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ALPSPIX Neue Bilder_20_08_10

Bei meinem gestrigen Besuch im Höllental in GAP konnte ich aus der Ferne die neueste "Attraktion" in Augenschein nehmen.

Den Alpspix


Mit etwas mehr Zoom


Ich verstehe natürlich die Intention der BZB neue Attraktionen für die Besucher zu schaffen. Insbesondere die Sommergäste sollen natürlich auch auf Ihre Kosten kommen und einen zusätzlichen Anreiz haben die Auslastung der Bahn zu steigern.
Die teuren Sommertickets wollen ja auch verkauft sein.

Auch wenn jetzt wahrscheinlich einige auf mich eindreschen werden:
Das Teil sieht für mich aus wie der Henkel zum wegwerfen!
Ein Fremdkörper der da nicht hingehört.

Bei jeder neuen Schneekanone - von Liftanlagen mal ganz zu schweigen - die in Deutschland aufgestellt werden soll, wird hinsichtlich der Genehmigung ein Mordstheater gemacht. Mir erschließt sich beim besten Willen nicht wie man diesen Mist genehmigen konnte. Was bitte gewinnt der Turnschuhtourist wen er eine solche Anlage betritt. Ein besseres Pano bestimmt nicht. Einen kurzen Nervenkitzel, ....vielleicht. Für mich jedoch kein Grund eine der spektakulärsten Alpenszenarien welche Deutschland zu bieten hat derart zu verunstalten.

Bitte nicht falsch verstehen: Ich bin kein Gegner der touristischen Bergerschließung. Eher das Gegenteil: Ich nutze sie ja selbst. Aber beim Anblick dieses Teiles stellt sich mir die Frage, ob man wirklich jeden Schrott an die Berge Schrauben muss?
 
hast du auch ein zoomloses Bild? Oder ist das erste ohne Zoom gemacht?
 
@kaldini
Müsste auch mit leichtem Zoom sein. Komplett ohne habe dann wohl leider keines.
Macht es aber auch nicht schöner. :)
 
naja, auf den Bildern (vor allem auf dem letzteren) sieht das Teil ja schon sehr groß aus. Deshalb meine Frage, wie es in Natura aussieht.
 
Also ich kann nichts Negatives am Alpspix finden. Der einzige Fremdkörper dort oben ist für mich die 70er Jahre Bergstation der Osterfelderbahn! Die Plattformen sind für mich nicht störend und sollten in Serie gehen. Bsplsw: Auf der Zugspitze am Windloch!
 
DAB schrieb:
Der einzige Fremdkörper dort oben ist für mich die 70er Jahre Bergstation der Osterfelderbahn!
Sicherlich richtig! So gesehen ist natürlich jedes Bauwerk in nahezu natürlicher Umgebung - ob auf Bergen oder nicht -
ein Fremdkörper. Die Bahn erfüllt aber immerhin den Zweck der Personenbeförderung

DAB schrieb:
Die Plattformen sind für mich nicht störend und sollten in Serie gehen.
Gibt sicherlich Plattformen die nicht ganz so viel verhunzen.
Welchen Nutzen hat so ein Teil deiner Meinung nach?
(Vielleicht reicht ja der Platz und man könnte auch noch ein Bungee-Seil dranhängen.)
 
Die Einweihung von dem Teil war heut immerhin Thema in der Tagesschau und der BR Rundschau. Eigentlich verwunderlich für so ein bißchen Aussichtssteg... aber zumindest PR-technisch ist das Ganze wohl schon mal ein Erfolg.
Ob das Ganze jetzt (sehr) störend ist werd ich mir wohl vor Ort mal anschauen müssen, irgendwie kann ich da aufgrund der Bilder kein Urteil fällen. Von GAP (Ort) aus sieht man zumindest schon mal nix wenn man nicht speziell sucht oder ein Fernglas hat. Vom Höllental aus mag das anders wirken.
 
