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25 Jahre Klein Matterhon, eine Bergbahn als Katalysator

Jay

Ruwenzori (5119m)
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Ein schöner Artikel zum geburtstag aus der NZZ:

Eine Bergbahn als Katalysator
Die Bahn aufs Kleine Matterhorn hat Zermatt verändert
In 25 Jahren beförderte die Luftseilbahn auf das Kleine Matterhorn über 13,9 Millionen Fahrgäste zur höchstgelegenen Bergstation Europas. Der technische und finanzielle Kraftakt hat das Sommerskifahren aufgewertet und die direkte Anbindung an die Skigebiete von Breuil-Cervinia und Valtournanche gebracht.


lth. Zermatt, 22. November

Als die Kleine-Matterhorn-Bahn am 23. Dezember 1979 eröffnet wurde, waren den Festivitäten nicht weniger als vierzehn Jahre harten Ringens vorausgegangen. Vom Investitionsentscheid der Bahngesellschaft bis zum Baubeginn verstrichen elf Jahre. Drei Jahre nahmen die Bauarbeiten für die auf 3883 Meter über Meer an der Nordflanke des Kleinen Matterhorns kulminierenden Luftseilbahn in Anspruch. Die bautechnischen Herausforderungen waren den administrativen Hürden für die Konzessionserteilung durchaus ebenbürtig: Der Beton für den Bau der Bergstation musste mit Warmwasser und Frostschutz aufbereitet und in doppelwandigen Behältern transportiert werden, damit er auf dem Flug nicht einfror. Doch der Kraftakt der Zermatter Bahnpioniere sollte sich lohnen. Zermatt steigerte seine Attraktivität mit einem Schlag; bereits im ersten Betriebsjahr nahmen die Hotelübernachtungen im Sommer wie im Winter um rund ein Drittel zu.

Vielzahl von Bedenken zerstreut
Im Vorfeld der Realisierung waren nicht nur landschaftsschützerische Einwände laut geworden, die sich in einer schliesslich vom Bundesrat abgelehnten Verbandsbeschwerde niederschlugen, sondern auch gesundheitliche Einwände hatten Gewicht. So geisterte die Frage durch die Medien, ob denn die Überwindung einer so grossen Höhendifferenz vom auf 1620 Metern über Meer liegenden Zermatt bis hinauf ins Reich der Viertausender in relativ kurzer Zeit nicht zu gesundheitlichen Schädigungen in Form von Kreislaufkollapsen führen müsste. 25 Betriebsjahre haben inzwischen die Antwort auf diese Fragen gegeben: Zwar stehen Sauerstoffgeräte bereit, aber gebraucht werden sie selten. Allerdings ist die Benutzung der Bahn für Kleinkinder unter fünf Jahren untersagt. Klagen ob einer Beeinträchtigung der grossartigen Gebirgslandschaft um Zermatt sind verstummt.

Sommerskifahren - und Cervinia
Die Grosskabinenbahn auf das Kleine Matterhorn hat die Station am Fusse der grossen Felspyramide verändert, wie Verwaltungsratspräsident Hans-Peter Julen von der Zermatt Bergbahnen AG feststellt. Der Ort erhielt endlich einen direkten Zugang zu seinem Sommerskigebiet auf dem Plateau Rosa, das bis dahin von Italien aus leichter zu erreichen war. Dort tummeln sich während des ganzen Jahres die Schneesportler, und Skirennfahrer bauen hier ihre Frühform auf. Seit einigen Jahren wollen immer mehr Sommergäste aus China, Indien und dem Nahen Osten dort oben auf gleicher Augenhöhe mit dem Matterhorn stehen. Die Infrastruktur der Bergstation und der Eispalast sollen darum in den nächsten Jahren mit Millionenaufwand ausgebaut werden. Die kühn angelegte Bahn mit dem längsten stützenfreien Seildurchhang in Europa hat zudem die Anbindung an die benachbarten Skigebiete des Aostatales erheblich verbessert. Während ein Abstecher nach Süden früher einer Tagesreise gleichkam, die die Gäste einmal pro Saison unter die Bretter nahmen, gehört es beidseits des Alpenkamms heute zum guten Ton, im Verlauf eines Skitages jeweils auch ein paar Schwünge jenseits der weissen Grenze in den Pulverschnee zu ziehen; die Skipässe gelten beidseits des Alpenkammes.

Die Beziehungen unter den Bahnunternehmen und den Gemeinden sind nach anfänglichem, fast misstrauischem Abtasten jetzt ausgesprochen freundnachbarlich. Das Beispiel der erfolgreichen Fusion der Zermatter Bergbahnen spornt die Nachbarn an. Die tonangebenden Aktionäre, eine Industriellenfamilie aus Turin, befürworten ein Zusammengehen der Bahngesellschaften von Cervinia und Valtournanche in naher Zukunft.
 
Das ist echt eine gigantische Bahn!

Hier habe ich zwei Bilder für alle, die diese Bahn nicht kennen!
 

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coole bilder! hast du noch mehr (ich weiß, sind eh viele im forum, aber von so einer anlage kriegt man nie genug :lol: )
 
Höchst interessabter Artikel. Da sieht man, welche Schlüsselrolle Seilbahnen doch im Alpentourismus spielen.

Industriellen Familie aus Turin... Agnelli?
 
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