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Amokläufe

Wiede

Eiger (3970m)
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Aus aktuellem Anlass, dem Amoklauf in Texas heute:

Wie viele Leute müssen da drüben eigentlich noch sterben, bevor die Amerikaner (an ihren Waffengesetzen) endlich mal was ändern??? :(

Dass die Amerikaner u.a. aufgrund ihrer Geschichte (Wilder Westen...) traditionell eine andere Einstellung zu Waffen haben ist bekannt.

Die Mächtigkeit der Waffenlobby und die Unbelehrbarkeit (der Politiker) finde ich jedoch erschreckend.

In den letzten Jahren hat es doch nun genug traurige Anlässe gegeben um mal zu handeln...

Wie viel völlig unnötiges Blut muss denn noch fließen???

Der Schock von Las Vegas ist noch nicht verdaut und schon ist der nächste Irre da...

Keine Frage, das ist ein komplexer Sachverhalt und es ist gewiss nicht einfach was dran zu ändern...
Dazu Fragen über Fragen.
Welche Gesetze muss man überhaupt ändern?
Wie Effekiv kann man bereits im Umlauf befindliche Waffen wieder einfordern? Usw.

Ich bin allerdings erschreckt mit welcher Regelmäßigkeit mittlerweile was passiert und dass sich eben (gefühlt) nicht mal im Ansatz was tut...
 
Dazu meine Meinung: Du kannst die Waffengesetze verschärfen wie du willst. Man sieht es ja hier in Deutschland, wievil strenger willst dus noch machen? Man krigt ja schon sein Klappmesser verboten! Verhindert das Anschläge und Attentate? Ich glaub nicht. Einer der eine solche Tat plant schert sich weißgott nicht um Gesetze sondern besorgt sich sein Equipment auf illegale Art und Weise. Ja mag sein dass die liberalen Waffengesetze dies erleichtern aber strengere Gesetze werdens nicht unterbinden.
 
Spezialwidde schrieb:
Dazu meine Meinung: Du kannst die Waffengesetze verschärfen wie du willst. Man sieht es ja hier in Deutschland, wievil strenger willst dus noch machen? Man krigt ja schon sein Klappmesser verboten! Verhindert das Anschläge und Attentate? Ich glaub nicht. Einer der eine solche Tat plant schert sich weißgott nicht um Gesetze sondern besorgt sich sein Equipment auf illegale Art und Weise. Ja mag sein dass die liberalen Waffengesetze dies erleichtern aber strengere Gesetze werdens nicht unterbinden.

Also bist du der Meinung dass, solange man Waffen nicht non-existent macht, sich Regulierungen nichts bringen, richtig?
 
Schurlrocks schrieb:
Also bist du der Meinung dass, solange man Waffen nicht non-existent macht, sich Regulierungen nichts bringen, richtig?
Nein, so hab ich das nicht gesagt. Ich meine das eher in die Richtung solange man es nicht schafft den illegalen Waffenhandel zu unterbinden bzw die bestehenden Waffengesetze nicht umgesetzt und ausreichend kontrolliert werden (man bekommt als Sportschütze ja das ein oer andere mit) nutzen Verschärfungen nicht wirklich was. Stell dir mal vor man führt nun in den USA ein strengeres Waffenrecht ein. Was meinst du passiert mit den Milliarden in Umlauf befindlichen Schusswaffen im großen weiten Land? Werden die alle brav abgegeben? Wie will man den Umgang mit den Waffen in dem riesen Land kontrollieren? Da muss man überspitzt dargestellt schon einen Cop pro Haushalt abstellen. Ist das praktikabel? Wohl kaum...Deswegen stelle ich eben den Nutzen in Frage.
 
