Den Coaster zieht es in die Stadt
Die Imster Stadtväter treten auf den Plan: Der Alpine Coaster soll laut ihren Visionen bis ins Zentrum gebaut werden.
Von CLEMENS PERKTOLD
IMST. "Es ist zwar noch eine Vision, aber doch schon auf dem Weg zu einer handfesten Idee", gibt sich Bürgermeister Gerhard Reheis vorsichtig optimistisch. Angespornt vom großen Erfolg des Alpine Coasters mehren sich die Stimmen, die einen Ausbau des florierenden Unternehmens bis ins Zentrum der Stadt fordern. Tourismuschef Horst Friedl erklärt: "Es liegen bereits fertige Pläne in unseren Schubladen, die den Coaster entlang der Rosengartenschlucht beim so genannten Schinderloch bis ins Stadtzentrum führen. Angesichts der bisher 150.000 Fahrten ein durchaus reizvoller Blickwinkel für die marode Innenstadt."
Auch Hans Strobl, Beauftragter für die Innenstadt-Entwicklung kann der Idee durchaus etwas abgewinnen. Er möchte dabei aber auch ein begleitendes Verkehrskonzept sehen.
"Die Verkehrsfrage ist ein zentraler Teil der Innenstadtentwicklung. Wenn man den Coaster bis ins Zentrum baut, müsste man wohl auch eine Gondel bauen, die nach Hoch-Imst führt. Bei der Finanzierungsfrage müssten wir uns alle jedoch kräftig anstrengen", meint Strobl.
Vizebürgermeister Meinhard Eiter glaubt an eine mittelfristige Realisierung des kühnen Unternehmens: "Natürlich ist die Finanzierung der wesentliche Teil. Allerdings könnte mit entsprechenden Begleitmaßnahmen, wie etwa einem Gondelbau vom Stadtzentrum nach Hoch-Imst, viel für die Stadt getan werden. Die Gastronomie und die Gemeinde ist dabei gefordert, den Rahmen dafür zu gestalten."
Doch bis dahin ist noch ein weiter Weg, denn selbst wenn der Alpine Coaster seinen Erfolgsrun fortsetzt und sich auch in den nächsten Jahren als goldenes Kalb für die Touristiker entpuppt, sind die Investitionskosten in frühestens fünf Jahren gedeckt.
Das ist auch Geschäftsführer Bernhard Schöpf bewusst. Er will mit zusätzlichen Attraktionen in Hoch-Imst das Umfeld des Coasters beleben. "Noch haben wir einen Vorsprung gegenüber anderen Anbietern. Den müssen wir nutzen", sagt Schöpf.