Skifahrer saßen in Schweizer Seilbahn fest
15. Dez 20:37
Zwei Stunden lang waren etwa hundert Wintersportler in der Schweiz in Seilbahngondeln gefangen. Sie wurden mit Hubschraubern gerettet. Im Engadin haben fast hundert Skifahrer in einer Seilbahn festgesessen. Erst nach zwei Stunden seien sie mit Helikoptern in Sicherheit gebracht worden, teilte am Mittwoch die Schweizerische Rettungsflugwacht (Rega) mit.
Der Lift war wegen eines verdächtigen Geräusches angehalten worden. Zu dem Zeitpunkt war etwa die Hälfte der rund 3,5 Kilometer langen Strecke zurückgelegt worden. (nz)
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Jay
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Skifahrer saßen in Schweizer Seilbahn fest
Aus der Netzzeitung eine kurze Meldung, weiss jemand um welche Anlage es sich handelt?
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Quelle: eBund 16.12.04Mit Helikoptern evakuiert
PONTRESINA 98 Wintersportler sind mit zwei Helikoptern aus der Diavolezza-Luftseilbahn bei Pontresina befreit worden. Der Kabinenführer
hatte am Dienstagmorgen auf der halben Strecke ein eigenartiges Geräusch gehört, das sich nicht orten liess. Er brachte die Bahn aus Sicherheitsgründen zum Stillstand. (sda)
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Technische Störung der Diavolezza Bahn
Am Dienstag, 14.12.04 um 09:25 Uhr wurde die Luftseilbahn Bernina-Diavolezza (LBD) wegen einem Geräusch beim Fahren durch den Kabinenbegleiter angehalten. In der Folge mussten 98 Passagiere mit Helikoptern aus der Kabine evakuiert werden. Personen kamen nicht zu Schaden.
Um 16:30 wurde die Ursache für den Stillstand der Bahn gefunden: Ein Seilreiter
Die Diavolezza Bahn fährt mit ein Fahrwerk mit 32 Rollen auf zwei Tragseilen und wird von einem Zugseil bewegt. Dieses Zugseil wird zwischen den Masten, ca. alle 500m, mit Seilreitern getragen. Die Seilreiter sind an den beiden Tragseilen befestigt. Dabei ist eine Seite des Seilreiters an das eine Tragseil fest geklemmt und auf der anderen Seite an das zweite Tragseil gehängt. Damit können sich die beiden Tragseile in Fahrtrichtung relativ zueinander bewegen. Die Tragseile schieben sich im Normalbetrieb je nach Last und Kabinenposition um bis zu 4m in Fahrtrichtung. Die beiden Tragseile bewegen sich aber nicht exakt gleich.
Verklemmter Seilreiter
Zwischen Mast 2 und 3, 450m nach Mast 2, war ein Seilreiter blockiert, so dass die relative Längsbewegung des zweiten Tragseils gegenüber dem ersten Seil nicht mehr möglich war. Dadurch konnten sich unterschiedliche Längen der Tragseile zwischen Mast 2 und 3 einstellen. Dies führt zu unterschiedlichen Höhen der Tragseile in der Mitte des Spannfelds und damit zu einer Schiefstellung der Fahrbahn in diesem Bereich. Durch die dadurch verursachte Schrägstellung des Zugseilreiters hat die Fangbremse des Fahrwerks der Kabine am Seilreiter gestreift. Die Fangbremse ist eine Notfallausrüstung, die die Kabine bei einem Zugseilriss am Tragseil hydraulisch festklemmt.
Kondukteure reagieren vorbildlich!
Die Fangbremse wurde nicht ausgelöst, jedoch hat der Kabinenführer auf Grund des Geräusches die Bahn angehalten. Der Kabinenbegleiter in der talwärts fahrenden Kabine hat das abgekippte Fahrwerk der bergwärts fahrenden Kabine beobachtet und der Technische Leiter, H.P. Senti hat sich darauf für eine Evakuation der Bahn mit Helikopter entschieden.