Spezialwidde schrieb:
Schurlrocks schrieb:
Also bist du der Meinung dass, solange man Waffen nicht non-existent macht, sich Regulierungen nichts bringen, richtig?
Nein, so hab ich das nicht gesagt. Ich meine das eher in die Richtung solange man es nicht schafft den illegalen Waffenhandel zu unterbinden bzw die bestehenden Waffengesetze nicht umgesetzt und ausreichend kontrolliert werden (man bekommt als Sportschütze ja das ein oer andere mit) nutzen Verschärfungen nicht wirklich was. Stell dir mal vor man führt nun in den USA ein strengeres Waffenrecht ein. Was meinst du passiert mit den Milliarden in Umlauf befindlichen Schusswaffen im großen weiten Land? Werden die alle brav abgegeben? Wie will man den Umgang mit den Waffen in dem riesen Land kontrollieren? Da muss man überspitzt dargestellt schon einen Cop pro Haushalt abstellen. Ist das praktikabel? Wohl kaum...Deswegen stelle ich eben den Nutzen in Frage.

Naja nach der Logik würden sich jegliche Drogengesetzte (Angenommen man würde jetzt den Konsum von MDMA-Produkten verschärfen wollen) nichts bringen, solange es noch einen Schwarzmarkt gibt? Richtig?
Jeden Kiffer kannst du auch nicht kontrollieren.

Keine Sorge, ich verstehe deinen Punkt. Und es ist defakto auch nicht möglich zu erwarten dass sich in der Hinsicht was ändert. Aber die Tatsache, dass in Amerika zur Zeit über die Legalisierung von Schalldämpfern (!) geredet und ernsthaft auch in Erwägung gezogen wird, entbindet sich jeglichen Verständnis von mir.
 
Schurlrocks schrieb:
Keine Sorge, ich verstehe deinen Punkt. Und es ist defakto auch nicht möglich zu erwarten dass sich in der Hinsicht was ändert. Aber die Tatsache, dass in Amerika zur Zeit über die Legalisierung von Schalldämpfern (!) geredet und ernsthaft auch in Erwägung gezogen wird, entbindet sich jeglichen Verständnis von mir.
USA und Logik sind für mich 2 Begriffe die für mich sowieso nicht vereinbar sind. Aber wenn du schon die Drogengesetze ansprichst: Dann ist das für mich ja das absolute Paradebeispiel wie schlecht eine solche Regelung funktioniert. Man muss bloß mal durch den nächsten Bahnhof laufen. da die Polizei ja auch genau weiß dass sie nicht viel dagegen machen kann spricht sie außer Platzverweise auch keine größren Strafen mehr aus. Im Gegenteil, man richtet mittlerweile schon Räumlichkeiten ein, in denen starffrei gedrückt werden darf um den Drogenkonsum wenigstens etwas aus der Öffentlichkeit zu nehmen wenn man ihn schon nicht verhindern kann. Klar rede ich jetzt eher von den armen Gestalten, nicht von den Dealern.
Ich sehe das halt aus der Sicht eines Sportschützen. Mittlerweise habe ich einen Waffenschrank der in der Estrichplatte mit eingegossen ist. Die Auflagen werden immer erdrückender. Aber was nutzt das alles wenn man an unregistrierte Waffen ohne große Probleme rankommt. Ich bin ja nicht gegen schärfere Waffengesetze, schon gar nicht in den USA. Ganz im Gegenteil. Aber sie müssen eben sinnvoll sein. Und das ist meiner Meinung nach sehr schwer umzusetzen.
 
Die Freiheit eine Waffe tragen zu dürfen ist tief verwurzelt in der amerikanischen Kultur. Ich weiß für uns Europäer macht das wenig Sinn, aber der Misstrauen gegenüber jeglicher staatlicher Struktur prägen dieses Land seit seiner Gründung. Und die Amerikaner wollen sich nicht vom Staat verbieten lassen eine Waffe zu besitzen um damit sich bzw. ihre Familien im Zweifelsfall beschützen zu können gegenüber Kriminalität und vor staatlicher Repression.
Ich vergleiche das immer gerne mit dem nicht vorhandenen Tempolimit auf deutschen Autobahnen. Für außenstehende mag es vielleicht fahrlässig wirken dass wir so schnell fahren können wie wir wollen, aber der deutsche Autofahrer will sich eben nicht vom Staat das Rasen verbieten lassen. Das ist ein Teil von unserer Kultur ;D
 