Die Plattformen symbolisieren meines Erachtens den ersten Schritt Garmisch-Partenkirchens hin zum modernen Sommertourismus. Von den Stegen bekommt der Besucher neue Eindrücke auf die Berge. Insbesondere die Einmaligkeit der Gebirgswelt und des Jubiläumsg. werden hier spektakulär präsentiert. Des Weiteren wird durch das "freie Schweben" die Majestätik der Berge (Stichwort Höhe) deutlich. Natürlich sind die Plattformen dem Zeitgeist angepasst, dass alles moderner und spektakulärer sein soll.
Da sich die Beeinträchtigung der Natur hierbei in Grenzen hält, sie sollte geringer sein als bei jedem Hausbau, ist dies aus meiner Sicht vertretbar.
Thema Aussehen:
Jede Uni-G-Station hat weniger Blickfang als die 70er Jahre Station der Osterfelderbahn! Im Classic Gebiet lässt sich dies prima beobachten.
 
Ich schließe mich DAB an. Auch ich kann an den Aussichtsstegen nichts negatives finden.
Auf der einen Seite wird immer davon gesprochen welch negative Auswirkungen doch der Skitourismus auf die Berge habe und dass man auf den sog. "sanften" Tourismus setzen solle, dass im Sommer eh viel mehr Urlauber kommen, und kaum wird eine Aussichtsplattform direkt neben einen eh schon gut erschlossenen Berg gesetzt kommen gleich wieder die nächsten die den Zeigefinger erheben. Der Steg ermöglicht auch den Menschen ein schönes Erlebnis die vielleicht physisch nicht so einfach in der Lage sind, die Berge so hautnah zu erleben. Sollen die Menschenmassen etwa alle mit dem Bergführer auf ausgelatschten und vermüllten Serpentinen die Alpspitze hinaufgetrieben werden? Dort oben treffen sie womöglich auf einen weiteren Fremdkörper in der Bergwelt der eher noch dazu taugen könnte die religiösen Gefühle der sanften Touristen zu verletzen. Ich habe den Eindruck dass bei diesen vielen kritischen Kommentaren auch ein Stück weit Elitendenken mitschwingt.
Wer unberührte Natur erwartet, der ist auf dem Osterfelderkopf eh falsch. Ich weiß nicht was sich einige Menschen denken?
 
Dann muss ich mich als vermeintlicher Kritiker auch mal wieder zu Wort melden.

Wie ich oben schon geschrieben habe bin weder gegen die Errichtung touristischer Infrastruktur in den Bergen, noch im Speziellen gegen Ausichtsplattformen. In welcher Form auch immer Sie errichtet werden. Ganz im Gegenteil. Ich nutze diese Infrastruktur ja selbst intensiv.
Mich hat einfach nur der Anblick dieser Klinke aus der Höllentalperspektive doch erschreckt und finde sie aus dieser Blickrichtung störend. Viele mögen das anders sehen. Vom Osterfelderbereich, der ja eh komplett mit Infrastruktur erschlossen ist, mag das ganz anders wirken. Ich werde Gelegenheit haben es in Augenschein zu nehmen.
Es geht mir ganz und gar nicht um den erhobenen Zeigefinger und um elitäres (Öko-)Denken schon gar nicht (Bin auch bloß ein durchnittlicher Berwanderer und durchschnittlicher Skifahrer). Ich habe nur versucht den Eindruck, welcher sich mir vermittelt hat zu beschreiben.

DAB schrieb:
Von den Stegen bekommt der Besucher neue Eindrücke auf die Berge. Insbesondere die Einmaligkeit der Gebirgswelt und des Jubiläumsg. werden hier spektakulär präsentiert. Des Weiteren wird durch das "freie Schweben" die Majestätik der Berge (Stichwort Höhe) deutlich. Natürlich sind die Plattformen dem Zeitgeist angepasst, dass alles moderner und spektakulärer sein soll.

Das sehe ich halt anders. Welche neuen Eindrücke? Die Berge sehen noch genauso aus. Wenn ich ein paar Meter über den Abgrund trete gehts rein um den Nervenkitzel. Klar, die Leute wollen das und hinsichlich ERhöhung Attraktivität für die Sommergäste gehe ich mit der BZB d´accord. Als Entscheider hätte ich das Ding auch gebaut.

