12.Tag(18.03.): Da wieder hohe Temperaturen angesagt waren, startete ich kurz nach 9 Uhr in Richtung Val Thorens. An der 6KSB Menuires gabs wie immer keine Wartezeiten, aber ich habe mir das Modell der geplanten 6KSB Granges (nicht mehr Grand Lac) angeschaut und siehe da: Es steht sogar drauf, dass die Bubbles kriegt. Ein echter Fortschritt in den fast Bubble-freien 3 Vallees. Auch an der anschliessenden 6KSB(B) Mont de la Chambre musste ich kaum warten und dann gings über die Goitschel und die Plein Sud zum Funitel Peclet. Hier waren um diese Uhrzeit auch noch keine Wartezeiten, so dass die Kabinen meist mit 11 Personen besetzt waren, so viele, wie darin sitzen können. Während der Auffahrt sah ich, dass die Beranger gewalzt war und die gings dann auch gleich wieder hinunter. Im oberen Teil sehr gut zu fahren, war der untere Teil, der eigentlich zur Lac Blanc gehört, steinhart gefroren. Aber egal, es war trotzdem klasse. Wieder unten gings gleich noch mal zum Funitel Peclet und immer noch gab es keine Wartezeiten. In ValTho wohnen wohl die Spätaufsteher. Wieder oben, fuhr ich zur 3SB Glacier, aber inzwischen kam ein ziemlich heftiger Wind auf, und so war ich froh, als ich oben war, denn ich war kleidungsmäßig auf warmes Wetter eingestellt. Die Abfahrt war dann reinster Pulverschnee und frisch gewalzt, völlig ungewohnt inzwischen. An der Funitel-Bergstation fuhr ich dann Richtung Christine/Tete Ronde, da die Lac Blanc nicht gewalzt war. An der Abzweigung der beiden Abfahrten zeigte sich dann, dass auch die Christine nicht präpariert war und so gings die Tete Ronde runter. Zeitweise war es komplettes Eis, aber dazwischen gabs auch immer wieder schöne Abschnitte. Extrem sind im ganzen Gebiet von ValTho die Sahara-Staub-Flecken, die ganze Hänge gelb leuchten lassen. Am Ende der Tete Ronde gings dann auf die Dalles und zur 6KSB Cascades, wo auch noch keine Wartezeiten waren. Von deren Bergstation nahm ich dann den oberen Teil der Dalles und über die 2 Combes und die Moraine fuhr ich zur 4KSB Moraine. Auch hier nichts los, was mich inzwischen doch ziemlich wunderte. Die Auffahrt war ziemlich windig und kalt, aber das hinderte mich nicht daran, mit der furchtbar langsamen 4SB Col weiter hinauf zu fahren. Die Piste sah zwar von unten schon nicht besonders toll aus, aber damit hatte ich die Liste der höchsten Punkte abgehakt. Ach ja, die Col-Piste. Wäre bestimmt toll zu fahren, in der Höhe und der Lage, aber da die vielleicht einmal im Monat gewalzt wird, bestand sie aus hartem, glatten, gefrorenem Schnee mit riesigen Buckeln, die aus dem abgerutschten Pulverschnee bestanden. Ein absolutes Armutszeugnis! Überhaupt ist die Präparation in ValTho die mieseste der ganzen Trois Vallees. Vorbildlich ist da inzwischen Les Menuires, wo jede Piste spätestens nach 3 Tagen gewalzt wird. Im Anschluss an die Col gings dann über die Moraine wieder hinunter, die dafür umso schöner war. Eigentlich wollte ich jetzt mit der 4KSB Portette hoch, aber da standen die Massen und darauf hatte ich einfach keinen Bock. Also fuhr ich über die Combe de Thorens und die Cairn zur 6KSB Moutiere runter, um zum Funitel Grand Fond zu kommen. Natürlich bin ich wieder mal erschrocken, wie viele Menschen an der Moutiere standen, aber durch das Double Embarquement geht das immer ziemlich schnell für die Menge. Nach ca. 5 Minuten gings dann also wieder hoch und über die Altiport zum Funitel Grand Fond. Da stand dann erst mal groß, dass Orelle heute dicht ist. Warum, wurde allerdings nicht verraten und so windig war