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Aosta, 15. 3. - 21. 3. 2009

Damit es im Italien - Topic noch was anderes gibt als die (genialen, damit keine Missverstädnisse entstehen :wink: ) 'exotischen' Berichte vom Starli, melde ich mich hier mit dem Vorgeschmack auf unsere Aosta - Woche, von der wir heute gegen 2 Uhr morgens heimgekehrt sind.

Die Entscheidung, heuer nach Aosta zu fahren, kam sehr spontan: eigentlich wollten wir in die 3V, Aosta war 'mittelfristig', heisst irgendwann in den kommenden 3 - 5 Jahren, geplant. Ich hatte die FeWo in Les Menuires bereits ausgesucht, aber als ich endgültig buchen wollte, fragte mich Mausi: warum fahren wir den nicht schon heuer nach Aosta, wenn es dort heuer so viel Schnee gibt? Ja wirklich, warum nicht? Schnell waren die 3V auf 2010 verschoben und ich begann die Suche nach einem geeigneten Quartier.

Unsere Skitage im Detail und kurze Kommentare, den Rest gibt es dann bei den Detailberichten.

Courmayeur, 15. 3. 2009:


So genial der Ort im Kreise der Freerider sein mag, für uns als (hauptsächlich) Pistenskifahrer war es eine Enttäuschung. Die Hälfte der Lifte und Pisten liegt mehr oder weniger paralell am selben Hang, die IMO interessanteste Piste wird von einer altersschwachen PB erschlossen. Parkgebühr von 8 Euro :evil: bei der Talstation der neuen 8EUB Dolonne. Positiv: die grandiose Aussicht zum Mt. Blanc und die Skiroute 'hintenrum' von der Cresta Youla ins Val Veny - die hat uns eindeutig den Tag gerettet (und wenn ich das sage, will es schon was heissen ... ).

Monterosa Ski, 16. und 21. 3. 2009:




Highlight Nr. 1: abwechslungsreiches Skigebiet durch 3 Täler, jeder Lift erschliesst mehr oder weniger 'sein' eigenes Tal - keine 10 paralellen Lifte und Pisten am selben Hang :wink: , grosse Höhhenunterschiede (z. B. 1700 HM nach Alagna), die ganze Zeit die gewaltige Kulisse der Monte Rosa vor den Augen. Negativ: tlw. unbequem erschlossen - manchmal muss man von der 1. zur 2. Sektion laufen / anschieben, mindestens 2 Talabfahrten enden 200 - 300 m von der Talstation der entsprechenden Bahn :( .


La Thuile - La Rosiere, 17. und 20. 3. 2009:

Egal ob italienisch - perfekt erschlossen ... :


... oder französisch - einsam ... :


... war es Highlight Nr. 2: ebenfalls sehr abwechslungsreich mit Pisten in 3 Himmelsrichtungen: nördlich nach La Thuile, südlich nach La Rosiere, westlich zm kl. St. Bernard. Drei wirklich steile, breite, vollbeschneite schwarze Talabfahrten nach La Thuile und als Kontrast die urige Fontaine Frode fast bis nach Seez, Ende März auf Naturschnee auf 1100 m runter - und zwar mit Südwestlage!

Pila, 18. 3. 2009:


Am Pistenplan sah es relativ klein aus, also sollte es eher ein ruhiger Tag zum Entspannen werden. Falsch! Die Pistenauswahl ist für 1 Tag genau richtig, sehr nette Abfahrten, darunter etliche richtig schwarze. Bequeme, lange Zubringerbahn startet fast im Zentrum von Aosta. Sehr positive Überraschung!

Valtournenche - Cervinia, 19. 3. 2009:


Darf ich ehrlich sein? Von Cervinia waren wir beide enttäuscht: mehr oder weniger 2 interessante Pisten, der Rest flach, das Liftsystem total verplant - überall muss man entweder durch irgendwelche Stationen rauf - oder runterlaufen. IMO total überbewertete Skistation! Positiv: Valtournenche, fanden wir beide wesentlich interessanter als Cervinia (u. a. dank der ab heuer beschneiten Talabfahrt), Theo getroffen und ein paar Runden zusammen gefahren (danke nochmals, dass du bei diesem Sturm rauf zur Testa gekommen bist!).

