Wirtschaftsblatt meldet
Arlberger Bergbahnen im Osten
Die Arlberger Bergbahnen drängen nach Osteuropa. Das Familienunternehmen sucht nach Polen weitere Standorte. In Österreich wurde heuer kräftig ausgebaut
Innsbruck. Die Arlberger Bergbahnen AG sucht Möglichkeiten, Skigebiete ausserhalb Österreichs aufzubauen. Mario Stedile-Foradori, geschäftsführender Gesellschafter der Arlberger Bergbahnen, hat sich bereits vor drei Jahren im Riesengebirge an der polnisch-tschechischen Grenze mit der Firma "Sudety-It, PL Szklarska Poreba" am Aufbau eines Skigebietes beteiligt. "Im Rahmen der Ostöffnung haben wir geschaut, was interessant wäre", sagt Stedile-Foradori. "Ursprünglich hatten wir ein Gebiet in der Slowakei im Auge, haben dann aber in Polen investiert." Jetzt ist der Unternehmer wieder auf Standortsuche in Osteuropa.
In Österreich hat Stedile-Foradori heuer 14 Millionen Euro investiert. Zu den wichtigsten Neuerungen gehört der Bau der neuen Arlenmähderbahn, ein kuppelbarer Sechser-Sessellift mit Wetterschutzhauben. Sie befördert bis zu 2600 Personen pro Stunde. Im Skigebiet Rendl wurde zudem der Schlepplift Gampberg durch eine kuppelbare Sechser-Sesselbahn mit Wetterschutzhauben ersetzt.
Das Skigebiet der Arlberger Bergbahnen umfasst 260 Kilometer präparierte Pisten, 82 Bergbahnen und Lifte. Der Umsatz am Arlberg: knapp 25 Millionen Euro. In der Hochsaison sind mehr als 500 Leute beschäftigt, inklusive der Liftbeteiligungen in Klösterle und Laterns sind es 650. Stedile-Foradori ist auch an der Stubener Fremdenverkehrsgesellschaft beteiligt, am Stadtradio Innsbruck und an der Park Club Igls Tennishallen GesmbH.
(mr)