Anfahrt: Ettlingen - A8 - Ulm - Inntaldreieck - A93 - Kiefersfelden - Kufstein Süd - B173 - B178 - Söll in 4:00 h
Wetter: Sonnig, um +5°C
Schnee: Südhänge bis in Gipfellagen schneefrei, Nordhänge oberhalb 1200 m ca. 10 cm Altschnee, geöffnete Pisten 20-30 cm Maschinenschnee
Pisten: Ca. 40% der Abfahrten mit Maschinenschnee geöffnet, Talabfahrten geöffnet
Anlagen geöffnet: Rund um die Hohe Salve alle EUBn und Sesselbahnen außer DSB Kasbichlbahn
Wartezeit: keine
Gefallen: Erstbesuch, Panorama, Gipfelrestaurant Hohe Salve
Nicht gefallen: Schlechter Zustand der geöffneten Pisten, wichtige Verbindungsabfahrten schneemangelbedingt teils nicht verfügbar, unschlüssiger Pistenplan
Bewertung: keine wegen dürftiger Schneelage und sehr eingeschränkter Bedingungen
Am 22. Dezember starteten Frau Harzwinter und ich in den Weihnachts-Kurzskiurlaub. Harzwinter Junior war nicht mit von der Partie, weil anderweitig unterwegs. Beide waren wir gesundheitlich von Infekten geplagt, Frau Harzwinter kraftraubender, ich milder, aber immerhin beide auf dem Weg der Besserung. Auf dem Weg in unser Urlaubsziel Leogang wollten wir schönwetterbedingt einen Zwischenstopp einlegen, ich auf Ski, Frau Harzwinter noch ohne. Da bot sich Söll mit der Hohen Salve im Skigebiet Wilder Kaiser - Brixental an. Das große Verbundgebiet hatten wir für Familienskiurlaube schon oft im Fokus, aber höhenlagebedingt Jahr für Jahr erneut verworfen. Wir waren noch nie dort. An Weihnachten 2025 hatte aber sowieso kein Alpenskigebiet im deutschsprachigen Raum Naturschnee unterhalb von ca. 1700 m. Die Bedingungen waren überall deutlich eingeschränkt.
Wegen gesundheitsschonend entspannter Abfahrtszeit von Zuhause waren wir erst in der Mittagszeit in Söll. Tagesevent waren der gemeinsame Gipfelbesuch auf der Hohen Salve per EUB mit gemütlicher Mittagseinkehr auf der Terrasse des Gipfelrestaurants, der Genuss von Sonnenschein und Panorama und nur ein wenig Schnupper-Skifahren für mich. Der Besuch auf dem Berg hat sich für uns Beide sehr gelohnt und war ideal für den Einstieg in den Urlaub. Während Frau Harzwinter auf dem Gipfel weiter die Sonne genoss, versuchte ich, einige Abfahrten an der Hohen Salve zu machen. Das war gar nicht so einfach, denn die Südabfahrt, die in Richtung Hochbrixen und Mittelstation Hopfgarten führt, war gesperrt, und ihre Reste befuhr auch niemand. Alle Skifahrer mussten von der Hohen Salve herunter die Abfahrt 22 / Rigi nehmen. Die war nachmittags in entsprechend fürchterlichem Zustand aus großen Haufen und langen Eisplatten, wurde deshalb kaum noch frequentiert, und ich brauchte trotz meines bereits fünften Saisonskitags ziemlich lange, um dort überhaupt sturzfrei herunterzukommen. Während ich mich herunterquälte, sah ich eine Gruppe Skifahrer zügig über die gesperrte, aber offenbar problemlos befahrbare Nachbarabfahrt hinunterschwingen
Meinen Skibesuch an der Hohen Salve bewerte ich wegen der vorgefundenen Schneearmut und des tagelangen Tauwetters, die das Skifahren vor Weihnachten 2025 zwangsläufig eingeschränkt und die Fortsetzung der Beschneiung verunmöglicht hatten, erst gar nicht. Dafür kann das Skigebiet nichts. Der Kurzbesuch war sowieso nur zum Schnuppern gedacht und der Bericht hält lediglich den Tagesstatus fest. Kälter wurde es erst zwei Tage später, und dann liefen die Schneekanonen überall wieder. Landschaft und Gelände an der Hohen Salve haben mir gut gefallen und mich neugierig gemacht. Vielleicht schaffen Frau Harzwinter und ich es mal über ein verlängertes Wochenende in die Skiwelt Wilder Kaiser - Brixental. Oder an Fasching, falls wir irgendwann unsere Gröden-Jahre beenden sollten. Schneesicherer sind die Dolomiten auch nicht.
