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Alpiner Skiweltcup 2021/22

Der Rückstand aus dem ersten Lauf wir auf 0,5 Sekunden gedeckelt.

Edit: Und der Start wird bei demjenigen, der aus dem ersten Lauf Rückstand mitgebracht hatte, um genau diesen Rückstand später ausgelöst. Falls das nicht klar war...
 
Das weiß ich natürlich, aber es ist trotzdem Schwachsinn. Wenn die Kurse sich während des Rennens von der durchschnittlichen Fahrzeit um mehr als 0,5 Sekunden auseinanderentwickeln, dann passiert genau das, was heute passiert ist. Ich vermute, dass Hirschbühel sowohl im Halbfinale als auch im Finale insgesamt langsamer war als sein Gegner. Kommt man irgendwo an die Laufzeiten?
 
gerrit schrieb:
Das weiß ich natürlich, aber es ist trotzdem Schwachsinn
Genau so sehe ich das auch.
Aber das ist ja einkalkuliert, wegen der "Spannung".
Theoretisch konnte man man ja auch im ersten blauen Kurs Ausscheiden, um die gedeckelten 0,5 Sek locker auf dem roten Kurs wieder rausfahren.

Die Laufzeiten waren im der Fernsehübertragung nicht eingeblendet, aber die Kommentatoren wussten sie jeweils.
Hirschbühl hatte hält das Glück, in allen seinen Läufen im zweiten Lauf auf Kurs rot zu starten. Und Überraschung, er hat gewonnen...
 
offiziell nicht..
https://medias1.fis-ski.com/pdf/2022/AL/0002/2022AL0002RLL.pdf

sobald jemand einen Rückstand von mehr als 0,5 sec. hatte, wird nur dieses vermerkt..

Aber fairer Weise muss man auch sagen, das Hirschbühls letzte Fahrt auf dem roten Kurs,
mit 22:30 auch eine der schnellsten auf diesem Kurs war...
Beide Finalisten hatten mit 22:23 in den vorigen Heats auch die absolut schnellste Zeit auf diesem roten Kurs....
( selbst Pinturault hatte mit seinem ersten Heat auf dem roten Kurs mit 22:70 eine langsamere Zeit.. )
Ich habe selber auch nicht mehr gedacht, das Hirschbühl das noch gewinnen wird... :)
 
Gab es das mit der Zeitkappung bei 0,5 Sekunden nicht auch schon bei der WM in Cortona, wo dann teilweise auch nicht die absolut Schnellsten aus beiden Läufen weiterkamen, sondern teilweise Läufer, die insgesamt gesehen die langsamere Zeit gehabt hatten.
Dämliche Regel.
 
Jan Tenner schrieb:
gerrit schrieb:
Das weiß ich natürlich, aber es ist trotzdem Schwachsinn
Genau so sehe ich das auch.
Aber das ist ja einkalkuliert, wegen der "Spannung".

Daran sieht man halt den Unterschied zwischen einer Sportveranstaltung und einer Kirmesveranstaltung.
 
Martin_D schrieb:
Jan Tenner schrieb:
gerrit schrieb:
Das weiß ich natürlich, aber es ist trotzdem Schwachsinn
Genau so sehe ich das auch.
Aber das ist ja einkalkuliert, wegen der "Spannung".

Daran sieht man halt den Unterschied zwischen einer Sportveranstaltung und einer Kirmesveranstaltung.

sagt derjenige , der es vermutlich nie zu einer Kirmesveranstaltung schaffen wird....

Aber es gehört aktuell zum Alpinen Ski Weltcup , ob es Euch passt oder nicht...
Ihr braucht es ja nicht anschauen, wenn es Euch nicht taugt...
aber wenn man 10 Mal hier seine Meinung dazu geäussert hat, ist auch einmal gut...
 
Nochmal eine Frage, weil es mich wirklich interessiert:

Wie seht ihr eigentlich solche Verhältnisse wie z.B. in Maribor, wo die Piste auf Grund der warmen Temperaturen nicht hält und es zu einer Bobbahn kommt?
 
