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4 Vallées - 27.12. - 02.01

Anfahrt:
Allschwil - Bern - Vevey - Sion - Nendaz
Ca. 230km in gemütlichen 3 Stunden mit Zwischenstopp bei einer Filiale eines Schweizer Skiherstellers

Wetter:
Meist sonnig, am 30. Dezember anfangs etwas neblig

Temperatur:
Unterschiedlich. Meist um den Gefrierpunkt oder leicht darüber

Schneehöhe:
Tal: 30cm
Berg: 100 - 120cm

Schneezustand:
In hohen Lagen Powder, weiter unten viel Kunstschnee mit harter Unterlage. Einige apere Stellen an der Verbindung Siviez - Veysonnaz

Anlagenstatus:
Praktisch alles offen ausser den beiden Gletscher-Skiliften

Pistenstatus:
Fast alles offen ausser diversen Skirouten am 30. und 31. Dezember

Meisten Gefahren mit:
4KSB Combatseline
6KSB Attelas

Wenigsten Gefahren mit:
Diverse Anlagen garnicht gefahren

Wartezeiten:
Sehr unterschiedlich. Von 0 - 8 Minuten war so ziemlich alles dabei

Gefallen:
Neue 8EUB Tzoumaz - Savoleyres -> eine echte Aufwertung des Gebiets
Für mich neue 6KSB Attelas
Perfekte Pistenpräparation vor allem in Verbier und Siviez
Wetter, Stimmung, Fun...

Nicht gefallen:
Apere Stellen auf der Verbindung Siviez -Veysonnaz
Viele Leute abends beim Einkaufen
Liftpanne am 29. Dezember am einzigen nicht redundant ausgelegten Lift zwischen Veysonnaz und Siviez

Im hiesigen Forum wurden die 4 Vallées ja bereits des Öfteren ziemlich schlecht bewertet. Die Anlagen seien veraltet, die Verbindungen mühsam und die Pisten nicht überall schön zu fahren. Nun, ich gebe zu, dass einige Kritikpunkte wirklich gerechtfertigt sind. Die Verbindungen sind wirklich stellenweise mühsam resp. aufgrund der nur örtlich ausgebauten Beschneiung nicht immer gut zu fahren. Doch wenn man seit über 20 Jahren im gleichen Gebiet Ski fährt (Ferienwohnung sei dank) kennt man den einen oder anderen Schleichweg und weiss, wie man sich effizient fortbewegen kann.
Vielleicht bin ich auch etwas voreingenommen... ich mag das Gebiet sehr gerne da wirklich jede Art von Piste geboten wird. Von Gletscherpisten über Steilhänge, Waldwege, Carvingautobahnen über coupierte Almwiesen bis hin zu unzähligen Skirouten... wer in den 4 Vallées nicht glücklich wird ist schlichtweg selber schuld!
Als Fazit dann auch die volle Punktzahl. Kaiserwetter, gute Stimmung, ausgezeichnetes Essen und recht angenehme Schneeverhältnisse lassen kaum eine andere Bewertung zu. Einziger Wehmutstropfen war der defekte 2SL "Tsa" am 29. Dezember... der einzige Lift auf der Verbindung von Veysonnaz nach Siviez der nicht redundant ausgelegt ist gibt den Geist auf. So war den ca. 15' laufen angesagt bis es auf der anderen Seite des Hügels weiter ging.

Fazit: :D :D :D :D :D :D von 6 möglichen


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Der allabendliche Blick vom Balkon in Richtung Visp resp. das Rhonethal hinauf.

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Morgens früh auf Tortin. Rechts hinter uns gehts via 8EUB Chassoure auf den gleichnamigen Col. Vorne verläuft die 125PB Col des Gentianes nach oben auf den Gletscher. Gute 1000Hm macht die PB - eine Traumabfahrt bei guten Schneeverhältnissen!

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Talstation der 6KSB Attelas, Baujahr 2006. Der Lift ersetzte gleich 3 Anlagen: die uralte 4EUB "Attelas 2" auf ähnlicher Trasse, die 2SB "Combe" 2 welche als Verbindung nach La Chaux diente sowie die weiter oben gelegene 2SB "Attelas 3". Dennoch war es nie wirklich voll an der Talstation.

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Der Blick hinüber zur 2SB "Combe 1" und dem "Funispace" - dem ersten Funitel der Schweiz.

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Auf der anderen Seite des Hügels befindet sich das Skigebiet von La Tzoumaz. Im Bild die 4KSB "Le Taillay" mit göttlicher Piste. Eine der Anlagen, an welcher man den ganzen Tag fahren könnte.

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Etwas weiter am Hang dann die neue 8EUB "Tzoumaz - Savoleyres" und dahinter die 6KSB "Le Nord". Ziemlich schattiges Plätzchen mit nur genügender Pistenpräparation an der Talstation der 6KSB. Die Anfänger haben geflucht...

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...und eine Gondel derselben. Die Anlage ersetzte eine alte 4KSB von Giovanola aus den 70er Jahren. Dafür wurde im Dorf unten die 2SB "Tzoumaz" ebenfalls abgerissen.

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Wieder zurück in Verbier... der "La Chaux Express" eine Kombibahn von Leitner. Dahinter Unmengen von Gleitschirmen. Muss geil sein bei solchem Wetter!

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Am nächsten Tag in Veysonnaz... der Blick von Les crêtes über das Rhonetal in Richtung Crans-Montana.

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Etwas weiter oben in der 2SB "Ethérolla" die nächstes Jahr durch eine 4KSB ersetzt wird (wurde auch Zeit)...

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... wir sehen die Grande Dixence. Höchste Gewichtsstaumauer der Welt, ungefähr so hoch wie der Eiffelturm...

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Die Sonne geht langsam unter...

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Wieder einen Tag später zeigt sich das Wetter von einer anderen Seite. Links der "La Chaux Express", rechts die 6KSB "Attelas" und dahinter das Funitel.

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Am "Lac des Vaux" mit der 4KSB "Lac des Vaux 1" und der 3SB "Lac des Vaux 3". Es gab vor Jahren mal zwei 2SB da oben, die wurden dann aber durch die 4KSB ersetzt. Die ursprüngliche Nummerierung wurde beibehalten. Verstehe es wer will...

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Beste Baiz im ganzen Gebiet - Chez Danny im Wald über Verbier. Ausgezeichnete Spaghetti mit Ricotta und Ruccola!

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Zum Schluss noch Combatseline... dank der neuen 4KSB aus dem Jahre 2005 wurde diese Seite von Siviez stark bereichert! Morgens ist die Piste ein Traum - stellenweise schön steil und perfekt präpariert.
 
Chasseral schrieb:
Jetzt ist auch mein 2008er 4-Vallées-Erlebnis als Bericht online: Hier
Kann es sein, dass der Link nicht (mehr) funktioniert?
 
Hast Recht! Danke für die Info! Durch Topic-Trennung war die Nummer des Beitrags nicht mehr korrekt. Ich habe es korrigiert.

Hier der Bericht direkt.

Und hier der Thread von Beginn an.
 
Hab hier mal die letzten beiden Beiträge abgehängt und ein neues Topic eröffnet. Hatte nichts mehr mit dem Bericht von Mad Banana zu tun.
Trotzdem ist die Diskussion um die beste Verbindung ins Skigebiet und damit der optimale Standort in den 4 Vallees sehr spannent.

Ich meine wir sollten unter dem Punkt"4 Vallees - Top oder Flop - Eine Standortfrage?" weiterdiskutieren.
Gruß
Oli (Mod)
 
Uebrigens, denselben Sturz auf der Mt. Fort Bubenpiste hat ein Freund von mir 2004 hingelegt, ausgekugelter Arm und Freiflug mit dem Heli.
Fand ich von Deinem Bekannten relativ "mutig" (ich vermeide mal das Wort daeml...) da ohne Helm und mit JEANS!!! den Hang runterzurauschen. Auch vor dem hintergrund, dann spaeter noch Mt. Gele und andere Kracer anzugehen. Wenn man mit Jeans auf hartem Untergrund ins Rutschen kommte, dann brennen sich die Baumwollfasern bei zu grosser Reibung und Hitze wunderbar ins Fleisch (Motoradfahrer kennen das).
Glueck gehabt!

Nur am Rande, weil es angesprochen wurde: ne Asphaltstraße ist keine Schneedecke, also die Skipiste will ich mal sehen, wo sich die Fasern in Fleisch brennen oder auch überhaupt nur die geringste Reibungwärme entsteht.. ;) Auf ner Asphaltstraße ist das zweifelsohne anders.

Was den Helm angeht: dass Helme abseits der Piste in entsprechendem Gelände ein sinnvolles Sicherheitstool sind, ist zweifelsohne richtig. Die Frage ist halt, wo die Grenze ist, das Gelände als entsprechend risikobehaftet einzustufen. Am Mt. Fort scheints der Fall zu sein, aber das hatte wohl vorher keiner gedacht. Sicherlich ein Hang, wo sich ein Helm empfiehlt, aber andererseits auch einer, wo es schlauer ist, gar nicht erst hinzufallen. :idea: :)

Übrigens ist das Thema Sicherheitsgewinn durch Helm ein interessantes, wenn man sich mal die Werte anschaut, die solche Helme (nicht zuletzt aus modischen Gründen) "nur" liefern. Ein Sicherheitsgewinn durch einen Skihelm ist ohne Zweifel vorhanden, so dass es in entsprechenden Situationen in jedem Fall Sinn macht, einen zu tragen. Auf der anderen Seite wären effektivere Helme auch im Freizeitskibereich aus meiner Sicht wünschenswert - aber gut, das ist ein anderes Thema. ;)

Ich habe jedenfalls irgendwie viel Sympathie für Chasserals Kollegen dort... :D Und dann sogar ohne Heli noch ins Tal gelaufen, harter Bursche... ;) :P :D
 
Echt ein toller Typ. Wenn man nur wüsste, wer das ist. :lol:

Na, auf alle Fälle wünsche ich gute Besserung. Hoffentlich hängt der Kerl das Schifahren nicht an den Nagel und lässt uns auch weiterhin in den Genuss seiner Berichte kommen (von mir aus auch weniger spektakuläre). :wink:
 
:lol:

Ja, davon ist auszugehen! Vielleicht auch sogar noch spektakulärere als bisher, warten wirs ab... :)

Die Quatre Vallées sind jedenfalls trotz allem sehr in meinem Ansehen gestiegen, seit ich da war. Wirklich ein beeindruckendes Schigebiet. Die Mischung aus massentauglich und Freeride, die Weitläufigkeit, hier ein Funitel, da ein Mt. Gélé - das hast schon was!
 
trincerone schrieb:
... Die Quatre Vallées sind jedenfalls trotz allem sehr in meinem Ansehen gestiegen, seit ich da war. ...
Auf welchen Erfahrungen basiert das ehemlige, geringere Ansehen?


p.s.: Muss meinen Bekannten mal fragen, wann er das Skifahren wieder aufzunehmen gedenkt. :P
 
Es war weniger ein geringeres Ansehen, als die Tatsache, dass ich vielmehr keine wirkliche Meinung zu dem Schigebiet hatte. In den Berichten und auf dem Pistenplan fand ich es ganz nett, aber nicht übermäßig interessant. Grund waren aus meiner rein subjektiven Sicht der Mangel an erreichbaren interessanten Hochpunkten, interessanten Liftanlagen und mir bekannten interessanten, außergewöhnlichen Abfahrten. Es gibt dort kein Stockhorn mit Blick auf Monte Rosa oder eine Gornergratbahn, keinen Tunnel wie am Super St. Bernard etc. Von der Bobbahn aber etwa wusste ich nicht. Für mich war es bisher ein typischer 80er Jahre Schigebiet, nicht richtig modern, aber schon für den modernen Massenschilauf ausgebaut. Mir gefiel was Großschigebiete angeht sowas wie Zermatt, wo es auch noch ein Cervinia und ein Stockhorn gibt, oder die französischen Großschigebiete, wie sie in den 90ern waren (nämlich eine Mischung aus Retro und Ultra-Modern), besser. Mittlerweile habe ich aber immer mehr Feinheiten entdeckt, die mir doch gefallen.
 
trincerone schrieb:
... Für mich war es bisher ein typischer 80er Jahre Schigebiet, nicht richtig modern, aber schon für den modernen Massenschilauf ausgebaut. ...
80er Jahre?

In den 80ern kamen nur noch die Mt.-Fort-Erschließung sowie die Anbindung von Haute Nendaz (also im Wesentlichen 4 Pendelbahnen) hinzu. Ansonsten ist das gesamte Gebiet der 4 Vallées deutlich älter. Die 4 Vallées sind damit ein sehr traditionelles Gebiet. Interessanterwesie hat man in den 4 Vallées früher EUBen gebaut und erst später dann die PBen. Also genau umgekehrt als woanders. :wink:

Was aber unzweifelhaft auch einen 80er-Eindruck geprägt hat: Anfang der 80er hat Téléverbier alle Schlepplifte in einem Zug durch (WSO-)Sesselbahnen ersetzt. Man hat die damals ganz sicher in einem 10er-Pack bei WSO bestellt. Dies erklärt auch, warum in Verbier erst vor einigen Jahren ein neuer Reinvestitionszyklus begonnen hat und warum erst so spät KSBen Einzug gehalten haben.
 
Ich habe das auch nie so im Detail betrachtet. Für mich gibts so 80er Jahre Schigebiete, das sind welche mit tonnenweise 2er und 3er SBs aus der Massenproduktion und so ein paar 4er und 6er EUBs, alles recht klapprig und feuerverzinkter Stahl. Sowas halt. So wie in den 80ern eben alle Schigebiete aussahen, bevor die ganzen KSBs und die modernen EUBs kamen. :)
 
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