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ägypten goes to andermatt

NZZ Online 10.05.07

Architekten aus aller Welt planen in Andermatt
Drei Monate Zeit für Ferienresort-Ideen

Insgesamt 90 Architekturteams haben sich um eine Teilnahme an der Planung des Ferienresorts in Andermatt beworben. Die Firma des ägyptischen Investors Sawiris hat nun 30 Teams ausgewählt, die innert drei Monaten Quartiergestaltungspläne vorlegen sollen.

(ap) Das Ferienresort in Andermatt des Ägypters Samih Sawiris wird in den nächsten Monaten architektonisch konkret. Sawiris Firma, die Orascom Hotels & Development, hat am Freitag 30 Architekturteams ausgewählt, welche innerhalb von drei Monaten die Quartiergestaltungspläne entwickeln.

Erfahrung spielte eine entscheidende Rolle
Zur Auswahl standen insgesamt 90 Bewerber, wie die Orascom am Freitag mitteilte. Die Wahl sei auf jene Teams gefallen, die Erfahrung hätten mit Situationen wie in Andermatt, wo das kulturelle und architektonische Erbe bei Neubauprojekten respektiert werden müsse, sagte der Berner Architekt Kurt Aellen auf Anfrage.

Aellen leitete das achtköpfige Team, das die Auswahl unter den Bewerbern traf. Nach dem dreimonatigen Ideenwettbewerb würden mindestens zehn Teams definitiv für das Projekt ausgewählt, sagte Aellen weiter.

Mailand, Paris, Dubai und Kuala Lumpur
Unter den 30 vorläufig Ausgewählten befinden sich neben lokalen und Schweizer Architekturbüros auch Teams aus Kairo, Mailand, Paris, Dubai und Kuala Lumpur.

Sawiris will 2009 mit dem Bau des Ferienresorts beginnen. Das Grossprojekts sieht neben Hotels, Ferienwohnungen und Ferienhäusern auch ein Wellnesszentrum sowie ein 18-Loch-Golfplatz vor. Der Kanton Uri und Andermatt erhoffen sich von dem Projekt direkt und indirekt rund 2000 neue Arbeitsplätze.
 
Urner Wochenblatt 28.06.07

Noch ein Resort im Urserntal?

Das Resortfieber grassiert immer stärker im Urserntal. Nach dem Sawiris-Projekt in Andermatt, will ein weiterer Investor auch in Realp ein Tourismusprojekt realisieren. Gesprochen wird von einer Investition in zweistelliger Millionenhöhe.

Da und dort wurde gemunkelt, seit der Gemeindeversammlung vom Donnerstag, 28. Juni, in Realp ist es bestätigt: Ein auswärtiger Investor beschäftigt sich mit der Vision, in der Fuchsegg ein Ferienresort zu realisieren. Dafür wäre er bereit, mehrere Millionen Franken zu investieren. Wie Gemeindeschreiber Karl Cathry gegenüber dem «Urner Wochenblatt» bestätigte, wurden erste Gespräche – auch bei kantonalen Stellen – geführt. So wurden Abklärungen beim Amt für Raumplanung getroffen, und auch der Volkswirtschaftsdirektor sei entsprechend informiert worden. «Nun liegt es am Investor, der Gemeinde konkrete Unterlagen zu liefern», erklärt Karl Cathry.

Regierung: Standort ungeeignet
Anders sieht es die Urner Regierung. «Das Gebiet oberhalb von Realp eignet sich nicht, um hier ein Tourismusprojekt zu verwirklichen», sagte Justizdirektorin Heidi Z'graggen gegenüber der Urner Zeitung. Der Grund: 2005 hat der Regierungsrat verschiedene Standorte im Urserental für das von Sawiris geplante Tourismusresort beurteilt. Dabei wurde auch der Standort GalenstockFuchsegg unter die Lupe genommen. Der Regierungsrat kam zum Schluss, dass sich das Gebiet für das Projekt nicht eignet. Dies vor allem aus Gründen des Landschaftsschutzes.
 
