Ein kleiner Vorgeschmack gefällig?
Bitte sehr:
Prolog:
Dieses Jahr führte uns die Skiwoche mit ein paar Familien und ein paar Kinderlosen (in Summe 12 Erwachsene und 9 Kinder) nach Frankreich, genauer nach Châtel, Teil vom Skigebiet Portes du Soleil. Das erste Mal mussten wir nun auf die Osterferien ausweichen, weil ich mich geweigert habe über Weihnachten/Jahreswechsel zu fahren, weil dort einfach überall die Hölle los ist. Da aber alle Familien mit Kindern nun an die Schulferien gebunden sind und wir eine Familie aus Österreich dabeihaben, blieb dann eben nur die Karwoche übrig. Die AT-Semesterferien haben wir in Deutschland ja nicht. Also die Entscheidung war dann gefallen. Dann kam die Frage, wohin es denn dann so spät in der Saison gehen soll. Da wurde dann auf meine Expertise verwiesen … also Schladming letztes Jahr war schon top mit Ski-In-Out, dem Familienskipass und jetzt noch den beiden neuen Bahnen. ABER: Letztes Jahr im Februar und dieses Jahr im April. Ob das gut gehen würde mit der Talabfahrt und Ski-In-Out? Ich traute mich nicht so richtig und suchte eher nach höheren Gefilden. Aber die Auswahl an Selbstversorgerhütten mit gewissen Ansprüchen in schneesicherer Tallage an Ostern ist auch etwas eingeschränkt. Also ging die Suche los. Es kamen Hütten in SHLF, Skiwelt, dem überteuerten Montafon etc., aber auch immer wieder eine Hütte in Châtel in den Ergebnissen. Wo ist Châtel denn ganz genau? Ja, diese Frage stellte ich mir …. Es mögen jetzt einige schmunzeln, aber ich habe um Frankreich bisher Sommer wie Winter einen Bogen gemacht, weil mir die französiche Mentalität nicht zusagt und einige schlechte Erfahrungen mit Personen dieser Nationalität dies immer wieder bestätigen. Ja, Frankreich hat wohl geniale Skigebiete, aber das hat für mich bisher nicht überwogen. Aber okay, dann geben wir der Sache mal eine Chance und gucken, ob ich meine Meinung über die Menschen dort ändere und wie es dort als sonst unbelasteter französischer Ski-Neuling ist. Auch wenn Portes du Soleil natürlich nicht Repräsentant für alle anderen französischen Großraumskigebiete steht, konnten wir einen doch sehr guten Eindruck im Unterschied zu Österreich feststellen. Ob positiv und/oder negativ werdet ihr im Bericht erfahren.
Anreise:
Die Anreise war dann schon direkt ein neues Thema für mich. Der bisherige Standard war entweder A7 > Fernpass oder A3/A8 > München oder A3 > Oberösterreich. Über die A5 in Skiurlaub war genauso neu wie das Ziel Frankreich. Erstmal ein paar Tage vorher den Routenplaner gefragt, wie der Weg überhaupt verlaufen soll und wie viel Zeit zu veranschlagen ist. Okay, A5 via Weil am Rhein in die Schweiz, dann A3, A2, A1 und A12. Am Genfersee auf die A9 und ab der Ausfahrt St. Triphon hinauf zum Pas de Morgins (Grenze Frankreich) und hinab nach Châtel. Knapp über 6 Stunden und ca. 560km sind veranschlagt. Aber wann losfahren? Nachts um 3 wie Richtung Tirol/Salzburg? Oder ganz ohne Stress zwischen 8 und 9 Uhr? Wollen wir am Anreisetag noch Skifahren? Wetter war so lala angesagt also haben wir entscheiden ohne Stress morgens zu starten. Mal sehen ob das die richtige Entscheidung sein wird. A5 war okay, es rollte gut, wurde zwar gen Süden voller, aber kein Problem. Noch ein Tankstopp an der A5 in Hartheim und kurze Pause. Zwei leichte Abwandlungen zur Routenplanung gab es dann aber doch: Wegen Stau am Grenzübergang Weil am Rhein sind wir auf Rheinfelden ausgewichen, dort zwar auch Stau, den konnten wir aber über das Stadtgebiet Rheinfelden easy umfahren. Die andere Routenabweichung betraf einen Stau in der Schweiz am Autobahnende der A2 beim Übergang auf die A1 (Dreieck Härkingen). Auch dort sind wir drum herumgefahren. Also alles in allem kamen wir nach ca. 7 Stunden in der Unterkunft in Châtel an. Unterm Strich eine deutlich entspanntere Richtung für die Anreise als nach Tirol/Salzburg. Also ein Pluspunkt.