... to be continued ...
 
na ja Pila ist ein sehr nettes kleines Skiort, wir waren dort vom 1 bis 8 märz, ist schön das dritte Jahr das wir dort hinfahren, die Pisten sind immer in einemm sehr guten zustandt, und es sind sehr wenig Leute auf den Pisten ausser Samstag/ Sonntag.

Es gibt auch sehr viele möglichkeiten Ski in den Wälder zu fahren......

Aber wenn die Pisten zu machen kann mann sich leider in den restaurants auf den Pisten nicht aufhalten, die Polizei kommt um 17 Uhr und schmeist alle Leute raus !!!!
Schade !!!
 
Hi,

danke erstmal für den super Bericht aus einer Region, die noch auf meiner Liste steht.


Ganz am Ende werde ich aber bewusst ein wenig provokativ: wisst ihr was mir generell in Aosta aufgefallen ist, in La Rosiere aber noch besonders: die Leute haben Köpfe! Ja, richtig gelesen, richtige Köpfe mit kurzen Haaren, langen Haaren, Glatzen, Stirnbändern, Mützen. Kein Baustellen/Bergwerks/Armee - Feeling wie in Österreich oder Slowenien, Helme findet man nur dort wo sie hingehören - an Kinderköpfen. Auch die Skilehrer hat man noch nicht gezwungen, 'freiwillig als gutes Vorbild' mir Helm zu fahren

Hier kann ich dir zu 100 % zustimmen :zustimm: , leider zählt Eigenverantwortung in unserer Volkaskogesellschaft nicht mehr.
Mit den Helmen wird nur an den Symptomen herumgedoktert, nicht am Problem. Aber solange jeder Hang mit 6 KSB oder mehr zugepflastert wird und jeder mit 4 Tagen Skierfahrung meint er braucht einen Racecarver werden die Unfälle nicht weniger.


Bei der Lifttechnischen Ausstattungen der Skigebiete sind wir glaube ich nicht auf der selben Linie:lol: :wink:

Gruß Marco
 
@MM: Auch exakt meine Meinung. War auch gerade in einem hochalpinen Gebiet. Mit ca. 20% Helmquote und zwar auch was Skilehrer etc. angeht - und mir ist es sehr positiv aufgefallen. Selbst auf der stark frequentierten Talabfahrt fühlte man sich vor Kollisionen sicher.
Ich behaupte auch, dass sich durch den Panzerungswahn der Fahrstil im Durchschnitt tendenziell zum Agressiven und unkontrollierten - bzw. unangepassten Fahren hin ändert, auch wenn Viele das nicht glauben.
 
@3303

100% Zustimmung
 
Fast 1 Monat ist vergangen, seit wir aus Aosta wieder nach Hause gekommen sind, und ich habe den Bericht immer noch nicht fertiggeschrieben :oops: - höchste Zeit das sich das ändert. Zuerst aber ein paar kurze Kommentare zu einigen inzwischen geposteten Antworten:

@starli vs. levieux: ja, so verschieden kann der Geschmack sein - Gott sei Dank dass es so ist: der eine findet Pila langweilig, der andere macht dort 1 Woche Urlaub. Und ich ... ja, ich liege irgendwo dazwischen: 1 Woche wäre mir auch langweilig, aber für einen Tag war es mir dort oben ganz nett, wenn ich noch 1 Tag in Aosta bleiben könnte, würde ich wahrscheinlich noch ein zweites Mal hinauffahren.

@starli: ich bilde mir ein inzwischen deinen Geschmack halbwegs zu kennen: das Hauptskigebiet von La Thuile wäre wirklich nichts für dich, bei La Rosiere bin ich mir nicht ganz sicher, die beiden unteren Sesselbahnen Petit Bois und Ecudets sowie der Stangenschlepper Sevoliere mit 4 Kurven sollten deinen Gechmack schon besser treffen. Vor allem die beiden erstgenannten bieten alles: Waldabfahrten, je eine gewaltze rote und buckelige schwarze Piste, sonnige Lage, Naturschnee. Auch die 11 km lange 'hintenrum' Abfahrt San Bernardo auf der italienischen Seite (Nr. 7) - die habe ich im Bericht vergessen zu erwähnen - von der Passhöhe runter nach La Thuile ist was besonderes: tlw. fährt man auf der Strasse, tlw. über Abkürzungen, in einem ruhigen Tal ohne irgendwelche Lifte zu sehen. Also überleg es dir noch mal :wink: !

