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Alpiner Skiweltcup 2012/13

Fabi111 schrieb:
Ist dir der Begriff Mittelfeld geläufig? Ich meine damit nicht die Spitze mit Riesch, Rebensburg und Co. :wink:
Im Slalom gab es vor nicht allzu langer Zeit Rennen, bei denen 8. Deutsche im 2. Durchgang waren. Und jetzt?
Susanne Riesch ist noch nicht richtig fit nach ihrer Verletzung. Ok...
Aber:
Katharina Dürr scheint gänzlich den Faden verloren zu haben.
Fanny Chmelar lässt stark nach.
Ein Großteil der jungen Läuferinnen fährt nicht stark genug oder tritt gar nicht erst an.
Und Christina Geiger und Lena Dürr fahren im Moment auch nicht die Zeiten, die möglich sind.
Im Riesenslalom sieht es auch nicht viel besser aus - nimm mal Riesch und Rebensburg bei den letzten Ergebnissen weg...
Ich stimme Dir voll zu und sehe auch die Entwicklung unseres Damenteams sehr kritisch, da stimmt Einiges nicht! Welch ein Unterschied zu den Herren, die im Aufschwung sind und auf eine Saison zu steuern, wie seit zwei Jahrzehnten nicht mehr.

Maria hat nach ihrer Spitzensaison 2011/12 deutlich abgebaut und verantwortlich dafür kann nur eines sein, nämlich der krasse Gewichtsabbau von ca. 12 Kilo (diese Zahl stand in der SZ). Das ist i.W. Muskelmasse, es fehlt ihr somit an Kraft und Gewicht, aber darauf kommt es in Skisport entscheidend. In der Weltklasse spielen die skifahrerischen Unterschiede keine so große Rolle, die können alle sehr schnell fahren. Wer sich da weiter verbessern will, legt bei Fitness, Kraft, Gewicht eine Schippe drauf. Aktuell bestes Beispiel: Maze. Die hat ständig zugelegt und ist so gut wie nie. Aber unsere „Skikönigin“ hat sich abtrainiert, wie ein Sportler nach dem Ende seiner Karriere. Dass ein Alpiner der Spitzenklasse sich selbst so schwächt, dafür kenne ich kein zweites Beispiel. Maria in Bestform hätte am Do. sicher das Feld abgehängt, stattdessen war es mit dem 11. Platz fast ein sportlicher Offenbarungseid. Das war der Tiefpunkt ihrer ständigen Absacker in den letzten Wochen mit Leistungen klar unter ihren Möglichkeiten (mit Ausnahme des RS in Are). Sie scheint jetzt schon kräftemäßig angeschlagen zu sein.

Überhaupt kann man bei unseren Läuferinnen athletische Schwächen sehen (große Ausnahme: Vicky). Für Lena gilt Nomen est Omen, sie ist ein dürres Hemd und den Belastungen einer Saison nicht gewachsen. Skitechnisch hat sie den modernsten Stil drauf, mit einer extrem gleichmäßigen Gewichtsverteilung auf beide Ski. Damit steckt sie alle in die Tasche, die jetzt hochpoppen, mit Ausnahme von Shiffrin. Dass Lena im RS nicht vorwärts kommt, obwohl sie da die gleichen Anlagen hat, wie im SL, hat sicher mit ihren Athletikdefiziten zu tun. In SL kann sie einen sehr kurzen Schwung fahren und man sieht ihr direkt das Tempo an. Dagegen war es am Do. wie in Zeitlupe.

Auch Geigi hat m.E. athletische Defizite. Dynamik und sie, das sind zwei verschiedene Dinge. Technisch ist sie hochbegabt und durch ihre schmale Skiführung kann sie kurze Wege fahren, aber was nützt es, wenn sie im Flachen keinen Dampf machen kann und ihr im Lauf regelmäßig der Saft ausgeht. Das Letztere dürfte der Grund sein, dass sie unten oft viel Zeit verliert und Fehler macht.

Hronek und Hösl sind große Talente, aber sie kommen kaum ins Ziel. Da hapert's gewaltig an der Stabilität. Die eine hat einen Stil wie Bode Miller, bei der anderen weiß man es nicht, weil sie es schon gar nicht in die TV-Übertragung schafft.

