Söll / Hohe Salve 22. Dezember 2025 - Reingeschnuppert

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Harzwinter
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Söll / Hohe Salve 22. Dezember 2025 - Reingeschnuppert

Beitrag von Harzwinter »

Söll / Hohe Salve 22. Dezember 2025 - Reingeschnuppert

Anfahrt: Ettlingen - A8 - Ulm - Inntaldreieck - A93 - Kiefersfelden - Kufstein Süd - B173 - B178 - Söll in 4:00 h
Wetter: Sonnig, um +5°C
Schnee: Südhänge bis in Gipfellagen schneefrei, Nordhänge oberhalb 1200 m ca. 10 cm Altschnee, geöffnete Pisten 20-30 cm Maschinenschnee
Pisten: Ca. 40% der Abfahrten mit Maschinenschnee geöffnet, Talabfahrten geöffnet
Anlagen geöffnet: Rund um die Hohe Salve alle EUBn und Sesselbahnen außer DSB Kasbichlbahn
Wartezeit: keine
Gefallen: Erstbesuch, Panorama, Gipfelrestaurant Hohe Salve
Nicht gefallen: Schlechter Zustand der geöffneten Pisten, wichtige Verbindungsabfahrten schneemangelbedingt teils nicht verfügbar, unschlüssiger Pistenplan
Bewertung: keine wegen dürftiger Schneelage und sehr eingeschränkter Bedingungen

Am 22. Dezember starteten Frau Harzwinter und ich in den Weihnachts-Kurzskiurlaub. Harzwinter Junior war nicht mit von der Partie, weil anderweitig unterwegs. Beide waren wir gesundheitlich von Infekten geplagt, Frau Harzwinter kraftraubender, ich milder, aber immerhin beide auf dem Weg der Besserung. Auf dem Weg in unser Urlaubsziel Leogang wollten wir schönwetterbedingt einen Zwischenstopp einlegen, ich auf Ski, Frau Harzwinter noch ohne. Da bot sich Söll mit der Hohen Salve im Skigebiet Wilder Kaiser - Brixental an. Das große Verbundgebiet hatten wir für Familienskiurlaube schon oft im Fokus, aber höhenlagebedingt Jahr für Jahr erneut verworfen. Wir waren noch nie dort. An Weihnachten 2025 hatte aber sowieso kein Alpenskigebiet im deutschsprachigen Raum Naturschnee unterhalb von ca. 1700 m. Die Bedingungen waren überall deutlich eingeschränkt.

Wegen gesundheitsschonend entspannter Abfahrtszeit von Zuhause waren wir erst in der Mittagszeit in Söll. Tagesevent waren der gemeinsame Gipfelbesuch auf der Hohen Salve per EUB mit gemütlicher Mittagseinkehr auf der Terrasse des Gipfelrestaurants, der Genuss von Sonnenschein und Panorama und nur ein wenig Schnupper-Skifahren für mich. Der Besuch auf dem Berg hat sich für uns Beide sehr gelohnt und war ideal für den Einstieg in den Urlaub. Während Frau Harzwinter auf dem Gipfel weiter die Sonne genoss, versuchte ich, einige Abfahrten an der Hohen Salve zu machen. Das war gar nicht so einfach, denn die Südabfahrt, die in Richtung Hochbrixen und Mittelstation Hopfgarten führt, war gesperrt, und ihre Reste befuhr auch niemand. Alle Skifahrer mussten von der Hohen Salve herunter die Abfahrt 22 / Rigi nehmen. Die war nachmittags in entsprechend fürchterlichem Zustand aus großen Haufen und langen Eisplatten, wurde deshalb kaum noch frequentiert, und ich brauchte trotz meines bereits fünften Saisonskitags ziemlich lange, um dort überhaupt sturzfrei herunterzukommen. Während ich mich herunterquälte, sah ich eine Gruppe Skifahrer zügig über die gesperrte, aber offenbar problemlos befahrbare Nachbarabfahrt hinunterschwingen :( ... Der Maschinenschnee auf der nächsten, südwestseitigen Abfahrt zur Mittelstation Hopfgarten war sonnen- und temperaturbedingt nass und schwer und nicht weniger anstrengend zu befahren. Weil ich bei diesen Bedingungen nur langsam vorankam, gab ich das weitere Befahren der Südwesthänge der Hohen Salve auf. Am Einstieg der 3SB Hohe Salve I war ich aber bereits vorbeigefahren. Zum Wechsel auf die Salven-Nordhänge musste ich per EUB Salvenbahn II erneut auf den Gipfel der Hohen Salve. Den Einstieg zur gesperrten, aber gut befahrbaren Nachbarpiste der Abfahrt 22 fand ich nicht und quälte mich nochmals die zerfahrene Hauptabfahrt hinunter. Die wenigen geöffneten nordseitigen Abfahrten waren weniger aufgefahren, aber oft vereist. Immerhin machte die im Schatten liegende Abfahrt der 6KSB Hexen6er einigermaßen Spaß. Dann neigten sich meine lediglich anderthalb Skistunden an der Hohen Salve zwecks Treff mit Frau Harzwinter schon dem Ende zu, und ich nahm die in passablem Zustand befindliche, schön trassierte Talabfahrt nach Söll, bevor wir nach Leogang weiterfuhren.