Highlander schrieb:
Martin_D schrieb:
Daran sieht man halt den Unterschied zwischen einer Sportveranstaltung und einer Kirmesveranstaltung.

sagt derjenige , der es vermutlich nie zu einer Kirmesveranstaltung schaffen wird....

Aber es gehört aktuell zum Alpinen Ski Weltcup , ob es Euch passt oder nicht...
Ihr braucht es ja nicht anschauen, wenn es Euch nicht taugt...
aber wenn man 10 Mal hier seine Meinung dazu geäussert hat, ist auch einmal gut...

Unterschätz mich nicht. Ich habe zwei große Pokale wegen zweier Siege in Skirennen bei mir im Wohnzimmer stehen.
(Zugegebenermaßen passt die Pokalgröße nicht ganz zur objektiven Bedeutung dieser Skirennen.)

Aber jetzt im Ernst: Darf man sich zur sportlichen Wertigkeit der Rennen nur äußern, wenn man selber auf Weltcupniveau Rennen fährt oder in der Vergangenheit gefahren ist ?

@Arlbergfan:

Der Einwand mit Maribor ist durchaus berechtigt. Aber es ist für mich immer noch ein Unterschied, ob sportliche Ungerechtigkeiten durch äußere Bedingungen zu Stande kommen oder ob sie im Reglement billigend in Kauf genommen werden, um die Spannung aufrecht zu erhalten.

Ich bin eigentlich ein Ski-Weltcup-Nerd, der möglichst kein Rennen verpassen will und sie sich meistens live, aber ansonsten zeitversetzt anschaut. Die Parallelrennen gebe ich mir seit einiger Zeit nicht mehr. Und ich bezweifle sehr, dass der Verlust an Zuschauern wie mich ausgeglichen wird durch den Gewinn an Zuschauern, die dieses Format besonders attraktiv finden.

Ich verstehe aber schon auch die Perspektive, dass es schwierig ist, wenn die FIS erst einen Veranstalter für dieses Format zu diesem Termin sucht, mit Zürs dann einen findet, der dafür auch in eine Infrastruktur investiert und dann wird nach ein oder zwei Veranstaltungen das Ganze wieder fallen gelassen wird.
 
Arlbergfan schrieb:
Nochmal eine Frage, weil es mich wirklich interessiert:

Wie seht ihr eigentlich solche Verhältnisse wie z.B. in Maribor, wo die Piste auf Grund der warmen Temperaturen nicht hält und es zu einer Bobbahn kommt?
Zwiespältig!
Da ist es mit fairem Wettbewerb auch nicht so weit her.
Aber ich würde es mal ansatzweise mit Paris-Roubaix bei Modderwetter vergleichen. Da gewinnt auch nicht der beste Radfahrer, das hat viel mit Glück und Pech zu tun. Aber irgendwie hat das auch eine gewisse Faszination, man schickt die Fahrer auf einen unmöglichen Himmelfahrtskurs und schaut, wer durchkommt.
Vom rein sportlichen Fairnesswert sicherlich auch nicht besser als die Parallelrennen, aber mit einem morbiden Charme irgendwie unterhaltsamer...
 
Martin_D schrieb:
Highlander schrieb:
Martin_D schrieb:
Daran sieht man halt den Unterschied zwischen einer Sportveranstaltung und einer Kirmesveranstaltung.

sagt derjenige , der es vermutlich nie zu einer Kirmesveranstaltung schaffen wird....

Aber es gehört aktuell zum Alpinen Ski Weltcup , ob es Euch passt oder nicht...
Ihr braucht es ja nicht anschauen, wenn es Euch nicht taugt...
aber wenn man 10 Mal hier seine Meinung dazu geäussert hat, ist auch einmal gut...

Unterschätz mich nicht. Ich habe zwei große Pokale wegen zweier Siege in Skirennen bei mir im Wohnzimmer stehen.
(Zugegebenermaßen passt die Pokalgröße nicht ganz zur objektiven Bedeutung dieser Skirennen.)

Aber jetzt im Ernst: Darf man sich zur sportlichen Wertigkeit der Rennen nur äußern, wenn man selber auf Weltcupniveau Rennen fährt oder in der Vergangenheit gefahren ist ?
......

nein, natürlich nicht.... es darf hier jeder seine Meinung äussern... :biggrin:

aber wenn man den Begriff Kirmesrennen hier nun schon gefühlt zum xten Mal gelesen hat .... ist auch einmal gut...

