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Wer nutzt GPS?

anno_80

Großer Müggelberg (115m)
Da wir ja alle immer moderner werden und die meisten von uns inzwischen ohne technische Hilfsmittel vollkommen aufgeschmissen wären, hier mal eine sportartunspezifische Frage.

Wer von Euch nutzt, in welcher Art und Weise auch immer, GPS zur Tourenplanung, Trainingsauswertung, etc.?

Bisher war das hier im Forum noch nie ein Thema, aber zum Beispiel im Rad-oder Laufsport wird diese Technik immer mehr nachgefragt.
Deshalb würde mich einfach mal interessieren, ob Ihr damit auch schon Erfahrungen gemacht habt (zum Ausmessen von Trassen- oder Pistenlängen, oder für was auch immer).

Viele Grüße
André
 
Ich nutze zeitweise eine Digitaluhr die mittels GPS-Sender die Gefahren km...und die Geschwindigkeit misst. Ist zeitweise ganz interessant
 
Moin!

Ich nutz ab und zu meinen MDA Touch in Verbindung mit ner GPS-Maus im Rucksack :) .
Also Software für Tracking Glopus!

Funzt ganz gut ;)
 
Das System ist ein Timex Speed & Distance, ich bin recht zufrieden damit...hatte auf den Pisten damit eigentlich immer empfang
 
Danke für die ersten Antworten.

Ich selbst nutze eine Suunto T6 mit GPS-Pod (nur zur Streckenmessung) und seit neustem ein Garmin etrex vista Hcx. Beides allerdings bisher nur zum (Sommer-)Sport; speziell zum Radfahren, damit ich in unbekanntem Gelände eben nicht an jeder zweiten Kreuzung anhalten muss, um die Karte auszupacken und den richtigen Weg zu erwischen.

@lanschi: danke für den Link. Wirklich höchst interessant.
dazu OT: warum wird in der Suchfunktion unter "GPS" nichts gefunden?
 
Ich bin selber Nutzer eines Garmin GPSmap 60CSx - dazu habe ich die Topo Austria. Wozu das Ganze? Ich verwende es bei Aufgaben, die mir auf der Uni gestellt werden. Beim Skifahren habe ich es manchmal dabei. Wenn ich spezielle Fotostandpunkte anfahre, dann markiere ich sie mittels GPS.

MFG Dachstein
 
Dachstein schrieb:
Ich bin selber Nutzer eines Garmin GPSmap 60CSx - dazu habe ich die Topo Austria. Wozu das Ganze? Ich verwende es bei Aufgaben, die mir auf der Uni gestellt werden. Beim Skifahren habe ich es manchmal dabei.
Ich hab auch dieses Garmin-Modell und die A-Topo. Inzwischen ist auch schon eine ganz nette Sammlung von aufgezeichneten Skitagen zusammengekommen. Interessant wird das ganze durch die Track-Aufzeichnung, die man sich dann zuhause entweder mit der MapSource-Software von Garmin oder aber mit Google Earth (nach Konversion in das Googlesche kml-Format, z.B. mit dem Konverter auf http://www.gpsbabel.org/ ) anschauen kann. Die Aufzeichnungsgenauigkeit ist beeindruckend - ich wähle in der Regel den automatischen Modus. Hier im Forum gab's vor einiger Zeit ja schon mal eine längere Diskussion über das Nachmessen von Pisten-Längenangaben der Liftgesellschaften. Dafür taugt das GPS natürlich auch, aber manche Marketingstrategen beauftragen lieber den dienstältesten Skitourengeher mit abgewetztem Seehundfell und ohne Steighilfe mit Opas Schrittzähler zum Abmessen. Das ist aber ein anderes Thema.

Für die, die das noch nicht kennen, anbei ein 2 Profilbeispiele (in irgendeinem Arlbergbeitrag war auch schon sowas wiedergegeben).
GPS-Profil eines Skinachmittags mit Messpunkten in ungenanntem Gebiet:
gpsprofil.gif
GPS-Profil (Beispiel) mit Messpunkten.

Skisafari von der Fleckalm zum Pass Thurn mit Busrückfahrt; leicht zu finden: Die 3S-Bahn.
gpsprofsafar.gif
Skisafari Fleckalm - Pass Thurn

und ein Auschnitt aus einer Trackaufzeichnung in der A-Topo-Karte.
gpslog.gif
Welche Wege fährt der Kunde?