Meinen Skibesuch an der Hohen Salve bewerte ich wegen der vorgefundenen Schneearmut und des tagelangen Tauwetters, die das Skifahren vor Weihnachten 2025 zwangsläufig eingeschränkt und die Fortsetzung der Beschneiung verunmöglicht hatten, erst gar nicht. Dafür kann das Skigebiet nichts. Der Kurzbesuch war sowieso nur zum Schnuppern gedacht und der Bericht hält lediglich den Tagesstatus fest. Kälter wurde es erst zwei Tage später, und dann liefen die Schneekanonen überall wieder. Landschaft und Gelände an der Hohen Salve haben mir gut gefallen und mich neugierig gemacht. Vielleicht schaffen Frau Harzwinter und ich es mal über ein verlängertes Wochenende in die Skiwelt Wilder Kaiser - Brixental. Oder an Fasching, falls wir irgendwann unsere Gröden-Jahre beenden sollten. Schneesicherer sind die Dolomiten auch nicht.

30 Fotos vom Skifahren an der Hohen Salve bei vorweihnachtlichem Schneemangel:

Bergfahrt von Söll zur Hohen Salve mit der EUB Hochsöll am 22. Dezember. Nach Winter sieht das ebenso wenig aus wie andernorts.
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Mittelstation in Hochsöll. An den Nordhängen ist doch ein Stück Winter übriggeblieben.
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Gegenperspektive bei der Weiterfahrt mit der EUB Hohe Salve.
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Ich stell' mir jetzt vor, es sei Winter. :D
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Na ja, fast. :D
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Angekommen auf der Hohen Salve. Neuland für uns, für Millionen andere Skifahrer nicht. Gipfelrestaurant Salvenalm - sehr schön!
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Schöner Ausblick ins Skigebiet von Westendorf und Brixen. Links die gesperrte Südabfahrt, die ich gern genommen hätte. Die fuhr niemand, und mit Skipassentzug bei Nichtbeachtung kenne ich mich in diesem Skigebiet nicht aus ... entsprechend fuhr ich sie auch nicht.
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Schönes Panorama bei argem Schneemangel.
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Zoom auf Gabler, Reichenspitze, Wildgerlosspitze und Schneekarspitze in den Zillertaler Alpen - Berge überm Wildgerlostal, das bei Königsleiten nach Süden abzweigt.
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Zoom auf Großes Wiesbachhorn, Kitzsteinhorn, Hinteren Bratschenkopf und Klockerin in den Hohen Tauern. Vorn der Pengelstein im Skigebiet von Kirchberg in Tirol.
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Blick übers Inntal zur Guffertspitze im Rofangebirge.
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Guffertspitze im Zoom.
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Dann ging es auf die Abfahrt 22, die einzigmögliche, um auf die Südhänge zu gelangen. Die Eisplatten und Haufen sehen hier harmloser aus, als sie waren.
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Vorsichtig weiter auf der 22. Dass hier nicht viel los war, hatte seinen Grund:
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Die Abfahrt bestand nachmittags nur aus Eisplatten und Haufen.
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Aussicht nach Norden zum Hochnebel des Alpenvorlands.
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Weiter runterkratzen in Richtung Kälberalm.
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3SB Hohe Salve I.
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Weiterkämpfen durch nassen, schweren Maschinenschnee auf der Abfahrt 21c zur Mittelstation Hopfgarten.
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Flüssiges Skifahren war auch hier nicht möglich.
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Wieder hinauf zur Hohen Salve mit der Hopfgartner EUB Salvenbahn II. Ohne Maschinenschnee ginge an diesen Südhängen gar nichts.
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Infrastruktur auf der Hohen Salve. Kronplatz en miniature, aber durchaus noch passabel.
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Um zu den nordseitigen Abfahrten der Hohen Salve zu gelangen, war nochmals die Bezwingung der Abfahrt 22 vonnöten. Dann ging es auf die blaue Abfahrt 30 ...
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... und weiter hinunter zur Stöcklalm, die an einem Dezembernachmittag bereits im Schatten liegt.
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KSB Hexen6er mit ausnahmsweise guter Abfahrt.
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Queren auf die Keatabfahrt, auch akzeptabel zu fahren für die übergreifend schlechten Bedingungen.
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Im Schuss durch Hochsöll zur Talabfahrt nach Söll.
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Talabfahrt Söll.
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Dito ...
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... und geschafft! :D Anschließend fuhren wir weiter in unser Urlaubsziel Leogang.
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simmonelli
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Re: Söll / Hohe Salve 22. Dezember 2025 - Reingeschnuppert

