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Alternatives Golden Gate

Ach nochwas: nehmt meine Planungen mal eher als Skizze. Man die Stationen und Pisten ja beliebig hin und herschieben, dass konnt ich nur anhand der Karte ja eh nicht im Detail entscheiden. Wenn man also z.B. der Schwarzkogel sei oben zu schmal für zwei Liftstation plus Piste (was ja durchaus vertretbar ist), dann stelle man sich die eine Liftstation halt 100m weiter unten vor oder so. Das gleiche gilt für bestimmte Pistenabschnitte; wenn ich gerade mal auf der Karte einen supersteilen Hang nehme, dann ist das halt wegen der Skizze - man kann einfach 300m weiter rechts oder so über einen flacheren gehen. Es ging mir ja nur um den Prinizipiellen infrakstrukturellen Aufwand.
 
Noch ein Problem vielleicht, ich weiß nicht, ob das schon angesprochen wurde: Du verwendest das Rettenbachtal UND den Schwarzkogel Richtung Hochsölden als Pisten. Umsonst ist das Rettenbachtal keine Route, über die Lawinengefahr haben wir schon oft diskutiert.

Und am Schwarzkogel dürfte es ähnlich sein.
 
Das ist mit der Lawinengefahr ist richtig und in meinen Augen auch das einzige und größte Problem. Der gesamte Bereich auch des jetzigen Golden Gates ist extrem lawinengefährdet. Aus diesem Grund wurden massiv Lawinengatter aufgestellt. Der gesamte Schwarzkogel ist komplett gegen Lawinenabgänge gesichert worden. Eine identische Sicherung wäre auch bei meinem Projekt in diesem Bereich nötig. Verzichten könnte man bei meinem Projekt auf die großflächigen Lawinenverbauungen im Bereich der vorderen der beiden KSBs vom jetzigen Golden Gate (die, die man auf dem Rückweg fährt). Da dieser Bereich von mir obenrum befahren wird, fallen die gesamten Sicherung hier weg (und das sind verdammt viele). Stattdessen muss man noch einen kleinen Bereich direkt unterhalb des Rotkogels per Lawinensprengbahn sichern (dort stehen bereits zwei Lawinensprengbahnen, um das Winterschigebiet zu schützen, wie man gut auf der Karte erkennen kann).

Bleibt das Rettenbachtal. Das ist sicher ein Problem. Die Frage ist natrülich so ein bisschen, wieviele Tage in der Saison hat man Lawinengefahr. Die Straße ist ja wohl im Prinzip den ganzen Winter für den Versorgungsverkehr offen. Dann würde ich die Stützen der KSB mit Hilfe von Betonkeilen sichern - eine Methode, die ja seit 40 Jahren viel angwanft wird (mal in lawinengefährdeten Gebieten darauf achten). Schließlich sollte Piste unterhalb der Talstation des Seiterjöchlifts über eine Sprengbahn zu sichern sein. Weiter talwärts tu ich mich dann allerdings selber etwas schwer. Der Serpentinenbereich der Straße kann durch die übrlichen Gatter gesichert werden. Was mit Schwierigkeiten macht ist der Bereich der Talstation der KSB hoch zum Gletscher. Hier sollte man wohl die rote Muhre stärker meide als ich das in meiner Pistenplanung getan hab und muss straßenseitig auch wieder durch Gatter sichern. Vielleicht bau ich noch einen Plan mit Lawinensicherung.

Generell sollte man sich klar machen, dass fast das gesamte Söldnener Schigebiet sehr stark Lawinengefährdet ist (ähnlich wie in Gurgl auch). Das liegt an den durch Gletsscher geformten Täler dieser hochalpinen Landschaft, die zur stark U-förmigen Talformen neigt, die sich durch sehr steile und ausgesetzte Flanken zeigt. Die Söldener sind diesem Problem durch massive Verbauungen begegnet. Es gibt einen Haufen Sprengbahnen und hundertete von Lawinengattern. Die Söldnerer haben diesen Preis bewusst in Kauf genommen, um beim Skitourismus vorne mitspielen zu können - ein Vorhaben, dass sich trotz des enormen Aufwandes gerechnet haben dürfte!

Auch das jetzige Golden Gate konnte nur durch massivste Lawinenverbauungen realisiert werden - das ist der Preis für die Verbindung um jeden Preis!
 
So, nachdem der Autor dieses Threads ja wieder da ist, halte ich es für an der Zeit, die längst überfälligen Fotos nachzureichen.

Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich bin zu der Ansicht gelangt, daß es nicht möglich ist, das Golden Gate so zu bauen. Allerdings nicht, weil es das Gelände wegen seiner Steilheit o. ä. nicht hergeben würde, sondern weil es schlicht unmöglich sein dürfte, im Rettenbachtal eine Seilbahnstation lawinensicher zu platzieren.

Aber seht selbst:
 

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Ja richtig, gegen die Lawinen vom Gaislachkogel her kannst nix verbauen, genau da seh ich auch das Hauptproblem.

Ich will dieses Problem mit Hilfe des Gegenhanges lösen, ich glaube, das ist aber in den bis jetzt veröffentlichten plänen noch nicht enthalten. Ich geh mal davon aus, dass die Straße auf einer Höhe verläuft, die weit genug oben ist. Also müssten sich dort auch die Stationen befinden. Weiter unten geht nix, vollkommen richtig.

Ich muss mal schaun, wenn ich wieder daheim bin, aktualisier ich das Projekt nochmal und bau auch vielleicht mal eine Montage. Lawinengefährdet sind beide Talseiten, aber auf der Gaislachkogelseite kommt das instabile Gelände dazu. Also werd ich auf der anderen Seite nochmal etwas höher gehen und mal für diese Seite einen mögliche Lawinenverbauung mit einbeziehen wie das auch bei der Ölgrubenjochplanung der Fall war.

Vielen Dank schonmal für den tollen Support.

P.S. In was für schlechtem Gelände bei welcher Steilheit und welcher Lawinengefahr man trotzdem noch Lifte bauen kann, wird mein Forcella Stauniesbericht vom Monte Cristallo zeigen - da gehts nämlich richtig ab.

Bin in etwa 10 Tagen daheim, dann gibts mehr!
 
Man könnte natürlich am Gegenhang entsprechend aufschütten, um eine Plattform für den Bau einer Liftstation zu erhalten, die so hoch liegt daß Lawinen vom Gaislachkogel her sie nicht gefährden. Oder sowas hier wie Herr Creissels in Chamonix:

ref_24_b.JPG


Gehen tut's immer, ist halt eine Frage des Aufwands ;-)
 
Und der Optik, sowie den Grünen.

Wie sieht es den mit dem Rettenbach aus?
Überschwemmung möglich?
 
.. von der Bergstation der Verbindungs-EUB hätte man ja sicherlich auch einen Weg rüber richtung Rettenbachferner "schlagen" können - im Zweifelsfall halt weiter runter, und dann 2 Bahnen bauen können (eine richtung EUB-Bergstation und eine kurze richtung Rettenbachferner) ..

.. aber aus irgendeinem (sicherlich gewichtigen) Grund hat man das damals auch nicht gemacht...
 
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