Bin bei Instagram (berghuus.radons) auf einen Interessanten Beitrag gestoßen:
Mit der Hilfe von Freiwilligen wird versucht genug Schnee auf die Trasse der Schlepplifte Radons 1 & 2 zu schaufeln. Wäre interessant zu wissen ob den Helfern dann wenigstens der Skipass für diesen Tag bezahlt wird.
Öffentliche Schaufelaktion für Radons
Damit das Skigebiet so schnell wie möglich geöffnet werden kann, benötigen wir eine 2. Schaufelaktion.
Tolle Aktion, macht aber dann doch sehr deutlich, dass in diesem Gebiet in den letzten Jahren wohl einiges bzgl.. Investitionen schief gelaufen ist. Ein Schneeloch ist das ja noch nie gewesen und wenn dann eine Beschneiung nur so rudimentär vorhanden ist, dass man trotz wirklich guten Beschneiungsfenstern nur „Notbetrieb“ anbieten kann, wäre das für mich ein k.o. Kriterium dort zu buchen.
Vollbeschneiung sollte dort eigentlich selbstverständlich sein.
Dem kann ich nur zustimmen.
Es ist ein tolles Skigebiet für Familien mit kleinen Kindern, insbesondere da die grossen Gebiete rundum die Gäste absaugen und es kaum Schlangen hat. Wenn man dort in die Beschneiung der oberen Schlepplifte investieren würde, dann wäre es wirklich toll. In 2 von 3 Jahren über Silvester waren nur die Gondeln und der Sessel offen, daher geht es nun woanders hin.
Ich war mit meiner Familie zweimal in Savognin: 2022 und 2025. Beim ersten Mal war Radons / Piz Cartas großartig, beim zweiten Mal deutlich weniger. Der Mangel an Naturschnee ist hier eine reale Bedrohung; gleichzeitig haben wir den vorhandenen Naturschnee und die gute Präparierung der Pisten trotz dieses Mangels sehr genossen.
Ich habe mich zwei Dinge gefragt: Warum wurden hier nach mehr als 50 Jahren mit Schleppliften noch immer keine Sessellifte oder Gondelbahnen installiert? Zweitens: Wenn so wenig Naturschnee fällt, müsste doch irgendwann in Beschneiungsanlagen investiert werden. Ohne den Bereich Radons-Piz Cartas ist der Preis des Skipasses nicht mehr gerechtfertigt.
Flumsi hat geschrieben: 20.01.2026 - 15:21
Ich war mit meiner Familie zweimal in Savognin: 2022 und 2025. Beim ersten Mal war Radons / Piz Cartas großartig, beim zweiten Mal deutlich weniger. Der Mangel an Naturschnee ist hier eine reale Bedrohung; gleichzeitig haben wir den vorhandenen Naturschnee und die gute Präparierung der Pisten trotz dieses Mangels sehr genossen.
Ich habe mich zwei Dinge gefragt: Warum wurden hier nach mehr als 50 Jahren mit Schleppliften noch immer keine Sessellifte oder Gondelbahnen installiert? Zweitens: Wenn so wenig Naturschnee fällt, müsste doch irgendwann in Beschneiungsanlagen investiert werden. Ohne den Bereich Radons-Piz Cartas ist der Preis des Skipasses nicht mehr gerechtfertigt.
Kurze Antwort: Es ist kein Geld vorhanden. Die neuen Eigentümer der Bergbahnen haben zwar die Linie Savognin–Martegnas saniert, das kostet natürlich.
Das Hauptproblem ist, dass es in Savognin viel zu wenige warme Betten gibt und die Konkurrenz in unmittelbarer Nähe – Davos, Arosa Lenzerheide und St. Moritz – sehr groß ist. Es ist wirklich traurig zu sehen; ich schätze das Gebiet sehr.
Das ist genau das Problem. Man schätzt das Gebiet dafür, dass ist nicht so voll ist und dies ist gleichzeitig das Problem. Für mich ein Rätsel wieso man dieses Hotel (Cube?) neben der Talstation nicht reaktiviert für Skilager oder Low-Budget Touristen. Das wäre sicher ein Weg schnell mehr warme Betten bereitzustellen
Ich war 2007 einmal in Savognin, um mit zwei Familien und einigen kleinen Kindern Ski zu fahren. Genau wegen der Werbung, dass es ein Gebiet sei, das so gut für Familien mit Kindern geeignet sei, weil es übersichtlich, nicht zu voll und nicht zo teuer sei. Ich glaube, kurz zuvor waren sie vom ADAC sogar als bestes Gebiet für Kinder oder so etwas ausgezeichnet worden.
Wir waren alle ein wenig enttäuscht. Wir hatten noch das Glück, dass wir eine Unterkunft hatten, die nur wenige Gehminuten von der Piste entfernt war, aber die meisten Ferienwohnungen sind ziemlich weit weg von der Talstation. Übrigens finde ich, dass es in Savognin relativ viele große Apartmentgebäude gibt, die doch eher auf den Tourismus ausgerichtet zu sein scheinen. Aber das sind offenbar doch vor allem „kalte” Betten.
Auch die Schneesicherheit war schon damals ein Problem. Wenn ich mich recht erinnere, war Savognin eines der ersten Skigebiete in der Schweiz, in dem mit Kunstschnee gearbeitet wurde. Hier gilt eindeutig das Gesetz des bremsenden Vorsprungs. Wir hatten aber Glück: Fast das gesamte Gebiet war geöffnet und während unseres Urlaubs fiel eine dicke Schneeschicht.
Der größte Nachteil ist jedoch, dass das Kinderskiland nicht im Skigebiet liegt, sondern woanders, sodass man, wenn man die Kinder in der Skischule abgegeben hat, erst eine Viertelstunde unterwegs ist, um zur Talstation des Skigebiets zu gelangen.
In der Zwischenzeit waren wir im Sommer regelmäßig für einen Tag dort (der kostenlos zugängliche Badesee ist sehr zu empfehlen!) und haben gesehen, dass sich eigentlich kaum etwas ändert. Die neuen Gondeln sollten meiner Meinung nach nicht Priorität gewesen sein, weil es in Radons tatsächlich immer noch keine Beschneiung gibt. Ich glaube jedoch auch, dass es aus umweltrechtlicher Sicht Einwände gegen den Bau von Kunstschneeanlagen gibt.
In den 80er Jahren gab es übrigens eine (angeblich sehr langsame) Gondelbahn, die direkt von Savognin nach Radons führte. Diese wurde dann irgendwann gestrichen.
Kurz gesagt: Ich weiß nicht, ob es wirklich zu wenige warme Betten gibt. Aber ohne eine bessere Anbindung des Dorfes an das Skigebiet und ohne ein attraktiveres Pistenspektrum (sprich: Verbindung nach Radons und größere Schneesicherheit dort) und ohne eine familienfreundlichere Gestaltung des Kindergeländes wird sich die Situation meiner Meinung nach nicht so schnell verbessern.
Ja, die alte Bahn nach Radons brauchte glaube ich eine halbe Stunde, wirklich sehr langsam und sie startete etwas abseits der Pisten. Aber man war damit gleich in Radons, vermied den eher stark frequentierten Hauptbereich und konnte gleich in dem eher ruhigeren aber schönen Bereich in Radons starten.