War ein persönlicher Versuch zum Thema "welche weitesten Wege kann man auf einer Piste fahren" :)

Wenn man sich nur für die Höhenmeter interessiert, dann ist ja inzwischen in einer Reihe von Gebieten der "skiline"-Service ein zuverlässiger Ersatz für die eigene GPS-Messung.
 
Eines ist mir bei den Garmins aufgefallen: Steht man, so wandert der Punkt auf der Karte dennoch. Man bekommt sozusagen einen Haufen von Punkten, wobei man immer irgendwo dort sich befunden hat. Vermeiden konnte ich es bis jetzt leider nicht - gibt es da eventuell Möglichkeiten?
Und irgendwelche Ausreißer sind manchmal auch dabei...

MFG Dachstein
 
Das liegt IMHO nicht am Gerät selbst sondern an der Funktionsweise des GPS an sich.
Google mal danach, es gibt schöne Erklärungen, warum das so ist.

Hab ich bei meinem MDA mit Glopus beim Tracken auch, wenn Navigon läuft, ist das nicht der Fall.
Ich denke die Navi-Software ignoriert diese "Sprünge".
 
Dachstein schrieb:
Eines ist mir bei den Garmins aufgefallen: Steht man, so wandert der Punkt auf der Karte dennoch. Man bekommt sozusagen einen Haufen von Punkten, wobei man immer irgendwo dort sich befunden hat. Vermeiden konnte ich es bis jetzt leider nicht - gibt es da eventuell Möglichkeiten?
Und irgendwelche Ausreißer sind manchmal auch dabei...
Da die Genauigkeit der GPS-Ortsbestimmung wesentlich von der Zahl empfangbarer Satelliten und wohl auch von der Feldstaerke der ankommenden Signale abhaengt, tritt der von Dir beschriebene Effekt vor allem an Orten auf, wo nur wenige Satelliten fuer das GPS-Geraet "sichtbar" sind. Normalerweise empfangen die aktuellen Geraete bis zu 11 Satelliten, je nach Abschattung durch das Gelaende, Gebaeude usw., und sind dann bis auf +-5m genau. Unter 3 empfangbaren Satelliten geht gar nichts mehr; vorher nimmt aber die Genauigkeit z.B. auf +-50m ab. Am schlimmsten ist das natuerlich immer dann, wenn man z.B. ins Innere einer Seilbahn- oder Liftstation reingeht, wo je nach Stations-Bauweise nur noch einzelne oder gar keine Satellitensigale mehr durchkommen. Das Geraet versucht zuerst, durch Extrapolation der letzten Wegstrecke einen vermuteten neuen Ort zu bestimmen, bevor es mit "kein Satellitenempfang" aufgibt. Das Ergebnis dieser Rettungsversuche ist oft das beschriebene Gewirr von Ortspunkten, ggf. auch mit Ausreissern (koennen schon mal 100m sein). Wenn man einen solchen GPS-Log mit der Garmin-MapSource-Software einliest, kann man vor dem Speichern diese Artefakte aus dem Log rauseditieren.
Am besten schaltet man das Geraet aus, wenn man sich laenger an einem festen Ort (Warteschlange in der Seilbahnstation oder Mittagspause) befindet. Weil sich das Geraet die letzte Position merkt, geht das Synchronisieren nach dem Wiedereinschalten ziemlich schnell, im Gegensatz zur Anfangs-Ortsbestimmung, die schon mal 2 Minuten nach dem Einschalten dauern kann. Wenn man das erst in der Seilbahn macht, dann gelingt (zumindestens meinem Garmin) die Synchronisierung waehrend der Auffahrt gar nicht.
 
Hätte jemand eine Empfehlung welches Programm (gratis, ich möchte das mal testen) man auf Windows Mobile zum Tracken verwenden kann?
 
www.glopus.de

Gibts ne Testversion bei der alle Funktionen gehen, lediglich die Laufzeit ist auf max. 30mins am Stück begrenzt.
Glopus kann auch mit OpenMaps umgehen ;)!
Die Vollversion kostet um die 20.- € :)

Ne GPS Maus hast aber oder ;)
 
@ Talabfahrer: Danke, so weit wäre ja alles klar - nur mein Punkt, also da wo ich stehe, wandert immer. Egal, wie der Satelitenempfang ist. Und das wundert mich etwas.