Nun aber zu Valtournenche + Cervinia, am 19. 3. 2009. Im Gegensatz zu den anderen Skigebieten der Tour, die für uns alle Neuland waren, haben wir in Cervinia im Januar 1996 bereits 1 Woche Urlaub gemacht, bei extrem unfreundlichem Wetter (Sturm, Neuschnee, die meiste Zeit waren die höher gelegenen Lifte/Pisten etweder wg. Sturm oder wg. Lawinen geschlossen) haben wir es nur zweimal in der ganzen Woche nach Zermatt geschafft, nach Valtournenche überhaupt nicht.

Anfahrt: auf der alten Bundesstrasse bis Chatillon, dann die kurvenreiche Strasse hinauf nach Valtournenche. Von unserem Hotel etwa 45 Minuten.

Schnee-, Betriebs- und Wetterinfo:


Vom Parkplatz auf knapp 1500 m bis zum Hochplateau von Salette, 2245 m, gibt es eine etwa 10 Jahre alte 12 EUB mit Stehgongeln, weiter hinauf Richtung Cervinia gibt es zwei vor wenigen Jahren gebaute Sesselbahnen, zuerst die flache fixe 4SB Motta ... :


... und danach die längere und steilere 6KSB Bec Carre mit Bergstation auf fast 2900 m:




Die 6KSB bietet 2 - 3 nette, westseitige, mittelschwere Pisten - und immer wieder dieses Gewusel und Menschnenmassen, da hat man ja kaum Platz abzufahren :twisted: :


Die Abfahrten an der unteren 4SB sind hingegen sehr flach, in der Früh und hartgewalzt konnte man gerade noch Carvingschwünge durchziehen, wie es bei Sulz oder Neuschnee aussaut möchte ich nicht wissen:


Eine Ecke, die uns beiden vor allem landschaftlich sehr gefallen hat, ist das ruhige Tal mit der roten 1: hochalpine Umgebung, eher leichte Piste, kein Lift in Sicht:


Bevor es nach Cervinia ging, schnell noch eine Talabfahrt, die ja bekanntlich seit dieser Saison beschneit wird. Die zwar gut gewalzte Piste war leider am Morgen noch sehr hart bis eisig, am Vortag hatte es bestimmt noch Plusgrade und in der Nacht kühlte es dann massiv ab, da kann keine Piste weich bleiben. Und bevor jemand dem 'Kunstschnee' die Schuld gibt: auch die Naturschneepisten sahen an diesem Tag nicht anders aus!




Vom Pistenende zur Bahn sind es 30 Meter - das kann ich überleben :wink: :


Nun aber engültig zum 'grossen Nachbarn': von der Bergstation der 6KSB muss man zuerst einen kurzen Hang runterfahren, danach geht es mit dem Tellerschlepper Gran Sometta bis auf fast 3000 m. Als Rückbringer dient die sehr kurze 4SB Du Col:


Ich weiss, hier gibt es eine Lücke in meinem Bericht. Der Grund ist ganz einfach: am Schlepper sind wir bei -10 Grad und stürmischen Nordwind fast erfroren, keine Chance dass ich da noch die Kamera auspacke :evil: . Erst gegen Ende der Ventina hatte ich wieder Lust aufs fotografieren:


Von Cervinia gibt es genug Berichte, deshalb will ich mit Fotos nicht übertreiben. Wegen Wind und Kälte haben wir uns grossteils im unteren Bereich aufgehalten, dort waren die Pisten auch am besten - ein Hauch von Firn auf harter Unterlage.

PB und 6EUB Breuil - Plan Maison. Dass man vom Pistenende zu den beiden zuerst Treppen hinaufsteigen und dann noch auf Betonboden mindestens 50 m zum Einstieg laufen muss, gehört einfach dazu. Wenn ich jetzt vorschlagen würde, dass die Liftbetreiber von ganz Aosta - Tal mal am Kronplatz (oder Nassfeld) vorbeischauen sollten, wie man EUBs baut (ohne Treppen und max. 10 Meter vom Pistenende zum Einstieg), wäre es wohl zu provokativ und ich würde bestimmt Antworten kriegen wie 'es ist doch Sport und wer Sport treibt sollte im Stande sein ein paar Meter zu laufen' etc., deshalb lasse ich es lieber :twisted: .


