Warum pickst du nur den zweiten Lauf raus? Ich bin mir ziemlich sicher, dass Loeseth einen Fehler im zweiten Lauf hatte und Brem einen im ersten. Letztlich ist das aber auch egal, denn es zählt nunmal die Zeit, die im Ziel rauskommt. Dort zeigt Rebensburg eben zu selten, dass sie schnell und sicher ist.alpinfan77 schrieb:Ich meine ja den 2. Lauf und da habe ich bei keiner anderen Führenden einen Fehler gesehen, aber Vicky hatte wirklich einen groben, kam in den Weichschnee und aus 6/10 bei der ZZ wurden dann 3/10 im Ziel. Sie war ja nur 21/100 hinter Platz 2, also war das sicher entscheidend.Marvin schrieb:Andere Fahrer machen auch Fehler, die Zeit kostenAuch Brem und Loeseth hätten gestern ohne Fehler schneller sein können, insofern ist deine Rechnung nur die halbe Wahrheit.
Wer auf Sicherheit fährt, der macht zwar keine groben Fehler, aber ist am Ende trotzdem nicht schnell. Mit Kamikaze-Fahrten (nein, Rebensburg hat gestern keine solche gemacht) kann man dagegen tolle Zwischenzeiten setzen, aber irgendwo ist ein dicker Bock garantiert.
...was allerdings deutlich zu wenig ist, wenn sie GWC-Ambitionen haben sollte. Dort werden ihr ja gerne mal Chancen angedichtet, wie sie selbst das einschätzt weiß ich nicht.Das mit Maze war ihr Kalkül beim Wechsel, theoretisch attraktiv, aber jede Fahrerin ist anders. Im Speed kam sie bestens zurecht, war mehrmals auf dem Podest und schaffte es in die Abfahrts-Top-7.
Wenn sie zu Stöckli wechselt, obwohl sie mit deren Ski sie in ihrer Paradedisziplin nicht klar kommt ist sie aber auch selbst schuld. Und ob in Lake Louise wirklich das Material schuld ist oder ob es eher an Rebensburgs Gleitfähigkeiten liegt?Ganz anders im RS, sie hat da ja eine ganz eigene Technik. Da klappte es erst, als Stöckli ihr einen neuen Ski baute (mit breiterer Schaufel). Damit wurde sie auf Anhieb WM-Zweite und dann in Maribor wieder Zweite. Komischerweise war dieser positive Effekt wieder weg und sie klagte von Anfang an über das Setup. Jetzt hat Stöckli anscheinend nachgebessert. Im Speed kam in LL die böse Überraschung, dass sie im Flachen langsam war. Die FIS-Analyse zeigt es eindeutig, Zeitverlust auf den Flachstücken, im Fall Away und Ausfahrt gut. Das deutet auf Material hin, ganz klar. Ihr mäßiges Ergebnis in Val d'Isere kann auch damit zusammenhängen. Hütter z.B ist auf Völkl in den Gleitstücken auffällig schnell.
Nochmal, Rebensburg ist sicher eine gute Fahrerin, aber ist eben nicht so gut, dass sie um den GWC fahren kann. Du machst es dir da meiner Meinung nach zu einfach, wenn du alles aufs Material schiebst. Maze fuhr mit Stöckli jahrelang auf herausragendem Niveau und plötzlich sollen die innerhalb von neun Monaten verlernt haben, wie man Rennski baut? Das kann ich mir nun wirklich nicht vorstellen; und wenn Rebensburg persönlich mit dem Material nicht klar kommt, warum geht sie dann überhaupt zu Stöckli?