Hier Eindrücke vom "freien Schweben" und vom "hautnahen" Bergerlebnis 8O
http://www.merkur-online.de/lokales...drang-alpspix-eroeffnung-fotos-mm-828733.html
(Klar, ist die Eröffnung und sicher nicht repräsentativ für den Dauerbetrieb)

McMaf schrieb:
....und kaum wird eine Aussichtsplattform direkt neben einen eh schon gut erschlossenen Berg gesetzt kommen gleich wieder die nächsten die den Zeigefinger erheben.

Um den erhobenen Zeigefinger bzw. (Öko-) Elitedenken gings mir gar nicht, nur um eine kritische Anmerkung, nicht gleich bei allem was eine Betreibergesellschaft in die Berge setzt gleich den Kniefall zu machen und in Applaus auszubrechen. Die betriebswirtschaftlichen Sachzwänge die hinter so einem Projekt stehen sind mir durchaus klar.

McMaf schrieb:
Der Steg ermöglicht auch den Menschen ein schönes Erlebnis die vielleicht physisch nicht so einfach in der Lage sind, die Berge so hautnah zu erleben..........Wer unberührte Natur erwartet, der ist auf dem Osterfelderkopf eh falsch...............

M.E. ist der Blick direkt vom Geländer des Felsens nicht viel weniger spektakulär und auch für jedermann zugänglich.
Wie schon angemerkt: von der Osterfelderseite kritisiere ich auch nicht´s. Vom Höllental sieht´s halt blöd aus.
 
Bei dem tollen Wetter gestern zog´s mich mal wieder in die bayerischen Berge. Da ich bei meinem letzten Ausflug ins Höllental nur bis zur Angerhütte gekommen war, wollte ich die Tour diesmal komplettieren. Den Normalweg durch die Klamm kannte ich ja nun schon, daher ging es diesmal über den Stangensteig (was sich als gute Entscheidung herausstellte da ich den Weg für mich alleine hatte, was sich später natürlich ändern sollte). Der Weg führte mich also über o.g. Steig weiter durch die Klamm und über die Knappenhäuser aufs Hupfleitenjoch.

Geplant hatte ich von hier aus den Abstieg übers Kreuzeck zurück nach Hammersbach. Da ich aber nun schon mal hier oben war plante ich um und stieg noch weiter zum Osterfelderkopf auf um die neueste BZB-Errungenschaft mal aus der Nähe in Augenschein zu nehmen.

Mal sehen: Vlt. sollte es mir ja noch gelingen, meine negative Haltung gegenüber dem Alpspixgedingsbums von vor ein paar Wochen zu revidieren :wink:

Ein paar Bilder habe ich mit meiner Aldi-Klix dann auch gemacht:

Doppelbergstation der beiden PB´s auf dem Osterfelderkopf. Neben diesem Klotz wirkt der Alspix nahezu filigran, ja fast schon „künstlerisch.


Alpspix von der Sonnenterrasse der Bergstation aus gesehen




Aus der Nähe.















Eines der Auflagerfundamente.


Konstruktion von unten.


Tiefblick durch dieFront-Glasscheibe am Ende der Ausleger hinab ins Höllental. Oben rechts bei den Reflektionen kann man in der Tiefe die Stangensteigbrücke erkennen.


Tiefblick durch das Bodengitter. Hier hätte ein Glasboden den gewünschten „Thrill“ wohl noch um einiges erhöht. Ich vermute mal, dass man aufgrund der erheblichen Rutschgefahr bei Nässe hierauf verzichtet hat. Ganz lustig finde ich, dass die Konstruktion nicht völlig starr ist sondern sich fast permanent – je nach Frequentierung – in Schwingung befindet.


Hier der Tiefblick vom Geländer an der Abbruchkante links neben der Plattform.
Nicht unbedingt weniger spektakulär.



Nun zum Revidieren: :wink: Aus der Höllentalperspektive stört mich der Anblick nach wie vor. Auch wenn einen die Plattform von dort unten aus betrachtet nicht gerade anspringt: Die wilde Schroffheit des Höllentals und das fehlen nahezu jeglicher technischer Infrastruktur ( bis auf die MSB zur Angerhütte) lassen sie in meinen Augen dennoch wie ein Fremdkörper wirken.