Aber solange diese Wettkampfform zum Alpinen Ski Weltcup gehört, sollte man dieses auch irgendwann einmal akzeptieren...
man braucht es ja nicht an zu schauen, wenn es einem nicht taugt.... :)

und Tradition hat diese Form schon länger als ein Super G im Speed Bereich...

Ein Andre Arnold und ein Hansi Hinterseer haben damit schon im amerikanischen Profizirkus Ihre Brötchen verdient....
in Zeiten als noch niemand von einem Super G etwas gewusst hat..

Da hier ja immer die sportliche Wertigkeit und Ungleichheit im Wettbewerb kritisiert wird....
sollte man einen Gesichtspunkt auch einmal berücksichtigen....

Von den äusseren Bedigungen ist der Parallel Event, der fairste Wettbewerb überhaupt im alpinen Ski Weltcup...
Die Kontrahenten haben im Wetbewerb exakt die gleichen Wetterbedingungen und Schneeverhältnisse....

Wie oft haben in der Vergangenheit irreguläre Wetterbedigungen im Verlaufe eines Wettbewerbs, die Ergebnisse auf den Kopf gestellt...
so etwas wird hier zumindest nie passieren...
( und das die verdienten Sieger ganz oben stehen, sieht man auch in der Ergebnisliste, beide Finalteilnehmer haben im Verlauf des Wetbewerbs die schnellste Zeit überhaupt gefahren )
https://medias1.fis-ski.com/pdf/2022/AL/0002/2022AL0002RLL.pdf

Beide Wettkampfformen haben Ihre Vor und Nachteile... und Schwarz/Weiß Malerei finde ich deshalb absolut unangebracht...
und solange beides zum Alpinen Ski Weltcup gehört, ist es eben einfach eine Tatsache...
und man kann es ganz sicherlich nicht hier im Forum ändern...
auch wenn man hier 100 Mal Kirmesrennen reinschreibt... :biggrin:
 
Highlander schrieb:
( und das die verdienten Sieger ganz oben stehen, sieht man auch in der Ergebnisliste, beide Finalteilnehmer haben im Verlauf des Wetbewerbs die schnellste Zeit überhaupt gefahren )
https://medias1.fis-ski.com/pdf/2022/AL/0002/2022AL0002RLL.pdf

Wenn das das Kriterium ist, dann soll man es heranziehen und auf die ganze Parallelfahrerei verzichten.... :biggrin:

Nein, im Ernst: Wenn in einem Bewerb der Sieg davon abhängt, ob man zuerst auf der roten oder auf der blauen Piste fährt, dann wäre es bestenfalls dann akzeptierbar, wenn es eine Regel gäbe, nach der man es sich aussuchen kann, auf welcher Seite man beginnt. Vielleicht könnte man das Ergebnis der Qualifikation heranziehen. Ich habe allerdings beim gestrigen Bewerb nicht verstanden, nach welchem Kriterium die Zuteilung der Läufe erfolgt ist.
 
gerrit schrieb:
Highlander schrieb:
( und das die verdienten Sieger ganz oben stehen, sieht man auch in der Ergebnisliste, beide Finalteilnehmer haben im Verlauf des Wetbewerbs die schnellste Zeit überhaupt gefahren )
https://medias1.fis-ski.com/pdf/2022/AL/0002/2022AL0002RLL.pdf

Wenn das das Kriterium ist, dann soll man es heranziehen und auf die ganze Parallelfahrerei verzichten.... :biggrin:

Nein, im Ernst: Wenn in einem Bewerb der Sieg davon abhängt, ob man zuerst auf der roten oder auf der blauen Piste fährt, dann wäre es bestenfalls dann akzeptierbar, wenn es eine Regel gäbe, nach der man es sich aussuchen kann, auf welcher Seite man beginnt. Vielleicht könnte man das Ergebnis der Qualifikation heranziehen. Ich habe allerdings beim gestrigen Bewerb nicht verstanden, nach welchem Kriterium die Zuteilung der Läufe erfolgt ist.