30 Fotos vom Skifahren an der Hohen Salve bei vorweihnachtlichem Schneemangel:
Bergfahrt von Söll zur Hohen Salve mit der EUB Hochsöll am 22. Dezember. Nach Winter sieht das ebenso wenig aus wie andernorts.
Mittelstation in Hochsöll. An den Nordhängen ist doch ein Stück Winter übriggeblieben.
Gegenperspektive bei der Weiterfahrt mit der EUB Hohe Salve.
Ich stell' mir jetzt vor, es sei Winter.
Na ja, fast.
Angekommen auf der Hohen Salve. Neuland für uns, für Millionen andere Skifahrer nicht. Gipfelrestaurant Salvenalm - sehr schön!
Schöner Ausblick ins Skigebiet von Westendorf und Brixen. Links die gesperrte Südabfahrt, die ich gern genommen hätte. Die fuhr niemand, und mit Skipassentzug bei Nichtbeachtung kenne ich mich in diesem Skigebiet nicht aus ... entsprechend fuhr ich sie auch nicht.
Schönes Panorama bei argem Schneemangel.
Zoom auf Gabler, Reichenspitze, Wildgerlosspitze und Schneekarspitze in den Zillertaler Alpen - Berge überm Wildgerlostal, das bei Königsleiten nach Süden abzweigt.
Zoom auf Großes Wiesbachhorn, Kitzsteinhorn, Hinteren Bratschenkopf und Klockerin in den Hohen Tauern. Vorn der Pengelstein im Skigebiet von Kirchberg in Tirol.
Blick übers Inntal zur Guffertspitze im Rofangebirge.
Guffertspitze im Zoom.
Dann ging es auf die Abfahrt 22, die einzigmögliche, um auf die Südhänge zu gelangen. Die Eisplatten und Haufen sehen hier harmloser aus, als sie waren.
Vorsichtig weiter auf der 22. Dass hier nicht viel los war, hatte seinen Grund:
Die Abfahrt bestand nachmittags nur aus Eisplatten und Haufen.
Aussicht nach Norden zum Hochnebel des Alpenvorlands.
Weiter runterkratzen in Richtung Kälberalm.
3SB Hohe Salve I.
Weiterkämpfen durch nassen, schweren Maschinenschnee auf der Abfahrt 21c zur Mittelstation Hopfgarten.
Flüssiges Skifahren war auch hier nicht möglich.
Wieder hinauf zur Hohen Salve mit der Hopfgartner EUB Salvenbahn II. Ohne Maschinenschnee ginge an diesen Südhängen gar nichts.
Infrastruktur auf der Hohen Salve. Kronplatz en miniature, aber durchaus noch passabel.
Um zu den nordseitigen Abfahrten der Hohen Salve zu gelangen, war nochmals die Bezwingung der Abfahrt 22 vonnöten. Dann ging es auf die blaue Abfahrt 30 ...
... und weiter hinunter zur Stöcklalm, die an einem Dezembernachmittag bereits im Schatten liegt.
KSB Hexen6er mit ausnahmsweise guter Abfahrt.
Queren auf die Keatabfahrt, auch akzeptabel zu fahren für die übergreifend schlechten Bedingungen.
Im Schuss durch Hochsöll zur Talabfahrt nach Söll.
Talabfahrt Söll.
Dito ...
... und geschafft!