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Alpiner Skiweltcup 2023/24

Martin_D schrieb:
Thomas Dreßen sehr niedergeschlagen im ARD-Interview.

https://www.sportschau.de/wintersport/ski-alpin/video-abfahrt-maenner-wengen-interview-dressen-100.html

Ich fürchte, viele Weltcupabfahrten wird er nicht mehr bestreiten.

Klingt fast so als hätte er innerlich schon einen Schlussstrich gezogen. Klingt wie „1x Streif noch zur Not stehend und dann war es das“

Er ist nicht der einzige wo gewaltiges Talent und Willen gepaart mit einem mega Grundspeed an einem Körper scheitern der den Belastungen im Alpinsport nicht standhält, aber gerade bei ihm macht es einen schon arg betroffen.

Gefühlte 15x wieder den Anschluss nach brutalen Verletzungen geschafft und jedesmal gibt’s kurz drauf wieder einen Batzer vor den Latz und das Spiel geht von vorne los. Wenigstens kann ihm keiner die Mega Fahrt von Kitzbühel oder die anderen grandiosen Abfahrten nehmen.
 
Eine erste Reaktion der FIS auf die vielen Stürze und Verletzungen:
Die bisher ausgefallenen und noch nicht wieder neu angesetzten Rennen werden allesamt ersatzlos gestrichen.

Bei den Herren sind das 4 Rennen:
> DH #2 von Zermatt-Cervinia, DH #2 von Beaver Creek, SG von Beaver Creek, SL von Val d'Isère

Sowie bei den Damen 2 Rennen:
> Beide DH von Zermatt-Cervinia

Quelle: https://www.neveitalia.it/sport/scialpino/maschile/news/le-polemiche-di-wengen-e-l-annuncio-di-waldner-dopo-lo-shock-per-kilde-non-ci-saranno-piu-recuperi
 
Drei folgenschwere Stürze bei den drei Speed-Rennen in Wengen an drei Tagen trüben aktuell die Sicht auf den alpinen Skiweltcup. Nach Marco Kohler und Alexis Pinturault verletzte sich am Samstag auch Aleksander Aamodt Kilde. Der Norweger blutete heftig am Bein und wurde mit einem Hubschrauber abtransportiert. Für zahlreiche Athleten, Trainer und Experten ist der Terminkalender ein auslösender Faktor. „Nicht mehr normal“, urteilte etwa Cyprien Sarrazin.
https://sport.orf.at/stories/3121058/
 
Kilde nur mit Schnittwunde an der Wade und Schulterluxation. Keine Brüche, Glück im Unglück!
 
Um Kilde wird sich mittlerweile liebevoll gekümmert:
https://www.instagram.com/akilde/p/C2EobCCOwxP/?hl=de&img_index=1

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Herzlichen Glückwunsch an Lara Gut-Behrami zum 40. Weltcupsieg und zum 20. Gewinn eines Super-G-Rennens!
https://www.fis-ski.com/en/alpine-skiing/alpine-news-multimedia/news-multimedia/news/season-2023-24/gut-behrami-wins-sunday-super-g-for-40th-world-cup-victory

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Für den DSV war das ja mal ein Wochenende zum vergessen, aber so richtig.
Einzige Lichtblicke (wenn man das überhaupt so bezeichnen mag/kann/darf): Weidle 5. in der Abfahrt, Holzmann 14. im Slalom.
Ansonsten: besser nicht nachfragen oder nachschauen...
 
Saison-Aus für Kilde:

Auch Aleksander Aamodt Kilde wird in diesem Weltcup-Winter nicht mehr an den Start gehen. Das bestätigte Norwegens Teamarzt Marc Jacob Strauss gegenüber dem norwegischen Sender NRK: „Die Saison ist vorbei. Wir hoffen, dass er nächste Saison wieder dabei sein kann. Wir sind eigentlich noch froh über diesen Ausgang, wir hatten viel schlimmere Verletzungen befürchtet“.

https://www.merkur.de/sport/wintersport/aleksandar-kilde-sturz-wengen-lauberhorn-saison-ende-op-92776810.html


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Positive Schneekontrollen für Jasná und Cortina d'Ampezzo (Damen) sowie für Schladming und Garmisch-Partenkirchen (Herren):

