SUVA mahnt zu mehr Vernunft auf Skipisten

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TPD
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SUVA mahnt zu mehr Vernunft auf Skipisten

Beitrag von TPD »

SUVA mahnt zu mehr Vernunft auf Skipisten
Luzern. AP/baz. Ein Zusammenprall auf den Skipisten bei Tempo 50 entspricht einem Sturz aus 9,8 Metern Höhe. Mit solchen Vergleichen will die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) die Wintersportler zu mehr Vernunft und Vorsicht animieren, wie sie am Freitag in Luzern bekannt gab.

Oft nicht über Gefahren bewusst

Niemand würde sich freiwillig mit angeschnallten Skis aus dem dritten Stock eines Hauses stürzen, schreibt die SUVA. Genau dem entspreche jedoch eine Kollision auf der Piste mit 50 Kilometern pro Stunde (km/h). Optimal präparierte Pisten und gutes Material würden Schneesportler dazu verleiten, immer schneller zu fahren. Oft seien sie sich dabei kaum bewusst, mit welchen Tempi sie über die Pisten rasten und welchen Gefahren sie sich dabei aussetzten.

«Wie russisches Roulette»

Der Vorsteher des Laboratoriums für Biomechanik der ETH Zürich, Edgar Stüssi, der die Berechnungen angestellt hatte, wies darauf hin, dass es bereits bei einem Sturz mit einer Geschwindigkeit von 15 bis 20 km/h aussichtslos sei, den eigenen Körper aufzufangen. «Ohne Fangnetze ist für mich das 'wilde' Skifahren auf stark befahrenen Pisten wie russisches Roulette», wird er in der SUVA-Mitteilung zitiert. Mit ihrer Kampagne «Check the risk» will die SUVA dazu beitragen, Unfälle auf und neben der Piste zu vermeiden. Zudem führt sie in verschiedenen Skiregionen der Schweiz Tempo-Events durch, damit die Schneesportler lernen, ihre Fahrgeschwindigkeit besser einzuschätzen und das Tempo den Bedingungen anzupassen.

Gemäss SUVA hat sich die Zahl der Schneesportunfälle seit 1995 mit Ausnahme von saisonalen Schwankungen unwesentlich verändert und lag 2002 bei mehr als 32.000 Unfällen. Die jährlichen Kosten hingegen sind im gleichen Zeitraum um mehr als ein Fünftel auf rund 183 Millionen Franken angestiegen. Allein ein Prozent aller Skiunfälle verursacht rund einen Drittel aller Kosten. Die Kosten könnten laut SUVA massiv gesenkt werden, wenn Wintersportler ihre Fahrweise und Geschwindigkeit ihrem Können und den Verhältnissen anpassen würden.
Quelle BaZ 10.12.04 10:18
https://www.skichablais.net, seit 20 Jahren über Bergbahnen der Region Chablais und Umgebung.

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Theo
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Beitrag von Theo »

Typisch SUVA.
Da werden für viel Geld sinnlose Studien erstellt und uns geht nächstes Jahr die Prämie um 0.5% rauf.

Dass es mir weh tut wenn ich mit 50 auf die Fresse fliege weiss ich auch ohne Uniprofessoren.

Wenn die SUVA der Meinung ist das das Unfallversicherungsgeschäft eine Verlustangelegenheit ist sollen sie halt aussteigen und es anderen überlassen.

Ach ja, geht leider nicht: Die SUVA hat ja das monopol als Unfallversicherer und darf demzufolge unsere Prämien willkürlich erhühen um das Geld dann ein paar Unifritzen in den Arsch zu schieben! :esreicht:
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Beitrag von DiDa »

Mich hats auch schonmal mit 50 Sache gelegt, aber weh getan hats eigentlich nicht. War nur gut mit Schnee gefüllt....

