Chasseral
Mt. Blanc (4807m)
Stellt euch vor, ihr belegt einen Skikurs und als Skilehrer wird euch einen Anfänger vorgesetzt …
So ähnlich, wenn auch nur für kurze Zeit, ist es passiert – im Februar 2005 irgendwo in Österreich.
Wie ist es dazu gekommen? Hier die Geschichte:
Im Herbst 2004 legt sich der Cousin meiner Frau – nennen wir ihn Globetrotter – eine neue Freundin zu. Diese geht nur 8 Monate im Jahr ihrem heimatlichen Berund nach; von Weihnachten bis Ostern arbeitet sie in einem nicht ganz unbekannten österreichischen Skiort als Skilehrerin. Unser Globetrotter hat nicht allzu viel Plan vom Skifahren. Er war vor vielen Jahren mal eine Woche lang mit der Schule zum Skifahren und hat ansonsten noch nie auf Skiern gestanden. In den letzten Jahren ist er ab und zu mit einem geliehenen Snowboard im Odenwald rumgerutscht. Trotzdem tut Globetrotter das einzig richtige. Er bittet seinen Chef um 3 Monate unbezahlten Urlaub und fährt von Januar bis März 2005 in besagten österreichischen Skiort zu seiner Freundin.
Da unser Globetrotter stets Kohle braucht und ein sehr penetranter Mensch sein kann, gelingt es ihm erwartungsgemäss, eine Anstellung bei einer Skischule in besagtem österreichischen Skiort zu finden. Es handelt sich um dieselbe Skischule, bei der auch seine Freundin beschäftigt ist. Seine Aufgabe sind Hilfsdienste bei Kinderskikursen – gestürzten Kindern hoch helfen, Kinder an- und auskleiden, Kinder zur Toilette begleiten, den Clown spielen (was ihm nicht schwer fällt), etc. Mit Shorties ausgestattet macht er sich an die Arbeit.
Da Globetrotter kein unsportlicher Mensch ist und die Skikurs-Gruppen in besagter Skischule in dem nicht ganz unbekannten österreichischen Skiort eher zu gross sind als zu klein, greift er mehr und mehr auch in das skididaktische Geschehen ein. Nach einiger Zeit zählen auch normale Ski zu seiner Dienst-Ausstattung.
Eines Morgens gibt es ein Problem: Ein Skilehrer-Kollege hat am Vorabend und bis tief in die Nacht hinein dem Alkohol deutlich stärker zugesprochen als es ihm angeraten sei. Kurz und gut – er ist nicht arbeitsfähig und informiert den Skischulleiter zu einer Zeit, als sich die Skikurs-Teilnehmer schon so langsam an den Treffpunkten zu sammeln beginnen. Der Skischulleiter sieht nicht viele Optionen und trifft den mutigen Entschluss, unseren Globetrotter mit der Übernahme von Trunkenbolds Skikurs zu beauftragen. Globetrotter hat inzwischen dank kompetenter Lebenspartnerschaft gute Fortschritte auf Skiern gemacht; bald sollten auch die ersten Tiefschneeabfahrten auf dem Programm stehen. Bei dem zu übernehmenden Skikurs handelt es sich um Erwachsene, die bereits einen Fortgeschrittenen-Kurs gemacht haben respektive einigermassen solide auf den Skiern stehen. Mit einem mulmigen Gefühl stellt sich Globetrotter der Aufgabe. …
Globetrotter führt „seinen“ Skikurs auf den Übungshang und beschäftigt die Skischüler mit selbst ausgedachten und abgeguckten Übungen. Nach einer Stunde spürt – und hört – er langsam den Unmut der Skischüler, die sich inzwischen auf dem Übungshang nicht mehr so ganz wohl fühlen. Er beschliesst das Handtuch zu werfen und bittet den Skischulleiter telefonisch um einen Gruppentausch. Dieser hat glücklicherweise ein Einsehen und bereitet dem Spuk ein Ende. Er führt einen Doppel-Tausch durch, der dazu führt, dass unser Globetrotter wieder bei den Kindern landet. Dieser atmet auf …
… Fand ich irgendwie nett, die Geschichte – das passt zu ihm.