es nicht, dass das der Grund hätte sein können. Aber da das nicht mein Ziel war, war es mir egal. Was mich viel mehr gewundert hat, waren die Wartezeiten am Funitel. Obwohl die Kabinen sehr gut gefüllt waren, kam ich erst in die 5. oder 6. rein, was ich so noch nie erlebt habe. Dafür lief die Bahn dann mit Höchstgeschwindigkeit und man war umso schneller oben. Auch hier habe ich während der Auffahrt geschaut, was gewalzt ist, und deshalb nahm ich die Variante gleich wieder runter. Die war in hervorragendem Zustand und machte tierisch Spaß. Über die Plateau und die Altiport gings noch mal zum Funitel und wieder hoch. Diesmal gings aussen herum über die Niverolle hinunter, die sehr schön war bis zu dem Punkt, wo sie mit der Fond von der 4KSB Portette zusammentrifft. Hier war die Piste schon um diese Uhrzeit (ca. 11 Uhr) bucklig und abgerutscht. Sowas sollte doch eigentlich nicht sein. Ich bog dann auf die Fond ab (übrigens die einzige der 3 Portette-Pisten, die gewalzt war) und durch die Combe de Thorens gings zur 4SB Trois Vallees 1. Eigentlich wäre ich noch gern zum Boismint hoch, aber bei der Vorstellung der dortigen Menschenschlange verzichtete ich darauf gerne. Nachdem ich dann am Plein Sud angekommen bin, gings mit dem Funitel Bouquetin zum Col de la Chambre und über den Bd. De la Lance, die David Douillet, die Combes und die Allee zur 3SB Allamands. Hier war ich weit und breit der einzige im Lift, was den Verdacht bestätigte, dass alle nach ValTho geflochen sind in der Hoffnung, dort schöne Pisten und besseren Schnee zu haben. Viel Spaß wünsche ich da nur! Vom Roc des Trois Marches gings über Grand Lac und Pelozet (die übrigens so heißt bis zur 4KSB St. Martin 2 und nicht in der Pramint aufgeht, wie ich immer dachte), die beide sehr schön waren, gings Richtung St. Martin und mit der 4KSB auf die Tougnete. Über die Crete fuhr ich dann zur Choucas und habe meine alte Liebe wieder entdeckt. Die Piste ist einfach nur geil! Wellen, Täler, flach, dann steiler und immer noch sehr guter Schnee. Unten nahm ich dann den SL Cave und anschliessend gings über Grive, Perdrix und Furet zur 8EUB Pas du Lac in Mottaret. Um diese Uhrzeit war da auch nichts mehr los und schnell gings hinauf zur Saulire. Ich wollte einmal den steileren Starthang nehmen, da ich normal immer die Umfahrung über den Ziehweg von der Vizelle fahre und wusste gleich wieder, warum ich darauf normal verzichte. Mit Buckeln überhäuft und matschig-weich, war ich froh als ich runter war. Dafür traute ich mich dann noch mal auf die Marcassin und die war heute ein Gedicht, da der große Ansturm die Piste immer erst am Spätnachmittag ruiniert. Da ich aber eigentlich Richtung Meribel wollte, fuhr ich dann auf die Chardonneret und die war die Überraschung des Tages. Nach den Spuren zu urteilen, waren ca. 5-6 Skifahrer vor mir die Piste gefahren und es machte tierisch Spaß, Richtung Meribel zu carven. Auch so eine Piste, die man unterschätzt, da die auf dem Plan aussieht wie ein Ziehweg. Dabei hat die ein ordentliches Gefälle und auch die Breite passt. Kurz vor dem Tunnel unter der Georges Mauduit durch, flog dann ein Schild mit der Aufschrift „Aigle“ an mir vorbei und ich fragte mich, wo es da hin geht. Also fuhr ich mit dem SL Combe de la Saulire wieder hoch und über Marcassin und Chardonneret wieder dahin. Und tatsächlich geht da mitten im Nichts ein Ziehweg rüber in Richtung Aigle und Mottaret. Da ich in den Trois Vallees fast nichts neues mehr finden kann, nahm ich den Ziehweg sofort unter die Bretter und landete