Generelles (Ort, Unterkunft, Skischule, Zugang Skigebiet etc.):
Nach der Ankunft wurde erstmal ein perfektes Zimmerbelegungskonzept besprochen, so dass es für alle passt. Die Kinder wurden zum Spielen in den schneebedeckten Garten verfrachtet … ja, es lag im Tal eine geschlossene Schneedecke dank der kürzlichen Schneefälle und kalten Temperaturen. Das hat uns zum Glück in die Karten gespielt, hinsichtlich der Wahl des Urlaubsortes.
Das Chalet war echt perfekt aufgeteilt (Keller, EG, OG, DG) mit gut geschnittenen Zimmern, ausreichend WC & Duschen, einem sehr großen Wohn- und Essbereich mit Kamin und einer großen, zum Wohn-Essbereich hin offenen, Küche. Verständlicherweise hat sich dort alles abgespielt und es war ständig was los. Das Einzige, was wir vermisst haben, war eine Skischuhheizung. So mussten die Skistiefel im Haus trocknen/lüften. Der Gartenbereich war groß, die Kids konnten toben und vor dem Haus gab es mehr als genug Stellplätze für die ganzen Autos.
Apropos Auto: Das vollgestopfte Auto wurde dann Stück für Stück ausgeladen und es trudelten ebenso Stück für Stück alle weiteren Familien ein. Der erste Großeinkauf erledigt mit zwei Anmerkungen: Die Lebensmittelpreise waren nicht ohne und Milch aus Plastikflaschen schmeckt einfach scheiße (künstlich nach eben Plastik). Aber ich habe mich nicht um den Einkauf geschlagen, verstehe und spreche ja kein Wort Französisch.
Vom Ort selber habe ich außer der Anreise nicht viel mitbekommen, sah aber ganz nett aus und hat wohl auch den Nicht-Wintersportlern ausreichend geboten, wenn das Chalet mit etwas Fußmarsch verlassen wurde. Also hier war es dann wohl ein Pluspunkt, auch wenn es in direkter Umgebung zum Chalet etwas mau aussah.
Gut hingegen war die Lage hinsichtlich des Zugangs zum Skigebiet. So wurde in der Hausbeschreibung damit geworben, dass man bei entsprechender Schneelage bis fast zum Chalet abfahren kann und die Talstation Linga fußläufig zu erreichen ist. So war es dann auch … das Chalet lag unabhängig davon etwas unglücklich genau zwischen zwei Skibushaltestellen. Also entweder rechts 200m Fußweg den Berg hoch oder links 200m Fußweg den Berg hinab. Natürlich bergab … aber dann konnte man auch noch die letzten 200m bis zur Talstation Linga laufen. Somit war der Fußweg 400m, war okay, die Kids haben zwar etwas gemoppert, aber ging. Zurück konnten wir in der Tat über eine Wiese bis auf knapp 100m Entfernung zur Unterkunft abfahren. Das war natürlich perfekt, weil das nicht auf viele Chalets in Châtel zutrifft. Da war der Schneefall zuvor echt ein 6er im Lotto und somit alles zusammen ein weiterer Pluspunkt.
Und die Schneelage ist jetzt auch ein guter Übergang zum nächsten und ich denke mal für viele interessantesten Punkt des Berichtes … das Skigebiet Portes du Soleil.
