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Aflenzer Bürgeralm startet Solidaritätsaktion

Heinrich

Großer Müggelberg (115m)
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13. Apr. 2011
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Hallo!
Ich bin ziemlich neu hier im Forum und da ich noch keinen Betrag zu diesem Thema gefunden habe, möchte ich euch über folgendes informieren:

http://www.aflenz-outdoorpark.at/index.php?option=com_content&view=article&id=127&Itemid=177

http://www.kleinezeitung.at/steiermark/bruckandermur/3135037/buerger-fuer-buergeralm.story?version=online

Nach einer unangekündigten Überprüfung durch die Landesbehörde muss der Girak-Berglift auf den neuesten technischen Stand gebracht werden. Dafür sind 100.000€ nötig. Da die Bergbahnen diese nicht haben, sollen nun Private und Firmen für den weiteren Erhalt des Traditionsschigebiets spenden. Als Gegenleistung gibt's einen Namenseintrag auf einem der Sessel und eine Saisonkarte.
Lg
 
jetzt wäre noch interessant

- was da nachgerüstet oder repariert werden muss bzw. wie sicherheitsrelevant das ist
- ob es für eine 37 Jahre alte Bahn tatsächlich keine Rückstellungen für Reparaturen oder Ersatz gab
 
chianti schrieb:
jetzt wäre noch interessant

- was da nachgerüstet oder repariert werden muss bzw. wie sicherheitsrelevant das ist
- ob es für eine 37 Jahre alte Bahn tatsächlich keine Rückstellungen für Reparaturen oder Ersatz gab

Das konnte ich bis jetzt noch nicht ausfindig machen. Auf http://www.bergfex.at/aflenzer-buergeralm/kommentare/?&msgID=1000086984 wird zumindest behauptet, dass das Skigebiet konkursreif sei; vielleicht gibt es deswegen keine Rückstellungen

Auf der anderen Seite wird auf http://www.firmenabc.at/schiregion-aflenz-buergeralm-bergbahnen-gmbh-co-kg_FvRH der Umsatz der Bergbahnen mit 600.000 (!) € angegeben. Ob das stimmt, wage ich zu bezweifeln.
 
Auf der anderen Seite wird auf http://www.firmenabc.at/schiregion-afle ... co-kg_FvRH der Umsatz der Bergbahnen mit 600.000 (!) € angegeben. Ob das stimmt, wage ich zu bezweifeln.

Am Umsatz lässt sich nur leider nicht erkennen, wie erfolgreich gewirtschaftet wird/wurde... Schlecker hatte 2010 noch einen Umsatz von rund 6,5 Mrd. Euro und heute ist es... vorbei :naja:
 
Ich habe neue Informationen in Erfahrung gebracht:
Die durchzuführenden Arbeiten resultieren aus einer nicht planbaren, amtswegigen
Überprüfung des 2er-Sesselliftes nach § 50 Seilbahngesetz 2003:

Die zur Erteilung der Betriebsbewilligung zuständige Behörde kann zur Feststellung der ordnungsgemäßen Erhaltung einer Seilbahn auf Kosten des Seilbahnunternehmens zusätzliche Überprüfungen, auch unter Beiziehung von Sachverständigen aller in Betracht kommenden Fachrichtungen, selbst durchführen oder solche zusätzlichen Überprüfungen durch akkreditierte Seilbahnüberprüfungsstellen oder sonstige Sachverständige aller in Betracht kommenden Fachbereiche veranlassen. Sofern diese Überprüfungen im Umfang der Seilbahnüberprüfungs-Verordnung erfolgen, ersetzen sie diese.(https://www.ris.bka.gv.at/Dokument.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Dokumentnummer=NOR40046178&ResultFunctionToken=b8a5eefc-1009-426d-b87f-0b9271a72d0a&Position=201&Kundmachungsorgan=&Index=&Titel=&Gesetzesnummer=&VonArtikel=&BisArtikel=&VonParagraf=&BisParagraf=&VonAnlage=&BisAnlage=&Typ=&Kundmachungsnummer=&Unterzeichnungsdatum=&FassungVom=&NormabschnittnummerKombination=Und&ImRisSeit=Undefined&ResultPageSize=100&Suchworte=I+11%2F2003)

Weiß jemand, wie streng so ein Verfahren ist? Laut Bergbahnen kommt es einem Konzessionsverfahren gleich.

Es gibt nun einige Auflagen, die bis zum Beginn der Wintersaison abzuarbeiten sind. Sonst darf der Lift nicht in Betrieb genommen werden. - Dann wäre diesen Winter wohl gar kein Liftbetrieb auf der Bürgeralm möglich.

Die kostenintensivsten Arbeiten betreffen Seilfangvorrichtungen an den Niederhaltestützen. (Was ist das genau?)

Die Bergbahnen hatten auch nicht die Möglichkeit, Rücklagen für derartige, nicht vorhersehbare Ereignisse zu bilden.

Lg
 
Anbei die Postwurfsendung der Bergbahnen!
 

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Heinrich schrieb:
Weiß jemand, wie streng so ein Verfahren ist? Laut Bergbahnen kommt es einem Konzessionsverfahren gleich.
Die Seilbahnüberprüfungsverordnung ist hier bzw. dort zu finden, dort wird beschrieben, was routinemäßig alle 5 Jahre geprüft werden muss.
 
Heinrich schrieb:
Die kostenintensivsten Arbeiten betreffen Seilfangvorrichtungen an den Niederhaltestützen. (Was ist das genau?)

Im Falle einer Seilentgleisung soll diese Vorrichtung das Seil vom totalen, unkontrollierten Abrutschen von der Rollenbatterie hindern. Gibt es diese Vorrichtung nicht, würde das Seil im Falle einer totalen Seilentgleisung bei einer normalen Stütze auf den Boden fallen (bei einem größeren Stützenabstand), bei einer Niederhalterstütze würde das Seil durch den Spannwagen gestrafft werden - somit würde das Seil im schlimmsten Falle einer Totalentgleisung nach oben schnellen und die Fahrgäste katapultartig aus den Sesseln gescheuert werden.

Bei modernen Anlagen schaut diese Vorrichtung immer noch reichlich primitiv aus - ein Stahlbauteil, welcher das Seil fängt und mit einem Bruchstabschalter versehen ist. Eine im Grunde einfache, aber wirkungsvolle und wichtige Einrichtung.

MFG Dachstein
 
Danke für die Antworten!
Wenn diese Vorrichtung so primitiv ist- Was ist daran dann so teuer?

Außerdem bin ich gespannt, ob das Schigebiet Aflenzer Bürgeralm weiterhin besteht - Ende Oktober soll über den Fortbestand entschieden werden. Komischerweise wurde der Aufruf zur Solidaritätsaktion auf der Homepage (http://www.aflenz-outdoorpark.at/index.php?option=com_content&view=article&id=127&Itemid=177) bereits entfernt. Weiß irgendjemand genaueres?
Lg
 
ist was in der Zwischenzeit passiert? bis ende Oktober haben die nur ein-paar Tage ...
 
Hätte ich mir nicht gedacht, dass die den Betrieb nur mit einer solchen Solidaritätsaktion (kein Firmenanteil, keine Rückzahlung des Geldes) noch aufrecht erhalten können.
Ist schon eine tolle Sache, dass sie es geschafft haben ... :D
 
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