Beitrag von simmonelli »

Harzwinter hat geschrieben: 30.12.2025 - 13:27 Vielleicht schaffen Frau Harzwinter und ich es mal über ein verlängertes Wochenende in die Skiwelt Wilder Kaiser - Brixental. Oder an Fasching, falls wir irgendwann unsere Gröden-Jahre beenden sollten. Schneesicherer sind die Dolomiten auch nicht.
Schneesicherer sind die Dolomiten nicht, aber - und ich weiss nicht warum - bekommen sie in Südtirol die Kunstschneepisten viel besser in Schuss als in Östereich. Vor allem sind da dann auch i.d.R. alle Pisten geöffnet. Habe ich in der ersten Januarwoche erst wieder gelernt: Speikboden, Klausberg, Kronplatz - praktisch alles offen und sehr, sehr vereinzelt Eisplatten. Kein Vergleich zu dem was mir der Freund meiner Tochter über den Hochkönig zur gleichen Zeit erzählt hat.
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Saison 24/25: 2x Sölden, Feldberg, Speikboden, Klaustal, Zell am See, 2x Gastein, Sportwelt, Oberjoch, 3x Vuokatti, 3x SFL
Saison 23/24: 2x Sölden, Gargellen. 3x Christlum, 1x Hochzillertal, 3x Schöneben, 1x Adelboden, 2x Schladming, 1x Zauchensee
Saison 22/23: 2x Sölden, Holzelfingen, Silvretta-Montafon, 3x Matrei, 1x St. Jakob i.D., 2x Oberjoch, 6x Val di Fassa, Lenggries, Tauplitzalm, 2x Schladming-Reiteralm
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Re: Söll / Hohe Salve 22. Dezember 2025 - Reingeschnuppert

Beitrag von David93 »

Harzwinter hat geschrieben: 30.12.2025 - 13:27Am Einstieg der 3SB Hohe Salve I war ich aber bereits vorbeigefahren. Zum Wechsel auf die Salven-Nordhänge musste ich per EUB Salvenbahn II erneut auf den Gipfel der Hohen Salve.
Du wärst schon noch zur 3SB gekommen. Wenn du wirklich an deren Einstieg vorbei gefahren wärst, dann hättest du dich bereits auf der Talabfahrt nach Hopfgarten befunden. Die 3SB startet etwas unterhalb der Mittelstation, du hättest einfach nur 50 Meter an den EUB Stationen vorbei, weiter runter fahren müssen. Es kann aber sein dass du das nicht sehen konntest wenn du vor den EUBs stehst, da die Talstation der 3SB sich hinter einer Kuppe befindet.

Die 3SB ist ganz nett, der obere Teil der Abfahrt die sie erschließt macht Spaß. Wegen der Fahrtgeschwindigkeit ist sie aber trotzdem eher was für genießer. :wink:
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