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Ifen und Söllereck (Kleinwalsertal / Allgäu) 14. Dezember 2025 / Gelungen

Ifen und Söllereck (Kleinwalsertal / Allgäu) 14. Dezember 2025 / Gelungen

Anfahrt: Ettlingen - A8 - Ulm - A7 - A980 - Oberstdorf - Hirschegg - Auenhütte in 2:45 h
Wetter: Wolkenlos, sonnig, -4°C bis +7°C
Schnee: Ifen geschätzt 30-80 cm Natur- und Maschinenschnee, Söllereck geschätzt 20-40 cm Maschinenschnee
Anlagen in Betrieb: Alle außer ÜbungsSCHL Wannenkopf an der Talstation Söllereck
Wartezeit: Keine (!)
Gefallen: Vorweihnachtlicher Skispaß bei Bestwetter ohne Wartezeit; erfolgreiche Pistenarbeit der Bergbahnteams; freundliches Personal
Nicht gefallen: Viele Pisten am Ifen noch geschlossen; Ifenhütte geschlossen
Bewertung: 5 von 6 Punkten

Noch ein Schönwetterwochenende in der Vorweihnachtszeit ... das wollte genutzt werden. Kein Schnee mehr im Schwarzwald und in den Vogesen, also blieben für den Tagesausflug nur die Alpen. Wegen kürzerer Anfahrt fiel die Wahl erneut aufs Allgäu statt auf die Zentralschweiz. In Oberstdorf / Kleinwalsertal hatten fürs Wochenende das Nebelhorn und der Ifen ihren Saisonstart. Am Oberstdorfer Nebelhorn blieb die Abfahrt zur Seealpe samt Talabfahrt geschlossen; dann lohnt sich der Besuch für mich nicht. An Fellhorn und Kanzelwand waren viel zu wenige Pisten geöffnet und die Talabfahrt Fellhorn geschlossen. Am Ifen im Kleinwalsertal war die rote Hauptabfahrt bis ins Tal geöffnet, das klang besser. Also wurden der Ifen und das Oberstdorfer Söllereck, das ich schon 10 Jahre nicht mehr besucht hatte, die Halbtagesziele für Vor- und Nachmittag.

An der Auenhütte im Kleinwalsertal traf ich dank problemloser Anfahrt schon vor 8:30 Uhr ein und hatte noch etwas Zeit bis zum Betriebsstart. Der Andrang hielt sich erfreulicherweise sehr in Grenzen. Wie auch im gesamten Allgäu hat das Tauwetter im Kleinwalsertal seine Spuren hinterlassen. Die Dörfer und die Südhänge sind bereits wieder grün, nur Nord- und Osthänge sind halbwegs weiß geblieben. Aber man kann Skifahren, was den Pistenteams bei der beeinträchtigten Schneelage hoch anzurechnen ist.

Während der Talbereich zunächst bei Frost im Bergschatten verblieb, lag die obere Sektion der Ifen-EUB samt Abfahrt bereits in der Sonne, also fuhr ich zunächst nur dort. Die obere, rote Ifen-Hauptabfahrt war teils auf Natur-, teils auf Maschinenschnee anfangs sehr gut zu befahren und wurde auch nicht zu voll. Gegen Mittag war sie dann allmählich aufgefahren und kostete mehr Kraft. Mit höherem Sonnenstand kamen auch die rote Talabfahrt und deren blaue Umfahrung an die Reihe, die ebenfalls beide gut zu befahren waren. Das Schöne am Ifen ist die bereits recht weit inneralpine Lage; man nimmt den Alpenrand nicht mehr wahr, und der Urlaubscharakter so eines Tagesbesuchs steigt.

Mittagspause wollte ich eigentlich in der Ifenhütte an der EUB-Mittelstation machen. Aber die erwies sich vor Ort leider als noch geschlossen. Da ich bei blauem Himmel nicht im Tal im Schatten einkehren wollte, musste ich ins Bergstationsrestaurant "Tafel und Zunder" ausweichen, das ich wegen seiner Hochpreis-Speisenkarte eigentlich zu vermeiden versuche. In der Tat hätte die Spaghettiportion für 16,90 Euro gern deutlich größer ausfallen dürfen; "wert" war sie den halben Preis. Aber ich durfte mit Alpenblick in der Sonne speisen, und die Mitarbeiter waren aufmerksam und freundlich. Man sollte hier besser auf SB umstellen und die Preise senken, um den Bedarf vieler Gäste zu treffen.

