Wie merkt man im Forum dass der Frühling gekommen ist? Na klar, die Berichte aus Frankreich werden immer zahlreicher
. Auch Mausi und ich haben uns wieder für eine Woche Frankreich entschieden, schliesslich ist es schon 3 Jahre her seit wir zum letzten Mal im Land der Croissants und Stangenschlepper waren. Seit wir den Saisonskipass für Kärnten + Osttirol haben, verbringen wir (logischerweise) unsere Weihnachts- und Januarurlaube eben dort und gehen nur noch für 1 Woche 'fern', 2008 und 2009 ging es nach Italien, heuer war wieder Frankreich dran.
Insgesamt war es unser 9. Skiurlaub in den 3V, der erste war schon 1991 (ja, so alt sind wir schon
) und der bisher letzte über den 1. Mai 2005, danach waren wir noch am Weg nach Tignes am 28. April 2007 für 1 Tag in Val Thorens.
Gebucht haben wir über Interchalet eine FeWo für 2 - 4 Personen in La Tania, erstens hatten wir den Ort von unseren vorherigen Besuchen als sympatisch in Erinnerung und zweitens gab es dort die beste Kombination aus Komfort und Preis, die 35 m2 Wohnung (wer Frankreich kennt, der weiss dass es sich für französiche Verhältnisse um eine riesige Wohnung handelt, in den alten Pierre at Vacances Wohnsilos in Val Thorens würde man auf dem selben Raum bestimmt 6 Personen unterbringen
) hatte alles vom Fernseher, Geschirrspüler, Mikrowelle, Herd mit Glaskeramikplatte usw. Und nen kostenlosen Parkplatz dazu. Mit 550 Euro zwar auf den ersten Blick nicht ganz billig, aber wenn man bedenkt dass man anderswo noch z. B. 30 Euro für einen Fernseher und 50 für die Tiefgarage bezahlen muss, finde ich den Preis gerade noch erträglich.
Anfahrt: Maribor - Venedig - Mailand, dann aber zur Abwechslung nicht durch den Frejus, sondern über Mt. Blanc - Chamonix - Megeve nach Albertville und dann weiter nach La Tania. Sogar ein paar km weniger als durch den Frejus, aber bestimmt 1 Stunde länger zu fahren, die Strasse ist nervig und auf schnelles Fahren kann man vergessen. Fahrzeit fast 13 Stunden, aber mit vielen langen Pausen, z. B. fast 2 Stunden in einem italienischen Outlet, 1 Stunde in Albertville usw.
Zu Wetter und Schnee sage ich mehr bei den einzelnen Tagesberichten, generell gab es aber 1 total verregneten Tag, einen mit Schneesturm, zwei mit Wolken / Sonne / Nebel - mix und zwei mit Kaiserwetter. Französicher Durchschnitt also, 1 Woche mit blauem Himmel werde ich in Savoien wohl nie erleben
.
Der erste Tag, Sonntag, 21. 3., war insgesamt der schlechteste. Die ganze Nacht und auch am Morgen regnete es in La Tania bei etwa +6 Grad, die Berge waren in Wolken gehüllt. In der FeWo zu bleiben ist selbstverständlich keine Option, so waren wir kurz nach 9 Uhr in der Kabine der 12 EUB La Tania am Weg nach oben. Solange es regnet, wollten wir soweit es geht in den Gondelbahnen bleiben, und wo das nicht geht (z. B. von der Bergstation der La Tania EUB Richtung Courchevel) eben die Stangenschlepper. Sesselbahnen ohne Haube sind bei Regen wohl das schlimmste was man sich vorstellen kann, trotz GoreTex &Co.