Tiob schrieb:
Die Freiheit eine Waffe tragen zu dürfen ist tief verwurzelt in der amerikanischen Kultur. Ich weiß für uns Europäer macht das wenig Sinn, aber der Misstrauen gegenüber jeglicher staatlicher Struktur prägen dieses Land seit seiner Gründung. Und die Amerikaner wollen sich nicht vom Staat verbieten lassen eine Waffe zu besitzen um damit sich bzw. ihre Familien im Zweifelsfall beschützen zu können gegenüber Kriminalität und vor staatlicher Repression.
Ich vergleiche das immer gerne mit dem nicht vorhandenen Tempolimit auf deutschen Autobahnen. Für außenstehende mag es vielleicht fahrlässig wirken dass wir so schnell fahren können wie wir wollen, aber der deutsche Autofahrer will sich eben nicht vom Staat das Rasen verbieten lassen. Das ist ein Teil von unserer Kultur ;D

Das Gesetz (2nd amendment, oder?) stammt aber aus einer Zeit, in der ein Gewehr mit bis zu 2 Patronen und eine Pistole mit bis zu 6/9 Patronen geladen werden konnte.
Selbst ein Unterhebelrepetierer bot nicht die Möglichkeiten von modernen Armee-Waffen. Ich finde es unverständlich, dass Schnellfeuerwaffen so einfach zu beschaffen sind. Für "Kriegswaffen" u.ä. ist eine schärfere Gesetzgebung längt überfällig.
Schafft man die dann noch aus der Welt (wohl Utopie) KANN EIN MANN NICHT mehr 20Leute, 50 Leute und mehr innerhalb kürzester Zeit ummähen. Selbst Unbewaffnete können jemanden dann überwältigen.

Sportschießen, Jagd, Penisverlängerung am Gürtel ist davon dann ja nichtmal betroffen. Und gegen einen Einbrecher reicht eine Kugel...
 
danimaniac schrieb:
Tiob schrieb:
Die Freiheit eine Waffe tragen zu dürfen ist tief verwurzelt in der amerikanischen Kultur. Ich weiß für uns Europäer macht das wenig Sinn, aber der Misstrauen gegenüber jeglicher staatlicher Struktur prägen dieses Land seit seiner Gründung. Und die Amerikaner wollen sich nicht vom Staat verbieten lassen eine Waffe zu besitzen um damit sich bzw. ihre Familien im Zweifelsfall beschützen zu können gegenüber Kriminalität und vor staatlicher Repression.
Ich vergleiche das immer gerne mit dem nicht vorhandenen Tempolimit auf deutschen Autobahnen. Für außenstehende mag es vielleicht fahrlässig wirken dass wir so schnell fahren können wie wir wollen, aber der deutsche Autofahrer will sich eben nicht vom Staat das Rasen verbieten lassen. Das ist ein Teil von unserer Kultur ;D

Das Gesetz (2nd amendment, oder?) stammt aber aus einer Zeit, in der ein Gewehr mit bis zu 2 Patronen und eine Pistole mit bis zu 6/9 Patronen geladen werden konnte.
Selbst ein Unterhebelrepetierer bot nicht die Möglichkeiten von modernen Armee-Waffen. Ich finde es unverständlich, dass Schnellfeuerwaffen so einfach zu beschaffen sind. Für "Kriegswaffen" u.ä. ist eine schärfere Gesetzgebung längt überfällig.
Schafft man die dann noch aus der Welt (wohl Utopie) KANN EIN MANN NICHT mehr 20Leute, 50 Leute und mehr innerhalb kürzester Zeit ummähen. Selbst Unbewaffnete können jemanden dann überwältigen.

Sportschießen, Jagd, Penisverlängerung am Gürtel ist davon dann ja nichtmal betroffen. Und gegen einen Einbrecher reicht eine Kugel...

^^Genauso ist es!
Nur wird sich bei geschätzten 300 Mio Waffen in unkontrolliertem Privatbesitz der Geist nicht wieder in die Flasche sperren lassen. Im Gegenteil löst fast jede derartige Tat einen zusätzlichen run auf die Waffengeschäfte aus: a) weil scheinbar viele glauben ihr Unsicherheitsgefühl durch weitere Aufrüstung beruhigen zu müssen; b) weil insgeheim befürchtet wird, dass die Verkäufe evtl. doch mal restriktiver gehandhabt werden könnten.
Bestes Beispiel der Run auf sog. Bumpstocks unmittelbar nach dem Las Vegas-Massaker, als durchdrang den freien Verkauf dieses Gimmicks "zu überdenken"
Gerne wird ja auch argumentiert, das noch nicht genug Leute mit Waffen durch die Gegend rennen, weil dann so ein Angriff ja leichter zu parieren wäre.
Man wird jetzt wieder drei Tage hören "Our thoughts and our prayers..blabla..!" - und nachdem die bigotte Betroffenheit verflogen ist ....busines as usual!
 
In Amerika sehen es halt viele als ihr gutes Recht an auch automatische Waffen zu besitzen. Da sagt man sich: „Wenn ich mir nichts zu Schulden kommen lassen hab darf mir der Staat den Besitz einer Waffe nicht verweigern“. Das Verhältnis zum Staat ist dieser Hinsicht ein anderes. Ich weiß diese Logik ist nur schwer nachvollziehbar da von einem Verbot sicher alle Amerikaner profitieren würden und viele Leben gerettet werden könnten. Aber trotzdem muss man versuchen das zu verstehen wenn man über die Waffengesetze in den USA diskutieren will.
 
Ich finde übrigens den Vergleich mit dem (fehlenden) Tempolimit in Deutschland nicht schlecht. Zu Zeiten von Ford T oder von mir aus noch VW Käfer war ein Tempolimit tatsächlich überflüssig, in Zeiten von Bugatti Veyron oder Suzuki Hayabusa darf man darüber nachdenken... da ticken die Menschen eben trotzdem ähnlich.
 
Ich habe lange überlegt ob ich folgendes schreiben soll!

Als ich in den USA war gingen wir an einem Sonntagvormittag auf den Schießstand um eben auch mal diese Art der amerikanischen Freiheit zu erleben. Dem Schießstand vorangestellt ist ein Waffenladen. Dort gab es alles vom Taschenmesser bis zum halbautomatischen Sturmgewehr. Natürlich auch sämtliches Zubehör was man so braucht. Von der Tarnjacke für den Jäger über Nachtsichtgeräte, Zielfernrohr, Taschen, Reinigungsmittel bis zur Munition.
Für Sonntagvormittag war ganz gut was los in diesem Geschäft, vergleichbar mit einem Sportgeschäft bei uns in der Innenstadt am Samstagvormittag. Wir Europäer waren dann doch etwas ehrfürchtig und haben uns vorsichtig umgeschaut was es den so gibt.
Das ging dann solange bis dann die mit uns verabredete Person mit ihren Waffen kam, 1 Revolver, 1 Pistole, 1 AK47 ähnliches Gewehr und noch ein Gewehr (eher Sturmgewehr). Das hat er alles so locker in den laden getragen wie wenn wir vom Parkplatz zur Talstation laufen mit unserer Skiausrüstung. Wir haben uns dann Munition für die Waffen gekauft was dann so um die 300$ gekostet hat und waren dann ca. 50 Schuß insgesamt für jeden von uns 6.
Dann ging es in den Schießstand. Auch dieser war gut besucht, so dass man erst warten musste bis eine Bahn frei wurde. Ab dann konnte man seine Zielscheiben aufhängen und darauf schießen so oft man wollte. Es gab zwar eine Aufsicht am Stand diese schaute aber hauptsächlich, dass man den Gehörschutz benutzte und die Waffe in die richtige Richtung hielt.

