Auch in meiner derzeitigen Urlaubswoche bleibt mir nur das "Heimtrinken" und da gerade die Weine des täglichen Bedarfs schneller weggetrunken werden, als ich hier schreiben kann, fuhr ich heute mal wieder beim Peter Flick in Hochheim vorbei
Neben Liter- und Kabinett Riesling habe ich je eine Testflasche der beiden im Herbst gefüllten Spätburgunder erstanden. Heute Abend im Glas der 2019 Hochheimer Stein Spätburgunder Trocken mit üppigen 14 Vol%.
Bis dato hatten mich die Rotweine dort (anders als die Rieslinge) nicht wirklich überzeugt.
Eine gewisse Aufwärtstendenz sehe ich heute Abend schon

Zwar finde ich, dass es eine ziemliche Wuchtbrumme mit erstaunlich intensiver Farbe ist und das Piemontkirsch-Aroma steht auf meiner Beliebtheitsskala nicht ganz oben, aber die Säure und die spürbaren Tannine werden den Wein durch den Abend tragen
Das veranlasst mich zu einem kleinen Exkurs anlässlich ski-chrigels aktuellem Graubünden-Topic.
https://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=53&t=64991&p=5310036#p5310018
Maskulin/Feminin beim Alkohol

Ich finde diese Einschätzungen immer recht subjektiv, aber wenn ich Weinbeschreibungen so reflektiere; maskulin = Fülle, Wucht, Alkohol und feminin = Eleganz, filigrane Aromen, weniger Alkohol. So ganz grob

Beim Schnaps finde ich es noch schwieriger. Ja, auch da wie beim Wein gibt es das Klischee süß = feminin. Mag beim Grappa in der Geschmacksanmutung vielleicht so sein, aber schon bei Whisky kann man da ziemlich daneben liegen

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ski-chrigels Rotweingeschmack erscheint mir übrigens in der Tendenz eher auf die vorgenannte maskuline Richtung hinzudeuten