Plan Maison: zwar hässlich, dafür aber total verplant :twisted:. Wenn man mit der Bahn von unten kommt, muss man auf jeden Fall durch das ganze Komplex hindurchlaufen, zum Ausstieg Richtung Pisten oder 4KSB Plan Maison (im Vordergrund) muss man 1 Etage absteigen, zur 12EUB Lagi Cime Bianche (ganz links) fast 2 Etagen. Und zur Talstation der 4KSB wieder etwas hinauf schieben ... Gut zu sehen die verlassenen Talstationen zweier abgebauten Bahnen:


Bergstation 4KSB Plan Maison und Talstation 4KSB Fornet. Die Liftkette mit den drei 4KSBs finde ich gut gelungen, wenigstens 3 bequeme Anlagen dort oben. Die Pisten entlang der Bahnen sind aber eher blau als rot und waren zumindest bei unserem Besuch für unsere Kanten definitiv zu hart:


Talstationen 6KSB Cretaz und 4SB Campetto. Vor allem die erste hat IMO den 'linken' Bereich von Cervinia deutlich aufgewertet, sie erschliesst eine nette rote und eine vor allem landschaftlich interessante, obwohl eher flache, blaue.


In der 6KSB mit dem Matterhorn:


Die riesig geratene Bergstation (muss man denn unbedingt auf einer so sichtberer Stelle so gross bauen ??) mit dem Beginn der roten Piste - die war ganz nach meinem Geschmack, breit, gut gewalzt und ganz leicht firnig:


Die vorhin erwähnte blaue Talabfahrt:


Vom oberen Bereich gibt es wenige Fotos, der Grund ist wieder mal die Kälte & Wind. Deshalb nur ein kurzer Blick auf die Schweizer Seite:


Oben auf Testa Grigia haben wir uns dann mit Theo getroffen, in der Bergführer - Hütte Einkehr gemacht (meine Spaghetti Carbonara waren sehr gut, aber auch mit Abstand die teuersten der Woche - da macht sich wohl die geographische Nähe zur Schweiz bemerkbar :twisted: ), zusammen fuhren wir dann wieder runter über den Theodulpass (die arme Mausi kam im Sturm kaum voran) zur DSB Rocce Bianche, links im Bild die Bergstation Plan Torrette:


Die uralte und entsprechend klapprige DSB erschliesst nete rote Carvingpisten, die dazu noch sehr leer waren. Insgesamt aber erschreckend, wie man den 'linken' Bereich seit unserem Winterurlaub 1996 amputiert hat :(. Hoffentlich wird es mit der geplanten 6KSB ab der kommenden Saison wieder wenigstens etwas besser ... :


Bei zunehmendem Wind schafften wir es 10 min vor Betriebsschluss doch noch einmal zur Testa Grigia - hier ein Blick auf den genialen oberen Teil der Ventina. Von hier bis zur Talstation in Valtounenche sind es 2000 HM, unterbrochen durch eine ganz kurze Auffahrt mit der 4SB Du Col ... :


... welche wir auch 'last minute' erreichten:


Abschliessend noch fast 1500 HM runter nach Valtournenche, die Piste zwar etwas verbuckelt, aber immerhin war es hier wieder Frühling 8) :


Foto für Nostalgiker: an der Talstation der 12EUB in Valtournenche hat man eine Stütze der alten Bahn mit zwei Gondeln aufgestellt:


