In den Faschingsferien 2026 fuhr Familie Harzwinter zum zehnten Mal in den Skiurlaub nach Gröden in den Dolomiten. Das hätten wir uns beim Erstbesuch 2016 nicht träumen lassen. Einer der Gründe ist dabei das üblicherweise deutlich bessere Wetter als in anderen Alpenbereichen, und das sollte sich auch diesmal bewahrheiten. Während der Alpennordrand in der Faschingswoche bei Dauergrau im lang ersehnten Schnee ersoff, ließ sich für uns in Gröden und Umgebung fast jeden Tag die Sonne sehen. Aufgrund der teils mäßigen Prognosen der Wetter-Apps ließen sich diesmal zwar keine Autoausflüge in weiter entferntere Skigebiete planen, das tatsächliche Lokalwetter war dann aber täglich besser als noch am Vorabend angekündigt. Wir fanden's gut.
Im Folgenden habe ich aufgrund der allgemeinen Überdokumentation der Region in den Skiforen lediglich 50 Best-Of-Fotos unserer Skiurlaubswoche zusammengestellt.
Samstag 14.2. - Anreise
Anfahrt: Ettlingen - A8 - Stuttgart - Ulm - Füssen - Fernpass - Innsbruck - Brenner - Klausen - Wolkenstein in (überdurchschnittlich langen) 8:50 h
Wetter: Raum Karlsruhe bis Ulm Regen, bis ins Inntal bewölkt und trocken, Südtirol leichter Schneefall.
Start um 4 Uhr morgens in Ettlingen. Leicht stockender Verkehr am Albaufstieg, Unfallumfahrung in Ulm, nur leicht stockend vor dem Fernpass, problemlos im Inntal. Erst auf Südtiroler Seite des Brenners mehrfach Stau ... ungewöhnlich. In Wolkenstein war das Samstagswetter trüb mit leichtem Schneefall, da lohnte sich der sonst gern mitgenommene, teure Gröden-Nachmittagsskipass nicht. Stattdessen erledigten wir nachmittags benötigte Einkäufe und wanderten zwei Stunden im tief verschneiten Langental / Vallunga.
Langental / Vallunga in Wolkenstein.
Sonntag 15.2. - Col Raiser
Wetter: Heiter bis sonnig, am Berg -10°C
Schon am Sonntag entschädigte uns das Dolomitenwetter mit Sonnenschein für den Vortag. Mit dem Skibus ging es zur zur Col Raiser-Seilbahn. Wir fuhren uns an der DSB Col warm, dann ging es mit der 4KSB Fermeda zur Trojerhütte, unserer Lieblingseinkehr im Gebiet, wo wir dank Frau Harzwinters Einsatz dem kalten Wetter angemessen einen Innenplatz ergatterten. Nach dem Mittagessen befuhren wir gleich dreimal die 10 km lange La Longia. Dabei betrug die Wartezeit an der kapazitätsschwachen St. Ulricher PB Furnes zuerst 15, dann 10, dann nur noch 5 Minuten. Kältebedingt war der Pistenzustand übergreifend gut und sulzfrei. Mit der U-Bahn Valgardena Express und der EUB Saslong in St. Christina wechselten wir ohne Wartezeit auf den Ciampinoi. Bei der Einkehr in der Saslonch-Hütte genossen wir die Nachmittagssonne. Über die schwarze Ciampinoi-Talabfahrt ging es hinunter ins bereits schattige Wolkenstein und mit der 4KSB Costabella in unser Hausskigebiet Dantercepies, wo wir uns noch bis 17 Uhr auf der sonnigen Cir- und Ria-Abfahrt austobten - sehr schön!
Abfahrt 4KSB Fermeda bei Bestbedingungen gegen Puezgruppe und Sella.
Auf der La Longia nach St. Ulrich.
PB Furnes in St. Ulrich, der Kapazitäts-Schwachpunkt für die La Longia.
Hütten an der Col Raiser-Talabfahrt gegen den Langkofel.
Schwarze Ciampinoi-Talabfahrt nach dem Gebietswechsel per U-Bahn Valgardena Express.
Ria-Abfahrt auf Dantercepies gegen Liftschluss.
