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30.8.2009: Stubaital ~~ WildeWasserWeg ~~

Die folgenden Berichte sind an drei wunderschönen Tagen entstanden. Nach ein paar heißen Sommerwochen stellte sich Ende August 2009 das Wetter so langsam aber sich auf Herbst um und das heißt vor allem eines: Stabiles, angenehmes Hochdruck - Wanderwetter.

Alle 3 Wanderungen haben ihren eigenen Charakter - wenngleich sie nicht zu unterschätzen sind. Ich lade euch ein, mit mir 3 Regionen in Tirol abzuwandern:

30.8.2009: Stuabaital - WildeWasserWeg - Sulzenauhütte
31.8.2009: Ötztal - Auf Ötzis Spuren - Similaunhütte
01.9.2009: Karwendel - Gipfelstürmerweg - Sohlsteinhaus (Bericht folgt noch)

Bei diesen Berichten soll das erfahrene Naturerlebnis möglichst gut rüber kommen. Ich hoffe, ich finde die richtigen Worte...viel Spaß!

30.8.2009: Stuabaital - WildeWasserWeg - Sulzenauhütte

Der Sommer ist vorbei! Diese Aussage machte ich, als ich den Wetterbericht für das anstehende Wochenende sah. Am Samstag zog eine Kaltfront über Österreich hinweg und für Sonntag war perfektes Wetter angekündigt. Also, endlich ist die Zeit gekommen, mal ein paar richtige Touren zu machen.
Für meinen ersten Wandertag entschied ich mich für das Stubaital. Vor kurzem hab ich von einem neuen "Erlebnisweg" im "Bergsteiger" Magazin gelesen. Der WildeWasserWeg - ein Rundweg im hinteren Stubaital, der in 4 Tagesetappen die Kraft des Wassers hautnah erleben lässt. Beim Lesen der Beschreibung klingt das ganze doch sehr blumig und touristisch übertrieben angepriesen - aber bei den folgenden Bildern werdet ihr feststellen, dass sich der Abschnitt Dresdner Hütte - Sulzenauhütte absolut lohnt.

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Tour
Mutterbergalm - Dresdner Hütte - Peiljoch - Sulzenauferner - Sulzenauhütte - Sulzenaualm - Mutterbergalm

Höhenmeter
460 hoch
1000 abwärts

Schwierigkeit
leicht - Da man sich den Aufstieg durch die Fahrt mit der Eisgratbahn erheblich erleichtert, sind nur 360 Höhenmeter zum Peiljoch zu überwinden. Es sind zwar schmale Wege, aber Trittsicherheit ist nur an wenigen Stellen notwendig. Lediglich der Abstieg könnte für Leute mit Knieproblemen etwas anstrengend werden.

Dauer
Reine Gehzeit circa 4,5 Stunden. Wer den WildeWasserWeg aber genießen will, dem empehle ich, sich Zeit zu lassen.

Hütte
Sulzenauhütte - nette Hütte auf 2191 Meter. Man hat von dort auch noch einen Blick auf den Sulzenauferner. Es empfiehlt sich aber, die Hütte erst nach 14 Uhr anzusteuern. Kann mir vorstellen, dass dort um die Mittagszeit viel los sein kann, weil auch der Stubaier Höhenweg an ihr vorbeiführt.

Fazit
Eine tolle Tour. Ich möchte nicht zu viel verraten - ihr seht es gleich noch in den Bildern. Aber besonders der Blick aufs Zuckerhütl, den Sulzenauferner oder der Abstieg direkt am tosenden Gletscherbach ist ein unvergessliches Erlebnis! Absolute Deluxe - Tour!!

Attraktivität
:D :D :D :D :D :D (6) von (6)

Bilder

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^^ Früh dran sein lohnt sich. Wir waren bereits um 9 Uhr an der Talstation der Stubaier Gletscherbahnen

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^^ Hoch gehts mit der Eisgratbahn. Nur 5,40€ bis zur Dresdner Hütte, das ist doch mal moderat.

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^^ Wir sitzen in der ZUB während die langweilige EUB im Tal bleiben muss...hehe!

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^^ Wahnsinniges Spannfeld!

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^^ Technik von Wagner-Biro

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^^ Die 6 Mann-Kabinen-Bahn fährt weiter zum 2850 Meter hohen Eisgrat, während wir unsere Tour auf 2308 Meter beginnen.

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^^ Im Hintergrund die 3332 Meter hohe Schaufelspitze

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^^ Der Gletscher/ das Schneefeld im Hintergrund müsste der Hölltalferner sein.

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^^ Das erste Wilde Wasser heute...der Gletscherbach.

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^^ Blick Richtung Fernau. Wieso steht hier eigentlich noch keine 6KSB?

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^^ Zoom zum Gletscher. Sieht mau aus...

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^^ Aber: In der Nacht gabs Frost!

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^^ Kammeis

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^^ Stubaier Gletscherwelt

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^^ Ich weiß nicht, aber irgendwie sieht die Mächtigkeit vom Eis auf dem Schauffelferner schon eher gering aus...

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^^ Bauarbeiten am Speicherteich

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^^ Jetzt sind wir oben und vor uns erstreckt sich der noch große Sulzenauferner mit seinem imposanten Eiswasserfall.

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^^ Die Gletscherzunge, die direkt am Weg liegt.

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^^ Zuckerhütl und Wilder Pfaff, der bereits zum Teil italienisch ist.

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^^ Der Eiswasserfall auf der rechten Seite. Wie lange wird er noch halten?

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^^ Wie eine Krankheit frisst sich der schwarze Fels ins Eis...

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^^ Zuckerhütl auf 3507 und imposante Gletscherspalten.

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^^ Jetzt sind wir bereits unten und stehen auf der Gletscherzunge des Sulzenauferners.

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^^ Apere Gletscherzunge

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^^ Neue Landschaft. Das Schmelzwasser liegt noch ruhig vor der Zunge, bevor es sich später eine mächtige Steilstufe hinunter stürzen wird.

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^^ Der kleine Mensch auf dem Eis...das bin ich. Hier sieht man, wie mächtig immer noch das Eis im Zungenbereich ist...

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^^ An der linken Seite der Zunge scheint eine Höhle eingestürzt zu sein. Vielleicht kann man nächstes Jahr dort schon etwas mehr in den Gletscher blicken...

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^^ So siehts aus, wenn das ewige Eis gewichen ist. Eine karge Landschaft, die darauf wartet, dass sich Blumen und Bäume hier ansiedeln...

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^^ Spätestens hier verwandelt sich das ruhige Schmelzwasser in einen rauschenden Bach, der in kurzer Distanz 200 Höhenmeter verlieren muss.

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^^ Das sieht dann so aus.

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^^ Wilde Wasser Weg

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Video Schmelzwasser



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^^ Das ewige Eis und sein Weg ins Tal...

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^^ Jetzt befinden wir uns in der Nähe der Sulzenauhütte. Auch von hier hat man noch einen tollen Ausblick auf den Sulzenauferner.

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^^ Sulzenauhütte

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^^ Es folgt eine weitere Steilstufe und die Ebene der Sulzenaualm. Auch hier erwartet uns ein richtig wildes Wasser!

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^^ Es bildet sich ein Regenbogen in der Gischt des tosenden Sulzenaubachs.

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^^ Auch hier kann man direkt ans Geschehen ran. Wenn man direkt daneben steht, kann man es nicht richtig begreifen, wie viel Wasser dort pro Sekunde an einem vorbeirast.

Video Sulzenaubach


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^^ Nach der Steilstufe und dem rasaten Höhenverlust fließt das Wasser wieder ruhig Richtung Tal, als wäre nie was anderes gewesen.

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^^ Hoch droben liegt noch das ewige Eis des Wilden Freiger Ferners. 1000nde von Jahren war das Wasser dort in Form von Eis festgefroren, bevor es in den nächsten Jahren innerhalb weniger Minuten zu Tal stürzen wird...vielleicht lauft ihr dann ja gerade den Wilden Wasser Weg..
 
Vielen Dank für den Bericht. Den Weg muss man sich tatsächlich mal merken, ist schon atemberaubend, welch Wassermassen dort runterkommen.
 
Meine Eltern waren letztes Wochenende zu Besuch bei mir und weil mir diese Wanderung ja so besonders gut gefallen hat, bin ich mit ihnen gleich nochmal den Wilde Wasser Weg gelaufen.

Beim Anblick des Sulzenauferners stellte ich aber erschrocken fest: Ein rießiges Loch ist am Gletscherende eingebrochen. Die hohen Temperaturen im August haben dem Gletscher also doch noch richtig mitgenommen. Ich würde das schon fast als "Auflösungserscheinung" definieren. Aber seht selbst:

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^^ Wer sieht das Loch schon jetzt?

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^^ Was zunächst noch recht klein aussieht, erweist sich als rießiges Loch!

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^^ Auch weiter oben beim "Gletscherwasserfall" ist einiges abgebrochen.

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^^ Auch am Ende des Gletschers ist ein ganzes Stück einfach abgebrochen

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Mal wieder wird mir bewusst: Nichts ist für immer...schon gar nicht die Gletscher der Alpen!
 
Vielen Dank für neuen Bilder. Ist wirklich erschreckend, wie schnell das dort geht. Wieviel Meter Dicke hatte das Eis an der Bruchstelle ungefähr?
 
Ich würde es mal so auf 2-3 Meter einschätzen. Der Gletscher liegt ja eigentlich nicht mehr auf dem Boden sonder ist dort schon so 1 bis 2 Meter über dem Boden...
 
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