Tagesfazit: vielleicht war die Beurteilung in meinem ersten Bericht (Vorgeschmack) doch etwas zu scharf. Bestimmt hat das Wetter dazu beigetragen - nach 4 Tagen Frühjahrsski kehrte über Nacht wieder Winter ein, mit zweistelligen Minusgraden, Nordwind und Eis statt Firn. Natürlich kann Cervinia nichts dafür, ein- beziehungsweise zwei Tage später in La Thuile bzw. Monterosa war es genau so, nur war es in Cervinia wegen der Höhenlage noch eine Spur schlimmer. Dass das Liftsystem von Cervinia unbequem und schlecht geplant ist, daran halte ich fest. Und dass der Ort selbst hässlich ist. Ich bin wirklich kein Fan der quasi - tiroler 'Lederhosen Architektur', z. B. finde ich Val Thorens OK, aber Cervinia geht nun wirklich nicht. Da stehen neben der Talstation der beiden Gondelbahnen irgendwelche Hotels oder Appartementhäuser, die schon 1996 verfallen waren, und nach 13 Jahren stehen sie immer noch verfallen herum. Gleichzeitig wachsen am Hang neue Betonmonster. Könnte man nicht lieber den alten Schrott abreissen und dort neues bauen? Von den Ruinen der verschiedenen stillgelegten Seilbahnen ganz zu schweigen ...

Andererseits: jetzt mit 1 Monat Distanz finde ich das Skigebiet gar nicht mehr so schlecht. Die Pisten mit 1500 m HU sind schon was besonderes (Testa Grirgia - Cervinia und Colle inf. Cime Bianche - Valtournenche). Vor allem Valtournenche hat uns beiden gut gefallen, gute Lifte, gut gepflegte, fast zu 100% beschneite Pisten, relativ wenig los. Wenn Cervinia heuer wirklich die zweite 6KSB baut, von Plan Torrette hinauf, kann man nicht nur die Pisten in diesem Bereich bequem erreichen, sondern auch nach Plan Maison abfahren, ohne die unbequeme Gondelbahn zu nehmen. Wer weiss, vielleicht kommen wir irgendwann in 10 Jahren wieder, hoffentlich im dritten Versuch endlich ohne Kälte & Wind, damit wir die herrliche hochalpine Landschaft wirklich geniessen können :? !
 
Danke miki für den letzten Teilbericht.
Schade war, dass unser Treffen so kurz war. Schuld daran war ein bisschen unser ATV, dem ich eine Spezialfototour für diesen tag versprochen hatte. Er war leider eine Stunde später dran als geplant, weil er seine Samurai anstatt mit dem Schlüssel mit dem Eispickel öffnen musste.
Auf der Testa war es dermassen stürmisch das ich nicht mal telefonieren konnte und deshalb die Berführerhütte wollte wo es warm war. Praktischerweise haben wir uns dann auf der Zugangstreppe getroffen. Nch zwei Fahrten aben wir uns dann wieder getrennt. Der Grund war der Sturm. Wären miki und Frau nicht mehr auf die testa gekommen hätten sie schlimmstenfalls mit dem Bus runter nach Valtournenche fahren müssen ich wäre allerdings 650hm unter dem Granzübergang der Blöde gewesen. So nam ich dann die Liftkette zum Theodulpass. Da muss ich, falls man mir vor der Nase schlisst, nur 300hm zu Fuss hochlaufen um wieder nach Zermatt zu kommen. Sollte zur Not in max. 1.5 Stunden machbar sein.
 
@starli: ich bilde mir ein inzwischen deinen Geschmack halbwegs zu kennen: das Hauptskigebiet von La Thuile wäre wirklich nichts für dich, bei La Rosiere bin ich mir nicht ganz sicher,....
Also überleg es dir noch mal :wink: !
Hört sich zumindest mal interessanter an, ja!

PB und 6EUB Breuil - Plan Maison. Dass man vom Pistenende zu den beiden zuerst Treppen hinaufsteigen und dann noch auf Betonboden mindestens 50 m zum Einstieg laufen muss, gehört einfach dazu. Wenn ich jetzt vorschlagen würde, dass die Liftbetreiber von ganz Aosta - Tal mal am Kronplatz (oder Nassfeld) vorbeischauen sollten, wie man EUBs baut (ohne Treppen und max. 10 Meter vom Pistenende zum Einstieg), wäre es wohl zu provokativ und ich würde bestimmt Antworten kriegen wie 'es ist doch Sport und wer Sport treibt sollte im Stande sein ein paar Meter zu laufen' etc., deshalb lasse ich es lieber :twisted: .
Zu der Zeit, als diese Bahn gebaut wurde, hat man auch in Kronplatz noch keine ebenerdigen Einstiege gebaut. 6EUB Talstation Reischach, Talstation Gipfelbahn ..