Sicherheit der Gäste an 1. Stelle
Als Verantwortlicher für die Sicherheit der Bahnpassagiere war für den Technischen Leiter ohne Kenntnis der Ursachen eine Weiterfahrt der Bahn nicht denkbar.
Die um 10:00 Uhr aufgebotene REGA mit einem konventionellen Rettungssystem und die Air Grischa mit einer fliegenden Kabine, Jules Verne genannt, haben in der Folge 98 Passagiere aus der Kabine gerettet. Mehrheitlich handelte es sich dabei um Skifahrer oder Snowboarder. Die Passagiere wurde mit der Pistenmaschine ins Tal gefahren und das in der Kabine zurück gebliebene Material mit Helikopter direkt auf den Parkplatz geflogen. Die Gäste konnten so um 12:15 Uhr in Richtung andere Skigebiete aufbrechen.
Vorbildliche Gäste
Die Gäste verhielten sich ausnahmslos vorbildlich und haben einen Rettungseinsatz ohne Schwierigkeiten möglich gemacht. Das entschlossene Handeln des Bahnpersonals hat einen grösseren Schaden verhindert. Alle Gäste bedankten sich für die zuvorkommende Behandlung während des ganzen Einsatzes. Wer von den Gästen Zeit und Lust hatte, wurde von der Diavolezza-Bahn AG im Talrestaurant zum Essen oder zu einem Getränk eingeladen.
Betriebsaufnahme am 16.12.04 um 09:00 Uhr
Die Störungssuche war am 14.12.04 um 16:30 Uhr abgeschlossen. Zusammen mit dem Hersteller der Bahn, Garaventa AG, werden nun alle Seilreiter kontrolliert und der Fehlbare ausgewechselt. Nach Testfahrten geht die Diavolezza-Bahn AG davon aus, am Donnerstag, 16.12.04 den Betrieb wieder aufnehmen zu können.
Die Diavolezza-Bahn AG entschuldigt sich bei allen Betroffenen für die Umstände und dankt Ihnen Ihre vorbildliche Kooperation.
Ihre Diavolezza-Bahn AG
ID = C15.022.25
publiziert: 14.12.2004
Technische Störung der Diavolezza Bahn
Am Dienstag, 14.12.04 um 09:25 Uhr wurde die Luftseilbahn Bernina-Diavolezza (LBD) wegen einem Geräusch beim Fahren durch den Kabinenbegleiter angehalten. In der Folge mussten 98 Passagiere mit Helikoptern aus der Kabine evakuiert werden. Personen kamen nicht zu Schaden.
Um 16:30 wurde die Ursache für den Stillstand der Bahn gefunden: Ein Seilreiter
Die Diavolezza Bahn fährt mit ein Fahrwerk mit 32 Rollen auf zwei Tragseilen und wird von einem Zugseil bewegt. Dieses Zugseil wird zwischen den Masten, ca. alle 500m, mit Seilreitern getragen. Die Seilreiter sind an den beiden Tragseilen befestigt. Dabei ist eine Seite des Seilreiters an das eine Tragseil fest geklemmt und auf der anderen Seite an das zweite Tragseil gehängt. Damit können sich die beiden Tragseile in Fahrtrichtung relativ zueinander bewegen. Die Tragseile schieben sich im Normalbetrieb je nach Last und Kabinenposition um bis zu 4m in Fahrtrichtung. Die beiden Tragseile bewegen sich aber nicht exakt gleich.
