Jetzt kann es endlich losgehen:
Pistenplan:
http://www.alpedhuez.com/doc/doc_Plan_P.jpg
Anfahrt:
Maribor - Ljubljana - Triest - Venedig - Milano - Torino - Montgenevre Pass - Briancon - Col de Lautaret - Oz = 13 Stunden, aber sehr gemütliche Fahrt mit vielen Pausen (110 km/h auf der Autobahn, in SLO nochmals volltanken, in I zwei obligate Kaffepausen, in Briancon 1 Stunde Pause in einem Einkaufszentrum). Abfahrt 4:30, Ankunft 17:30. Interessant: 1 Woche Tiefgarage kostet in Oz 23 Euro, in Val Thorens zum Beispiel 65 ...
Wetter:
Sa: am Nachmittag einsetzender schneefall, in Oz (1350 m) anfangs noch Schneeregen
So: starker Schneefall, schlechte Sicht
Mo: noch etwas Schneefall und viel Nebel, nachmittags beginnende Wetterbesserung
Di - Fr: sonnig, windig, kalt
Temperatur:
Alles dabei, von +1 in Vaujany am Sonntag bis -25 im Gipfelbereich ab Dienstag
Schneehöhe:
Also: vor dem Neuschnee muss es sehr schlecht gewesen sein

, selbst mit 20 (Vaujany, Oz) bis 50 (Gipfelbereich) cm Neuschnee waren einige Steine und Felsen zu finden.
Schneezustand:
Auf den beschneiten Pisten super: Pulver auf kompakter Unterlage :lol: . Die nicht beschneiten waren sehr unterschiedlich, aber die meisten grünen und blauen waren ebenfalls OK. Die meisten nicht beschneiten roten oder schwarzen waren aber entweder geschlossen oder steinig. Ausnahme: die schwarze Clocher de Macle, als einzige Piste von Marmottes 2 hinunter geöffnet, war auch ohne Kustschnee gut und fast steinfrei befahrbar - dort wurde mit viel Aufwand der ganze Schnee von umliegenden Hängen auf die Piste geschoben. Ebenfalls steinfrei ohne Kanonen war die La Dome von der Bergstation Dome des Petite Rousses. Interessant dabei: die Seehöhe oder Pistenorientierung hatte kaum Einfluss auf den Pistenzustand. So waren alle Pisten nach Villard Reculaz (1480 m) oder La Garde (1400 m) mit 100% Naturschnee in Topzustand, die Sarenne auf 2800 m hingegen unangenehm steinig.
Noch was: den 'Traumpowder' abseits der Pisten gab es nicht überall, durch den starken Wind war der Neuschnee vielerorts entweder bis auf die Felsen verblasen oder so stark zusammengeprest das sich eine 'Kruste' bildete wodurch das ganze sehr schwer zu fahren war.
Geöffnete Anlagen:
Fast alle (mit Ausnahme Paralellanlagen), ausser:
Geschlossene Anlagen:
PB Pic Blanc war nur am Do offen (!), bis Mi war sie wegen der Lawinwngefahr, am Fr wegen starkem Wind geschlossen. Marmottes 3 und die 4SB Herpie waren So - Di wegen Lawinengefahr geschlossen, Mi - Fr in Betrieb. Die 4 SB Vallonet war gar die ganze Woche wegen irgendeinem technischem Defekt geschlossen. Die 4SB Glacier war ebenfalls die ganze Woche nicht in Betrieb (Wind).
Offene Pisten:
alle ausser:
Geschlossene Pisten:
die meisten nicht beschneiten schwarzen und roten im oberen Bereich, tlw. wegen Schneemangel, tlw. wegen Lawinengefahr: les Chocards, Breche, Balcons, Combe Charboniere, Chateau noir, La Balme, Canyon, Deversoir, Poutat, La Course, Olympique, La Mine.
Meisten Gefahren mit:
EUB's Poutran und Alpette (vor allem bei Schlechtwetter am So und Mo)
Wenigsten Gefahren mit:
PB Pic Blanc (genau 0x, ausgerechnet am einzigen Tag als sie in Betrieb war fuhren wir nach L2A)
Wartezeiten:
Meistens keine, ausser an den beiden Hauptbahnen DMC und Marmottes bis 5 Minuten
Gefallen:
- Anfahrt: Alpe d'Huez und L2A sind die einzigen Skistationen in F die ich aus Richtung Italien anfahren kann ohne einen der teuren Tunnels (Mt. Blanc oder Frejus) zu nehmen
- vorbildliche Beschneiung im Bereich Vaujany - Montfrais - Alpette - Oz
- freundliches Liftpersonal
- sehr leistungsfähiges Liftsystem (wo sonst gibt es noch neben einer 4SB einen 'triple Poma' ??)
- neue Bahn Marmottes 3
- für französische Verhältnisse gute Pistenpräparation
- Oz: sehr gut gelungene, kleine Skistation ohne hässliche Hochhäuser, dazu grosse und relativ billige Appartements.
Nicht gefallen:
- das Wetter lasse ich mal beiseite, da kann keiner was
- zu wenig Beschneiung im Zentralbereich Alpe d'Huez und Richtung Auris
- kaum KSB's und damit verbunden viel zu lange fixe Sesselbahnen
- die Informationstafeln sind die reinste Katastrofe, man darf nix glauben was da steht. Oft waren Lifte auf 'rot' mit denen wir gerade gefahren sind und umgekehrt.
Fazit: auf jeden Fall einen Besuch wert! Mit einem halben Meter mehr Schnee und besserem Wetter wäre es fast schon ideal. Wer die grossen französischen Retortenstationen nicht mag, dem empfehle ich Auris oder Oz (auch Retortenstationen, aber mit viel mehr Gefühl gebaut) und vor allem Vaujany, echtes Bergdorf mit einigen neuen Chalets, erinnert ein wenig an St. Martin de Belleville.
Bilder folgen im mehreren Teilen. Am ersten Tag machte ich keine Fotos, am zweiten wenige, vor allem vom Gebiet Vaujany, wo es einige Waldabfahrten gibt die bei Schlechtwetter noch halbwegs gute Sicht versprachen: