Sicherheit - höchste Priorität

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Jay
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Sicherheit - höchste Priorität

Beitrag von Jay »

Aus dem Kitzbüheler Anzeiger:
Sicherheit - höchste Priorität

Kitzbühel

Sicherheit und Komfort der Fahrgäste stehen bei Österreichs Seilbahnunternehmen an oberster Stelle. Jährlich werden 176 Millionen Euro in Sicherheit und Kontrollen investiert.

Die österreichischen Seilbahnen führen jährlich hunderte Millionen Personenbeförderung-en ohne größere Zwischenfälle durch. Sie gelten als sichere Massenverkehrsmittel. Transportunfälle sind äußerst selten. In den letzten Jahren lag die Wahrscheinlichkeit, dass ein Urlaubsgast Opfer eines Seilbahn- oder Schleppliftunfalls wird, bei 0,00006 %. Ein Urlauber müsste demnach 1,6 Mio. Mal eine Seilbahn oder einen Schlepplift benutzen, um laut Statistik einmal Opfer eines Bagatell-Unfalles zu werden.
Jährlich befördern die Seilbahnen Österreichs rund 600 Mio. Personen. Diese Zahl bedeutet die dreifache Beförder-ungsleistung der Bahn und das Vierzigfache der Luftfahrt in Österreich!
“Würde man aus dieser enormen Beförderungszahl eine Menschenkette bilden, könnte man damit die Erde fünfzehn Mal umrunden,” verweist der Kitzbüheler Bergbahnchef Georg Hechenberger auf detaillierte Betriebsvorschriften, die den Betrieb von Seilbahnen regeln.
“Das gesamte Sicherheitssystem umfasst regelmäßige externe und interne Prüfungen und daneben monatliche, wöchentliche und tägliche Kontrollen, die jeder Beförderungsbetrieb durchführen muss.”

Permanente Schulungen und neuerste Technik

Diese Überprüfungen werden schriftlich dokumentiert. Allfällige Störfälle sind der Aufsichtsbehörde umgehend zu melden. Die Betriebsvorschriften regeln auch den Brandschutz und sehen Brandschutzeinrichtungen, deren regelmäßige Wartung sowie wiederkehrende Unterweisung-en der Mitarbeiter im Umgang mit diesen Einrichtungen vor.
“Trotz der hohen Sicherheitsstandards der österreichischen Seilbahnen können Zwischenfälle jedoch nicht zur Gänze ausgeschlossen werden,” unterstreicht Hechenberger das Bemühen aller Seilbahnunternehmungen höchstmögliche Sicherheit zu gewähren.
Jeder Unfall wird von den Seilbahnen gemeinsam mit den Aufsichtsbehörden und Fachleuten analysiert und rekonstruiert, um darauf aufbauend die Sicherheitsvorschriften und entsprechende Maßnahmen noch weiter zu optimieren.
Über die Vorschriften des zuständigen Ministeriums hinaus, erbringt die österreichische Seilbahnbranche eine Reihe von freiwilligen Maßnahmen, um die Sicherheit der Fahrgäste weiter zu optimieren.
“Besonderes Augenmerk wird seit jeher auf die Ausbildung des technischen Fachpersonals gelegt. Die technischen Erkenntnisse nach dem Tunnelunglück fließen beispielsweise in die Ausbildung der Betriebsleiter und Maschinisten ein.”
Neue Bahnen wie beispielsweise die Dreiseilumlaufbahn in Ktzbühel greift auf die derzeit sicherste und ausgereifteste Seilbahntechnik zurück. Durch zwei Tragseile und dem mittig angeordneten Zugseil wird die Stabilität der Bahn um ein mehrfaches erhöht. Zudem sind alle Sicherheitssysteme (Antrieb, Kupplung,...etc.) in doppelter Ausführung angelegt. Eigens konzipierte Bergewagen können im Notfall via Zugseil und eigener Winde direkt an die Gondeln andocken und machen ein Abseilen der Fahrgäste obsolet.

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