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Atomausstieg

Seilbahnjunkie schrieb:
Na das Argument zieht aber nicht. Die Energie die Elektroautos verbrauchen würden sonst Verbrenner verheizen und sogar noch mehr. GMDs Einstellung finde ich da wesentlich sinnvoller.

Klar, aber die Verbrennungsmotoren brauchen, denke ich, weniger Strom, gesamt gesehen, wie die Elektroautos.


Seilbahnjunkie schrieb:
Genauso ginge es mir mit einem Stausee, immer her damit. Und ich bin wohl nicht der einzige der vor allem die Seen nicht so schlimm findet.

Also ich wüsste wo ich sofort eine Staumauer hochziehen würde. Mit dem Effekt künftig direkt an einem Seeufer zu wohnen. Das Gutachtal um Triberg eigent sich hervorragend für einen Stausee. :mrgreen:
 
Klar brauchen die weniger Strom, sie fahren ja auch mit Benzin oder Diesel und werden nur mit Strom gestartet und geregelt. :mrgreen:
 
3303 schrieb:
Ich glaube auch garnicht, dass eine "Energiewende" volkswirtschaftlich insgesamt bzw. langfristig teurer ist/wird, als ein Festhalten an der Atomkraft.

Für den Verbraucher aber auf jeden Fall - Empfehle dazu den Spiegelartikel "Die Milchkaffee-Lüge" aus der Ausgabe letzter Woche ... bei Bedarf scanne ich ihn ein sobald ich wieder in München bin ... wenn ich die Zahlen noch richtig im Kopf habe waren 5,5ct/kWh der genannte Anstieg.
 
Das mag sein, aber das liegt dann an unserem nicht funktionierenden Markt und nicht an der Energiewende.
 
Seilbahnjunkie schrieb:
Das mag sein, aber das liegt dann an unserem nicht funktionierenden Markt und nicht an der Energiewende.

Was für mich als Verbraucher aber nichts ändert und die Energiewende für mich persönlich immernoch in den Bereich sinnbefreit rückt. Wieso soll ich eine Energiewende finanzieren von der im Grunde sowieso erst zukünftige Generationen wirklich profitieren können - Und das OHNE (zmd. für mich) ersichtlichen Grund?
 
Chense schrieb:
Für den Verbraucher aber auf jeden Fall - Empfehle dazu den Spiegelartikel "Die Milchkaffee-Lüge" aus der Ausgabe letzter Woche ... bei Bedarf scanne ich ihn ein sobald ich wieder in München bin ... wenn ich die Zahlen noch richtig im Kopf habe waren 5,5ct/kWh der genannte Anstieg.
Also ca. 1/4 mehr? Das fände ich nicht tragisch, das Problem ist m.E. eher das "welche Alternativen" und "wo baut man sie". Wobei ja die Atomenergie meist größtenteils durch Gaskraftwerke ersetzt werden soll, der Anstieg der regenerativen Energien ist ja meist nur minimal angesetzt ...
 
Also 1/4 mehr im Jahr für den Strom zahlen DAFÜR dass ich dann halt statt Atomstrom zu 90% mit Gas und Kohlekraftwerken ersetze und n bisschen regenerative Energien fördere (wobei da ja immernoch der Schwachfug mit Solar am meisten gefördert wird).
Nein Danke!

Ich sags jetzt mal ganz hart: Ich komme aus einem hochindustrialisierten und technologisierten Land, wo eh kein bisschen Landschaft oder Natur mehr übrig ist das man zerstören kann - Ich will meinen Strom billig haben und sch*** auf die 0,01% Natur die wir hier noch haben.

Würde ich jetzt wo leben wo es noch viel unberührte Natur gibt, dann sähe ich das ja anders.
Aber so?
Da sollens das Geld lieber ausgeben um die Leute endlich gscheid zu bilden und das Steuersystem geradezurücken.
 
Alles klar, dann darf ich deinen Vorgarten also als Entlagerstandort vorschlagen? Oder soll's doch lieber ein neuer Reaktor sein?
Mal ehrlich, wenn du nach dem was in Japan passiert ist immer noch nichts gelernt hast, dann ist dir wirklich nicht mehr zu helfen. Und wenn du nur an dich denkst und dir die Zukunft vollkommen egal ist, dann bist du ein sehr trauriges Beispiel für grenzenlosen Egoismuss.
 
Seilbahnjunkie schrieb:
Alles klar, dann darf ich deinen Vorgarten also als Entlagerstandort vorschlagen? Oder soll's doch lieber ein neuer Reaktor sein?
Mal ehrlich, wenn du nach dem was in Japan passiert ist immer noch nichts gelernt hast, dann ist dir wirklich nicht mehr zu helfen. Und wenn du nur an dich denkst und dir die Zukunft vollkommen egal ist, dann bist du ein sehr trauriges Beispiel für grenzenlosen Egoismuss.

Ich bin gerne bereit mir nen Castor in den Garten stellen zu lassen, wenn all die netten Leute die unbedingt erneuerbare haben wollen sich auch Windräder in den Garten stellen ;-)

Nein ganz ehrlich weiter oben schonmal gesagt ich bin durchaus für nen Atomausstieg, aber nur wenn er sinnvoll durchgeführt wird ... das vorhin war just a bit provocation ;) ... denn derzeit ist der Atomausstieg einfach nur ein Chaos.

Sicherheitsbedenken habe ich deswegen aber auch noch keine ... Wieviele Menschen sterben täglich bei Autounfällen? Wollen wir deshalb den "Auto"Ausstieg?

PS: Wieviele Menschen sterben täglich an Hungersnöten und HIV? Wieviele leiden unter Diktaturen und Minderheitenhass? Kümmert sich die Welt da auch nur nen Scheiss drum?
Aber nur weil plötzlich für unsere Wohlstandsgesellschaft eine früher nur theoretische Gefahr in der Praxis auftritt brechen wir in Panik aus ... Nein ich bin kein Beispiel für grenzenlosen Egoismus ... ich bin wenn ein Beispiel dafür, wie man in dieser unserer erbärmlichen von Profitgier und Selbstsucht getriebenen Gesellschaft etwas über den Tellerrand schaut ... nur leider lässt sich im allgemeinen (nicht aufs AF bezogen ... hier sind die Menschen m.E. zum großen Teil viel aufgeschlossener und weiter als anderswo - kurz gesagt die meisten hier wissen denke ich was ich meine auch wenn ich das sehr drastisch ausdrücke) oftmals nur mit genau solcher Provokation überhaupt eine Reaktion und ein Nachdenken erreichen, weil wir viel zu saturiert sind.
In diesem Sinne sorry für den 2. Teil des Kommentars vorhin ich hab in dem Moment nicht drangedacht, dass der im AF wohl garnicht nötig wäre.
 
Ich sehs wie Chese, das dürfte bekannt sein.
Bei unser Momentanen Situation sind wir einfach aufgeschmissen. Wir können eigentlich nur wählen, auf welche Art wir den Planeten herunterwirtschaften wollen, aber nicht "ob". Welche der Methoden jetzt die am wenigsten schlimmste ist, ist doch eigentlich glaubenssache. Wer kann das schon beweisen?
Ich für meinen Teil denke einfach, dass bei den aktuellen Alternativen (die erneuerbaren Energien sind KEINE, sonst würde man hier nicht über Kohle- und Gaskraftwerke diskutieren) die Atomkraft das kleinste Übel ist. Für das das Fukushima so eine brutale Katastrophe gewesen sein soll, ists ziemlich schnell ruhig geworden.
Chense bringt es auf den Punkt. Wieso haben wir nicht schon längst den Ausstieg vom Auto beschlossen? Das Ding killt Menschen am Laufmeter. Verkehrsunfälle, Luftverschmutzung, Klimaerwärmung... aber keine kriegt die Panik. Weil es kein grosses "Wums" gibt, sondern die Leute schön einzeln und versteut draufgehen. Einer ist keiner. Und viele keine sind immer noch keine? Man könnte es meinen.
 