Basler Zeitung Online 20.07.07

Tourismusprojekt in Andermatt soll vielfältig wie ein Dorf sein

Der Ferienresort des Ägypters Samih Sawiris in Andermatt soll homogen, aber nicht uniform gestaltet werden. Die Initianten haben 18 Architektenteams bestimmt, die das Dorf, die Villen, die Hotels und die Sportanlagen bauen sollen.

Sawiris und seine Mitarbeiter stellten am Freitag in Andermatt die von einer Jury getroffene Architekten-Auswahl vor. Zur grossen Zahl sagte Sawiris, es sei normal, dass ein Dorf von vielen verschiedenen Leuten geplant werde. Dies entspreche einer «natürlichen Enwicklung».

Sawiris sagte, die zahlreichen neuen Gebäuden würden das bestehende Dorf ergänzen. Die ausgewählten Architekten behandelten die Seele von Andermatt mit Respekt. Es sei ihm ein Anliegen, dass die Bauten auch den Einheimischen gefielen.

Sportanlage als Verbindungsstück
Fachlich geleitet worden war die aus acht Personen bestehende Jury vom Berner Architekten Kurt Aellen. Die ausgewählten Teams würden nun gemeinsam das Projekt weiterverfolgen, sagte er.

Sawiris Ferienanlage mit 3000 Gästebetten wird etwa gleich gross sein wie das bestehende Dorf. Gebaut wird sie von seiner Hotelgruppe Orascom respektive deren Tochter Andermatt Alpine Destination Company (AADC).

Ein Anliegen Andermatts ist es, dass die neue Anlage mit dem alten Dorf verbunden ist. Verbindungsstück wird die Sportanlage sein, die von den Zürcher Architekten Theo Hotz AG realisiert wird. In dem Projekt seien alle markenten Bestandteile des Ortes aufgenommen, sagte Aellen.

Wie ein echtes Dorf
Das Zentrum des Resortdorfes soll kein Wurf aus einer Hand sein, sondern dörfliche Lebendigkeit ausstrahlen. Beherrschende Materialien sind Holz und Stein, wie in Andermatt üblich. Mit dem Realisierung betraut wurden zwei Teams: Sik, Fickert, Knapkiewickz (Zürich) und Miller, Maranta (Basel).

Mit weiteren Gebäuden des Resorts beschäftigen werden sich die Architekten Devanthéry-Lamunière (Genf) und Gino Zucchi (Mailand). Bei diesen Projekten überzeugten etwa die Verbindung von Tradition und Komfort.

Sieben Teams planen die Villen entlang der Reuss. Die Architekten heissen Scheitlin-Syfrig (Luzern), group8 (Genf), Müller Sigrist-Dipol (Zürich), Matti, Ragaz, Hitz (Liebefeld), Graber, Pulver Masswerk (Zürich), Sylvia & Reto Gmür (Basel) und Hauenstein, La Roche, Schedler (Zürich).

Die an den Hotelsbauten beteiligten Architekten sind Gay, Holzer, Kobler (Monthey), Atelier Christian Hauvette (Paris), Burkhalter Sumi (Zürich), Christian Kerez (Zürich), Steven Holl/Rüssli (Luzern) und Studio Mattheo Thun (Milano).

Baubeginn im Jahr 2009
Als nächstes werden die Quartiergestaltungspläne ausgearbeitet. Die Baueingaben sind für Ende 2008 vorgesehen. Die Bauphase könnte im Frühling 2009 beginnen, die erste Etappe der Anlage könnte bis Ende 2010 gebaut sein.

Mit dem in der Schweiz eher gemächliche Planungstempo hat sich Sawiris abgefunden. Er merke, dass langsam und sicher gar nicht so schlecht sei, sagte er.
 

