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Akku leer, Heli her

Ich hoffe mal sehr das solche Einsätze dann auch von den Personen selbst bezahlt werden müssen.
Ich denke dann wird es dieses Problem nicht lange geben.
 
Also ich habe eine Fahrradversicherung die u.a. auch Versicherungsleistungen erbringen soll bei einem Defekt am Bike wenn ich unterwegs bin.
Bringt dann auch der Helikopter die Ersatzteile?

Wenn mein Akku leer ist, käme ich nicht auf die Idee die Rettung zu informieren. Ich bin in der Regel auf Strecken unterwegs wo ich dann umdrehe und runter rollen.

Allerdings denke ich auch wo der Unterschied zwischen einem wirklich erschöpftem Wanderer, Bergsteiger oder Mountainbiker liegt?
 
hegauner schrieb:
Allerdings denke ich auch wo der Unterschied zwischen einem wirklich erschöpftem Wanderer, Bergsteiger oder Mountainbiker liegt?

Ich habs schon so oft erlebt...Körperlich absolut unfitte Urlauber leihen sich ein E-Fahrrad aus, zu Fuß schaffen die nichtmal die Treppe im Hotel vom Speisesaal hoch ins Zimmer. Wenn die wegen Strommangel liegen bleiben geht nicht mehr viel. Dann werden die wirklich panisch.
 
hegauner schrieb:
Also ich habe eine Fahrradversicherung die u.a. auch Versicherungsleistungen erbringen soll bei einem Defekt am Bike wenn ich unterwegs bin.
Bringt dann auch der Helikopter die Ersatzteile?
Ein Defekt ist ja etwas anderes als ein leerer Akku. Und deckt die Versicherung wirklich den Transport der Ersatzteile zum Ort des Liegenbleibens in der Pampa (oder nur zur Urlaubsadresse)? Und wenn ja, mußt Du Dich vielleicht mit dem Warten auf das Muli abfinden :mrgreen:

hegauner schrieb:
Ich bin in der Regel auf Strecken unterwegs wo ich dann umdrehe und runter rollen.
Wer nicht halbwegs fit ist, wird mit dem schweren EBike beim Runterrollen im Gelände ganz schöne Schwierigkeiten bekommen.

hegauner schrieb:
Allerdings denke ich auch wo der Unterschied zwischen einem wirklich erschöpftem Wanderer, Bergsteiger oder Mountainbiker liegt?
Siehe Post von Spezialwidde
 
Glaub mir, das gibt es auch in Bayern, dem Harz und sogar im norddeutschen Flachland. Nur sind da die Rettungsaktionen meist nicht so spektakulär und keine Story wert, man kommt in der Regel mit dem Besenwagen bei und kann sie einsammeln. Dass die sich in besonders unwegsames Gelände vorwagen kommt zum Glück eher selten vor.
 
Das Problem gibts nicht nur in Südtirol.
Im Pinzgau wird bei manchen E-Bike-Verleihs eine "Sicherungsgebühr" eingehoben die man zurückbekommt, wenn man das Rad zurückbringt.
Wenn man in Kaprun zB auf den Maiskogel rauffährt Richtung Glocknerblick, dann reichen die Akkus nicht ganz wenn man selbst kaum mithilft.
Die Leute lassen dann die Räder einfach am Wegesrand liegen und fahren mit den Taxis nach unten. Die Möglichkeit mit dem Rad nach unten zu rollen übersteigt offenbar den Intellekt einiger Zeitgenossen.
Und nein, das ist kein Einzelfall; ansonsten würde man aus Verzweiflung nicht eine derartige Gebühr verlangen.
Am schlimmsten scheint es im Krimmler Aachental zu sein. Man fährt bis zum Tauernhaus, lässt das Rad dort, fährt mitm Taxi runter und gibt im Verleih bescheid wo das Rad steht, nach dem Motto "nicht mein Problem".

Insgesamt führt sowas und das generelle Umgehen mit den Leih-Bikes (dont be gentle, its a rental) dazu, dass die vorhandene Anzahl an Leih E-Bikes hier in der Region deutlich abnimmt.
Zitat: das wird sich bald nur mehr der Bründl leisten.
 
Thema Akku leer ist natürlich schon peinlich. Aber es kann natürlich schon mehr passieren. Platten kann man selbst auch beheben, aber wenn was anderes kaputt geht, wird man wohl Hilfe brauchen. Kann ja ein Laufrad richtig kaputt sein, oder Kette defekt usw. Weiß jemand, ob da die Versicherung vom DAV einspringt bei solchen Aktionen? Zahlen muss man die Bergwacht da sicher.
 
