Nachdem ich ziemlich vor genau einem Jahr die Saison 2021/22 eröffnete, ist es Zeit für ein spätes Fazit. Im Ausblick auf die vergangene Saison machte ich folgende Prognose:
Nächsten Winter werden es wieder deutlich weniger Skitage werden, da ich den Winter nicht erneut in den Bergen verbringen werde. Ob ich mir eine Saisonkarte (Top3, Magicpass, Mont4Card) kaufen werde, ist ebenfalls noch unklar. Klar ist, dass ich die Saison in den vergangenen Tagen in Zermatt eröffnet habe.
Es wurden wie prognostiziert deutlich weniger Skitage als im Rekordwinter 2020/21 mit 112 Skitagen. Dennoch können sich die 61 Skitage vergangenen Winter durchaus sehen lassen. Ich hätte im Vorfeld nicht mit annäherend so vielen Tagen gerechnet. Um den zweiten Teil der Prognose noch zu beantworten: Ja, es wurde eine Saisonkarte und zwar die Mont4Card (4 Vallées), mehr dazu später.
Wenn man die Davoser, Gstaader und Oberengadiner Teilgebiete einzel zählt, war ich in 17 verschiedenen Skigebieten unterwegs. Darunter waren doch überraschend viele Erstbesuche: Melchsee-Frutt, Sörenberg (Nachtskifahren), Meiringen-Hasliberg, Aletsch-Arena, Gstaad Eggli-La Videmanette und Portes du Soleil. Die meisten neu entdeckten Gebiete waren ganz nett, insbesondere die Aletsch-Arena gefällt mir sogar sehr gut. Nichtzuletzt, da der Andrang am Wochenende überschaubar ist trotz der sehr guten Erreichbarkeit ab Bern.
Neben den Erstbesuchen waren natürlich auch viele mir bekannte Skigebiete dabei. Unerwartet viel war ich im Oberengadin (7 Tage Corviglia, 4 Tage Corvatsch) sowie in Arosa-Lenzerheide (7 Tage) unterwegs. Selbst mit Laax konnte ich mich zu Jahresbeginn während 2 Tagen etwas versöhnen. Erstmals seit 2010 reichte es für keinen einzigen Skitag in Savognin.
Das Berner Oberland hingegen überzeugt mich weiterhin nur selten. In Meiringen-Hasliberg und Grindelwald-Wengen war der Andrang enorm, in Gstaad war es im Februar bereits viel zu warm. Das Wallis hingegen hat es mir ziemlich angetan, trotz dem fehlenden Schnee. Dass es im Sommer/Herbst einige Tage auf dem Gletscher von Zermatt gibt, ist unterdessen nichts mehr Neues. Dank meiner Saisonkarte war ich zudem im Winter während insgesamt 17 Tagen in den 4 Vallées unterwegs. Dazu nutzte ich die Saisonkarte auch noch an drei Tagen in der Aletsch-Arena und an 2 Tagen in den Portes du Soleil.
Übersicht
29.07. - 30.07. Zermatt (2 Tage)
09.10. - 10.10. Zermatt (2 Tage)
27.11. - 28.11. Zermatt (2 Tage)
12.12. 4 Vallées (1 Tag)
18.12. Grindelwald-Wengen (1 Tag)
19.12. 4 Vallées (1 Tag)
29.12. Davos Rinerhorn (1 Tag)
30.12. - 31.12. Engadin St. Moritz (2 Tage)
01.01. - 02.01. Laax (2 Tage)
09.01. Melchsee-Frutt (1 Tag)
12.01. Sörenberg (Nachtskifahren)
22.01. - 23.01. Arosa-Lenzerheide (2 Tage)
28.01. - 29.01. Aletsch-Arena (2 Tage)
30.01. - 12.02. 4 Vallées (14 Tage)
18.02. - 20.02. Gstaad (3 Tage)
26.02. Gstaad (1 Tag)
27.02. Pizol (1 Tag)
04.03. Meiringen-Hasliberg (1 Tag)
06.03. Aletsch-Arena (1 Tag)
12.03. - 13.03. Portes du Soleil (2 Tage)
18.03. - 20.03. Arosa-Lenzerheide (3 Tage)
27.03. - 01.04. Engadin St. Moritz (6 Tage)
02.04. - 03.04. Arosa-Lenzerheide (2 Tage)
15.04. - 17.04. Engadin St. Moritz (3 Tage)
18.04. Davos Jakobshorn (1 Tag)
29.04. 4 Vallées (1 Tag)
29.05. Zermatt (1 Tag)
Ausgaben
Total (eigenfinanzierte Skitage): CHF 1'667.17*
Total (alle Skitage): CHF 1473.47 (Vorjahr: CHF 1'925.70)
pro Skitag: CHF 24.97 (Vorjahr: CHF 17.04)
*beinhaltet die Ausgaben für 46 der 61 Skitage. Die übrigen 15 Tage lassen sich finanziell nicht genau berechnen, da sie Bestandteile von Kursen, Skilagern und Geschäftsskitag waren. Insgesamt fielen für diese Tage -CHF 193.70 an, da ein Teil der Saisonkarte zurückerstattet wurde.