Zumindest im Achtelfinale immer der Qualischnellere zuerst auf rot - ob das dann auch für die weiteren Läufe galt oder dort dann z.b. immer der vorige Lauf herangezogen wurde ist mir auch unklar
 
also von mir aus könnt Ihr hier weiter diskutieren bis Anno Domini.... :biggrin:
aber ich bin bei diesem Thema jetzt raus .....
Nur überlegt einmal über was Ihr hier diskutiert.....
Über einen eventuellen Vorteil auf einen der beiden Kurse... und was war gestern ?
Diesen Vorteil hat gestern nur einer nutzen können, alle anderen hat es auf dem roten Kurs auf die Nase gelegt... :biggrin:

Wenn man darüber diskutieren muss, dann kann man auch gleich bei SuperG und Abfahrt anfangen...

wenn dort nach den Top 15 die Wetterverhältnisse sich dramatisch verbessern, und höhere Startnummern Bestzeiten fahren..
( was schon oft vorgekommen ist .. aber seltsamerweise hier nie ein Echo verursacht hat... :) )

Aber das ist genau das gleiche Thema .... :)
sollen dann die Top 15 nochmals starten dürfen oder wie stellt Ihr Euch das dann dort vor...?
 
Latesn schrieb:
Zumindest im Achtelfinale immer der Qualischnellere zuerst auf rot - ob das dann auch für die weiteren Läufe galt oder dort dann z.b. immer der vorige Lauf herangezogen wurde ist mir auch unklar

dürfte dann auch weiter so gewesen sein, weil Hirschbühel war sowohl gegen Kristofferson als auch gegen Raschner zuerst auf der blauen Piste und soweit ich es in Erinnerung habe der langsamste Qualifzierte.
@ highlander
Natürlich ist es so, dass Wetter- und Schneebedingungen immer dazu führen, dass nicht alle die gleichen Verhältnisse haben, aber das ist dann so etwas wie "höhere Gewalt", zumindestens dann, wenn nicht eklatante Präparierungsmängel zur etwaigen Verschlechterung der Bedingungen beitragen. Aber dass in einem Parallelbewerb, bei dem es ja eigentlich Mann/Frau gegen Mann/Frau gehen sollte in einer bestimmten Konstellation zwar beide annähernd die gleichen Bedingungen haben, aber NICHT derjenige gewinnt, der insgesamt der Schnellere ist, zeigt meines Erachtens auf, dass es sich um eine Fehlkonstruktion im System handelt. Prinzipiell könnte man den Fehler durch ein ständiges Monitoring der Laufzeiten beheben, in dem man den maximal möglichen Rückstand dadurch definiert, dass man zum durchschnittlichen Zeitunterschied der Läufe 0,5 Sekunden hinzu addiert. (Würde aber vermutlich die Mehrheit nicht verstehen..... )
 
Oder eben den Zeitunterschied erst bei 10-15% der Laufzeit kappen.

Auch fairer bei gestürzten und ausgefallenen, wobei ich hier sogar überlegen würde ausgefallen ist ausgefallen. Wenn Noel am Ganslern einfädelt darf er ja auch nicht nochmal mit 0.5 Sekunden Malus starten.
 
Arlbergfan schrieb:
Da ich am Event war, habe ich leider keine Interviews gesehen.
Bin davon ausgegangen dass du dort warst.
Haben die echt Freddie Mercurys Gesangseinlage vom Live Aid verwendet als Stimmungsmache?
Also das hier:
 
CrystalMountain schrieb:
Saison-Aus für den Franzosen Adrien Theaux (37): Trainingssturz in Copper Mtn. mit Kreuzbandriss, Schienbeinfraktur und Knöchelbruch.

https://skiweltcup.tv/index.php/ski-weltcup-news-schwerer-trainingssturz-von-adrien-theaux-in-copper-mountain-bringt-saison-aus-mit-sich/

Angesichts der schwere der Verletzung, seines Alters und der Tatsache, dass er schon in den letzten Jahren mit Verletzungs- und Formproblemen zu tun hatte und seine beste Zeit schon einige Jahre zurück liegt, muss man wohl vom Karriere-Ende ausgehen.
 
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