Werna76 schrieb:
Das Problem gibts nicht nur in Südtirol.
Im Pinzgau wird bei manchen E-Bike-Verleihs eine "Sicherungsgebühr" eingehoben die man zurückbekommt, wenn man das Rad zurückbringt.
(...)

Kann ich mir so ehrlich gesagt in Nordtirol und Vorarlberg nicht vorstellen, und ich bin dort regelmäßig mit dem eigenen Ebike unterwegs (wenn auch ausserhalb der Seilbahnbereiche und "hotspots") und habe auch schon manchmal selber vor Ort ausgeliehen.

Im Bereich Zell am See kann ich mir das nur durch das dortige spezielle Klientel und "kulturelle Unterschiede" erklären.
 
Da gehst du jetzt von dir aus. Aber es gibt eben durchaus Urlauber die noch nie auf einem Fahrrad geschweige denn einem Pedelec gesessen haben und nicht wissen wie man richtig damit umgeht. Da hilft auch eine Einweisung nur bedingt. Zumal auch manche Hotels welche verleihen, das nimmt man dann halt mal mit. Auch sehr verbreitet: Bewohner der norddeutschen Tiefebene, die dort vielleicht schon seit Jahren mit ihrem Elektroradl verkehren, beachten nicht, dass in den Bergen die Reichweite nur noch ein Bruchteil des gewohnten Aktionsradius beträgt.
 
Also offenbar gibt's ja doch einen Unterschied, wenn die Rettungsorganisationen in Bayern, Österreich oder der Schweiz kein Problem sehen. Und erzählt mir nicht, dass das Gelände dort nicht so herausfordernd wäre, das stimmt ganz sicher nicht. Die Südtiroler werden die Radler auch nicht aus den senkrechten Wänden der Dolomiten holen.
 
Grundsätzlich geht es ja nicht nur um die Reichweite des Akkus.
Ich bin in den Bergen eher auf normalen Wegen unterwegs. Also keine Single-Trails etc. Ist mir technisch zu anspruchsvoll.

Nicht selten kenne ich die Routen sogar von früheren Wanderungen oder ggfs aus Beschreibungen. Also ich bereite mich vor.

Aber auch diese Strecken können auch gerade bei Abfahrten die vollste Konzentration erfordern! Nicht nur wegen der Steilheit sondern auch aufgrund der Qualität des Weges.
So eine Abfahrt kann in der Tat doch einige überfordern.
Ich frage mich während der Abfahrt auch manchmal wie ich da eigentlich hochgekommen bin. :lol:

Jetzt gibt es die Sorte von E-biker die mit der höchsten Stufe des Motors "entspannt" den Berg hoch fahren und die Steigung entsprechend nicht wahrnehmen. Dazu noch die generell fehlende oder geringe Bergerfahrung und schon ist die Panik da.

Ich persönlich habe da zum Glück immerhin noch den Anspruch nicht im Turbo-Modus den Berg hoch zu fahren um das ganze danach auch noch als körperliche Anstrengung zu bezeichnen.
 
Also erstmal ist das natürlich eine Belastung für die Bergrettung, die nicht von der Hand zu weisen ist. Und wo man verstehen kann, dass die Bergretter ihre Kräfte für richtige Notfälle aufheben wollen. Ist ja alles ehrenamtlich. gezahlt wird ja "nur" der Heli, nicht die eingesetzten Retter.

Ich fahre seit über 30 Jahren Mountainbike, bin auch schon viel Trails gefahren, auch downhill, auch im Bikepark (auch wenn ich mir die großen Sprünge und drops spare). Trotzdem war ich von der Beschleunigung der schweren e-Bikes bergab erstmal schwer beeindruckt!
Da kann auch eine einfach aussehende Forststraße mit losem Schotter schnell angsteinflößend werden, wenn man auf dem Terrain keine Erfahrung hat. Wenn es dann noch neben der Kurve steil (und da reichen Schrofen) bergab geht, bekommen vermutlich viele der oben beschriebenen Gäste ("kommt vom Speisesaal nicht zum Zimmer" hat mir sehr gut gefallen) ganz schnell die Muffe.

Ich denke, dass da wirklich nur Aufklärung hilft, mit den richtigen Fragen schon beim Verleih (Wo wollen Sie denn hinfahren? Sind Sie schon mal Forstwege mit tiefem Schotter auch steiler bergab gefahren oder fahren Sie sonst nur auf der Straße?). Das soll ja nicht abhalten, oder das Geschäft schmälern, aber vielleicht bringt es zumindest einen Teil der Leute dazu, NICHT die ganz hohen Hütten anzusteuern...?
 
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