Nach der frühen Mittagseinkehr ging es auf die finale Talabfahrt am Ifen, um genügend Zeit für das zweite Tagesziel, das 15-20 Autominuten entfernte Oberstdorfer Söllereck, zu haben. Während das ostausgerichtete Ifen-Skigebiet von der Morgensonne profitiert, scheint nachmittags die Sonne auf die Hauptabfahrt am Söllereck. Hier war ich zuletzt im Januar 2015. Mein Wunsch nach einem frei gewordenen Parkplatz nahe an der Seilbahn wurde erfüllt. Erstmalig konnte ich die neue Infrastruktur am Söllereck in Form der 10EUB und der KSB Schrattenwang benutzen. Bei meinem letzten Besuch fuhren hier noch 6EUB und Schlepplift. Auch am Söllereck gab es bei meinem Besuch erfreulicherweise nur wenig Andrang und keine Wartezeiten. Nach einer umgehenden Talabfahrt kamen die Liftanlagen am Berg der Reihe nach zu ihrem Recht. Dass KSB Schrattenwang und SCHL Ochsenhöfle so arg kurz sind, hatte nicht mehr präsent. Freude machte mir natürlich der in gekürzter Form revitalisierte SCHL Höllwies mit seiner sportlichen, roten Abfahrt. Natürlich ist es schade, dass er nur noch die Hälfte seiner früheren Länge hat, aber dafür wird er nun beschneit und ist zuverlässig in Betrieb. Am Söllereck sind alle Abfahrten mit einer Maschinenschneedecke ausgestattet, die mit einer Dicke von 20-40 cm auch längeres Tauwetter noch bis nach Weihnachten überstehen dürfte. Bis zum Ende meines Zeitkontingents um 15 Uhr befuhr ich der schönen Sonneneinstrahlung wegen vorwiegend die lange, blaue Söllereck-Hauptabfahrt, deren Parkplatz-Rückbringer noch gut befahrbar war.

Fazit: Die Kombination Ifen morgens und Söllereck nachmittags mit gemeinsamem Skipass hat sich genau so bewährt wie (bei Vollbetrieb) Ifen und Walmendinger Horn oder Fellhorn und Nebelhorn für jeweils einen halben Tag. Und ich freue mich, dass es am Söllereck den SCHL Höllwies wieder gibt.

28 Fotos vom Ifen:

Start im Kleinwalsertal an der Auenhütte mit der EUB Ifen I zu Betriebsbeginn um 8:30 Uhr.
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Schattige Angelegenheit. Bis zum halben Hang ist die Sonne an den kürzesten Tagen des Jahres noch nicht über den Allgäuer Hauptkamm gekommen.
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Aber an der EUB-Mittelstation ist Besserung in Sicht.
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Voilà! :D
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In der Morgensonne sieht die Bergfahrt in der EUB wesentlich einladender aus.
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Kurz vor der EUB-Bergstation der Sektion Ifen II.
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Hier oben ist nur diese eine rote Abfahrt geöffnet, alle anderen schneemangelbedingt noch nicht.
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Macht aber nix bei solchen Impressionen.
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:D
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Bergstation KSB Olympiabahn.
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Rote Ifen-Abfahrt weiter unten, als sie am Vormittag schon etwas aufgefahrener war.
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Schneegewinnung fürs Pistenflicken. 2x Horst und 1x Capo.
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Zoom zum Fellhornkamm mit Pendelbahnbergstation und geschätzt 300 m ekligem, orangefarbenem Plastikzaun an der Gratabfahrt. Stand der da schon immer?
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Zoom zum Hochvogel. Verdammt, ich war immer noch nicht drauf. Irgendwann demnächst bricht der Berg ja voraussichtlich zusammen.
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Talabfahrt von der Ifenhütte zum Ersten, ...
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... zum Zweiten ...
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und zum Dritten.
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Talstationsbereich von EUB und KSB, als er gegen Mittag endlich nicht mehr im Schatten war.
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In der KSB Olympiabahn. Die gesperrte, schwarze Olympiaabfahrt links braucht im unteren Teil noch viel Maschinen- oder Naturschnee. Da ist bei meinem Besuch auch fast niemand heruntergefahren.
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KSB Olympiabahn kurz vor der Bergstation.
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Blaue Talabfahrt, die nur ab Mittelstation geöffnet war, oben noch nicht.
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Kleiner Abstecher zum Gaisbühllift.
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Dito.
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Mittagspause im Bergstationsrestaurant "Tafel & Zunder", weil die Ifenhütte leider noch geschlossen war.
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Zoom von der Bergstation Ifen zum Nebelhorn.
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Station Höfatsblick und Sonngehrenabfahrt.
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Nebelhorngipfel mit Panoramarestaurant.
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Unten rechts die EUB-Bergstation Kanzelwand, darüber der Krottenkopf.
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Und 27 Fotos vom Söllereck:

Einstieg EUB Söllereck I, also die Sektion am Parkplatz.
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EUB Söllereck I zur Umlenkung, dem Einstieg für Wiederholungsfahrten der Hauptabfahrt. Mit den beiden Sektionen und der Umlenkung ist das besser gelöst als früher.
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Trasse EUB Söllereck II, die Hauptsektion.
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Rückblick auf die Hauptabfahrt.
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Talstation KSB Schrattenwang, darüber der Ifen.
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EUB-Fahrt kurz vor der Bergstation. Aus den fensterlosen Kabinen kann man gegen die Sonne kaum fotografieren.
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Infrastruktur an der EUB-Bergstation.
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Söllereck-Hauptabfahrt zum Ersten, ...
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... zum Zweiten, ...
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... zum Dritten, ...
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... zum Vierten, ...
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... zum Fünften, ...
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... kurz vor Ende ...
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... und schließlich am Einstieg für die Wiederholungsfahrten angekommen. Im Gegensatz zum Ifen ist der Naturschnee im Oberstdorfer Talboden und an den Südhängen wieder vollständig weggetaut.
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Wieder oben.
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Rote Abfahrt zur KSB Schrattenwang.
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Talstation KSB Schrattenwang.
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Strecke ...
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... und Bergstation KSB Schrattenwang.
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Kleine Schleife über die schön gelegene Alpe Schrattenwang. Blick vom Winter in den Sommer.
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Höllwies-Abfahrt zum Ersten, ...
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... zum Zweiten ...
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... und zum Dritten. Die ungewohnte scharfe Kurve am Ende der Beschneiung ist schon gewöhnungsbedürftig.
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Wieder rauf mit dem ...
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... gekürzten, aber dafür revitalisierten Höllwieslift.
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Kurzer Abstecher zum SCHL Ochsenhöfle, nicht weiter lohnend.
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Abstecher der Söllereck-Hauptabfahrt zurück zum Parkplatz.
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Danke für die umfangreichen und sehr informativen Eindrücke. Ifen und Söllereck ist in der Tat eine gute Kombi sowohl im Hochwinter, da man so am Söllereck nachmittags wenigstens noch etwas Sonne hat, oder auch bei Frühjahrsverhältnissen wenn die Westseiter am Söllereck erst spät auffirnen.

Ifen sieht besser aus als ich es erwartet hätte - auf der Webcam der Mittelstation sah der "Steilhang" recht übel aus. Aber das täuscht vielleicht auch weil das ja das steilste Stück ist und dementsprechend schnell abgerutscht ist bei dem geringen Angebot.

Die Pisten am Söllereck sehen eigentlich ganz gut aus und wenig abgerutscht, oder täuscht das?
 
Gleitweggleiter schrieb:
Ifen sieht besser aus als ich es erwartet hätte - auf der Webcam der Mittelstation sah der "Steilhang" recht übel aus. Aber das täuscht vielleicht auch weil das ja das steilste Stück ist und dementsprechend schnell abgerutscht ist bei dem geringen Angebot.
Die Pisten am Söllereck sehen eigentlich ganz gut aus und wenig abgerutscht, oder täuscht das?
Der "Steilhang" oberhalb der Ifen-Mittelstation war gegen Mittag natürlich etwas abgenutzt, aber wegen der nicht übermäßigen Frequentierung durchaus noch o.k. zu befahren - das geht vieeel schlimmer. Am Ifen wurde es auf der Abfahrt ab ca. 10:30 Uhr schon wieder etwas leerer, dagegen stieg die Anzahl abgestellter Skipaare vor dem Bergstationsrestaurant dann schnell an.
Am Söllereck war nachmittags noch weniger los als am Ifen, aber die Hauptabfahrt bietet deutlich mehr Platz, darum war sie bei meinem Besuch in nach wie vor gutem Zustand. Es hat viel Spaß gemacht, dort (unter Umfahrung der Anfänger) runterzubrettern, wenn ich nicht gerade eine Kamera in der Hand hatte. :D Die Abfahrten von Schrattenwangbahn, Höllwieslift und Ochsenhöflelift wurden noch weniger genutzt als die Söllereck-Hauptabfahrt, weshalb sie nachmittags noch im top Zustand waren.
 
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