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Denn Eindruck habe ich nach dem über diesem Beitrag stehenden "Erguss" auch :lol: .GIFWilli59 schrieb:Der Grund ist wohl, dass es dem Ersteller ThomasK selbst etwas zu viel geworden ist und er anscheinend auch rhetorisch ins Hintertreffen geraten ist.
Naja, zumindest dem einen wie gewohnt auf übelste Art und Weise persönlich austeilendem Mitglied steht nach wie vor Narrenfreiheit zu.GIFWilli59 schrieb:Positiv ist immerhin, dass zumindest im Bereich Ad hominem-Argumentation größtmögliche Meinungsfreiheit eingeräumt würde.
ThomasK schrieb:Bekanntlich zieht Sahra Wagenknecht eine Parteineugründung in Erwägung.
Die Partei könnte Linkskonservative Partei heißen.
Wie der Name bereits suggeriert, soll die Partei wirtschaftspolitisch links stehen, aber gesellschaftspolitisch rechts. Bislang gibt es eine solche Partei in Deutschland mit so einem Profil noch nicht.
Im einzelnen:
Sahra Wagenknecht möchte, dass im Bereich der Wirtschaftspolitik der Staat ganz massiv eingreift, also hohe Einkommensspitzensteuersätze, hohe Vermögenssteuersätze, Zerschlagung und Verstaatlichung von Großkonzernen, hoher Mieterschutz, sehr gut ausgebauter Sozialstaat.
Im Bereich der individuellen Gesellschaftspolitik schwebt Sahra Wagenknecht der Liberalismus vor, also Ja zum Abtreibungsrecht der Frauen, ja zur Homoehe usw.
Im Bereich der allgemeinen Gesellschaftspolitik schwenkt Sahra Wagenknecht auf den Kurs der AfD ein, also eine strikte Begrenzung der Zuwanderung, kein Gendergaga in der Sprache und keine Waffenlieferungen in die Ukraine.
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Vor zwei Wochen traf sich Sahra Wagenknecht mit Boris Palmer, dem Oberbürgermeister von Tübingen. Palmer hatte sich mit den Grünen überworfen, aber die Tübinger stellen sich auf Palmers Seite und wählten ihn erneut wohingegen die Grüne Kandidatin sich bei der OB-Wahl in Tübingen eine krachende Niederlage abholte, die die Grünen bis heute schmerzt.
Im Gespräch zwischen Boris Palmer und Sahra Wagenknecht zeigt es sich, dass Boris Palmer im Parteienspektrum ebenfalls eine Repräsentationslücke sieht, aber an anderer Stelle als Sahra Wagenknecht.
Nach dem Vorbild der Schweiz will Boris Palmer eine zweite Grüne Partei in Deutschland haben und zwar eine grün-liberal-konservative Partei. In der Schweiz heißt diese Partei GLP im Gegensatz zu den Grünen.
Damit ist gemeint, dass diese Partei - genauso wie die Grünen, die de facto Linksgrüne sind - sich für den Umweltschutz und die Ökologie einsetzt, aber ohne den ganzen ideologischen Balast wie Gendergaga, moralische Überheblichkeit, Feminismusgetue, Quotenquatsch, Bevormundung der Bürger usw.
Der Schutz der Umwelt soll nach den Vorstellungen der Marktwirtschaft über die Internalisierung der negativen externen Kosten bewerkstelligt werden, d.h. die negativen externen Kosten werden dem Verursacher bereits beim Konsum in Rechnung gestellt. Dieses Konzept befürworte ich auch.
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Gut möglich, dass sich das deutsche Parteienspektrum in den nächsten Jahren verändern wird.
Die Linke wird in der Bedeutungslosigkeit verschwinden und es werden sich bis zu drei neue Parteien etablieren:
Freie Wähler
Grünliberale Partei
Linkskonservative Partei
Historisch gesehen hätte sich dann das Parteiensystem im Nachkriegsdeutschland wie folgt entwickelt:
Bonner Republik 1.0 (1949 - 1983)
CDU/CSU
SPD
FDP
Bonner Republik 2.0 (1983 - 1990)
CDU/CSU
SPD
FDP
Grüne
Berliner Republik 1.0 (1990 - 2013)
CDU/CSU
SPD
FDP
Grüne
Linke (alias SED, PDS, Linkspartei)
Berliner Republik 2.0 (2013 - 2023)
CDU/CSU
SPD
FDP
Grüne
Linke
AfD
Mögliche Berliner Republik 3.0 (ab 2024) mit einem etablierten Achtparteiensystem
CDU/CSU
SPD
FDP
Grüne
AfD
Freie Wähler
Grünliberale
Linkskonservative
GIFWilli59 schrieb:Der Grund ist wohl, dass es dem Ersteller ThomasK selbst etwas zu viel geworden ist und er anscheinend auch rhetorisch ins Hintertreffen geraten ist.
turms schrieb:was Frau Wagenknecht beschreibt sehe ich das nicht als Linkskonservative Partei. Mehr als Sozialdemokratische (1/3) - liberale Partei (2/3).
Quasi , laut meiner Erfahrung Linke ist Linke (allerdings ich habe Erfahrungen mit diesem Thema außerhalb Deutschlands ). Wenn Frau Wagenknecht so machen will bzw. soll, entweder sie lügt oder sie gehört nicht zu den Linken. Was bedeutet z.b. für Frau Wagenknecht "Spitzenverdienern"? jemand mit 6.000 Netto? 4.500 Netto? weil wenn Sie mit Spitzenverdienern die Leute die 2.500 Netto oder sogar 2.000 Netto kriegen meint, dann reden wir nicht über "Linkskonservative" sondern über Linksextremismus
Auf jeden Fall ich glaube sie ist echt Klug.
Uneingeschränkte Zustimmung.ThomasK schrieb:Der Wahlkampf hat doch mit dem Alpinforum nichts zu tun.
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