MFG Dachstein
 
Das liegt an der allgemeinen Genauigkeit von GPS. soweit ich weiß werden die Navigationsgeräte für Autos mit zusätzlichen Signalen vom Boden aus genauer gemacht um z.B. Spurasistenten bieten zu können. Oder wenn sie fest eingebaut sind werden Fahrdaten am Fahrzeug erfast und erhöhen die Genauigkeit. Aber es kommt natürlich generell schon auf das verwendete Gerät an, die sind auch nicht alle gleich genau.
Eine Ortsbestimmung ist übrigens schon bei Verbindung zu zwei Satelitten möglich, nur ist die dann sehr ungenau und kann auch nicht die Höhe bestimmen, das geht erst ab drei Verbindungen.
 
Dachstein schrieb:
@ Talabfahrer: Danke, so weit wäre ja alles klar - nur mein Punkt, also da wo ich stehe, wandert immer. Egal, wie der Satelitenempfang ist. Und das wundert mich etwas.
Da ist das Programm im Gerät halt in einem Dilemma. Es weiß ja nicht, dass Du tatsächlich an einem festen Ort stehst. Es könnte genausogut sein, dass die für Dich als Ortungsdrift sichtbare Standpunktverschiebung von jemandem kommt, der auf der Suche nach irgendeinem Gegenstand (z.B. dem runtergefallenen Mobiltelefon unter einer Lifttrasse) in einem kleinen Bereich hin- und herläuft. Der würde dann selbst bei exakter Ortsanzeige eine ähnliche Folge von Trackpunkten erzeugen, bei der er vielleicht in einer Minute nur 10 oder 30 Meter zurücklegt. Ich hab das heute abend mal selbst ausprobiert und mein Garmin GPSmap 60CSx 90 Minuten lang auf die Terrasse rausgelegt, wobei alle 30 Sekunden der ermittelte Ort aufgezeichnet wurde. Rausgekommen ist folgendes:
gps0drift.gif
GPS-Ortungsdrift bei Stillstand (Beispiel über 90 Minuten)
Das Ergebnis der Ortsbestimmung aus den Satellitensignalen ändert sich im Lauf der Zeit, weil sich auch die Satelliten dauernd weiterbewegen, hinter dem Horizont verschwinden und weil das Ergebnis der Ausgleichsrechnung numerisch ziemlich instabil ist. Dadurch hat jede einzelne Rechung immer eine Unsicherheit, die schon mal 30 Meter betragen kann. Das passt ganz gut mit dem ermittelten Ort-Haufen zusammen.
Wenn das Gerät auf den "automatischen" Aufzeichnungsmodus oder im Routen-Navigationsmodus betrieben wird, dann nützt es die Möglichkeit, aus den vorangegangenen Bewegungen eine wahrscheinliche Lage des nächsten Standortes vorauszusagen. Ich kenne das Rechenverfahren des Garmin-Gerätes nicht genau (das ist deren Betriebsgeheimnis), aber vermutlich nimmt es dann als tatsächlich aufgezeichneten Ort irgendeinen gewichteten Mittelwert zwischen der Vorhersage und der aktuellen Peilung (wer da Genaueres wissen will, googelt mal nach sowas wie "tracking prediction trajectory Kalman filter") Je schneller man geradeaus fährt, umso besser wird diese Übereinstimmung in der Regel sein. Der ungünstigste Fall für das Gerät ist der zwischen kleinen Sanddünen in der Wüste mit 3 km/h umherirrende Verdurstende. Der möchte nämlich vom Gerät nicht auf "Stillstand" korrigiert werden, sondern auch das Vorankommen um 1 km in Richtung vermuteter Brunnen angezeigt bekommen. Da überlagert sich dann aber die Ungenauigkeit in jeder Ortsbestimmung praktisch unkorrigierbar mit dem echten Weg.
Wen man im Stillstand tatsächlich den genauen Ort wissen will, dann gibt es beim Garmin-Gerät in der Markierungsfunktion die Option "Mitteln", mit der man im freien Gelände bei 50 bis 100 Messwerten durchaus eine Genauigkeit unter +-4 Metern erreichen kann (wenn man tatsächlich stehen bleibt :wink: )
Jetzt wird's aber bezüglich Skifahren OT; ich lass es mal lieber.
 
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