen und außen sind die Hallen nur ca. 5 m hoch. Da bekommt man schon Schwierigkeiten mit ordentlichen Tribünen.

Der geplante Centercourt ist ja auch nicht größer als das was bisher temporär aufgebaut wurde, für Olympia reicht das einfach nicht. Man darf dabei auch nicht vergessen, dass das wesentlich höhere Medieninteresse dazu führt, dass mehr Presseplätze eingerichtet werden müssen und die Kapazität sinkt. Den Platz könnte man bestenfalls als Court 2 hernehmen. Berlin hat übrigens schon einen Platz in der Größenordnung.

Der Flughafen München bekommt nie richtigen Fernverkehr, dafür liegt er einfach falsch. Der ist für diesen Zweck aber eh egal. Außerdem darf man nicht vergessen, dass die Halle nicht über den Flughafenbahnhof erschlossen würde, sondern über die Haltestelle Besucherpark. Dort hält nur die S-Bahn und man müsste erstmal prüfen ob die Regionalzüge da halten könnten.

Natürlich kann sich da noch viel verändern, aber genau das ist ja die Kritik. Man hat jetzt so getan, als wäre das eh kein großes Ding und man hätte eh schon alles. Das was zusätzlich kommt, Stichwort olympisches Dorf, braucht man eh. Dass man aber doch noch relativ viele Baustellen offen hat, das hat man verschwiegen. Und das ist auch ein wesentlicher Unterschied zur Abstimmung über die Winterspiele. Da man dort ja erst nach der gescheiterten ersten Bewerbung abstimmen lies, war das Konzept bekannt und die Leute haben gesehen, was das für ein Blödsinn gewesen wäre.

Btw. vielleicht könnte man die interessante Diskussion ja abtrennen und ins Allgemeine verschieben. Hier soll es ja eigentlich um 26 gehen.
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Re: Olympische Winterspiele 2022

Beitrag von br403 »

Seilbahnjunkie hat geschrieben: 28.10.2025 - 08:15 Außerdem darf man nicht vergessen, dass die Halle nicht über den Flughafenbahnhof erschlossen würde, sondern über die Haltestelle Besucherpark. Dort hält nur die S-Bahn und man müsste erstmal prüfen ob die Regionalzüge da halten könnten.
Das geht, aktuell hält der ÜFEX nach Regensburg (Nürnberg) dort auch an.
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Re: Olympische Sommerspiele 2036/2040/2044 - Deutsche Bewerbungen

Beitrag von Kerker »

Ich habe die Diskussion in einen neuen eigenen Thread ausgelagert. Es geht ja um Sommerspiele und es kommen voraussichtlich auch noch weitere nationale Bewerber.
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