Teuerste Skitage
1. Zermatt (29. Mai; CHF 92.-)
2. Zermatt (29./30. Juli, 9./10. Oktober; CHF 65.-)
3. Davos Rinerhorn (29. Dezember; CHF 57.-)
4. Davos Jakobshorn (18. April; CHF 54.40)
5. Oberengadin (30./31. Dezember, 15.-17. April; CHF 45.-)
Günstigste Skitage
1. Sörenberg (Nachtskifahren 12. Januar; CHF 15.-)
2. Melchsee-Frutt (9. Januar, CHF 24.31)
3. Meiringen-Hasliberg (16. Januar, CHF 26.0

4. Pizol (27. Februar, CHF 26.52)
5. Arosa-Lenzerheide (18.-20. März, CHF 31.-)
Absolut gesehen war die Saison also deutlich günstiger als im Vorjahr. Ursache dafür war die deutlich günstigere Saisonkarte (Mont4Card: CHF 400.-, Topcard: CHF 1'150.-). Auf den einzelnen Skitag hinuntergebrochen, waren noch CHF 24.97 fällig. Das ist zwar mehr als im Vorwinter, aber weniger als in den beiden Wintern davor (jeweils CHF 29.00). Bei der Rangliste der teuersten und günstigsten Skitage gibt es dieses Mal kaum Überraschungen.
Die Saisonkarte hat sich locker gelohnt mit 22 Nutzungstagen (17 Tage 4 Vallées, 3 Tage Aletsch-Arena, 2 Tage Portes du Soleil). Dazu kamen noch die Skipässe für Arosa-Lenzerheide, welche jeweils zum halben Preis bezogen werden können. Abgesehen davon wären noch andere Skigebiete mit einigen Gratistagen inklusive und auch im Sommer kann man sie noch an diversen Orten nutzen. Bislang machte ich einmal in der Aletsch-Arena sowie in Chamonix (Aiguille du Midi) davon Gebrauch.
Prognose für kommende Saison
Einen frühen Saisonstart im Sommer wird es dieses Jahr in den Alpen wohl kaum geben, dazu sind die Verhältnisse viel zu schlecht. Es besteht eine Chance, dass ich die Saison anfangs September in Norwegen eröffne. Da nach Galdhøpiggen zu diesem Zeitpunkt allerdings kein ÖV mehr verkehrt, ist die Wahrscheinlichkeit eher gering. Ansonsten geht es frühestens im Oktober, spätestens Ende November los.
Die Saisonkartenthematik ist auch dieses Jahr noch nicht entschieden. Sofern es eine gibt, dürfte es mit hoher Wahrscheinlichkeit erneut die Mont4Card werden, die ich noch ein letztes Mal kaufen kann. Die Magicpass-Gebiete liegen weiterhin ungünstig für die ÖV-Anreise ab Bern und die Top4-Karte reizt mich weiterhin nur wenig.
Skitage an sich sind noch praktisch keine geplant. Es wird aber sicherlich wieder ein Skilager dabei sein.