Vorher aber noch ein paar Worte zu den Kids und der Skischule, steht ja auch in Verbindung mit dem Skigebiet: Unsere größte Sorge war zu Hause noch, ob überhaupt Möglichkeiten bestehen, einen deutschsprachigen Skikurs buchen zu können. Also wurde erstmal eine E-Mail an die Skischule geschrieben. Die Antwort war: Ja, die Möglichkeit bei der Ersteinteilung besteht. Wenn die Kids aber danach aufgrund des Könnens einer anderen Gruppe zugeordnet werden, dann kann ein deutschsprachiger Skilehrer nicht garantiert werden. Aber okay, erstmal gut zu wissen, dass überhaupt die Möglichkeit deutschsprachiger Skilehrer existiert. Am Ende bekamen die Kids einen Oberösterreicher zur Seite gestellt und es passte von der Einteilung auch so, dass die Kids zwar minimale Unterschiede im Können hatten, aber die ganze Woche zusammen im Kurs gehalten wurden. Einziger Kritikpunkt war, dass der Skikurs jeden Tag nur für 2 Stunden war. Am Sonntag nachmittags von 13:30 bis 15:30 Uhr und die anderen Tage vormittags von 10:30 – 12:30 Uhr. Das war dahingehend schade, weil wir das von Österreich anders kennen und bei einem Ganztageskurs die Kinder eben auch den ganzen Tag versorgt sind und man sich keine Gedanken machen muss, wer denn jetzt um 12:30 Uhr die Kinder abholt. Diese Entscheidung fällt bei einem kleineren Skigebiet auch hinsichtlich der Zeitplanung leichter als bei dem riesigen Skigebiet Portes du Soleil. Da muss man dann schon auf die Uhr gucken, wenn man den Rückweg antreten muss, besonders wenn man ein Neuling dort ist.
Eigentlich ist das jetzt die perfekte Überleitung zum nächsten Punkt … dem Skigebiet. Aber ohne Skipässe kein Skifahren, auch nicht in Portes du Soleil.
Skipässe:
Also eines nach dem anderen und noch kurz zum Sonntag, als der Skikurs erst nachmittags beginnen sollte: Wir fuhren also alle mit dem Auto zum Parkplatz an der 6 KSB Pré la Joux, weil wir dort die am Vorabend online gebuchten Skipässe an der Kasse abholen sollten. Und jetzt kommt eines unser persönlichen Highlights: Am Vorabend haben wir herausgefunden, dass es ein unschlagbares Angebot gab. Wenn ein Erwachsener einen Skipass PdS ab 5 Tagen kauft, gibt es einen Skipass für Kinder bis 12 Jahre gratis dazu und online nochmal günstiger. Also snowflat jr. bekam den Pass durch den 6-Tages-Pass meiner Frau umsonst. Unsere Tochter zahlte nichts … bzw. 3 Euro für die Keycard (musste für jede Karte zusätzlich gezahlt werde und es gibt keine Rückerstattung!). Dann gab es bei einer anderen Familie aber nur einen zahlenden Erwachsenen, aber zwei kostenpflichtige Kinder. Also habe ich mir kurzerhand doch auch 6 Tage gekauft um den Freipass an das Kind zugeben. Ich hätte mir sonst Tageskarten je nach Skitagen gekauft, aber das wäre zusammen mit dem Kauf eines 6-Tages-Kinderpasses teurer geworden. Was heißt das unschlagbare Angebot in Zahlen: 6 Tage snowflat für 293 Euro, snowflat junior für 0 Euro und Juniors Schwester für 0 Euro. Wenn ich allein nur die 293 Euro auf den Skitag von mir umlege, sind es 49 Euro pro Tag. Ich bin mir sicher, dass so einen Preis für so ein Angebot in den Alpen nur sehr schwer zu finden sein wird. Und in Österreich schonmal gar nicht. Weiterer Pluspunkt.