. Hier die Talstation des KSSL Praz Juget, wohl in seiner letzten Saison, lt. remontees-mecaniques Forum soll heuer hier eine 6KSB gebaut werden. Am Lift selbst war keine Ankündigung o. ä zu finden:
Die erste positive Überraschung: die Pisten, im Bild die rote Loze entlang der 4EUB Chenus, waren nicht einmal schlecht zu fahren. Sehr gut gewalzt, sehr leer (die meisten Touris gingen an diesem Tag wohl nicht auf die Piste) und nicht einmal so extrem patschig. Generall habe ich in den regnerischen Tagen wieder mal gemerkt, dass Kunstschneepisten bei Regen wesentlich besser zu fahren sind als der Naturschnee, der letztere war bei Regen wesentlich pappiger und bremsiger. Links im Bild die alte EUB mit neuen Kabinen, rechts der Doppelschlepper Loze und ganz oben rechts ist die 4KSB Plantrey zu sehen:
Nachdem wir alle brauchbaren Pisten die von der 4EUB Chenus erschlossen werden mindestens zweimal gefahren sind (vor allem Loze und Chenus waren wirklich toll zum fahren), wechselten wir zur 6EUB Jardin Alpin - dort sind wirklich alle Piste grün, aber je einmal mussten wir sie doch mitnehmen, wie z. B. hier am interessanten Kurvenschlepper Bellecote:
Nach Mittag konnten wir es nicht mehr im eigenen Tal aushalten und fuhren mit der Vizelle hinauf in den Nebel und dann die lange Maudit runter nach Meribel. Im Hintergrund die olympische Stade sowie die umfahrende blaue Gelinotte::
Verkehrsknotenpunkt Meribel, hier starten insgesamt 3 EUBs, eine 6KSB, eine 4SB und noch ein Tellerschlepper dazu:
Inzwischen hat der Regen aufgehört, dafür bildete sich dichter Nebel. Via 6KSB mir Bubble Tougnette 2 fuhren wir zum gleichnamigen Gipfel und dann die 1000 HM runter nach St. Martin, wo uns wieder eine 8EUB erwartete:
Wieder im eigenen Tal, die Talabfahrt nach Le Praz war kaum befahren und noch am Nachmittag in wirklich gutem Zustand. Was ich in diesem Zusammenhang interessant fand: die wenigen Skifahrer die an diesem Tag auf den Pisten waren, rannten so schnell wie möglich hinauf, je höher desto besser
, in die Nebelsuppe. Mir wars recht da wir dadurch die unteren Pisten alleine hatten, verstehen tue ich es aber bis heute nicht. Unten war erstens die Sicht besser und zweitens auch der Schnee, da es bis auf etwa 2500 m regnete waren auch die oberen Pisten regennass und ganz oben, z. B. am Sauliere, gab es 2 cm extrem pappigen Neuschnee, der war wesentlich schlechter zu fahren als die verregneten Kunstschneepisten im Talbereich. Aber, wie bereits geasgt, mir wars recht:
Kurze Aufhellung gegen Ende des Tages, die ich schnell genutzt habe um ein Foto der DSB Col de la Loze und Bergstation KSSL Praz Juget zu machen:
Blick über die rote Bouc Blanc (übrigens vollbeschneit und wirklich jeden Tag frisch gewalzt) Richtung La Tania:
Unterer Teil der Piste die wir in dieser Woche am meisten gefahren sind (jeden Tag einmal, manchmal auch zweimal), das ist die blaue Folyeres runter nach La Tania. Nette Waldabfahrt, auch vollbeschneit und jeden Tag gut gewalzt, vielerorts wäre sie als rot eingestuft. Von den 3 Talabfahrten nach La Tania war die rote Moretta Blanche schon bei unserer Ankunft gesperrt (ich bin sie trotzdem einmal gefahren, ging zu Wochenbegin noch ganz gut), die grüne Plan Fontaine sind wir noch einmal 'legal' gefahren - war schon recht braun, im Laufe der Woche wurde sie ebenfalls Opfer des Tauwetters, die (als einzige beschneite) blaue blieb hingegen in Topzustand. Unser Feriendomizil liegt übrigens etwas oberhalb des Zentrunms, links von der Lanze:
(to be continued, die besseren Fotos kommen noch
)
Insgesamt war es unser 9. Skiurlaub in den 3V, der erste war schon 1991 (ja, so alt sind wir schon
Gebucht haben wir über Interchalet eine FeWo für 2 - 4 Personen in La Tania, erstens hatten wir den Ort von unseren vorherigen Besuchen als sympatisch in Erinnerung und zweitens gab es dort die beste Kombination aus Komfort und Preis, die 35 m2 Wohnung (wer Frankreich kennt, der weiss dass es sich für französiche Verhältnisse um eine riesige Wohnung handelt, in den alten Pierre at Vacances Wohnsilos in Val Thorens würde man auf dem selben Raum bestimmt 6 Personen unterbringen
Anfahrt: Maribor - Venedig - Mailand, dann aber zur Abwechslung nicht durch den Frejus, sondern über Mt. Blanc - Chamonix - Megeve nach Albertville und dann weiter nach La Tania. Sogar ein paar km weniger als durch den Frejus, aber bestimmt 1 Stunde länger zu fahren, die Strasse ist nervig und auf schnelles Fahren kann man vergessen. Fahrzeit fast 13 Stunden, aber mit vielen langen Pausen, z. B. fast 2 Stunden in einem italienischen Outlet, 1 Stunde in Albertville usw.
