26. Januar 08 - oder: irgendwie riechts in der Kabine komisch
Ähnlich wie im letzten Jahr spielt sich auch diesmal wieder der Winter im Januar hautpsächlich nur in den Hochlagen des Bayerischen Waldes ab. Vorallem die drei Tage Dauerregen vergangenes Wochenende haben viele niedriggelegene Gebiete und Einzellifte in die Knie gezwungen. So beschränkt sich Skibetrieb mittlerweile hauptsächlich auf die Gebiete Mitterfirmiansreut, Arber und St. Englmar, wobei hier nur noch eingeschränkt auf Maschinenschneepisten gefahren werden kann. Hoherbogen, Geißkopf, Silberberg etc. haben bereits seit weit über einer Woche geschlossen. Soweit ein kleiner Überblick.
Nach dem starken Regen vor rund sieben Tagen fielen im Laufe der Woche ein paar Zentimeter Naturschnee und auch die Temperaturen gingen soweit zurück, dass wieder beschneit werden konnte. In einem dementsprechend sehr guten Zustand befinden sich auch die Pisten. Die Unterlage ist durch das nasse Wetter und den anschließenden Frost sehr hart, aber trotzdem griffig zu fahren. Laut DWD liegen am Gipfel momentan noch 120cm Schnee, die Bergbahnen geben auf der Internetseite 60cm an. Die richtige Schneehöhe dürfte irgendwo zwischen diesen beiden Extrema liegen. Mittlerweile sind auch wieder sämtliche Pisten und Lifte geöffnet. Wenn das so weiter geht, dürfte es eine Saison mit rekordverdächtigen Betriebstagen am Osthanglift werden. Warten muss man an den Anlagen kaum.
Seit einem Winter gibt es auch eine Rodelbahn am Berg, die durch die Sonnenhangbahn bedient wird. Die eigentliche Strecke verliefe im Wald parallel zwischen Sonnenhang und Damenabfahrt, quert die Familienabfahrt mit einer Brücke (!) und endet unterhalb des Schneiteichs am Parkplatz. Damit wären wir nun bei einem Kritikpunkt. Diese Rodelbahn war bisher keinen einzigen Tag geöffnet. Stattdessen hat man 1/4 der Familienabfahrt zwischen Sonnhangbahn und Bergstation Thurnhoflifte abgesperrt und bietet diese zum Rodeln an. Soweit so gut. Nur dadurch wird die eh schon stellenweise sehr enge Abfahrt noch schmäler. Dementsprechend "wuselig" und chaotisch gehts dort jetzt zu. Insbesondere, wenn dort Skikurse unterwegs sind, wofür die Piste prädestiniert ist, hat man fast keine Chance daran vorbeizukommen. Ein ähnliches Bild bietet sich im Bereich der Rodlerbrücke im unteren Bereich der Familienabfahrt, über die wohl noch nie ein Rodler gefahren sein dürfte. Hier wird die Piste auf die Hälfte verengt. Dementsprechend drängt man sich dicht an dicht durch dieses Mauseloch. Dazu kann man wohl nur noch sagen: Fehlplanung!