Also am Vorabend online 3x Erwachsene gekauft plus die drei kostenlosen Kinderpässe dazu. Es war ein Horror sich auf der Homepage in der Kategorie des Skipasskaufs zurechtzufinden, wenn man in den Genuss des unschlagbaren Angebots kommen wollte. Man könnte meinen, das ist pure Absicht. Aber wir haben es dann irgendwie geschafft und es mussten natürlich die vollständigen Namen und Geburtsdaten eingegeben werden. Dann am Sonntagmorgen zur Kasse und gefragt, ob man hier die Pässe abholen kann. Ich wurde dann auf den Automaten verweisen, dort musste der QR-Code vom Onlinekaufbeleg gescannt werden. Nach dem Scan kamen dann sechs Skipässe aus dem Automaten. Doch halt … alle Pässe hatten nur eine Nummer drauf und das war es dann. Weder eine Angabe welche Pässe für die Kinder sind und welche für die Erwachsenen. Noch stehen die Namen drauf. Also wer bekommt jetzt welchen Pass. Wieder zur Kasse und gefragt. Die Dame hat dann Pass für Pass gescannt und ein „A“ auf die Erwachsenenpässe geschrieben. In dem Moment dachte ich mir: Oh mein Gott, was für eine Organisation. Aber egal … die Pässe wurden dann nach „A“ und „Nicht-A“ verteilt. War scheinbar ja nur wichtig, dass Kinder = Freipässe, bevor es an den Zugängen unangenehme Fragen geben sollte. Oder ist man dort technisch schon so auf AT-Stand, dass Fotos beim Zutritt gemacht werden? Man weiß ja nie, deswegen wollten wir zumindest Kinder- und Erwachsenenpässe korrekt zugeordnet haben. Aber wofür hat man denn dann die Namen beim Kauf erfassen müssen? Die Frage klärte sich dann am Abend, als ich meine E-Mails gelesen habe. Denn am Morgen direkt nach dem QR-Code-Scan am Automaten hatte ich eine E-Mail erhalten, in dem die Skipassnummern den Personen zugeordnet waren. Das ist ja okay. Aber warum bekommt man (a) nicht den Hinweis auf dem Display des Automaten und/oder (b) sagte die Dame an der Kasse das nicht, hätte ihr Arbeit erspart und wir hätten auch die Karten noch zusätzlich namentlich richtig zuordnen können. Aber warum druckt man denn nicht Erwachsen/Kind + Namen auf die Karten? Die Informationen liegen ja durch den Onlinekauf vor. Das könnte man besser lösen. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau und in Anbetracht des Skipasspreises zu verkraften, erwähnen wollte ich das aber.
Also jetzt ist alles klar und auf geht es nach den Vorgeschichten ins Skigebiet Portes du Soleil.
Skigebiet:
Als PdS- und Frankreich-Neuling mag ich von Dingen begeistert sein, die für viele andere FR-Experten selbstverständlich sind. Das möge man mir nachsehen, bietet aber auch einen komplett unvorbelasteten FR-Bericht. Zu Hause natürlich schon ausgiebig den Pistenplan studiert und nur die Weite des Gebietes und die Möglichkeiten erahnt.
Der kurze Weg vom Chalet zur Talstation Linga hatte ich ja schon erwähnt. Jedoch startete der Skikurs nicht dort, sondern weiter hinten am Pierre Longue (im Winter ist dort Ende, die D228A führt im Sommer weiter auf oder über den Berg und ist im Winter die grüne Piste auf der snowflat juniors Schwester das erste Mal auf Ski stehen sollte und auch stand und einige geführte Abfahrten gemeistert hat).
Die anderen Tage sind die großen Kinder morgens aber mit einem Elternteil in La Linga eingestiegen und auf Ski dann bis hinter nach Pierre Lounge gefahren. Das sparte die Autofahrt und gab direkt noch Fahrpraxis vorm Kurs. Ebenso konnte einer der Erwachsenen direkt früh mit auf die Ski und der andere konnte mit den Kleinen später starten. Perfekte Aufgabenteilung, welche aber eben auch durch die Lage des Hauses und den Möglichkeiten des Skigebietes machbar waren.
Ich versuche mal nachfolgend die Bereiche von PdS grob zu clustern.
Mit Châtel lagen wir ja mitten in der PdS-Runde, doch leider (auf den ersten Blick) wurde die Runde am Tag der Ankunft geschlossen, weil die Lifte von Morzins hinauf nach Super-Châtel wegen Schneemangel geschlossen wurden. Bei der Anreise war bereits keine Piste mehr vom Corbeau nach Morzins erkennbar. Warum habe ich das „leider“ mit „auf den ersten Blick“ vermerkt? Recht schnell hat man gemerkt, dass man sich nicht auf die Runde versteifen sollte. Die wird zwar nicht im Ansatz so beworben wie die Sella Ronda, aber man wird dennoch verleitet, die Runde zu machen. Das mag zwar an einem Tag nett sein, diese zu machen. Aber als Dauerprogramm ist dies nicht erstrebenswert. Gerade im Bereich Champoussin ist doch ein nerviges gelifte an einem Hang nötig und bietet nicht wirklich einen Erlebnismoment. Wie es mit dem fixen Liften von Morgins nach Corbeau aussieht, kann ich wegen der Schließung nur erahnen.