Fanny möchte ich etwas ausnehmen. Sie hat sich tatsächlich technisch besser gezeigt, mit guter Schräglage und Hand zur Kontrolle im Schnee. Damit ist sie in Aspen, also einem Hang der ihr nicht liegt, richtig gut gefahren. Ein so läppischer Fahrfehler wie in Are darf einer so Erfahrenen natürlich nicht passieren.

Wirth, Staber etc. sind Mittelmaß und im WC eigentl. nicht konkurrenzfähig.

Es gibt also einige Baustellen, von der Fitness bis zur skifahrerischen Stabilität. Da sind Trainer und Teamleitung gefordert, diese zu analysieren und konzentriert anzugehen. Daran scheint es mir zu hapern. Hauptverantwortlicher ist Stauffer, der Cheftrainer. Ich halte ihn inzwischen für eine Fehlbesetzung. Was macht er eigentl. außer Organisatorisches zu regeln und Besprechungen abzuhalten? Am Pistenrand steht er wie ein Budda da und kritzelt irgendwas in sein Notizbuch. Was für ein Unterschied zu Berthold! Der hat unsere Damen vorangetrieben und eine bei schlechter Fahrt gleich im Zielraum zusammengestaucht. Könnten die Österreicher dem DSV nicht Berthold zurückgeben? Aber das werden sie wohl nicht machen ...
 
@ alpinfan77: Das ist nicht unbedingt das Hauptproblem. Bei Maria Höfl-Riesch scheint einfach der absolute Siegeswille zu fehlen...
Das grundsätzliche Probleme dürfte tatsächlich im Trainerbereich liegen. Bertold wird nicht zurückkehren, man bräuchte jemand ganz anderes. Da wäre der Alpindirektor gefragt, sich auf die Suche zu machen...
 
Wahnsinn gerade in Bormio !

Die ersten 4 mit einer Zeitdifferenz von 0,02 Sek...
 
Neureuther gewinnt den Parallelslalom am Olympiaberg in München!
 
Skifan93 schrieb:
Neureuther gewinnt den Parallelslalom am Olympiaberg in München!

.... bei einem sehr genialem Event.

Parallelwettbewerbe dürften meiner Meinung durchaus häufiger ausgetragen werden. Ob innerhalb einer eigenen Wertung oder nicht, lasse ich erstmal dahingestellt.

Zudem hat diese Art der City-Events durchaus einen gewissen Reiz. Die Masse an Zuschauern und die Stimmung vor Ort war wirklich genial.
Dass hierbei der "alpine" Sport natürlich etwas ver-"showt" wird, steht außer Frage.
 
Der bewerb gestern war ja ganz nett, allerdings darf man Bewerbe dieser Art auf keinen Fall zum Slalomweltcup zählen.

1. Die Fahrtechnik hat wirklich kaum was mit Slalom zu tun. Zudem werden auch keine Kippstangen verwendet, was jetzt nicht so ausschlaggebend ist, aber trotzdem...
2. Das Starterfeld ist begrenzt. Dadurch das nicht alle Fahrer zugelassen sind wird der Slalomweltcup deutlich verzerrt.
 
CruisingT schrieb:
Skifan93 schrieb:
Neureuther gewinnt den Parallelslalom am Olympiaberg in München!

.... bei einem sehr genialem Event.

Parallelwettbewerbe dürften meiner Meinung durchaus häufiger ausgetragen werden. Ob innerhalb einer eigenen Wertung oder nicht, lasse ich erstmal dahingestellt.

Zudem hat diese Art der City-Events durchaus einen gewissen Reiz. Die Masse an Zuschauern und die Stimmung vor Ort war wirklich genial.
Dass hierbei der "alpine" Sport natürlich etwas ver-"showt" wird, steht außer Frage.

..

NIC schrieb:
Der bewerb gestern war ja ganz nett, allerdings darf man Bewerbe dieser Art auf keinen Fall zum Slalomweltcup zählen.

Dito, ich glaube so zweigeteilt sehen es die meisten Fans, Sportler und auch Offizielle.
Es ist halt wahnsinnige Werbung für den Sport, und durch die direkten Duelle sehr TV unterhaltsam und spannend, aber mit einem Slalombewerb hat es wenig bis gar nichts zu tun.