Verklemmter Seilreiter
Zwischen Mast 2 und 3, 450m nach Mast 2, war ein Seilreiter blockiert, so dass die relative Längsbewegung des zweiten Tragseils gegenüber dem ersten Seil nicht mehr möglich war. Dadurch konnten sich unterschiedliche Längen der Tragseile zwischen Mast 2 und 3 einstellen. Dies führt zu unterschiedlichen Höhen der Tragseile in der Mitte des Spannfelds und damit zu einer Schiefstellung der Fahrbahn in diesem Bereich. Durch die dadurch verursachte Schrägstellung des Zugseilreiters hat die Fangbremse des Fahrwerks der Kabine am Seilreiter gestreift. Die Fangbremse ist eine Notfallausrüstung, die die Kabine bei einem Zugseilriss am Tragseil hydraulisch festklemmt.
Kondukteure reagieren vorbildlich!
Die Fangbremse wurde nicht ausgelöst, jedoch hat der Kabinenführer auf Grund des Geräusches die Bahn angehalten. Der Kabinenbegleiter in der talwärts fahrenden Kabine hat das abgekippte Fahrwerk der bergwärts fahrenden Kabine beobachtet und der Technische Leiter, H.P. Senti hat sich darauf für eine Evakuation der Bahn mit Helikopter entschieden.
Sicherheit der Gäste an 1. Stelle
Als Verantwortlicher für die Sicherheit der Bahnpassagiere war für den Technischen Leiter ohne Kenntnis der Ursachen eine Weiterfahrt der Bahn nicht denkbar.
Die um 10:00 Uhr aufgebotene REGA mit einem konventionellen Rettungssystem und die Air Grischa mit einer fliegenden Kabine, Jules Verne genannt, haben in der Folge 98 Passagiere aus der Kabine gerettet. Mehrheitlich handelte es sich dabei um Skifahrer oder Snowboarder. Die Passagiere wurde mit der Pistenmaschine ins Tal gefahren und das in der Kabine zurück gebliebene Material mit Helikopter direkt auf den Parkplatz geflogen. Die Gäste konnten so um 12:15 Uhr in Richtung andere Skigebiete aufbrechen.
Vorbildliche Gäste
Die Gäste verhielten sich ausnahmslos vorbildlich und haben einen Rettungseinsatz ohne Schwierigkeiten möglich gemacht. Das entschlossene Handeln des Bahnpersonals hat einen grösseren Schaden verhindert. Alle Gäste bedankten sich für die zuvorkommende Behandlung während des ganzen Einsatzes. Wer von den Gästen Zeit und Lust hatte, wurde von der Diavolezza-Bahn AG im Talrestaurant zum Essen oder zu einem Getränk eingeladen.
Betriebsaufnahme am 16.12.04 um 09:00 Uhr
Die Störungssuche war am 14.12.04 um 16:30 Uhr abgeschlossen. Zusammen mit dem Hersteller der Bahn, Garaventa AG, werden nun alle Seilreiter kontrolliert und der Fehlbare ausgewechselt. Nach Testfahrten geht die Diavolezza-Bahn AG davon aus, am Donnerstag, 16.12.04 den Betrieb wieder aufnehmen zu können.
Die Diavolezza-Bahn AG entschuldigt sich bei allen Betroffenen für die Umstände und dankt Ihnen Ihre vorbildliche Kooperation.
Ihre Diavolezza-Bahn AG
ID = C15.022.25
publiziert: 14.12.2004
- Kris
- Nebelhorn (2224m)
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- Registriert: 23.02.2004 - 13:50
- Skitage 25/26: 0
- Ski: ja
- Snowboard: nein
- Ort: Innsbruck
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- Kontaktdaten:
ack. Vorbildhafte informationen der bahngesellschaft. Gut erklärt, präzise genug.
Die Diavolezzaner erkennen an, dass der journalist/der geneigte leser sich mit bergnahnen nicht zwangsweise auskennt, er deshalb aber kein trottel ist, dem man willkürliche einfachkost verabreichen kann (vgl. sölden diskussion...).
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>> Die unaufhaltsame Industrialisierung des Skiraums führt zu Banalisierung und somit zum Verlust der magischen Skisportfreude<<