Es ging sich auch ein Nachmittag mit snowflat junior in Super-Châtel aus. Wir nahmen von der Talabfahrt Linga die beiden KSB Gabelou und Portes du Soleil. Beide ohne Abfahrten und schon ein etwas nerviges Gelifte, hin und zurück, die Ausblicke auf Châtel entschädigten aber. Die Reste, die von Super-Châtel noch offen waren, waren sehr übersichtlich und es ist eigentlich ein reines Anfängergebiet mit blauen Pisten. Ganz nett, aber mehr auch nicht. Mehr halt für Anfänger und Leute die KSSL lieben. Da alle Lifte ab Morclan bis La Chapelle/Torgon auch geschlossen waren, kann ich zu dem Teil des Gebietes nichts sagen. Es mag sein, dass das in Kombination mit Super-Châtel dann ganz nett ist, aber nach Nutzung der geschlossenen KSB Morclan betritt man ein Gebiet mit fixen Anlagen, wenn ich es richtig erkenne. Ob das der Heilsbringer eines Aha-Momentes gewesen wäre, müssten bitte andere beurteilen. Also kommen wir dorthin zurück, wo wir „zu Hause“ waren: Der Bereich zwischen Châtel und Avoriaz, der uns schon überzeugt hat.
Lange Sesselbahnen, lange Abfahrten und bereits drei kleinere Taleinschnitte lassen einen spüren, was in der Gesamtheit von PdS möglich ist. Die Abfahrten überzeugen uns und es fällt schwer welche herauszuheben. Eigentlich alle Roten von „La Linga“ über „Combes“, die lange „Pré la Joux“ und „Les Rennes“. Es war auch wirklich leer dort, so dass man die Abfahrten in vollen Zügen mit schnellen Liftauffahrten genießen konnte. Für die Nichtskifahrer hat sich die KSB Pierre Longue angeboten, weil man sich an der Bergstation im Hüttendorf „Plaine Dranse“ bei der Vielzahl an Restaurants zum Mittag treffen konnte. Und Plaine Dranse war auch der Ausgangspunkt für die Grüne Piste „La Belette“, perfekt für alle Totalanfänger und Winterwanderung für die Nichtskifahrer. Von Plaine Dranse benötigt man dann nur noch die KSB „Des Rochassons“ und man betritt an der Bergstation den Sektor von Avoriaz … man wird auch mit Bannern darauf hingewiesen, da unterschiedliche Skipassgültigkeiten.
An der Bergstation vom Rochassons ahnt man noch nichts von den Hochhäusern von Avoriaz, da nicht sichtbar. Aber es eröffnet sich ein Blick aufs Hochtal „Les Lindarets“ in dem 6 Lifte starten oder enden. Dies sorgt anfangs ohne Kenntnisse und Pistenplan für leichte Überforderung. Doch schnell findet man heraus, dass die KSB Lindarets die erste erreichbare und somit direkte Verbindung hinauf nach Avoriaz darstellt. Aber der Sektor „Les Lindarets“ bietet zusammen mit dem etwas höher im Tal liegenden „Les Brochaux“ mehr als nur der Übergang nach Avoriaz. Es ist ein Sektor, in dem man schon alleine seinen Spaß haben kann. Besonders ist die 4 KSB Mossettes Express hervorzuheben. Express ist ein wichtiger Zusatz, weil die 4 KSB Mosettes (ohne Express) auf der anderen Seite des Grats in der Schweiz steht. Also der Express ist nicht hervorzuheben, weil sie nach Nutzung des vor erwähnten „Lindarets“ ein direkter Übergang in die Schweiz ist, sondern weil sie eine Länge von 2,4 km aufweist mit einem HU von 669 Metern. Das ist schon eine Ansage und findet man in AT nicht oft als KSB. Entsprechend lang ist die Abfahrt und schön trassiert. Parallel existiert noch die 6 KSB Cases als Wiederholungsbahn, damit man sich im unteren Bereich den ersten Teil der grünen Piste „Lecherette“ spart. Hier wimmelt es Abseits von Avoriaz auch von einigen Anfängern, weil die grüne Piste auch mit der 6 KSB Lechere eine eigene Wiederholungsbahn hat. Die restlichen blauen Pisten an der 6 KSB Brochaux, 6 KSB Prolays und 4 KSB Lindarets sind ganz nett, kommen auch den Anfängern zugute, dienen aber auch gleichzeitig als Transitbereich von Avoriaz Richtung Châtel. Daher ist dort gut was los, speziell die Blaue „Covagnes“ ist im ersten Teil total überfüllt.