Ist nur schwer das unter einen Hut zu bekommen, denn wenn, man es ausserhalb des Gesamt WC macht ( wie früher ) hat man einen Spannungsverlust da man nicht die Top Starter hat...
 
CruisingT schrieb:
Parallelwettbewerbe dürften meiner Meinung durchaus häufiger ausgetragen werden.


So Parallewettbewerbe würden m.M. nur in Mitteleuropa Sinn machen, da dort die Zuschauer auch kommen würden. Ich glaube halt kaum dass man so Städte außerhalb der Alpen findet die einen solchen Hang hätten. (mir fällt in Deutschland keine mehr ein)
 
CruisingT schrieb:
Zudem hat diese Art der City-Events durchaus einen gewissen Reiz. Die Masse an Zuschauern und die Stimmung vor Ort war wirklich genial.

Kann ich nur bestätigen :D

 
NIC schrieb:
1. Die Fahrtechnik hat wirklich kaum was mit Slalom zu tun. Zudem werden auch keine Kippstangen verwendet, was jetzt nicht so ausschlaggebend ist, aber trotzdem...

Zeig mir mal bitte auf was genau nichts mit der Slalom-Technik zu tun hatte?
Es wurden zu 100% Kippstangen verwendet, zumindest soweit ich das gesehen habe am TV.
 
Nein, es wurden keine Kippstangen verwendet. Vielleicht verwechselst du das, weil die Kommentatoren (im ORF) gesagt haben, das die Kippstangentechnik verwendet wurde, aber es waren keine Kippstangen, es waren Riesentorlauftore, also es wurden zwei Stangen ohne Kippgelenk mit einem Stoff miteinander verbunden.

Zur Slalom Technik bzw, "City-Event Technik":
-Der Start: Es werden mechanische Tore verwendet, das heißt es zählt nicht nur die tatsächlich gefahrene Zeit, es zählt auch die Reaktionsgeschwindigkeit am Start.
-Der Modus: Ok, das hat jetzt nicht wirklich was mit der Technik zu tun, aber: Zwei Läufer fahren nebeneinander, was anderen mehr liegen wird, anderen weniger. Außerdem gibt es zwei Läufe.
-Der Lauf: Die Laufzeit ist deutlich kürzer, nicht einmal halb so lang wie bei einem normalen Slalom. Es gibt zwar zwei Läufe, aber trotzdem ist das etwas anders. Außerdem hatten die Läufer vorher die Möglichkeit am Hang zu trainieren, das heißt den Kurs abzufahren. Bei einem normalen Slalom können die Läufer den Slalom vorher nur besichtigen.
-Die Kurssetzung: Die Kurssetzung ist nicht sehr variabel bei einem City-Event. Es gibt beim Lauf vom City-Event nicht so viel Richtung, bzw. Richtungstore, das heißt es geht relativ "gerade den Hang runter". Außerdem gibt es keine Vertikalen. Die Riesentorlauftore hab ich eh schon erwähnt ;)

Meiner Meinung sind solche City-Events durchaus ein Gewinn für den Skisport nur verträgt es höchstens zwei solcher Bewerbe pro Saison weil durch das begrenzte Starterfeld der Gesamt-und Slalomweltcup deutlich verzerrt wird.
Ich hoffe du verstehst jetzt warum diese Showbewerbe nichts oder höchstens wenig mit Slalom zu tun haben ;)
 
NIC schrieb:
Meiner Meinung sind solche City-Events durchaus ein Gewinn für den Skisport
So sehe ich es auch. Wen interessieren Rennen z.B. auf einem österreichischen Provinzpass groß? Doch nur die Fans, aber das breite Sportpublikum kaum, jedenfalls nicht außerhalb der Alpinhauptländer. Damit kann man vielleicht die Leute in Österreich in nennenswerter Zahl an die Piste bzw. den Bildschirm locken, aber nicht bei uns. Aber ein kurzweiliges, event-mäßiges Spektakel mitten in einer Großstadt, das bringt’s. Vor allem die Jugend spricht das an, das konnte man an der Zusammensetzung des Publikums sehen.

