Dachstein schrieb:
@ Talabfahrer: Danke, so weit wäre ja alles klar - nur mein Punkt, also da wo ich stehe, wandert immer. Egal, wie der Satelitenempfang ist. Und das wundert mich etwas.
Da ist das Programm im Gerät halt in einem Dilemma. Es weiß ja nicht, dass Du tatsächlich an einem festen Ort stehst. Es könnte genausogut sein, dass die für Dich als Ortungsdrift sichtbare Standpunktverschiebung von jemandem kommt, der auf der Suche nach irgendeinem Gegenstand (z.B. dem runtergefallenen Mobiltelefon unter einer Lifttrasse) in einem kleinen Bereich hin- und herläuft. Der würde dann selbst bei exakter Ortsanzeige eine ähnliche Folge von Trackpunkten erzeugen, bei der er vielleicht in einer Minute nur 10 oder 30 Meter zurücklegt. Ich hab das heute abend mal selbst ausprobiert und mein Garmin GPSmap 60CSx 90 Minuten lang auf die Terrasse rausgelegt, wobei alle 30 Sekunden der ermittelte Ort aufgezeichnet wurde. Rausgekommen ist folgendes:
GPS-Ortungsdrift bei Stillstand (Beispiel über 90 Minuten)
Das Ergebnis der Ortsbestimmung aus den Satellitensignalen ändert sich im Lauf der Zeit, weil sich auch die Satelliten dauernd weiterbewegen, hinter dem Horizont verschwinden und weil das Ergebnis der Ausgleichsrechnung numerisch ziemlich instabil ist. Dadurch hat jede einzelne Rechung immer eine Unsicherheit, die schon mal 30 Meter betragen kann. Das passt ganz gut mit dem ermittelten Ort-Haufen zusammen.
Wenn das Gerät auf den "automatischen" Aufzeichnungsmodus oder im Routen-Navigationsmodus betrieben wird, dann nützt es die Möglichkeit, aus den vorangegangenen Bewegungen eine wahrscheinliche Lage des nächsten Standortes vorauszusagen. Ich kenne das Rechenverfahren des Garmin-Gerätes nicht genau (das ist deren Betriebsgeheimnis), aber vermutlich nimmt es dann als tatsächlich aufgezeichneten Ort irgendeinen gewichteten Mittelwert zwischen der Vorhersage und der aktuellen Peilung (wer da Genaueres wissen will, googelt mal nach sowas wie "tracking prediction trajectory Kalman filter") Je schneller man geradeaus fährt, umso besser wird diese Übereinstimmung in der Regel sein. Der ungünstigste Fall für das Gerät ist der zwischen kleinen Sanddünen in der Wüste mit 3 km/h umherirrende Verdurstende. Der möchte nämlich vom Gerät nicht auf "Stillstand" korrigiert werden, sondern auch das Vorankommen um 1 km in Richtung vermuteter Brunnen angezeigt bekommen. Da überlagert sich dann aber die Ungenauigkeit in jeder Ortsbestimmung praktisch unkorrigierbar mit dem echten Weg.
Wen man im Stillstand tatsächlich den genauen Ort wissen will, dann gibt es beim Garmin-Gerät in der Markierungsfunktion die Option "Mitteln", mit der man im freien Gelände bei 50 bis 100 Messwerten durchaus eine Genauigkeit unter +-4 Metern erreichen kann (wenn man tatsächlich stehen bleibt

)
Jetzt wird's aber bezüglich Skifahren OT; ich lass es mal lieber.