Apropos „überfüllt“ … das Bild vom leeren Châtel und etwas vollerem Sektor Lindarets/Brochaux ändert sich schlagartig an der Bergstation Lindarets, wenn sich der erste Blick auf die Hochhäuser von Avoriaz öffnet und der zweite Blick auf das Gewusel im direkten Umfeld der „Stadt in den Bergen“ … vom Betrieb auf dem „Boulevard“ unter der 3 SB Plateau will ich mal gar nicht sprechen. Also es zählt nur eines: Nichts wie durch, den Blick in die Hochhausschluchten wandern lassen, parallel aufpassen, dass man mit niemanden auf dem Boulevard zusammenstößt und weg.
Weg heißt entweder Richtung „Les Prodains“ ins Tal und mit der 3S wieder hinauf in die Höhle der Bergstation oder vorher an der 6 KSB Grandes Combes stoppen und mit dieser hoch. Auch eine eindrucksvolle Bahn mit fast 2km Länge und 703m Höhenunterschied. Die Rote Piste „Jean Vuarnet“ hatte es uns angetan: Der Mix aus Trassierung und Panorama hat total gepasst.
Von Avoriaz gibt es in Ortsnähe die chronisch überlastete 6 KSB Tour als Rückbringer Richtung Châtel, der einzige Lift wo immer Wartezeiten waren. Gegenüber starten die beiden 6 KSB Stade und Lac-Intretes. Erstere ist kürzer und reicht für den Übergang zum oberen Sektor „Chavanette“ oder bringt einen zu den parallelen KSSL Arare. Direkt nach oben geht es mit der Lac-Inretes und es liegt einem die megabreite und zum Carven perfekte blaue Piste „D’Arare“ zu Skiern.
Aber wechseln wir über den längeren Weg „Aller Chavanette“ und den Tunnel in den höheren Sektor „Chavanette“ mit den parallelen KSSL Chavanette, der 4 KSB Choucas und der 6 KSB Fornet. Alle Anlagen erschließen diesen Sektor mit abwechslungsreichen und langen Abfahren. Den Sektor kann man entweder über die lange Schussstrecke nach Avoriaz verlassen oder aber im Grenzübertritt in die Schweiz über die wohl berühmte „Schweizer Mauer“. Alternativ kann man auch die 3 SB Cuboré Avoriaz nehmen und zum 1 SL Cuboré abfahren, um in die Schweiz zu gelangen.
Also über “Pointe des Mosettes“ oder „Chavanette“ gelangt man in die Schweiz nach Les Crosettes. Die Abfahrten von Mosettes hinab sind von Panorama auf Dentes du Midi und Denetes Blanches schon einmalig, pistentechnisch aber nicht explizit hervorzuheben. Interessant war, wie leer es hier war. Also schon das Verlassen von Avoriaz direkt brachte leere Lifte und Pisten, aber hier mach es nochmals spürbar leerer. Viel gab es hier nicht zu entdecken … die 8 KSB Crosets hatte eine nette Piste. Wir hatten den Plan die rote Piste „Grand Paradis“ zu fahren, sah diese auf dem Pistenpanorama doch lang und interessant aus. Also den 1 SL Ripaille 1 genommen (der parallele 2 SL war geschlossen), um dann an der Bergstation festzustellen, dass die Abfahrt leider geschlossen ist. An der Panoramatafel im Ort Les Crosets sahen wir dann, dass auch die 6 KSB/B Grand Paradis geschlossen war. Somit wäre man gar nicht mehr vom Pistenende zurück ins Skigebiet gekommen. Daher kann ich nicht berichten, ob die Piste das gehalten hätte, was das Panorama verspricht. Dann sind wir halt über die blaue Piste „Ripaille“ zurück zur ultralahmem 4 SB Pauvre Conche gefahren, um aus dem Sektor wieder herauszukommen.
Dann fiel uns eine andere lange Abfahrt ins Auge … die blaue 31A Tovassière-Morgins. Sah nett auf dem Plan aus … war es aber unterm Strich nicht. Anfangs ja noch, aber schon mit einem Gegenanstieg zum Stapfen und dann nach unten raus auf einem gefühlt schier endlosen Forstweg, den man zwischendrin mit ein paar Stockschüben im Schneckentempo nach Morgins gleiten konnte. Es waren knapp 6km reiner Forstweg … ja, 6 km! Also irgendwann kommt man dann im Tal an der EUB Morgins an.