Für die Amis ist das hier geschilderte so wie wenn man bei uns am Sonntagvormittag an den Stammtisch geht oder zum Kreisligaspiel im Ort.

Ich denke daher wird es verdammt schwierig die Waffen den Amis zu verbieten.

Ach ja wir Europäer hätten keine Waffen käuflich erwerben können auf legalem Weg. Das geht nur mit amerikanischem Pass (abhängig vom Bundesstaat?) So richtig wohl habe ich mich bei dieser ganzen Geschichte auch nicht gefühlt. Ist halt doch nochmal was anderes wie beim örtlichen Schützenclub mit dem Luftgewehr beim Jedermanns schießen, wenn man im Hinterkopf hat was man alles anrichten kann mit dem Ding in der Hand.
 
Zum Tempolimit in Deutschland gibt es noch eine weitere -recht wichtige- Parallele. In Deutschland steht die sehr wichtige und mächtige Autolobby dahinter, genauso wie in den USA die Waffenlobby. Beides mal wird mit der Freiheit (andere in Lebensgefahr zu bringen/zu töten?)** argumentiert, im Hintergrund geht es aber um riesige wirtschaftliche Interessen. Für was sollten denn die deutschen Hersteller weiterhin Autos konzipieren, die über 200 fahren, wenn man weltweit nirgendswo mehr als 140 fahren dürfte? Deutschland ist nämlich derzeit das einzige Land weltweit, das das erlaubt...
-> siehe hier: https://scontent.ftxl1-1.fna.fbcdn....=534349a19b0f82802b3393fa120ea02d&oe=5AAA1E80

Ähnlich mächtig ist wohl auch die Waffenlobby in den USA, der ein unglaublich großer Absatzmarkt verloren gehen würde.

**überspitzter Vergleich, ich weiß
 
Aus meiner Sicht ist das nicht vorhandene, generelle Zempolimit in D ein wenig passender Vergleich.
Einzig die Tatsache, dass es jeweils eine kulturelle Besonderheit ist, könnte man hinsichtlich der Waffenfreiheit in den USA und unseren Verkehrsregeln hier als Parallele heranziehen.

Skitobi schrieb:
... Beides mal wird mit der Freiheit (andere in Lebensgefahr zu bringen/zu töten?)** argumentiert..[/size]
Ansonsten sind das zwei vollkommen unterschiedliche Sachverhalte. Waffen, die gemacht sind um Menschen zu verletzen oder zu töten kann man nicht mit freier Fahrt vergleichen. Es gibt keine Zahlen die belegen würden, dass die Autobahnen in Deutschland gefährlicher sind als Andere. Und man fährt nicht schnell, um andere in Lebensgefahr zu bringen oder zu töten! Das ist auch mit **Unfug!
Übrigens gibt es auch auf der Isle of Man kein generelles Tempolimit.

Was die USA angeht: Vermutlich hätten die bereits sehr früh in ihrer Geschichte regeln müssen, dass die Waffenfreiheit zumindest mal nicht für automatische Waffen gilt, sondern nur für die bis Dato üblichen Revolver, Flinten etc..
Jetzt sitzen sie auf einem großen Pulverfass und ein krankes Gehirn kann so viel zu leicht katastrophale Schäden anrichten.
 
3303 schrieb:
A Es gibt keine Zahlen die belegen würden, dass die Autobahnen in Deutschland gefährlicher sind als Andere.

Doch die gibt es. Es gibt ganz klare Vergleiche, wie viel weniger Verkehrstote & Unfälle es geben würde, wenn wir ein Tempolimit hätten, und das sind nicht wenige. Und die Diskussion geht tatsächlich in die gleiche Richtung ... es wird eine "kulturelle" Besonderheit vorgeschoben, um ein vollkommen schwachsinniges Verhalten zu rechtfertigen ... ich kann da keinen großen Unterschied erkennen. Ausser das die Verkehrstoten nicht so prominent im Fernsehen besprochen werden wie die Opfer einer Massenschiesserei ...
 
