Man kann sich die Lage ja nur noch schön trinken
Heute mal ein "Wanderwein", also eine Weinflasche, die als Geschenk vielleicht sogar mehr als zwei Besitzerwechsel hinter sich hat und in diesem Falle über meinen Schwiegervater zu mir gedrungen ist
Zur "Feier des Tages" (sorry Galgenhumor

) ein 2018er GV Kremstal DAC Reserve vom Weingut Sepp Moser aus Rohrdorf bei Krems. Lt. Recherche von Dr. Google entstammt das Weingut der berühmten Lenz-Moser-Dynastie, ist aber ein anderer Familienstrang als die Weinfabrik gleichen Namens (größter Weinproduzent Österreichs soweit ich weiß).
Mit 13 Vol%, bio und vegan ist der Wein auf die Flasche gekommen. Im Duft und am Gaumen zunächst etwas verschlossen; ich meine eine leichte Hefenote zu spüren, eventuell spontan vergoren. Weine von fruchtbaren Lössböden sind oft sehr fruchtbetont, was hier zunächst ein wenig anders ist. Aber bald machen sich leichte Steinobstnoten und das GV typische "Pfefferl", eine gewisse Würze, bemerkbar.
Ich habe jetzt mal das Glas gewechselt; vom relativ kleinen Rheingau Riesling Glas zum etwas größeren Riesling Smaragd; dort ist der Wein im Duft viel würziger und im Geschmack verbinden sich Würze und Frucht nach meinem Eindruck harmonischer. Der Wein ist im großen Holzfass ausgebaut und ich glaube das größere Glas passt wirklich besser. Wenn ihr die Möglichkeit habt (und wenn es nur zwischen Weinprobierglas und Normalglas ist) gönnt euch mal solche Vergleiche


, das kann extrem spannend sein.
Die Würze im Duft kann erstmal verwirrend sein, aber der Wein bekommt im Geschmack viel mehr Länge und Komplexität, auch wenn es insgesamt nicht mein favorisierter Weinstil ist. Aber gutes Niveau und geeignet, sich den Abend schön zu trinken.
Hall die Gail aus Flörsheim und lasst uns versuchen, den Sch... ; ach ich lass es
