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Appenin 4 (23.09.2010)

Nach einer entspannten Nacht im Albergo „Lago“ in Ligonchio will ich heute nun versuchen den Passo d. Forbici (1574m) ueber das Ozola Tal zu erreichen.



Dieses Schild weist den Weg in Richtung Monte Cusna und Monte Prato.



Eben ausserhalb des Ortes gewinnt die kleine Strasse schnell an Hoehe.



An einigen Stellen ist der dichte und dunkle Wald durch Holzeinschlag etwas lichtdurchlaessiger.



Ich passiere den Uebergang von Asphalt zu Schotter bei dem Hubschrauberlandeplatz mit der traurigen Vergangenheit. In der Morgensonne wirkt die Stelle in keinster Weise düster, sondern vielmehr friedlich und freundlich. Die Schotterstrasse ist in gutem Zustand, fuer die Schneeraeumung im Winter sind Markierungsstangen gesetzt und die hangseitige Boeschung ist mit Beton gesichert.



Stop! Nach einigen Kilometern Schotter versperren eine Schranke und ein Verbotsschild den Weg. Auf dem Schild wird handschriftlich explizit die Weiterfahrt fuer alle motorisierten Fahrzeuge untersagt.



Die stabile und massive Bruecke hinter der Absperrung laesst definitiv auf eine weiterhin gut ausgebaute Schotterstrasse schliessen.



Während ich noch ueberlege Schild und Schranke zu ignorieren, entdecke ich eine Hinweistafel, die ueber Auswilderung und Neuansiedlung von Woelfen informiert. Ausserdem hat auch der Huettenwirt des Rifugio Bargetana Battisti seinen Gelaendewagen vor der Schranke stehen lassen. Als Fremder und Gast beschliesse ich (schweren Herzens) das Verbot zu respektieren. Spaeter soll ich herausfinden, dass die Passage noch vor einigen Jahren erlaubt und relativ gut zu fahren war.



Auf der Rueckfahrt in Richtung Ligonchio bietet sich dieser schoene Blick in das Ozola Tal.



Alleine schon aus Trotz und Bockigkeit lasse ich es mir nicht nehmen am Landeplatz noch ein Zigarette – heute in Ruhe – zu rauchen.
Zurueck auf der Hauptstrasse fahre ich ostwaerts in Richtung Villa Minozzo. Zwischendurch zeigt sich die markante „Pietra di Bismantova“ im Hintergrund.



Von Villa Minozzo gelange ich auf einer malerischen und vertraeumten Nebenstrasse ueber Coriano nach Febbio.





Etwas oberhalb der ehemaligen Talstation aus den 60er Jahren beginnt eine Leitner Dreiersesselbahn neueren Baujahres.



Weiter geht es in Richtung Passo di Radici (1529m).



Neben der Kapelle San Geminiano steht dieser Leitner Schlepplift aus dem Jahr 1980. Zeitschriften im Liftwaerterhaus deuten auf einen letztmaligen Betrieb 2005 hin.



Kurz vor der Passhoehe hat man diesen schoenen Ausblick nach Osten.



Auf dem Pass selber gibt es ein Schutzhaus, eine Kapelle, einen Seillift und zwei Schlepplifte. Die beiden Skilifte sind von Leitner; der eine duerfte aus den 70er Jahren sein, der andere ist brandneu.



Ich folge der SP71 in Richtung Castiglione Garfagnana. Kurz oberhalb des Passo di Radici hat man freien Blick nach Westen.



Knapp einen Kilometer weiter erreiche ich San Pellegrino in Alpe. Diese kleine Ansiedlung bestehend aus einer Kirche, einem Museum, diversen Gaststaetten und Shops liegt exponiert auf dem Bergruecken. Von Westen her quaelt sich eine kleine enge und sehr steile Strasse den Berg hinauf. Das Oertchen selber ist gleichzeitig eine Sehenswuerdigkeit und ein Nadeloehr ...



Gerne wuerde ich hier ein wenig laenger verweilen, aber fuer heute ist noch zu viel zu erledigen. Zurueck ueber den Passo di Radici fahre in Richtung Abetone, dem wohl bekanntesten Wintersportort des nordwestlichen Appennins.



Dank meiner penetranten Hartnaeckigkeit schaffe ich es sogar Zugang zur alten Talstation der inzwischen ersetzten Leitner Sesselbahn "Villa Imperatori - Selletta" zu erhalten. Vorhanden ist nur noch der Antriebsspannschlitten mit Antriebsscheibe und teilausgeschlachtetem Getriebe. Die restliche Technik ist schon den Weg alles Irdischen gegangen.



Abetones Hauptparkplatz bietet in Richtung Osten dieses interessante Panorama.



Klar, dass ich mir einen kurzen Abstecher nach Pian die Novello nicht verkneifen kann. Fuer die seit Jahren verlassenen Anlagen um die Leiter Doppelsesselbahn "Fior di Pietra" scheint nun endgueltig das Ende zu kommen: Der erste Bagger steht schon bereit ...



Auf dem Weg nach Cutigliano entdecke ich am Strassenrand eine Art Unimog-Sammlung. Waehrend ich photographiere scheint mich der Hofhund als Abendessen zu kategorisieren. Dummerweise hat er die Rechnung ohne den Wirt gemacht ... er lebt aber noch ...



Schon von weitem sieht man die Stuetzen der Seilbahn "Cutigliano - Doganaccia".



Die 1959 erbaute Anlage ist im Jahre 2005 total erneuert worden. Immerhin hat man die neue Pendelbahn in das alte Talstationsgebauede integriert.



Ueber Abetone und den Passo di Radici fahre ich zurueck nach San Pellegrino in Alpe, wo ich im alten Albergo Quartier nehme. Nach einem delikaten Dinner nebst geistigen Getraenken versinke ich im Schlaf und freue mich auf den obergenialen Ausblick am naechsten Morgen.

Fortsetzung folgt ...

Viele Gruesse von der Kueste, Peter 8)
 
Klasse Tour! Freu mich immer wenns nen neuen Teil gibt.
Hast Du vielleicht von Abetone noch mehr Bilder?
 
@ kaldini:

Schoen, dass Dir meine Berichte gefallen!
Von Abetone, insbesondere der alten Talstation, habe ich noch mehr Pics.
Zumindest die Technik-Bilder wollte ich demnaechst auch posten ...
Ist bezgl. Abetone irgendetwas von besonderem Interesse?

Gruesse von der Kueste! 8)
 
Kann ich mir nicht vorstellen :)

Novello: Ui, schade. Zum Glück also noch rechtzeitig vorbei geschaut. Hätte mir ein paar Prospekte mehr mitnehmen sollen ....
 
Moin Kaldini,
habe in der Tat noch ein paar Bilder von Abetone und den Hügeln drumherum.
Werde an Dich denken, bitte aber um etwas Geduld. Will zuerst die letzten drei Tage "abarbeiten" ...

Viele Gruesse von der Kueste, Peter 8)
 
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