auf der Aigle unterhalb der Mittelstation nach der Kurve. Das ganze ist insoweit sehr geschickt, als man über die Chardonneret und diesen Ziehweg zumindest einen Teil der am Nachmittag vollen und buckligen Marcassin/Aigle-Abfahrt umfahren kann. Da ich nun aber nicht wieder nach Mottaret runter wollte, fuhr ich zur 3SB Grande Rosiere und gelangte wieder zum Pas du Lac. Von dort gings rüber zur Georges Mauduit, die frisch gewalzt heute wieder mal saugut war. Über die Chardonneret, Geai, Renard und Blanchot gings zur 8KSB Altiport und von dieser über die Geai zur 6KSB Dent de Burgin. Während der Auffahrt sprang mir dann der obere Teil der Renard ins Auge, der exzellent aussah. Und tatsächlich war die so gut, wie schon seit Ewigkeiten nicht mehr. Da der Bd. De la Loze wegen Lawinengefahr gesperrt war, war hier absolut nichts los und auch der Mittelteil war sehr gut zu fahren. Über die Blanchot fuhr ich am Altiport vorbei auf die Foret (mit Seillift) und im Schneckentempo wegen des weichen Schnees, an dem sich meine Ski regelrecht festsaugten, zum Rond Point und zur 6KSB Adret. Von der nahm ich dann die Geai noch mal zur 6KSB Dent de Burgin und weil’s so schön war, noch mal die Renard in voller Länge. Erneut gings mit der 6KSB Dent de Burgin hoch und durch das Gewirr von Pisten da oben zum SL Combe (de la Saulire). Ein letzes Mal gings die Marcassin, die Chardonneret und den Ziehweg zur Aigle runter. Die war inzwischen gut gefüllt und bei +15 Grad kein Vergnügen mehr. Also habe ich jeden Ziehweg und jede Umfahrung genutzt, um einigermaßen angenehm nach Mottaret zu kommen. Eigentlich hätte jetzt die 6EUB Plattieres folgen sollen, aber sogar um 14.30 Uhr waren die Wartezeiten enorm. Also wollte ich die Umfahrung nehmen und fuhr mit der 4KSB Combes nach oben. Ziel war eigentlich, über die Martre und die Sizerin zur 4KSB Mures Rouges zu kommen, aber bevor es auf die Sizerin ging, stand auch hier das Schild: „Ferme“. Wie immer in diesem Bereich war es die Lawinengefahr. Also wollte ich die nächste Möglichkeit nehmen und fuhr zum SL Sitelle. Der war zwar gut besetzt, aber warten musste ich nicht. Dafür traf mich dann an der 3SB Chatelet fast der Schlag, denn hier stand eine riesige Menschentraube vor dem Zugang. 30 Sekunden bin ich angestanden und es hat sich nichts bewegt, so dass ich über die Sitelle, Martre und den Bd. Du Hameau zur 3SB Table Verte geflüchtet bin. Von der ging es über die Martre dann zu den SL Roc de Tougne und mit diesen auf den Mont de la Challe. Da ich nicht wieder die furchtbare Teppes wie gestern runter wollte, nahm ich den Bd. Mt. De la Challe um zur Mouflon zu kommen, in der Hoffung, dass inzwischen an der 3SB Chatelet weniger los ist. Und tatsächlich hatte sich die Lage beruhigt und die Wartezeit war annehmbar. Nach nervig langsamer Auffahrt gings dann über die Bouvreuil zur 4KSB Cotes Brune, wo zwar viel los war, aber da es die ganze Zeit vorwärts ging, machte mir das Warten hier nicht so viel aus. Insgesamt waren es dann auch kaum mehr als 5 Minuten und da auch die offensichtlich mit Höchstgeschwindigkeit lief, war ich kurz nach 16 Uhr auf dem Mt. De la Chambre. Als Heimweg gings dann über die Mt. De la Chambre, den Bd. De la Lance, die David Douillet, die Combes, Allee und den Gros Tougne nach Brelin. Für Morgen sagt der Wetterfrosch übrigens mehr Wolken und etwas kühler voraus. Und in der Nacht von Freitag auf Samstag soll es sogar schneien bis auf 1700 m runter. Wobei ich mir für den Abschlusstag am Samstag noch mal schönes Wetter gewünscht hätte.