Aber bin sicher an die 150 bis 200m gerutscht bis ich zum Stillstand kam. Kann auf ner vielbefahrenen Piste sicher n Problem darstellen, aber das weis man ja auch ohne Prof :roll:
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starli2
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Beitrag von starli2 »

.. trotzdem ist ein Sturz beim Skifahren mit 50 km/h meistens unproblematischer als mit dem Auto mit 50 auf den Baum zu prallen :)

Und wenn die mir weißmachen wollen, daß ich dafür genauso gut aus dem 3. Stock hüpfen kann .. also irgendwo stimmt da ja der Vergleich wohl nicht, oder?? Und eine direkte Kollision mit einem Skifahre gibt es ja in dem Sinn eigentlich selten bis nicht, weil sich ja immer erst irgendwo die Ski berühren und man so ja auch eine Art "Knautschzone" hat ... also beim nächsten mal vom 3. Stock runterfallen die Skier anschnallen und die Spitzen gen Boden richten ;-)
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Beitrag von paddy »

Eigentlich passt der Vergleich überhaupt nicht....da man ja eigentlich nie mit 50 Sachen gegen eine Wand/Baum oder einen stehenden Skifahrer fährt (wobei dieser ja dann auch "nach gibt" im gegensatz zum Boden....)
Aber mehr Vernunft wäre manchma ja wirklich angebracht....vorallem bei Anängern die Ski fahren noch lernen, sich aber mehr zu trauen.....wenns dann im Schusspflug gerade die strak befahrene Piste runtergeht...
:fluchen: :wink:
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GMD
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Beitrag von GMD »

Die SUVA (Schweizerische Unfallversicherungsanstalt für alle Nichteidgenossen) besitzt kein Monopol. Ein Arbeitgeber kann seine Angestellten auch bei einer anderen Gesellschaft versichern lassen. Nur ist die SUVA so gross, dass sie ein Quasimonopol hat.
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Oscar
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Beitrag von Oscar »

starli2 hat geschrieben: ... Und eine direkte Kollision mit einem Skifahre gibt es ja in dem Sinn eigentlich selten bis nicht, weil sich ja immer erst irgendwo die Ski berühren und man so ja auch eine Art "Knautschzone" hat ...
Na da hab ich aber schon anderes gesehen, gerade fallende, rutschende oder "puzelnde" Skifahrer mähen alles um was im Weg steht, weil man da nichts mehr kontrollieren kann. Habs selbst schon am Hundschopf auf der Lauberhornabfahrt erfahren müssen, da ist ein Skifahrer überhastet ins Steilstück gefahren und den hats richtig geschmissen hat dabei fünf Leute, die da rumfuhren umgmäht, "deine Kanutschzone" war schon längst irgendwo weggeflogen. Hat damals drei Leute verlezt.

Mit dem dritten Stock der Vergleich ist natürlich total daneben, denn wenn ich aus dem dritten Stock falle, falle ich auf den Boden und die gesamte Fallenergie wird auf einen Schlag vernichtet. Wenn ich abermit 50km/h beim Skifahren falle rutsche ich erstmal unkontrolliert auf der Piste rum und vernichte die Energie langsam, dadurch ist das Verletzungsrisiko wesentlich geringer.
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Beitrag von starli2 »

ok, das rutschen hatte ich hinsichtlich der knautschzone nicht beachtet :)

.. aber gerade daher find ich z.B. die Kreuzung des Skiwegs mit der Harakiri echt unverantwortlich.. die Harakiri war letztes Jahr so glatt teilweise, daß man fast keine chance mehr hatte, vernünftig oberhalb des skiwegs abzubremsen, und da muß man sich dann halt einfach den weg durch die skifahrer suchen ... aber wennst mal "liegst", kannst nicht mehr viel umfahren, sondern nur noch überfahren ...
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Beitrag von jura »

:?:
Für all die hier schon geschrieben haben das es sie schon mit 50ig sachen verhauen hat und es ihnen nichts gemacht hat.

:schlaumeier:
es heisst ja:bei einem zusammenprall mit 50 km/h :schlaumeier:

also wer da so eifach aufsteht hat glaub wircklich glückgehebt :flehan:

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Beitrag von berg »

man sollte aber auch bedenken welche kräfte am werk sind, wenn man mit 50 km/h einen fahrfehler begeht und zu sturz kommt. dass dann eine "butterweiche" landung möglich ist, glaube ich nicht.
mich hat es letztes jahr zwei mal schön zerrissen. einmal mit einer rißquetschwunde, die zum nähen war.
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Downhill
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Beitrag von Downhill »

berg hat geschrieben:man sollte aber auch bedenken welche kräfte am werk sind, wenn man mit 50 km/h einen fahrfehler begeht und zu sturz kommt.
Ist mir schon passiert, erst letzte Saison wieder an der Saslong. Pauschal kann man aber denk ich überhaupt nix sagen. Das hängt ab von Hangneigung, Schneeverhältnissen, persönlichem Fahrvermögen, und nicht zuletzt auch sehr vom Glück...
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