Kommt halt immer auf die Lage an, ob man einen ebenerdigen Einstieg bauen kann oder nicht.
 
Hab jetzt mal die Einleitung gelesen, da unterschreibe ich jedes Wort. Aber alles!! (und das dürfte eine Premiere sein! :P ).

Von dem was folgt, habe ich primär den MonteRosaSki Bericht gelesen. Landschaftlich und von der weitläufigkeit her ist das sicher beeindruckend, infrastrukturell finde ich es vor allem im Bereich Gressoney / Ayas echt mäßig. Das beginnt mit der ja auch von Dir zurecht kritisierten Lauferei (wie kann man bitte eine Station zwischen Stafal und Salati EUB bauen, in der man nicht nur umsteigen, sondern auch noch eine Treppe laufen muss??), aber auch sonst gibt es viel zu viele Ziehwege, Hochpunkt werden nicht (mehr) richtig erschlossen und die Abfahrten ende irgendwo am Parkplatz (was mich in Alagna nicht stört, weil das wenigstens ein schöner Ort ist, da laufe ich auch gern durch, aber der Parkplatz in Stafal???).

Deine Frage: der alte Lift in Gressoney ist der Rest der Piemonte Funivie EUB, die früher von dem Tal aus zur heutigen Talstation Salati ging. Die war dann später als Sessellift bis zu diesem Punkt noch in Betrieb, daher die Stützenform (im Detail siehe mein MonteRosaSkiBericht von 2004).

Ansonsten: Alter, Gamsbart ;) ich bitte Dich - das' jawohl HomoFreeride. Über vergoldete Spiegelsonnenbrille können wir reden, aber Gamsbärte hats vielleicht in Tirol! :P :D (Außerdem ist der Joke schon ungefähr 5 Jahre alt ;) ). Aber Alagna ist cool - gar keine Frage. War früher cool, ist heute cool. Auch das Schigebiet ist cool. War früher cooler, ist heute aber immer noch cool - und jedenfalls immer noch cooler als die meisten anderen Schigebiete. Was definitiv nicht mehr sehr cool ist, sind die Leute, die da heute rumhängen (und das soll jetzt kein Seitenhieb sein, sondern das ist einfach eine Beobachtung). Früher waren das einfach Leute, die konnten Schifahren, kannten den Ort und waren aus aller Herren Länder, aber wenn sie irgendwas nicht waren, dann das was sich modisch freerider nennt und als Pauschalreise im PowderEventXtreme-Reisebüro in Bochum gebooked werden kann. (Sprich Deine Gamsbärte). Das war einfach authentisch: ein Bergsteigerort für Leute die Bergsport mögen. Egal woher, egal mit welchem Equipment und mit welcher Jacke von welchem Label. Die Gamsbartleute - die hast Du da heute zusehends - Plus die ganzen Lenor-Touris (ich denke da an dicke englische Kinder, die am Guglielmina oben die Vögel gefüttert haben - oh Gott!!)... was mir also fehlt ist Authentizität. Wenn ich mich daran erinnere, dass du vor Jahren mal schriebst, dass es Dir albern erscheint, wenn die Kiddies heute mit dem MTB durch Maribor cruisen, dann weißt Du vielleicht was ich meine.

Nichtsdestoweniger: Val Thorens und Alagna sind nach wie vor die beiden Orte, wo ich nach dem Kanin mit Dir mal schifahren wollen würde. :)
 
Ach ja, Starli: ich find La Thuile mit das beste Schigebiet der Ecke. Vor allem die Pisten zum Pass runter. Das beispielsweise mal Hänge, die perfekt mit KSB erschlossen sind: lange Hänge, viele Varianten, zwei KSB managen alles (sind auch 4er, optisch voll ok, perfekt). Auch sonst ist das mE echt ein geiles Schigebiet, auch die Talabfahrten und dann die Varianten oben an dem Nasciveralift, den es bestimmt nicht mehr gibt. Die franz. ist ganz ok, aber bis auf den genialen Blick mE eher langweilig. Fast alles an einem Hang und nicht gerade spektakuläre Pisten. Für einen Tag aber trotzdem toll. Insgesamt vor allem eine interessante Mischung aus allem.
 
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