Montag 16.2. - Dantercepies und Alta Badia / Edelweiss
Wetter: Morgens bewölkt, -7°C, vormittags aufhellend, nachmittags oft sonnig
Am Rosenmontag ging es per Skibus zur EUB Dantercepies, wo wir mehrfach die schwarze Cir-Abfahrt unter die Kanten nahmen sowie am SCHL Risaccia unseren Vermieter besuchten, der dort als Liftler arbeitet. Die Mittagseinkehr gab es in der Ciampac-Hütte an der Talstation der DSB Cir. Anschließend wechselten wir hinüber ins Alta Badia zur EUB Colfosco ins Edelweiss-Gebiet. Im Edelweiss-Gebiet verstanden wir nicht, warum hier eine neue 6KSB Forcelles die völlig ausreichende, frühere 4KSB ersetzt hat. Natürlich nahmen wir auch den Steilhang der EUB Col Pradat und den Funpark an der überdimensionierten, kurzen 6KSB Stella Alpina mit, deren gemütlichen Vorgänger-Schlepplift ich nach wie vor vermisse. Nachmittags ging es über 8KSB Sodlisia und EUB Plans auf einen Kakao zu Jimmis Hütte, erneut gefolgt von Sonnenskifahren bis 17 Uhr auf Dantercepies.
EUB Colfosco ins Edelweiss-Skigebiet im gleichnamigen Ort mittags. Das Wetter macht final auf.
Hütten auf Forcelles im Edelweiss-Gebiet.
Forcelles-Abfahrt.
Sella-Panorama mit Mittagstal gesehen von Forcelles.
Abfahrt Col Pradat im Edelweiss-Gebiet.
Rückfahrt nach Wolkenstein übers Grödnerjoch spätnachmittags.
Dienstag 17.2. - Ciampinoi und Sellajoch
Wetter: Morgens bewölkt bei -9°C und etwas Schneefall, erste Abfahrt nach Sochers scheußlich. Vormittags schnell von Westen aufhellend, bis nachmittags heiter bis wolkig. Ab 14 Uhr bewölkt und Temperatursturz -5°C auf -11°C.
Am Faschingsdienstag entschieden wir uns für Skifahren am Sellajoch. Wir starteten an der EUB Ciampinoi und nahmen als erste Abfahrt den oberen Teil der Saslong A, die in einem Schneeschauer mehr zu fühlen als zu sehen war. Über den Piz Seteur, ein paar Fahrten mit der KSB Sottsasslong unterm Langkofel und die KSB Gran Paradiso ging es bei schnellen Aufhellungen und zunehmendem blauem Himmel in Richtung Sellajoch mit beständig gut zu fahrenden Pisten. Vom Col Rodella nahmen wir einmal die Abfahrt nach Pian Frataces im Skigebiet von Canazei, gut zu fahren. Keine gute Idee ... abgefahrene Piste und schlechte Sicht. Wir nahmen auf Pian Frataces umgehend die EUB Pradel und fuhren über den Col Rodella, das Sellajoch und die lange Schuss-Abfahrt Sass Betit zurück zur PB Piz Sella in Wolkenstein. Der Heimweg führte uns über DSB Piza Pranseies, 4KSB Costabella und EUB Dantercepies.
Unterwegs vom Piz Sella zum Sellajoch vormittags.
KSB Sottsasslong gegen den Langkofel.
Der Langkofel von seiner Schokoladenseite, gesehen aus der KSB Sasso Levante.
Abfahrt Martinelli zum Sellajoch.
Nachmittags wieder auf Dantercepies mit der Cir-Abfahrt.
Ausklang des Skitages auf dem Balkon unserer FeWo in Wolkenstein.
Mittwoch 18.2. - Ciampinoi, Sellajoch, Canazei / Col dei Rossi
Wetter: In völligem Gegensatz zur Prognose vom Vortag bis ca. 14 Uhr meist wolkenlos, morgens um -10°C, ab ca. 14 Uhr teilweise bewölkt.
