Almhüttendorf am Katschberg in Planung
Ein Kärntner Hotelier will mit einer internationalen Investorengruppe ein Almhüttendorf bauen, das in drei Jahren Platz für 1.000 Urlauber bieten soll. Dadurch wäre die Bettenzahl am Katschberg verdoppelt.
Katschberg braucht mehr Gästebetten
Das Almüttendorf soll neben Almhütten mit Sauna, ein Haupthaus mit Schwimmbad und eine Tiefgarage umfassen. Zuerst soll Platz für 450 Gäste geboten werden; nach einer Erweiterung für rund 1.000 Urlauber. Die Gesamtinvestition werde 70 Millionen Euro betragen, so der Plan von Hotelier Michael Rauter, der von der Gemeinde unterstützt wird. Der Katschberg brauche mehr Gästebetten, damit sich die Millioneninvestitionen in Lifte und Schneekanonen rechnen.
Profitieren soll auch die örtliche Gastronomie, weil es im Hüttendorf kein Restaurant geben soll, sagt Michael Rauter.
Salzburger Baufirma errichtet Hüttendorf
Das Hüttendorf soll von einer Salzburger Baufirma errichtet werden. Zu den Financiers sagt Rauter:
"Die Investoren sind mir namentlich noch nicht bekannt. Wenn das Gesamtprojekt fertig ist entscheidet sich, wie viele Investoren gebraucht werden, um alles finanzieren zu können. Sie unterschreiben dann Verträge auf zweimal zwanzig Jahre. Was nach 40 Jahren passiert, kann heute noch niemand genau sagen. Die nächsten 40 Jahre werden die Investoren jedoch sicher keinen Anspruch auf die einzelnen Häuser haben. Dass diese zu Zweitwohnsitzen werden, ist somit ausgeschlossen." Eine international übliche Vorgangsweise, sagt Rauter.
Tourismuskonzern Landal als Betreiber?
Später soll dann ein Betreiber für das Hüttendorf gefunden werden. Im Gespräch ist der niederländische Tourismuskonzern Landal, dessen Pläne in Bad Kleinkirchheim für viel Aufregung sorgen.
Keine verstecken Zweitwohnsitze
Auch Bürgermeister Franz Eder sieht keine Gefahr von versteckten Zweitwohnsitzen. An der Widmung der Baufläche werde der Gemeinderat nicht rütteln:
"Die Widmung ist reines Kurgebiet, wo es ausschließlich eine gewerbliche Nutzung gibt. Wer dann im Hintergrund die Investoren sind, ist für uns zweitrangig."
Baubeginn noch heuer denkbar
Verläuft alles nach Plan, soll noch heuer mit dem Bau des Feriendorfes am Katschberg begonnen werden.