Oder um Stalin (oder eher Remarque) das Wort im Mund rumzudrehen:

Der Tod vieler Menschen ist eine Tragödie, der des einzelnen nur eine Statistik ;)
 
Ich bin mal gespannt, ob wir im Wahlkampf 2013 einen Überbietungswettbewerb beim Ausstieg erleben werden. Wenn dann die echten Grünen auch noch was zu sagen haben, müsste es ja noch schneller gehen, wie wenn momentan nur die spontan Grünen was beschließen.
Ein Ausstieg ist langfristig natürlich sinnvoll, mich kotzt die Polemik der Politiker in unserem Land an. Wie wenn es da einem großartig um die Zukunft dieses Landes ging. Hauptsache man erhöht sich regelmäßig gemeinsam die Diäten, da sind sich immer alle einig. Die Mitarbeiterzahl pro Abgeordnetem hat sich in den letzten Jahrzehnten verzehnfacht! Da könnte leicht Geld gespart werden.
Bei aller Gefahr durch die Atomenergie und der Dramatik von Fukushima. In meinen Augen haben wir aktuell ganz andere Probleme, die seit Jahrzehnten nicht gelöst sind. Wir haben haufenweise Schulden, Probleme in der Bildung, Gesundheit, Pflege und Rentenversicherung. Der ganze Sozialstaat ist schon nicht mehr finanzierbar, von den Geldern für die EU-Rettung möchte ich gar nicht reden. Dann kommen Milliarden-Summen für die Energiewende auf uns zu. Woher soll das Geld für dies alles herkommen? Wir schaffen es jetzt schon nicht, einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen. Armes Deutschland!
 
Wir hatten einen Ausstiegsplan der vielleicht nicht perfekt war, aber der absehbares Ende mit einer Lösung für die Zukunft verbunden hat. Dann kam Schwarz-Gelb und haterstmal die Laufzeiten verlängert um ihre Lobbyisten zu befriedigen. Als man dann aber Fukushima kam und man das Stammlanf Ba-Wü verloren hat bekam unsere Kanzlerin kalte Füße und hat mit blindem Populismuss reagiert.
Bevor man auf die blöden Ökos schimpft sollte man doch mal realistisch auf die Tatsachen schauen. Die "blöden Ökos" haben ohne direkte Not einen Ausstiegsplan umgesetzt der realistisch war. Und die die immer geschimpft haben, dass schon bei diesem moderaten Plan in Deutschland die Lichter ausgehen schalten von heute auf morgen 7 Kraftwerke dauerhaft ab. Ist da bei einem von euch das Licht ausgegangen? Bei mir nicht.

Chense schrieb:
Ich bin gerne bereit mir nen Castor in den Garten stellen zu lassen, wenn all die netten Leute die unbedingt erneuerbare haben wollen sich auch Windräder in den Garten stellen ;-)
Da bin ich sofort dabei, ich stell mir ein kleines windrad in den Garten und pack mir noch Photovoltaik aufs Dach, dazu noch einen kleinen Pumpspeicher. Du lässt dir dafür einen kleinen Castor in den Garten stellen. Der große Unterschied zwischen uns wäre jetzt, dass ich das wirklich machen würde, du aber sicher nicht.

Chense schrieb:
Sicherheitsbedenken habe ich deswegen aber auch noch keine ... Wieviele Menschen sterben täglich bei Autounfällen? Wollen wir deshalb den "Auto"Ausstieg?
Ich bin vielleicht etwas extrem drauf manchmal, aber auch da wäre ich sofort dabei. Technisch und organisatorisch wäre das absolut möglich. Dummerweise ist das Auto zum Kultobjekt geworden und deswegen wird das nie passieren.
 
