Dilemma: In Türnitz bisher kein Schibetrieb
WINTERSAISON / Große Enttäuschung bei Eibl-Lifte-Geschäftsführer Schakmann. Zufrieden ist Annaberger Burger. Genügend Schnee in Mitterbach, so Stocker.
VON ASTRID KRIZANIC-FALLMANN
BEZIRK LILIENFELD / Nach dem verpatzten Start zu Weihnachten (NÖN 53/2004) ist das Wetter den heimischen Schigebieten auch bis zu Beginn dieser Woche nicht immer hold gewesen.
Besonders bitter waren die letzten zwei Wochen für Peter Schakmann von den Eibl-Liften, konnte doch in der heurigen Wintersaison noch kein einziger Schitag in Türnitz verzeichnet werden. „Ich bin jetzt den fünften Winter Geschäftsführer, eine solche Situation habe ich noch nie erlebt. In den vergangenen Jahren gab es wenigstens einzelne Lifttage“, kommentiert Schakmann das Dilemma.
Ein Hoffnungsschimmer in dieser tristen Lage war jedoch die Allwetterrodelbahn, die in den Weihnachtsferien täglich in Betrieb war. Schakmann: „Der nicht mehr aufzuholende Verlust aus dem Ausfall des Liftbetriebs wird durch die Besucherzahlen beim Eibl-Jet etwas kompensiert. Das ist das einzig Positive.“ Bis zu knapp 1000 Fahrten an guten Tagen, so der Türnitzer weiter, konnten bei der im Sommer 2004 fertig gestellten neuen Attraktion verzeichnet werden.
Gute Pistenverhältnisse meldet die Gemeindealpe
Punkto Schibetrieb heißt es für Schakmann hingegen weiter warten: „Wenn es kalt wird, werden wir wieder künstlich beschneien, obwohl uns Naturschnee lieber ist. Wir brauchen nur 20 Zentimeter, um das Schifahren zu ermöglichen.“ Und abschließend: „Ich hoffe auf die Energieferien.“
Mit einem blauen Auge ist indes Annaberg davongekommen, wo die ganzen Weihnachtsferien über ein teilweise eingeschränkter Schibetrieb über die Bühne ging. „Wir haben zwischendurch auch Neuschnee bekommen, aber der Regen hat wieder viel zunichte gemacht. Die Umsätze sind kostendeckend und darüber“, zog der Geschäftsführer der Annaberger Lifte, Walter Burger, am Sonntag Bilanz, „generell ist zwar das große Weihnachtsgeschäft ausgeblieben, wir müssen aber zufrieden sein. Auch die Gastronomie ist auf ihre Kosten gekommen.“ Gestartet wurde bereits der neue Vierer-Sessellift. Die offizielle Eröffnung am kommenden Samstag hat Burger wegen der Flutkatastrophe abgesagt.
„Wir hatten auf der Gemeindealpe die ganzen Weihnachtsferien total gute Pistenbedingungen, mit dem Schnee gibt es bis ins Tal keine Probleme“, ist Betriebsleiter Walter Stocker der lachende Dritte im Bunde. Einziger Wermutstropfen: „Manchmal waren wir sehr gut besucht, dann teilweise nur schwach“, so der Mitterbacher.
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