Für den Sommertourismus auf dem sowieso infrastrukturell voll erschlossenen Osterfelderkopf ist der Alpspix ein Gewinn (….jaja, das meine ich wirklich so :wink: ). Neben der sehr „robust“ wirkenden Bergstation der PB´s setzt sie einen fast schon filigranen, ja fast künstlerisch-skulpturalen Kontrapunkt.
Mein Fazit:: Ich könnte drauf verzichten aber den weniger alpin anghauchten Touristen scheint´s zu gefallen. Für die BZB scheint das Investment aufzugehen. Zumindest lässt mich das die Frequentierung der Osterfelderkopfes an diesem Tage vermuten.

So, nach dem ich hier oben alles gesehen hatte gönnte ich mir noch ein Feierabend-Radler und ein kostenintensives Ticket für die Talfahrt mit der Alpspitzbahn.
 
War gestern oben und deswegen mein Kommentar dazu:

1. Von GAP aus hab ich die Platform nicht gesehen. Dachte wunderwas, wie riesig die Teile sind.
2. Auf der Platform hat man einen herrlichen Blick in die Klamm
3. Von der Höllentalklamm aus kann man die Platform schon erahnen, da diese jedoch Zinkgrau ist, verschwimmt se mit der Bergwelt weitestgehend.
4. Die Erbauer waren selber am Aufstand tw. Schuld. In Grau präsentiert hätte die Platform wohl kaum Aufsehen erregt, in Rot war se einfach viel zu auffällig.

@ Umweltschützer: Was mich stört ist weniger die Platform, sondern eher der Dieselgenerator auf der Hütte in der Höllentalklamm. Da hams ne riesen Materialseilbahn incl. Telefonkabel? oben drüber und dann lassens nen Dieselgenerator für den Strom laufen....entweder man baut ne gescheite Solaranlage oder verlegt ein Kabel über die Matseilbahn...das würde Umwelttechnisch wesentlich mehr bringen als sich über 2 Aussichtsplatformen an nem touristisch eh verbauten Berg aufzuregen.
 
Af schrieb:
Was mich stört ist weniger die Platform, sondern eher der Dieselgenerator auf der Hütte in der Höllentalklamm. Da hams ne riesen Materialseilbahn incl. Telefonkabel? oben drüber und dann lassens nen Dieselgenerator für den Strom laufen....

Stimmt der Diesel nervt. Da fehlt scheinbar jeder Schallschutz. Ich frage mich ob der nachts auch läuft. Ich könnte dort auf der Hütte kein Auge zumachen.
 
Der Diesel dürfte bei der Höllentalangerhütte fast das kleinste Problem sein, schon mal dort am Häusl gewesen?

Die Hütte soll seit 10 jahren abgerissen und neu gebaut werden: BRandschutz, Sanitär, Küche, Abwasser... Problem: Baugenehmigung im Landschaftsschutzgebiet und an dieser Stelle akute lawinengefahr, deshalb ist der Winterraum schon ewig gesperrt. Am spektakuärsten Weg auf die Zugspitze und tagessausflügler ist die Hütte recht lukrativ für den Wirt und die Sektion München. Wenn ich den Jahresbericht finde, stelle ich mal die Übernachtungszahlen rein.


grüsse

Uli
 
schon mal dort am Häusl gewesen?

Ja, leider. Es stinkt so bestialisch, dass es fast schon wieder ein "perverser Kitzel" ist... :D
Miki sollte mal dort mit seinen Studenten chemische Analysen vornehmen, vielleicht kann mans ja als Giftgas an irgendwelche Schurkenstaaten verkaufen... :D
Im Ernst, es sicherlich eine der unangenehmsten Toilettenanlagen die ich in meinem bisherigen Leben benutzen durfte, afrikanische Erlebnisse eingeschlossen.
 
Mhh...joa...stimmt...Die Toiletten hab ich mal verdrängt. :D
 
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