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«Andermatt» wird teurer als geplant
Sawiris Tourismusprojekt kostet rund eine Milliarde
Der geplante Tourismusresort in Andermatt wird für Samih Sawiris eine Milliarden-Investition. Der ägyptische Hotelunternehmer sagte, er werde mehr Geld als einst geplant, nämlich mindestens eine Milliarde Dollar, in Andermatt investieren.
Rest hier beim Schweizer Fernsehen.
 
Andermatt träumt von einer neuen Ära
Die Milliarden-Investitionen des Ägypters Sawiris lösen im Urnerland einen wahren Bauboom aus. Noch ist kein Geld von Sawiris nach Andermatt geflossen, die Aufbruchstimmung ist aber schon da.
Der Rest hier beim Schweizer Fernsehen
 
Vielen Dank Wombat für den Link.

Bezüglich Ausbau Skiinfrastruktur gab es leider im Bericht nicht viel neues - ausser, dass die Bergbahnen ihr Aktienkapital mit Hilfe von Sawiris erhöhen wollen.

Gemäss dem Verwaltungsrat-Präsident Franz Steinegger hätten die Bergbahnen sowieso 20-30 Mio. nur für die Erneuerung der bisherigen Anlagen investieren müssen, was ohne das Projekt von Sawiris sehr schwer gefallen wäre zu finanzieren.
 
NZZ 26.08.07

(...) Sportliche Bahnen
Eine glatte Verdoppelung des Aktienkurses erlebten im vergangenen Monat die Andermatt Gotthard Sportbahnen. Seitdem der ägyptische Investor Samih Sawiris in Andermatt ein Resort plant und seine Pläne auch noch auszuweiten scheint, haben einige Investoren Gefallen an den Titeln der Sportbahnen gefunden. Sie hoffen, die Bahn werde bei einem möglichen Tourismusboom in der Region stark profitieren. Die Papiere stiegen von Fr. 6.50 auf 13 Fr. Der grosse Kursanstieg wird aber durch das – trotz der erhöhten Nachfrage – nach wie vor geringe Handelsvolumen relativiert. Wie viele Nebenwerte sind auch die Titel der Sportbahnen sehr illiquid, so dass so grosse Kursausschläge schnell möglich sind.

-----------

Übrrigens: gemäss HP wollen die Bergbahnen ihr Aktienkapital von 9.1 auf 13 Mio. Fr. erhöhen - nicht gerade viel, wenn man an die hohen Investitionsbedarf denkt.
 
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich die Architektur auf den Bildern oben ziemlich bieder finde. Diese Sportanlage sieht aus wie ein einziger großer Betonklotz. Hoffentlich täuschen die Bilder...
 
ChiliGonzales schrieb:
Diese Sportanlage sieht aus wie ein einziger großer Betonklotz.
Nicht weiter verwunderlich wenn man weiss, wer es entworfen hat. Theo Hotz ist für seine, sagen wir mal kubischen, Entwürfe berühmt-berüchtigt. Man spricht dann jeweils von einem Hotz-Klotz.
 
^^^^

Gehst du zu Architekten Hotz
schaut es aus wie ein Klotz.
:wink:
 
Wombat schrieb:
^^^^

Gehst du zu Architekten Hotz
schaut es aus wie ein Klotz.
:wink:
...und dan machst du kotz :P

also die sporthalle find ich noch schön, jedenfalls siehts aus wie millionen von getischten granit-steinen, ich finde das passt gut in die region des urserentals. da hab ich schon mehr mühe mit dem hotel...
 
"Sonntag" 14.09.07

Jetzt gehört Sawiris das halbe Tal

Durchbruch für das riesige Tourismusprojekt in Andermatt: Seit kurzem besitzt der ägyptische Investor fast alles benötigte Land

Von Peter Burkhardt
Wäre es nicht wahr, so doch gut erfunden: Als der ägyptische Tourismusinvestor Samih Sawiris im Frühling 2005 erstmals in Andermatt auftauchte, lehnte er es ab, nur das angebotene Hotel zu kaufen. Nein, vor lauter Begeisterung wollte er gleich das halbe Tal.