Am Aschermittwoch begann unser Skitag mit nicht prognostiziertem Bestwetter. Wir starteten mit der EUB Ciampinoi und ihrer schwarzen Abfahrt (zunächt 8, dann 15 min Wartezeit). Erstmals konnten wir dabei den neuen, schwarzen Ciampinoi-Schlusshang befahren. Dass der nicht minder steile, alte Schlusshang in diesem Rahmen von schwarz auf rot umgelabelt wurde, ist nicht nachvollziehbar. Anschließend arbeiteten wir uns über den Piz Seteur und die Steinerne Stadt zum Sellajoch vor, wo wir entspannt im Innenbereich des SB-Bergrestaurants Salei einkehrten. Auf Wunsch von Harzwinter Junior wechselten wir nach Pian Frataces ins Skigebiet von Canazei. Mit ca. 7 min Wartezeit ging es einmal hinauf zum Sass Becè, anschließend mit der 6KSB Kristiania hinauf zum Col dei Rossi. Von hier bretterten wir mehrfach die schwarze Abfahrt Diego nach Pecol hinunter - sehr schön! Auf der Gherdeccia-Hütte gab es nachmittags eine Kakao-Einkehr. Beim Rückweg in Richtung Wolkenstein fanden wir die EUB Pradel auf Pian Frataces prügelvoll vor, 25 min Wartezeit, oh mein Gott. So schlimm hatten wir das noch nie. Wenigstens ging es dann anschließend vom Col Rodella ohne Wartezeit nach Hause ... bis auf die olle DSB Piza Pranseies am Ciampinoi ca. 10 min, unschön wie immer. In schönstem Nachmittagslicht konnten wir als letzte Abfahrt des Tages auf Dantercepies die schwarze Ria unter die Kanten nehmen. Wetterprognose für den Folgetag: 30 cm Neuschnee.
Wunderbarer Start des Skitages auf dem Ciampinoi.
Tremor-Steilhang auf der Saslong-Seite des Ciampinoi.
Neuer Schlusshang der schwarzen Ciampinoi-Talabfahrt nach Wolkenstein, sehr gelungen.
Sellajoch gegen die Cima dell' Uomo, einen Berg überm Passo San Pellegrino.
Schwarze Diego-Abfahrt vom Col dei Rossi in Canazei.
Rückbringer-PB Pecol-Col dei Rossi gegen den Langkofel.
Nachmittagslicht auf Dantercepies mit der Panoramahütte in Bildmitte.
Donnerstag 19.2. - Ciampinoi, Piz Seteur, Monte Pana
Wetter: Dauerschneefall bis ca. 16 Uhr, anschließend Aufhellungen, um -4°C
Für unseren Skiurlaubs-Freitag war Dauerschneefall prognostiziert, und das Wetter hielt sich auch daran. Wegen der mäßigen Tagesverhältnisse planten Frau Harzwinter und ich einen späten Start und trafen Harzwinter Junior an der Bergstation der PB Piz Sella. Nach ein paar Abfahrten am Piz Seteur und an den Sesselbahnen unterm Langkofel beschlossen wir eine frühe Einkehr im prügelvollen Bergrestaurant Piz Seteur, wo wir nur mit Glück noch einen Platz bekamen. Warum bei so ungünstigen Verhältnissen trotzdem recht viele Skifahrer unterwegs waren, blieb uns ein Rätsel. Nach der Mittagseinkehr ging es über die Comicihütte und die lange Traversierung im starken Schneefall zum Monte Pana. Hier waren zwar deutlich weniger Skifahrer unterwegs als rund um den Piz Seteur, aber auch am Monte Pana waren die Abfahrten neuschneebedingt aufgefahren. War die rote Abfahrt Bravo noch akzeptabel befahrbar, war die schwarze Alpha mit großen Haufen im Steilhang ziemlich schlecht. Nach ein paar Abfahrten traten wir über die blaue Abfahrt Charlie und die DSB Tramans den Rückzug an und waren schon gegen 15 Uhr wieder in unserer FeWo. Gegen 16 Uhr hörte der Schneefall in Wolkenstein auf, und plötzlich zeigten sich blauer Himmel und Sonnenschein für 20 Minuten, als wäre nichts gewesen. Anschließend zog es wieder zu.
4KSB Mont de Seura am Monte Pana.
Disziplinskifahren auf der roten Abfahrt Bravo am Monte Pana.
Snow as snow can.
DSB Piza Pranseies am Ciampinoi.
Schwarze Ciampinoi-Talabfahrt.