Die anderen Disziplinen peppen sich auf mit Kurzrennen (LL) oder Mannschaftswettbewerben (Skispringen, Rodeln), Biathlon hat von Haus aus Eventcharakter. Da dürfen die Alpinen nicht in ihren klassischen Wettkampfformen verharren Das könnten sie machen, aber damit werden sie kein Land gewinnen. Gut, dass die FIS die Zeichen der Zeit erkannt hat.
nur verträgt es höchstens zwei solcher Bewerbe pro Saison weil durch das begrenzte Starterfeld der Gesamt-und Slalomweltcup deutlich verzerrt wird.
Der Modus ist immer noch nicht das Gelbe vom Ei. Ich könnte jetzt einiges dazu sagen, aber den Hauptkritikpunkt sehe ich in der Wertung für den SL-WC. Es ist aber kein SL, sondern ein Mittelding zwischen SL und RS, eher eine eigene Disziplin und so sollte man es werten.
 
Interessant, Riesentorlauftore sind also keine Kippstangen... :biggrin:
Was man hier so alles lernt :?
 
Ok, wenn dem wirklich so ist das Riesentorlauftore auch ein Kippgelenk haben, mein Fehler hab ich nicht gewusst.

Der Unterschied zwischen Slalomstangen und Riesentorlauftoren sollte aber trotzdem ofensichtlich sein :wink:
 
Ganz ehrlich, ... eine Veranstaltung dieser Art reicht mir pro Saison völlig aus!
Aus sportlicher Sicht für mich weder Fisch noch Fleisch und zum Ende hin für den TV-Zuschauer eher zäh - fand ich zumindest.
Natürlich ist die Atmosphäre direkt an der Strecke durch den Eventcharakter - zumal noch in einer Großstadt - eine besondere.
Kitzbühel, Flachau oder Zagreb stehen dem aber wohl in Nichts nach. Der Spannungsbogen eines normalen Slaloms, mit einem interessant ausgeflaggten
Kurs, und zwei Zwischenzeiten, fesselt mich wesentlich mehr, als so ein langweiliger gerade gesteckter kurzer Zwitterkurs aus Slalom und RS.
Als Showevent ok - jedoch nicht als Weltcuprennen.
 
Ich sehe es genauso wie Pistencruiser.
Es war ganz nett, aber wirklich ernst nehmen kann ich das leider nicht.
Könnte man ja gleich für den Sommer einen Indoor-WC machen :D
 
NIC schrieb:
Ok, wenn dem wirklich so ist das Riesentorlauftore auch ein Kippgelenk haben, mein Fehler hab ich nicht gewusst.

Der Unterschied zwischen Slalomstangen und Riesentorlauftoren sollte aber trotzdem ofensichtlich sein :wink:
Der entscheidende Unterschied zum SL ist, dass nicht mit der Kippstangentechnik gefahren wird, sondern überwiegend in RS-Technik (das machte es für Vicky Rebensburg überhaupt sinnvoll mitzufahren), also Innenschulter/-arm zur Stange. Manche Tore wurden auch mit der Doppelhand weggedrückt, z.B. von Neureuther.
 
Werna76 schrieb:
Interessant, Riesentorlauftore sind also keine Kippstangen... :biggrin:
Was man hier so alles lernt :?

Ja manchmal ist das Forum sehr Lehrreich was solche Sachen angeht. Finde ich sehr gut, so muss ich wenigstens nicht dumm sterben.
 
@Whistlercarver: Sorry, aber du hast immerhin das Thema angeschnitten beziehungsweise wieder "reaktiviert", deswegen solltest du nicht auf Antworten bezüglich des Themas ironisch antworten oder dich auf ein nicht korrektes Detail festnageln.

Nichts für ungut :wink:
 
Wie darf ich deinen Post verstehen? Blick da gerade nicht wirklich durch was du genau meinst.

NIC schrieb:
@Whistlercarver: Sorry, aber du hast immerhin das Thema angeschnitten beziehungsweise wieder "reaktiviert", deswegen solltest du nicht auf Antworten bezüglich des Themas ironisch antworten oder dich auf ein nicht korrektes Detail festnageln.

Nichts für ungut :wink:
 
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