Zum Abschluss des Urlaubs habe ich es nochmal krachen lassen


Zum leckeren Menü gab es heute die Empfehlung von Chef Rainer, nachdem ich im meine Referenzblauburgunder genannt hatte; Pinot Noir Trattmann von der Kellerei Girlan aus 2016 mit 14,5 Vol%. Letztere nicht wirklich spürbar
Im Duft klare Kirschfrucht mit leichtem Waldboden.
Am Gaumen unglaublich griffig, schöne Runde Säure mit Aromen von eingelegten Schattenmorellen, große Länge am Gaumen und dauernd der Ruf nach dem nächsten Schluck. Der Wein ist nicht extravagant, aber das macht ihn so herrlich trinkig auf höchstem Niveau
An der Bar folgten dann noch zwei Gläser aus der Edelauswahl über einen Spezialausschenksystem:
2015er Pündericher Marienburg Riesling GG von Clemens Busch mit tollem Schieferaroma, griffiger Säure und schönen hintergründigen Steinobstnoten; ein Genuss.
2013 Pinot Noir Dona Rouge von Hartmann Dona, der als Südtiroler Weinmagier gilt; wild animalisch nach Speck, Waldboden und Leder duftender, eher französischer Stil. Die Kirsche kombiniert sich am Gaumen mit roter Johannisbeere; tolle Tannine und ein völlig anderer Stil als der Trattmann.
Dann am Schluss gemeinsam mit Rainer und Monika, seiner Frau, die die tolle Weinverkostung abhielt, der Höhepunkt des Abschlussfeuerwerks:
2011er Riesling Auslese aus der Niedernhäuser Herrmannshöhle vom Weingut Dönnhoff

Das ich solch eine edelsüße Granate in Südtirol trinken würde, hätte ich nicht gedacht.
Die Kombination aus frischer Säure, exotischen Früchten wie z.B. Litschi, eine feine Buttrigkeit, Schmelz sozusagen und im Verlauf Noten von Waldhonig, machen so etwas zu einem Weinmonument, das sich noch Jahrzehnte halten kann.
Ein angemessener Abschluss eines, abgesehen vom Missgeschick mit dem Knie, sehr schönen Urlaubs, der mir weitere Weinfreunde eingebracht hat