Bei geöffneter Verbindung bestünde die Möglichkeit via Corbeau wieder nach Châtel zu wechseln, aber die war ja geschlossen. Also mussten wir die EUB von Morgins hinauf nehmen und uns gefühlt an einem Hang über mehrere Lifte Richtung Les Crosets vorarbeiten. Kurzum: Für uns war Champoussin nur zum Transit, konnte aber auf dem Blick nicht zur Wiederholung überzeugen. Maximal an der 6 KSB Bochasses sah es für eine Wiederholung einladend aus, weil man auch wieder zügig oben ist. Alles andere sind fixe Sesselbahnen oder Schlepplifte. Mit der 4 SB Aiguille des Champeys und der 4 SB Pointe de l’Au muss man gleich zwei längere fixe Anlagen mit entsprehendem Schleichtempo nutzten. Vielleicht muss man Champoussin mal separat fahren und nicht auf Durchreise.
Ich kann jetzt erahnen, wie „nervig“ die Runde ist, wenn man in Châtel in die 6 KSB Gabelou einsteigt, um via Super-Châtel und Campoussin nach Les Crosets kommen zu wollen.
Einen kleinen Sektor habe ich noch nicht erwähnt, auch wenn dieser eigentlich keiner nennenswerten Erwähnung bedarf, es sei denn, man möchte von Avoriaz nach Morzine und weiter nach Les Gets wechseln. Letzteres habe ich nicht gemacht, aber das hat mich nicht davon abgehalten mit snowflat junior den Pistenteil bis zur 4 KSB Zore zu befahren. Mit blauen und grünen Pisten sieht dieser Teil nicht sonderlich spannend aus, aber für einen entspannten Ausflug mit dem Junior taugte es. Aber es wimmelten sich dort auch Unmengen von Anfängern und Skischulen, speziell an der 6 KSB Proclou. Also Höhenmeter und Pistenkilometer sammelt man nicht, es ist wirklich flach und speziell der Rückweg über die lange grüne Piste „Seraussaix“ war maximal nervig.
Ab der 6 KSB Morcaln bis La Chapelle d’Abondance war bereits alles geschlossen
Geschlossen
Nicht besucht
Geschlossen
Sodala, nun bin ich gedanklich alle Sektoren für den Bericht abgefahren, es waren nochmal sehr schöne Momente des Reviews. Kurz und knapp für Lesefaule:
Châtel: Richtung Avoriaz sehr schöne lange, abwechslungsreiche Pisten, Richtung Morgins eher anfängerorientiert und gezwungen erscheinender PdS-Runde
Avoriaz: Vielen Sektoren, lange Anfahrten und gute Höhenmeter. Abseits der Hochhausstadt schnell leer
Les Crosets: Gehört als CH-Teil dazu, das Panorama überzeugt mehr als alles andere, verglichen mit z.B. Avoriaz
Morgins/Champoussin: Man hat es mal gesehen auf der Durchreise
Morinze – Avoriaz: Der Traum für Anfänger und Transit nach Morzine > Les Gets
Am Ende hat jeder der von mir gewählten Sektoren seinen speziellen Charakter, seine eigenen Vor- und Nachteile. Es findet auf jeden Fall jeder einen Bereich, der seinen Vorlieben entspricht und das ist auch gut so und das hat uns auch dementsprechend gut gefallen. Was man nicht machen sollte oder, wenn dann nur einmal: Die PdS-Runde erzwingen und nebenbei noch alles andere zu erleben. Vielmehr sollte man sich morgens entscheiden, wo man seinen Schwerpunkt verbringen möchte, und je nachdem plant man seinen Rückweg und ggfs. schließt sich am Ende die Runde. Das sollte aber nicht das erklärte Ziel sein. Kommt man doch aus den einzelnen Sektoren schneller zurück, wenn man notfalls den gleichen Weg zurück wählt, anstatt die Runde zu fahren.
Pros/Cons zusammengefasst Details im Text und den Berichten):
Die Details folgen dann in den einzelnen Tagesberichten.
Dienstag, 31. März 2026: Von Châtel in die Schweiz und zurück
Mittwoch, 01.April 2026:
Donnerstag, 02. April 2026:
Freitag, 03. April 2026: