Info über den Tiroler Pistengütesiegel

Fachforum für Pistenraupen und Pistenfahrzeuge: Technische Diskussionen zu PistenBully, Prinoth, Loipengeräten und Eigenbauten.
Forumsregeln
Bitte beachte unsere Forum Netiquette
Antworten
Benutzeravatar
starli
Ski to the Max
Beiträge: 19824
Registriert: 16.04.2002 - 19:39
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: Nicht mehr im Forum
Hat sich bedankt: 931 Mal
Danksagung erhalten: 2806 Mal
Kontaktdaten:

Info über den Tiroler Pistengütesiegel

Beitrag von starli »


Pisten- und Loipen-Gütesiegel
1.367.650 Personen die Stunde können mit den 1.213 Skiliften in Tirol befördert werden. Das zeigt die neue Seilbahn-, Lift- und Pisten-Statistik auf, die Montagabend bei der Verleihung der 'Tiroler Pisten- und Loipen-Gütesiegel' im Congress Innsbruck präsentiert wurde.

Beschneiung
Auf die Wintersportler warten 2.400 Pisten-Kilometer mit einer Skifläche von 7.199 Hektar, davon können 35 Prozent künstlich beschneit werden.

Tiroler Pistengütesiegel
"Im Jahre 1977 wurde erstmals in Österreich vom Land Tirol eine spezielle Auszeichnung für Skigebiete geschaffen, die für die Organisation und vor allem für alle jene Vorkehrungen, die der Sicherheit dienen, verliehen wird. Die Aufsicht darüber nimmt die Landes-Sportabteilung wahr", erklärt Vorstand Prof. Friedl Ludescher.

Kriterien für ein ausgezeichnetes Gebiet
In einem von der Tiroler Landesregierung ausgezeichnetem Gebiet sind folgende Maßnahmen zu treffen:
Einteilung der Skiabfahrten in Pisten und Skirouten
Markierung der Pisten nach den Schwierigkeitsgraden: blau-leicht; rot-mittelschwierig; schwarz-schwierig
Information der Skiläufer - Präparierung der Pisten - Kontrolle der Pisten - Sicherung vor alpinen Gefahren - Einrichtung eines Pistenrettungsdienstes - Warnung bei Einfahrten in freies Skigelände - Spezielle Vorkehrungen in Gletscherskigebieten.

Technische Mindestanforderungen
Neben diesen Sicherheitsvorkehrungen muss ein Skigebiet auch bestimmte organisatorische und technische Mindestanforderungen erfüllen. Es sind dies: die Stundenförderleistung aller Anlagen muss mind. 3.000 P/h betragen eine rote oder blaue Abfahrt muss eine Mindestlänge von 3 km und zwei weitere Anlagen müssen eine Länge von über 1 km aufweisen.

"Die Qualitätsauszeichnung der Skigebiete - mittlerweile haben 43 Tiroler Skistationen diese Auszeichnung erhalten - war im Jahre 1977 eine echte Pioniertat und das Skiland Tirol war Vorreiter bei diesen innovativen Maßnahmen ohne behördlichen Zwang", freut sich LH Herwig van Staa über diese besondere Wintermarke im Tiroler Tourismus.

Sicherheitsstandards
Zwischenzeitlich wurde der Sicherheitsstandard des Tiroler Pistengütesiegels zum allgemeinen Sicherheitsniveau und - grenzüberschreitend - auch von der ARGE ALP Kommission IV in den Leitbild- und Maßnahmenkatalog aufgenommen.

LH Herwig van Staa: "Tirol hat in seiner Kernkompetenz Winter weiterhin die Chance, mit seiner Vorreiterrolle international auf sich aufmerksam zu machen und somit auch für das Wohl und die Sicherheit seiner Gäste und Einheimischen zu stehen.

Auszeichnung für folgende Skigebiete, 3 Jahre
SÖLDEN: Ötztaler Gletscherbahn GmbH&CoKG
ACHENKIRCH: Hochalmlifte Christlum Achenkirch GesmbH
FIEBERBRUNN: Bergbahnen Fieberbrunn GesmbH
GALTÜR: Bergbahnen Silvretta Galtür GmbH&CoKG
FÜGEN: Bergbahnen - Spieljochbahn
FEICHTEN im KAUNERTAL: Kaunertaler Gletscherbahnen GesmbH, Fendels
STEINACH a. BRENNER: Steinacher Bergbahnen AG
JERZENS: Hochzeiger Bergbahnen Pitztal GmbH&CoKG
LANDECK/ZAMS: Venet Seilbahn AG

Tiroler Loipengütesiegel
"Mit der Einführung des Tiroler Pistengütesiegels hat unser Land einen wegweisenden Schritt getan. Daher war es beinahe selbstverständlich, etwas ähnliches für den Langlaufsport zu schaffen", begründet LH Herwig van Staa diese Maßnahme für den Langlaufsport.

So wurde erstmals im Jahre 1982 an jene Tourismusverbände das Tiroler Loipengütesiegel verliehen, die den hohen Anforderungen für diese Auszeichnung gerecht werden.

Voraussetzungen für Tiroler Loipengütesiegel
gesicherte Schneelage von durchschnittlich 90 Tagen pro Wintersaison
Sicherung der Loipenbenützung durch die Grundeigentümer für mind. drei Jahre
Mindestanzahl von Loipen: 10 km Loipe - 5 km Loipe - o,5 km Trainingsloipe
Einrichtungen des Start- und Zielraumes - Orientierungstafel - Unfallmeldestelle
Toilettenanlagen - Präparierung der Loipen - Markierung in den entsprechenden Schwierigkeitsgraden im Abstand von max. 500 m
Signalisation von Abzweigungen, Kreuzungen und Gefahrenstellen
Sicherung der Loipen vor atypischen Gefahren, besonders Lawinengefahr.

Auszeichnung an Tourismusverbände
Landesrat Günther Platter: "Bisher wurde das Tiroler Loipengütesiegel an 22 Tiroler Tourismusverbände verliehen." Für weitere drei Jahre wird die Auszeichnung verliehen an die Tourismusverbände von:

Siegel für weitere drei Jahre
EBEN-MAURACH-PERTISAU-ACHENKIRCH-STEINBERG: Tourismusverband Achensee LÄNGENFELD-HUBEN: Tourismusverband Längenfeld REUTTE-HÖFEN-LECHASCHAU-WÄNGLE: Tourismusverband Ferienregion Reutte
Quelle: http://tirol.orf.at/oesterreich.orf?rea ... &id=233606

Benutzeravatar
starli
Ski to the Max
Beiträge: 19824
Registriert: 16.04.2002 - 19:39
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: Nicht mehr im Forum
Hat sich bedankt: 931 Mal
Danksagung erhalten: 2806 Mal
Kontaktdaten:

Beitrag von starli »

Soeben entdeckt:

http://www.tirol.gv.at/themen/sport/ber ... /piste.pdf

Die kompletten Bestimmungen des Tiroler Pistengütesiegels direkt vom Tiroler Sport-Landesamt. (Knapp 3 MB groß)

Sehr interessant! Ebenfalls dabei: Ein kompletter Katalog von Sicherheits- und Gefahren-Schilder. Da sind sogar Pisten-Kennzeichnungen dabei, die ich noch nie gesehen hab! Oder kennt einer ein gelbes Schild mit einem Blauen L, das Anfänger-Pisten kennzeichnen soll?

Ebenfalls nachzulesen sind hier die Verhaltensregeln für Skifahrer!

Auf der Seite gibts auch noch Loipen und Bergwege-Gütesiegel:
http://www.tirol.gv.at/themen/sport/ber ... egel.shtml
MrGaunt
Großer Müggelberg (115m)
Beiträge: 338
Registriert: 18.10.2003 - 14:47
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: Münster
Hat sich bedankt: 242 Mal
Danksagung erhalten: 59 Mal

Beitrag von MrGaunt »

Wo wir gerade bei Pistenkennzeichnungen sind:
Ich habe die letzten Wochen fröhlich in Panoramakarten geblättert und bin da auch auf grüne Pisten gestossen (war glaub ich Frankreich).
Kennt jemand die Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern?
Bitte jetzt nicht die "Die Piste X ist blau aber viel schwieriger als die rote Piste Y"-Diskussion anfangen :wink:
Mich interessieren die offiziellen Regeln, also z.B. sind die Österreicher schneller dabei etwas als schwer einzuordnen und wenn ja nach welchen Kriterien machen's die Schweizer/Italiener/Franzosen und warum zum Teufel gibt es grüne Pisten? 8O

Alles klar?

Schönen Gruß,
Mr.Gaunt
Michael Meier
Aconcagua (6960m)
Beiträge: 7332
Registriert: 18.06.2002 - 21:50
Skitage 25/26: 0
Ski: nein
Snowboard: nein
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 10 Mal

Beitrag von Michael Meier »

Die Grünen sind die Pisten für Bergaufbremser! :lol:
Zudem Ziehwege und Verbindungen.
In der Schweiz ists gleich wie in AT ausser in gewissen Walliser gebieten da gibts Grüne.
Laax hatte mal so ne beschissene aufteilung. Aber glaub das habens schnell wieder fallen gelassen! Braue Pisten?? Wo sind wir hier denn??
Benutzeravatar
skikoenig
Zuckerhütl (3507m)
Beiträge: 3542
Registriert: 19.08.2002 - 13:32
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: Wuppertal
Hat sich bedankt: 44 Mal
Danksagung erhalten: 11 Mal

Beitrag von skikoenig »

warum zum Teufel gibt es grüne Pisten?
Also, in den USA sind das vor allem Anfängerpisten! Von der Neigung meist so, dass man anschieben muss um runter zu kommen ! Weiss nicht mehr wo, aber orgendwo sind die mir in Euroland auch schon begegnet!
Benutzeravatar
Downhill
Moderator a.D.
Beiträge: 6672
Registriert: 13.11.2002 - 21:58
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: Germering
Hat sich bedankt: 576 Mal
Danksagung erhalten: 673 Mal

Beitrag von Downhill »

Laax hatte mal das "Slope System". Es gab keine schwer-mittel-leichten Pisten mehr, sondern nur noch:

- gelb (Verbindungspiste/Ziehweg)
- blau (Anfänger)
- grün (breite gewalzte "Carver" Pisten)
- rot (nicht/nur fallweise präpariert)

Fand ich aber auch nicht so toll und v.a. nicht immer eindeutig. Mittlerweile haben die auch wieder das Standardsystem...
Dove vai senza sci?
Wege entstehen, indem man sie geht.
Benutzeravatar
skikoenig
Zuckerhütl (3507m)
Beiträge: 3542
Registriert: 19.08.2002 - 13:32
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: Wuppertal
Hat sich bedankt: 44 Mal
Danksagung erhalten: 11 Mal

Beitrag von skikoenig »

Eigentlich kein schlechtes System, aber für die nicht"Experten" schlecht, denn sie müssen sich erst einmal einarbeiten! Und ich kenne viele, besonders die Frauen, die ein schwarzes Schild sehen und dann direkt Panik kriegen, obwohl man die Piste komplett einsehen kann und nicht glauben mag, dass die schwarz ist! Aber so sind sie halt!
Emilius3557
Shisha Pangma (8013m)
Beiträge: 8160
Registriert: 20.09.2002 - 11:26
Skitage 25/26: 0
Ski: nein
Snowboard: nein
Ort: Nürnberg
Hat sich bedankt: 142 Mal
Danksagung erhalten: 348 Mal

Beitrag von Emilius3557 »

Und ich kenne viele, besonders die Frauen, die ein schwarzes Schild sehen und dann direkt Panik kriegen, obwohl man die Piste komplett einsehen kann und nicht glauben mag, dass die schwarz ist
You, 100 %-Bestätigung!

zu den grünen Pisten: sie erweitern das Spektrum. Die "blauen" Pisten rutschen so ins Mittelfeld, die roten in den Bereich "eher schwierig". Im Espace Killy beispielsweise gibt es deswegen recht wenige grüne und schwarze, die meisten Abfahrten sind nach wie vor blau und rot, aber dadurch, dass die ganz flachen/leichten Pisten herausfallen, gibts dann schon die ein oder andere kernigere blaue bzw. rote Abfahrt, die andernortes rot oder schwarz wäre.
Antworten

Zurück zu „Pistenraupen“