Ach ja, und wo sind die?
Im Gegenzug kann man dann jede Menge Länder mit Tempolimit anführen, wo es mehr Verkehrstote gibt, als bei uns.
Und wenn du jedem, der mal 160 fährt gleich ein „vollkommen Schwachsinniges Verhalten“ unterstellst und keinen Unterschiedzum Schusswaffengebrauch erkennen kannst, disqualifizierst du dich sowieso für die Diskussion.

Aber das geht vom Thema weg..

Wooly schrieb:
Doch die gibt es. Es gibt ganz klare Vergleiche, wie viel weniger Verkehrstote & Unfälle es geben würde, wenn wir ein Tempolimit hätten, ..
 
Dann müsstest du aber im Gegenzug auch belegen können, dass es in den USA mit strengeren Waffenvorschriften zu weniger Toten durch Schusswaffen kommen würde... genauso schwierig, wie die Sache mit den Verkehrstoten auf deutschen Autobahnen. Und zu jeder Studie, die du (resp. ich im Falle Deutschlands) bringen würde, könnte man eine Gegenstudie der NRA (oder des ADAC) bringen, die genau das Gegenteil beweist.

Damit will ich NICHT sagen, dass es in Deutschland mit Tempolimit oder den USA mit strengeren Waffengesetzen weniger Tote gäbe, aber beide "Kämpfe" sind doch mindestens ebenso ideologisch wie sachlich geführt.... und das sehe ich als grosse Ähnlichkeit der beiden Fälle.
 
3303 schrieb:
Und wenn du jedem, der mal 160 fährt gleich ein „vollkommen Schwachsinniges Verhalten“ unterstellst und keinen Unterschiedzum Schusswaffengebrauch erkennen kannst, disqualifizierst du dich sowieso für die Diskussion.

Fakt ist doch, das es auf deutschen Autobahnen immer wieder zu einem Hauen & Stechen kommt, das es so mit Tempolimit nicht gäbe. Ich bin beruflich viel mit dem Auto unterwegs, und auch oft in Frankreich und in der Schweiz. Die Fahrweise und der Stress sind vollkommen unterschiedlich ... selbst wenn ich in Deutschland versuche, rechts mit 120 den Irrsinn auszusitzen, ist das um Welten anstrengender als in anderen Ländern, einfach weil viele viel aggressiver fahren.

Und das es als "Korrektiv" nötig ist, zeigen schon die ganzen Schweizer, die sobald sie bei Basel die Grenze überquert haben genauso in Raserei verfallen wie die Deutschen ... im Umkehrschluss ist in die Gegenrichtung auf einmal Ruhe, sobald saftige Strafen drohen ...

und um meinem Vorredner zuzustimmen, mir geht es gar nicht so sehr um den direkten Vergleich wer mehr Tote produziert ... sondern um die Diskussion, und da sind wir Deutschen genau so realitätsblind wie die Amerikaner, was gewisse Themen angeht.
 
Ich finde, ihr solltet vergleichen wieviele Tote es in verschiedenen Ländern durch Missbrauch von Schusswaffen gibt.

In D schwankt die Zahl über die Jahre so zw. 150-450 bei 81 Mio Einwohnern. Die USA bringen es auf 10.000-22.000 Schusswaffenopfern bei 323 Mio Einwohnern. Wobei in den USA-Zahlen die Suizide enthalten sind. Bei D weiß ich es nicht.

Alles klar soweit?
 
Ja, natürlich hat es in den USA mehr (auch verhältnismässig) Tote durch Schusswaffen als in Deutschland, aber es ist überhaupt nicht klar (obwohl auch ich es stark vermute), dass das mit der liberaleren Gesetzgebung zu tun hat... in Brasilien (ca. 200 Millionen Einwohner) hat es gegen 40'000 Tote durch Schusswaffen jährlich, obwohl es ein deutlich strengeres Waffengesetz als die USA haben.

Alles klar soweit?
 
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