SCHNEEKONTROLLE POSITIV 👌✔️
FIS-Assistenz-Renndirektor / Speed Raimund Plancker gibt grünes Licht für die Herren Rennen an der Kandahar am 27./28.01. 🙏❤️‍🔥 „mein Eindruck von der Piste ist sehr gut, das Gelände ist richtig abwechslungsreich, wir haben eine gute Breite und eine gute Dichte. Somit Schneekontrolle positiv abgeschlossen“
Die Vorbereitungen laufen weiter auf Hochtouren 🔥
Quelle: https://www.facebook.com/skiweltcupgarmisch/
 
Zweites (und Abschluss-)Training in Kitzbühel heute:

Während Thomas Dreßen auf einen Start verzichtet hat, kam es kurz vor Ende noch zu zwei schweren Stürzen:

- Remi Cuche / SUI (Neffe von Didier Cuche) im Steilhang - im Heli ins Spital - Verdacht auf Kreuzbandriss
Remi Cuche, Neffe von Kitzbühel-Rekordsieger Didier, scheidet im oberen Streckenteil aus. Bei Einfahrt Steilhang erhält er einen Schlag – ähnlich wie Marco Schwarz in Bormio. Dann frisst sich der Ski in die Piste ein. Cuche muss danach vom Helikopter weggeflogen werden. Laut Onkel Didier liegt der erste Verdacht auf einer Kreuzbandverletzung.

- Barnabas Szollos / ISR in der Mausefalle - er verliert beim Aufprall seinen Helm 8O 8O 8O
Nach Remi Cuche geht Barnabas Szollos mit der Startnummer 69 auf die Piste. Und den Israeli verwirft es in der Mausefalle ganz übel. Beim ersten Aufprall schlägt es ihm den Helm weg. Zur Erstversorgung auf der Strecke sind dann auch gleich drei Notärzte im Einsatz. Die Bergung dauerte rund eine halbe Stunde. Nun befindet sich Szollos auf dem Weg in den Spital. Später gibt Rainer Nachbauer von Ausrüster Kästle leichte Entwarnung. Szollos sei ansprechbar und befinde sich nicht in Lebensgefahr. Die genaue Diagnose steht aber noch aus.

Quelle: https://www.blick.ch/sport/ski/2-kitzbuehel-training-im-ticker-wie-praesentiert-sich-die-streif-heute-id19339947.html
 
Echt übel dieses Jahr... Wobei man ehrlicherweise sagen muss, dass es solche Stürze in Kitzbühel schon immer gegeben hat. Dieses Jahr kommt das angesichts der Verletzungsserie mehr ins Bewusstsein.

Das Schlimmste, was der FIS jetzt passieren könnte, wäre, dass Odermatt irgendwann auch noch stützt und sich schwer verletzt. Wenn die sehr wahrscheinlichen Plätze eins, zwei und drei im Gesamtweltcup alle verletzungsbedingt die Saison nicht beenden könnten, wäre das wohl der Super-Gau für die Reputation der Terminplaner...
 
Ja, ein Ausfall von Odermatt wäre der absolute Super-Gau - aber auch wenn es jetzt noch jemanden wie Kriechmayr oder Sarrazin treffen würde, wäre das sehr schlecht für das Image des Weltcups. Als Svindal und ein paar andere vor einigen Jahren im Krankenhaus gelandet sind, standen die Kitzbüheler Veranstalter in der Kritik, weil sie die Piste zu sehr vereist hatten. Jetzt ist die Gemengelage aber eine andere.

Mal schauen, ob sich Kalendermäßig wirklich was ändern wird, denn...

Jan Tenner schrieb:
wäre das wohl der Super-Gau für die Reputation der Terminplaner...

Ha ha, besser gesagt für DEN Terminplaner!
Ich habe gerade folgenden Artikel zum aktuellen Zwist Urs Lehmann vs. FIS / Johan Eliasch gelesen -
es geht dabei auch um den Kalender für 2024/25 und das angedachte Finale in Sun Valley:

https://www.blick.ch/sport/ski/weltcup-final-soll-in-sun-valley-steigen-ein-mini-skigebiet-sorgt-fuer-riesen-zoff-zwischen-lehmann-und-eliasch-id19339039.html

Die Vorgeschichte:
https://www.blick.ch/sport/ski/zoff-mit-ski-boss-eliasch-eskaliert-fis-wirft-lehmann-unethisches-verhalten-vor-id19337173.html
https://www.fis-ski.com/en/international-ski-federation/news-multimedia/news-2022/statement-to-fis-council-member-urs-lehmann-s-criticism-in-the-media
 
Rückblick: Vor einem Jahr wurde ORF-Experte Armin Assinger direkt nach der Hahnenkammabfahrt vom US-Fernsehen gebeten,
das Rennen auch für das amerikanische Publikum zu analysieren:

 
Wie jedes Jahr zum Hahnenkammrennen empfehle ich zur obligatorischen Diskussion um Stürze und Sicherheit das Video von der Streif-Ausgabe 1981, dass die Stürze eines einzigen Rennens zeigt:

https://www.youtube.com/watch?v=dvL46APZzMY

Göttlich ist der lakonische (Co-)Kommentar von Uli Spiess dazu :-)
 
Das ist leider die logische Konsequenz aus den quälenden Comeback-Versuchen der letzten Jahren. Dass tut zwar jetzt weh, aber ich glaube, dass es für Thomas Dreßen die richtige Entscheidung ist. Jahrelanges Mitleid, dass er es verletzungsgeplagt doch nicht wieder auf's Topniveau schafft, hat er nicht verdient.
Jetzt liegt es beim DSV, einen Posten im Trainerteam zu schaffen, bei dem Dreßen mit Spaß und Hingabe sein Können und seine Erfahrung weitergeben kann!
 
Jan Tenner schrieb:
Wie jedes Jahr zum Hahnenkammrennen empfehle ich zur obligatorischen Diskussion um Stürze und Sicherheit das Video von der Streif-Ausgabe 1981, dass die Stürze eines einzigen Rennens zeigt:

https://www.youtube.com/watch?v=dvL46APZzMY

Göttlich ist der lakonische (Co-)Kommentar von Uli Spiess dazu :-)


Das Rennen gibt es auch komplett auf Youtube.

https://www.youtube.com/watch?v=EmeZ23aOQHw

Auf die Idee, das Rennen nach einem Sturz zu unterbrechen, sind die damals noch nicht drauf gekommen.
 
Martin_D schrieb:
Auf die Idee, das Rennen nach einem Sturz zu unterbrechen, sind die damals noch nicht drauf gekommen.
Nö, da wurde durchgezogen :wink:
Die ganzen Stürze zeigen aber, dass die Streif schon gefährlich war, was die Wahrscheinlichkeit für schwere Stürze anging. Allerdings wird auch deutlich, dass die Folgen häufig noch nicht ganz so schlimm waren. Durch die Präparierung und besonders durch das Material wirken heute ganz andere Kräfte und schon einzelne Verschneider führen zu Kreuzbandrissen und ähnlich schweren Verletzungen.
 
Nochmal zu Dreßen:

Ende 2018 war der Kreuzbandriss in Beaver Creek. Nicht einmal ein Jahr später gewinnt er beim ersten Rennen Lake Louise und im weiteren Verlauf des Winters zwei weitere Abfahrten. Dennoch hat die damals erlittene Knieverletzung entscheidend zu seinem Karriereende beigetragen. Da stellt sich für mich schon die Frage, ob man damals zu schnell zu viel wollte.

Die Schweizer dagegen haben Feuz nach seiner schweren Verletzung ganz behutsam wieder aufgebaut und später hatte Feuz dann noch mal etliche gute Jahre.
 
Auf jeden Fall nicht abwegig, der Gedanke!
Allerdings war Dreßen beim DSV der alleinige Hoffnungsträger für die Zukunft als Leader einer erfolgreichen Abfahrtsmannschaft. Swiss Ski hatte in der "Aufbauphase" von Feuz dagegen viele Eisen im Feuer, Carlo Janka oder Patrick Küng (der ja sogar Weltmeister wurde), um nur einige zu nennen. Ist natürlich letztlich keine Entschuldigung, sollte man tatsächlich jemanden nach Verletzung zu schnell verheizt haben. Aber erklärt vielleicht ein bisschen, warum es bei Feuz leichter fiel, Geduld und Sorgfalt bei der Rekonvaleszenz walten zu lassen.
 
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