Zweieinhalb Jahre später ist Sawiris’ Traum Tatsache geworden. Seit dieser Woche gehören dem 50-jährigen Milliardär aus Kairo mindestens 90 Prozent der angepeilten eineinhalb Millionen Quadratmeter. Für weitere acht Prozent bestehen Absichtserklärungen mit den Andermatter Bauern. Das bestätigt der Urner Volkswirtschaftsdirektor Isidor Baumann, der die Landverhandlungen führt. «Sawiris fehlen jetzt nur noch wenige Prozent des benötigten Bodens.» Alle Flächen für die Hotels, Villen und Ferienwohnungen mit total 3000 Gästebetten sowie das Sportzentrum seien gesichert. Einzig für den geplanten 18-Loch-Golfplatz hoch oben im Kanton Uri fehlten noch einige Parzellen.

Damit ist Sawiris nach zähen Verhandlungen der Durchbruch für sein gigantisches Resort gelungen. Am Montag war er höchstpersönlich nach Andermatt gereist, um mit mehreren betroffenen Bauern die Landerwerbsverträge abzuschliessen. Maximal fünf von ihnen werden ihren Betrieb aufgeben; ein Teil ihres Bodens wird unter den verbleibenden Landwirten aufgeteilt, damit deren Existenz gesichert bleibt. Schon vor drei Wochen hatte Sawiris mehrere Käufe unter Dach und Fach gebracht, dies aus verhandlungstaktischen Gründen bislang aber geheim gehalten.

Unter Verschluss bleibt auch, wieviel der Investor für das Land bezahlt. Es handle sich um mehrere Millionen Franken, verrät Isidor Baumann lediglich. Und: Eine weitere Handvoll Kaufverträge sei praktisch unterschriftsreif.

Der plötzliche Erfolg mag erstaunen, denn bislang war es um die Landverhandlungen erstaunlich ruhig geblieben. Derart ruhig, dass sich viele Urner sorgten, das herbeigesehnte Projekt könnte doch noch scheitern. So wollte die Andermatter Kantonsparlamentarierin Astrid Huber-Arnold vom Regierungsrat erst vor wenigen Tagen wissen, ob überhaupt schon Verkaufsverträge abgeschlossen worden seien.

Umso erleichterter ist Sawiris-Berater Franz Egle über die jüngste Entwicklung. «Wir sind einen wichtigen Schritt weitergekommen», sagt er. Selbst wenn sich die restlichen Bauern weigerten, ihr Land herzugeben, könne dies das Projekt nicht mehr gefährden. «Das Resort kommt so oder so.» Und zwar schon bald: In drei Jahren soll die erste Etappe bezugsbereit sein.
 
mal ne frage: gibt es eigentlich schon konkräte pläne für neue skilift anlagen (neubau oder erweiterungen).

hab schon einiges im www gesucht (auch hier), aber kann mir irgendwie kein klares bild machen.

meesi
 
bump666 schrieb:
mal ne frage: gibt es eigentlich schon konkräte pläne für neue skilift anlagen (neubau oder erweiterungen).

Nein, leider gibt es keine konkreten Informationen - nicht mal anlässlich der a.o. Generalversammlung der Bergbahnen infolge der Aktienkapitalerhöhung gabe es konkrete Infos. Der VR-Präsidente dämpfte sogar alläfllige grosse Hoffnungen. Er nannte dann ein paar Beispiele, wo inverstiert werde (Strecke Andermatt-Gurschen, Andermatt-Nätschen), aber nicht was genau.

Der Bergbahnleiter der Sedrun Bergbahnen meinte in einer rätromanischen Lokalzeitung, dass nicht vorgesehen ist, die Gebiete Nätschen/Gütsch und Oberalp/Dieni zu verbinden - dies verstehe ich ehrlicherweise nicht ganz, haben doch alle Skigebiete in der Region eine kritische Grösse, egal ob die Anlagen modern sind oder nicht.
 
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