Zu Wetter und Schnee sage ich mehr bei den einzelnen Tagesberichten, generell gab es aber 1 total verregneten Tag, einen mit Schneesturm, zwei mit Wolken / Sonne / Nebel - mix und zwei mit Kaiserwetter. Französicher Durchschnitt also, 1 Woche mit blauem Himmel werde ich in Savoien wohl nie erleben
Der erste Tag, Sonntag, 21. 3., war insgesamt der schlechteste. Die ganze Nacht und auch am Morgen regnete es in La Tania bei etwa +6 Grad, die Berge waren in Wolken gehüllt. In der FeWo zu bleiben ist selbstverständlich keine Option, so waren wir kurz nach 9 Uhr in der Kabine der 12 EUB La Tania am Weg nach oben. Solange es regnet, wollten wir soweit es geht in den Gondelbahnen bleiben, und wo das nicht geht (z. B. von der Bergstation der La Tania EUB Richtung Courchevel) eben die Stangenschlepper. Sesselbahnen ohne Haube sind bei Regen wohl das schlimmste was man sich vorstellen kann, trotz GoreTex &Co.
Die erste positive Überraschung: die Pisten, im Bild die rote Loze entlang der 4EUB Chenus, waren nicht einmal schlecht zu fahren. Sehr gut gewalzt, sehr leer (die meisten Touris gingen an diesem Tag wohl nicht auf die Piste) und nicht einmal so extrem patschig. Generall habe ich in den regnerischen Tagen wieder mal gemerkt, dass Kunstschneepisten bei Regen wesentlich besser zu fahren sind als der Naturschnee, der letztere war bei Regen wesentlich pappiger und bremsiger. Links im Bild die alte EUB mit neuen Kabinen, rechts der Doppelschlepper Loze und ganz oben rechts ist die 4KSB Plantrey zu sehen:
Nachdem wir alle brauchbaren Pisten die von der 4EUB Chenus erschlossen werden mindestens zweimal gefahren sind (vor allem Loze und Chenus waren wirklich toll zum fahren), wechselten wir zur 6EUB Jardin Alpin - dort sind wirklich alle Piste grün, aber je einmal mussten wir sie doch mitnehmen, wie z. B. hier am interessanten Kurvenschlepper Bellecote:
Nach Mittag konnten wir es nicht mehr im eigenen Tal aushalten und fuhren mit der Vizelle hinauf in den Nebel und dann die lange Maudit runter nach Meribel. Im Hintergrund die olympische Stade sowie die umfahrende blaue Gelinotte::
Verkehrsknotenpunkt Meribel, hier starten insgesamt 3 EUBs, eine 6KSB, eine 4SB und noch ein Tellerschlepper dazu:
Inzwischen hat der Regen aufgehört, dafür bildete sich dichter Nebel. Via 6KSB mir Bubble Tougnette 2 fuhren wir zum gleichnamigen Gipfel und dann die 1000 HM runter nach St. Martin, wo uns wieder eine 8EUB erwartete:
Wieder im eigenen Tal, die Talabfahrt nach Le Praz war kaum befahren und noch am Nachmittag in wirklich gutem Zustand. Was ich in diesem Zusammenhang interessant fand: die wenigen Skifahrer die an diesem Tag auf den Pisten waren, rannten so schnell wie möglich hinauf, je höher desto besser
Kurze Aufhellung gegen Ende des Tages, die ich schnell genutzt habe um ein Foto der DSB Col de la Loze und Bergstation KSSL Praz Juget zu machen:
Blick über die rote Bouc Blanc (übrigens vollbeschneit und wirklich jeden Tag frisch gewalzt) Richtung La Tania:
Unterer Teil der Piste die wir in dieser Woche am meisten gefahren sind (jeden Tag einmal, manchmal auch zweimal), das ist die blaue Folyeres runter nach La Tania. Nette Waldabfahrt, auch vollbeschneit und jeden Tag gut gewalzt, vielerorts wäre sie als rot eingestuft. Von den 3 Talabfahrten nach La Tania war die rote Moretta Blanche schon bei unserer Ankunft gesperrt (ich bin sie trotzdem einmal gefahren, ging zu Wochenbegin noch ganz gut), die grüne Plan Fontaine sind wir noch einmal 'legal' gefahren - war schon recht braun, im Laufe der Woche wurde sie ebenfalls Opfer des Tauwetters, die (als einzige beschneite) blaue blieb hingegen in Topzustand. Unser Feriendomizil liegt übrigens etwas oberhalb des Zentrunms, links von der Lanze:
(to be continued, die besseren Fotos kommen noch


. Ich köntte schreiben dass viele Leute auch nicht verstehen können, dass du mitten in Tirol wohnst und dann Winter für Winter in irgendwelche entlegenen Kleinskigebiete in Süditalien oder am Balkan zum Skifahren fährst. Aber das tue ich nicht, gottseidank dass du anders bist, auf deine Berichte möchte ich keinesfalls verzichten. Dann wollte ich schreiben dass ich in den vergangenen 15 Jahren immerhin schon grosse Fortschritte gemacht habe, bis meinem 20. Lebensjahr bestand meine Wintersaison aus 20 - 30 Tagen Pohorje und einer Woche Schladming. Punkt, Schluss. Da kam ich mir im ersten Urlaub in Val Thorens über den 1. Mai 1991 schon wie Alice im Wunderland vor