Die verhasste Fußgängerbrücke zur 4KSB Costabella in Wolkenstein. Eine Ersatz-EUB ist seit ca. 2 Jahren angekündigt, aber immer noch nicht gebaut.
Und am Spätnachmittag tut das Wetter plötzlich scheinheilig, als hätte es tagsüber gar nicht geschneit.
Freitag 20.2. - Sella Ronda
Wetter: Morgens noch grau, ab Vormittag viel blauer Himmel und Sonnenschein, um -3°C.
Auch nach 10 Jahren Skiurlaub in Gröden möchten wir immer noch gern einmal die Sella Ronda mitnehmen. Wir starteten um 9 Uhr an der EUB Dantercepies in Wolkenstein bei normalem Morgenandrang und fuhren auf der Alta Badia-Seite des Grödnerjochs hinunter nach Corvara. Auch hier war der Andrang o.k.; an den EUBn Borest und Boè betrug die Wartezeit nur jeweils 5 min. An der Bergstation EUB Boè die Enttäuschung: Unsere Lieblings-DSB Vallon blieb sturmbedingt gesperrt.
EUB Boè in Corvara im Alta Badia.
Abfahrt vom Campolongopass in Richtung Arabba. Den aufgefahrenen Zustand sieht man auf dem Foto nicht.
Arabba ausnahmsweise mal ganz in weiß ohne grüne Südhänge.
In der EUB DMC Europa von Arabba zur Porta Vescovo. Der Funifor ist immer noch außer Betrieb.
Starthang an der Porta Vescovo, leider aufgefahren.
Die schwarze Ornella hinunter nach Arabba, hässlich aufgefahren und verbuckelt, das Gegenteil von Skigenuss. Die Fodom und die Sourasass waren auch nicht besser.
Blick von der Porta Vescovo durchs Val Badia nur über Schnee in Richtung Kronplatz - wann gibt es das schon mal ...
Katastrophal aufgefahrene Abfahrt Salere in Richtung der Seilbahnen zum Pordoipass, eine Qual für alle Skifahrer hier.
Blick vom Sass Becè gegen den Langkofel mit Wolkenmütze am Nachmittag.
Blick von der Saslonchhütte am Start der schwarzen Ciampinoi-Talabfahrt zum Schlern und Santner nachmittags.
Samstag 21.2. - Seiseralm
Wetter: Morgens heiter, vormittags verdichtende Schleierbewölkung als Ausläufer des bis über den Brenner drückenden Schlechtwetters auf der Alpennordseite, um 0°C.
Wie so oft verzögerten wir unsere Abreise aus Gröden am Samstag der Faschingswoche mit einem Zweidrittel-Skitag auf der Seiseralm. Nach der Bergfahrt mit der St. Ulricher EUB Mont Seuc gab es sogar zunächst noch blauen Himmel und Sonnenschein, die jedoch bald zunehmender Schleierbewölkung wichen. Die Kontursicht auf den Pisten blieb jedoch gut. Wie fast immer befuhren wir das "U" vom Mont Seuc über Compatsch nach Saltria zur Florian-Bahn bzw. Williamshütte und wieder zurück. Trotz eines Samstags bevölkerten viele Skischulgruppen den vorderen Teil der Seiseralm, das hatten wir noch nie. Nach den Neuschnee-Buckeln des Vortages waren die glattplanierten. flachen Abfahrten auf der Seiseralm eine Wohltat für die Beine. Die Graffer-DSB Steger Dellai ist nach wie vor nicht ersetzt und schlug uns beim Einstieg wie gewohnt hart in den Rücken.
In der EUB Mont Seuc von St. Ulrich zur Seiseralm. Blick gegen die Seceda.
Der Langkofel von der Bergstation Mont Seuc gesehen ... immer wieder eindrucksvoll.
Contrin-Schwaige an der DSB Leo Demetz. Das heutige Bergrestaurant gehörte einst Luis Trenker.
Abfahrt vom Monte Piz gegen Schlern und Santner.
Lange Abfahrt vom Goldknopf nach Saltria.
Geschwindigkeits-Messstrecke am Goldknopf diesmal leider nur mit Fehlmessungen beständig um 80 km/h, egal wer fuhr.
Pilat-Talabfahrt nach St. Ulrich.