Vom Ronsberger Schlepper ging es weiter „rüber“ nach Aitrang...
Hier noch Bilder von einem Hügel südlich von Aitrang, wo in der besagten Karte 2 Lifte eingezeichnet sind. Allerdings ist einer links und der andere rechts der Straße eingezeichnet, die weiter in den Süden führt. Der rechte Lift kann dort gar nicht verlaufen sein, weil es hier gar keine Anhöhe gibt. Ich gehe davon aus, dass an dem „Berg“ linker Hand mal 2 Seillifte gegeben hat. Überreste haben sich leider keine gefunden.
Hügelgelände südlich von Aitrang, wo irgendwo zwei kleine Lifte verlaufen sind...
Weiter rechts – Blick nach Westen
Vielleicht kam hier ein Seillift hoch...
Ich dachte schon, das wäre eine Bergstation, doch anscheinend dient die Hütte nur für wochenendliche Gelage...
Hier sieht man, das weiter westlich (die Straße verläuft unten) kein weiterer Lift gestanden haben kann – viel zu flach. Hier irrt die alte Panoramakarte also offensichtlich
Das könnte auch noch ein Seillifthang gewesen sein.
Ich befand mich nicht alleine hier oben...
Komischer Streifen am Himmel - ?
Weiter ging es in den kleinen Ort Bidingen südlich von Kaufbeuren, wo ein alter Leitner-Tellerlift steht. (Der am nächsten gelegene richtige Schlepplift von meinem Heimatort aus.)
Wenigstens steht der außerhalb des Dorfes, so dass ich hier völlig ungestört rumwandern konnte.
„Fahrtbild“ - im Winter hoffe ich, dass ich es mal hier her schaffe
Der Antrieb
Die Trasse
Ich hoffe, ich übertreibe es nicht mit der Anzahl der Fotos, aber so einen alten Leitner-Tellerlift bekommt man nicht jeden Tag vor die Linse. Zumal man hier völlig ungestört knipsen konnte – weit und breit kein Mensch trotz des phänomenalen Wetters.
Die Bergstation
Bidingen im Hintergrund
Ich wanderte nach heißgelaufenen Kamerasensor wieder nach unten...
Leitnergehänge über Bidingen...
Weiter ging es nach Rosshaupten, das an der B16 zwischem Marktoberdorf und Füssen liegt. Unmittlbar an der Bundesstrasse gibt es einen Seillift, den ich aus Zeitgründen ausgelassen habe.
Hier führt ebenfalls ein Tellerlift am Dorfrand den Hügel rauf. Er ist wie der SL in Ronsberg übrigens nicht in der Kompasskarte enthalten.
Etwas ungewöhnliche Umlenkstation oben. Nun – ein flacher Tellerlift, aber im Rahmen einer Skisafari allemal mitnahmenswert. Auch, wenn der Kompassverlag diesen wie jenen in Ronsberg ignoriert.
Ein Highlight als Nächstes: Der Holzstützen-Pendelschlepper in Seeg:
Pendelschlepper bin ich noch nie gefahren. Dann noch dieser hier – steil (wenn auch kurz) und mit Holzstützen...
Interessante Stütze. Sah recht neu aus – offenbar wird der Lift noch betrieben, oder?
Die Trasse
So was wie das Highlight jenes sonnigen Novembertages...
Die Bergstation – so was habe ich noch nie gesehen...
Oben angekommen eröffnet sich für Hügelverhältnisse ein sehr schöner Ausblick.
Die Umlenkscheibe...
Schon ein sehr außergewöhnliches Konstrukt – aber gut, Pendellifte gibt es ja nicht so viele. Sinswang, zwei in Steibis....wo noch?
Weiter ging es Richtung B 17...
Ein weiteres „Muss“ für die nächste Saison: Der Schlepplift in Halblech vor Füssen.
Interessanter Plan...
Hier lief ich nicht nach oben, weil ich im Winter eh mal den Lift fahren will und eindeutige Verbotsschilder angebracht waren. Außerdem gab es schon wieder glotzende Dorfbewohner, die zu ersten mal jemanden mit Digicam gesehen haben...
Liftomat 2000
Nächste Station – der Schlepplift bei Ilgen, einem Ortsteil von Steingaden. Wenn mich nicht alles täuscht, müsste das hier schon der Landkreis Weilheim-Schongau sein. Der Schlepper steht nur unweit der B17. In einer Kompasskarte, die ich aber nicht mehr finde, waren, glaube ich, noch zwei weitere Lifte an diesem Hang eingezeichnet. Vermutlich waren das Seillifte. Außerdem sind auf der Skipanoramakarte aus den 70ern nördlich von Steingaden zwei Schlepper in diesem Bereich abgebildet. Spuren von weiteren Liften fanden sich allerdings hier keine.
Hier der Bereich weiter links (östlich) vom Lift. Vielleicht gab es hier mal Seillifte. Fundamente oder dergleichen fanden sich keine. Natürlich besteht auch immer die Möglichkeit, dass ein oder zwei Schlepper gründlichst demontiert wurde.
Man beachte die Abbildungen...
Irgendwie urig...
Sie warten auf ihren hoffentlich baldigen Einsatz...
Sicher ein netter Kurzbügler im Winter...die Lage am Alpenrand bzw. den Hügeln davor mit dem Blick ins weite Flachland hinein hat wie immer was.
Weiter hoch ging es nicht, da ein Stachedrahtzaun den Weg versperrte und hier oben auch ein bewohntes Bauernhaus steht. (Wie an JEDEM Lift in Bayern...)
Zoom zur Bergstation
Obwohl die Tage Mitte November bereits merklich kurz sind, konnte ich zahlreiche interessante Schlepper abklappern. Ich bereue es, nicht schon vor Jahren mal im Winter alle angefahren zu haben – seit Kindesbeinen nahm ich mir das eigentlich immer vor, als ich eine erste Karte mit vielen Einzelliften des Vorlandes in die Finger bekommen hatte. Hoffentlich laufen noch alle... vor allem der in Seeg und natürlich der blaue Leitner in Bidingen sind wahnsinnig interessant – nicht zu verachten aber auch der lange SEBA-Schlepper in Halblech, der gemütliche Kurzbügler bei Ilgen (wenn auch schon in Oberbayern gelegen) sowie der beachtliche Lift in Ronsberg.
Interessant wäre auch eine Klärung der Liftlage bei Aitrach – aber vermutlich waren das langweilige „Seilis“...
Von diesen Liften und nächsten Touren träumend fuhr wieder nach Hause...
Das war's mit Teil I – Fortsetzung folgt irgendwann einmal.