So ähnlich, wenn auch nur für kurze Zeit, ist es passiert – im Februar 2005 irgendwo in Österreich.
Wie ist es dazu gekommen? Hier die Geschichte:
Im Herbst 2004 legt sich der Cousin meiner Frau – nennen wir ihn Globetrotter – eine neue Freundin zu. Diese geht nur 8 Monate im Jahr ihrem heimatlichen Berund nach; von Weihnachten bis Ostern arbeitet sie in einem nicht ganz unbekannten österreichischen Skiort als Skilehrerin. Unser Globetrotter hat nicht allzu viel Plan vom Skifahren. Er war vor vielen Jahren mal eine Woche lang mit der Schule zum Skifahren und hat ansonsten noch nie auf Skiern gestanden. In den letzten Jahren ist er ab und zu mit einem geliehenen Snowboard im Odenwald rumgerutscht. Trotzdem tut Globetrotter das einzig richtige. Er bittet seinen Chef um 3 Monate unbezahlten Urlaub und fährt von Januar bis März 2005 in besagten österreichischen Skiort zu seiner Freundin.
Da unser Globetrotter stets Kohle braucht und ein sehr penetranter Mensch sein kann, gelingt es ihm erwartungsgemäss, eine Anstellung bei einer Skischule in besagtem österreichischen Skiort zu finden. Es handelt sich um dieselbe Skischule, bei der auch seine Freundin beschäftigt ist. Seine Aufgabe sind Hilfsdienste bei Kinderskikursen – gestürzten Kindern hoch helfen, Kinder an- und auskleiden, Kinder zur Toilette begleiten, den Clown spielen (was ihm nicht schwer fällt), etc. Mit Shorties ausgestattet macht er sich an die Arbeit.
Da Globetrotter kein unsportlicher Mensch ist und die Skikurs-Gruppen in besagter Skischule in dem nicht ganz unbekannten österreichischen Skiort eher zu gross sind als zu klein, greift er mehr und mehr auch in das skididaktische Geschehen ein. Nach einiger Zeit zählen auch normale Ski zu seiner Dienst-Ausstattung.
Eines Morgens gibt es ein Problem: Ein Skilehrer-Kollege hat am Vorabend und bis tief in die Nacht hinein dem Alkohol deutlich stärker zugesprochen als es ihm angeraten sei. Kurz und gut – er ist nicht arbeitsfähig und informiert den Skischulleiter zu einer Zeit, als sich die Skikurs-Teilnehmer schon so langsam an den Treffpunkten zu sammeln beginnen. Der Skischulleiter sieht nicht viele Optionen und trifft den mutigen Entschluss, unseren Globetrotter mit der Übernahme von Trunkenbolds Skikurs zu beauftragen. Globetrotter hat inzwischen dank kompetenter Lebenspartnerschaft gute Fortschritte auf Skiern gemacht; bald sollten auch die ersten Tiefschneeabfahrten auf dem Programm stehen. Bei dem zu übernehmenden Skikurs handelt es sich um Erwachsene, die bereits einen Fortgeschrittenen-Kurs gemacht haben respektive einigermassen solide auf den Skiern stehen. Mit einem mulmigen Gefühl stellt sich Globetrotter der Aufgabe. …
Globetrotter führt „seinen“ Skikurs auf den Übungshang und beschäftigt die Skischüler mit selbst ausgedachten und abgeguckten Übungen. Nach einer Stunde spürt – und hört – er langsam den Unmut der Skischüler, die sich inzwischen auf dem Übungshang nicht mehr so ganz wohl fühlen. Er beschliesst das Handtuch zu werfen und bittet den Skischulleiter telefonisch um einen Gruppentausch. Dieser hat glücklicherweise ein Einsehen und bereitet dem Spuk ein Ende. Er führt einen Doppel-Tausch durch, der dazu führt, dass unser Globetrotter wieder bei den Kindern landet. Dieser atmet auf …
… Fand ich irgendwie nett, die Geschichte – das passt zu ihm.