Seilbahnjunkie schrieb:
Chense schrieb:
Ich bin gerne bereit mir nen Castor in den Garten stellen zu lassen, wenn all die netten Leute die unbedingt erneuerbare haben wollen sich auch Windräder in den Garten stellen ;-)
Da bin ich sofort dabei, ich stell mir ein kleines windrad in den Garten und pack mir noch Photovoltaik aufs Dach, dazu noch einen kleinen Pumpspeicher. Du lässt dir dafür einen kleinen Castor in den Garten stellen. Der große Unterschied zwischen uns wäre jetzt, dass ich das wirklich machen würde, du aber sicher nicht.

Chense schrieb:
Sicherheitsbedenken habe ich deswegen aber auch noch keine ... Wieviele Menschen sterben täglich bei Autounfällen? Wollen wir deshalb den "Auto"Ausstieg?
Ich bin vielleicht etwas extrem drauf manchmal, aber auch da wäre ich sofort dabei. Technisch und organisatorisch wäre das absolut möglich. Dummerweise ist das Auto zum Kultobjekt geworden und deswegen wird das nie passieren.

Wenn du mir sagst wo ich die notwendigen Sicherheitsüberprüfungen herkriege machen wir das ... denn ich will mir nicht unbedingt spaltbares Material von Oliver North kaufen (nicht schon wieder ^^)

Wir sind wohl doch garnicht so weit voneinander weg - wir sagens nur auf verschiedene Art ;-)

So long
 
In Russland sollen in den nächsten zwanzig Jahren zwischen 28 und 36 neue AKW´s entstehen. Man will sich selbst mit Atomstrom versorgen um dem Ausland und speziell Deutschland sein Gas zu verkaufen. Umweltschützer prangern die marode Bauweise an. Es ist - passenderweise - vom russisch Roulette die Rede. (Quelle: Focus Print 31/11)

Das soll kein Argument für Atomstrom in D sein, aber die Welt dreht sich auch ohne uns weiter.
 
eMGee schrieb:
In Russland sollen in den nächsten zwanzig Jahren zwischen 28 und 36 neue AKW´s entstehen. Man will sich selbst mit Atomstrom versorgen um dem Ausland und speziell Deutschland sein Gas zu verkaufen. Umweltschützer prangern die marode Bauweise an. Es ist - passenderweise - vom russisch Roulette die Rede. (Quelle: Focus Print 31/11)

Das soll kein Argument für Atomstrom in D sein, aber die Welt dreht sich auch ohne uns weiter.

Vorallem werden diese Meiler, wenn sich nichts geändert hat quasi nach der gleichen Bauart wie Chernobyl gebaut ... WWER nur halt in der 1500er Ausführung.
 
Wobei man natürlich sagen muss, dass Russland elends groß ist und es da Landschaften gibt, die man locker in einem Radius von hunderten/tausenden km entsiedeln könnte um dort AKWs zu bauen, die dort "relativ problemlos" in die Luft gehen könnten (wenn es zu Störfällen kommt)... jedenfalls sinnvoller als mitten in Europa oder Japan.
 
Tschernobyl wurde ja noch jahrelang weiterbetrieben.

Mal sehen wie das in Fukoshima in 5 Jahren aussieht. Denke dann kann man die Langzeitfolgen so Handgelenk mal Phi abschätzen.

Soviel ich gelesen habe, fehlten in Fukoshima so Umwandler, die H2, welches bei einem Unfall entsteht, in H2O zurückverwandeln. Diese fehlen überigens auch in vielen AKW in den USA. In Deutschland und der CH sind alle AKW damit ausgerüstet. Diese Explosionen wären hier also zumindest sanfter ausgefallen, die Gebäude nie so stark geschädigt worden.

Was aber schon beunruhigt ist, dass scheinbar gewisse Sicherheitsrelevante Technologien nicht in allen Ländern Vorschrift sind.

Trotzdem, einmal mehr. Die Länder, in denen wohl am Wenigsten mit einem Unfall zu rechnen ist, verfallen einem Aktionismus.
Die Menschheit hat so viele ungelöste Probleme, dass sie sich nicht zusätzlich so Zeug aufbürden sollte.
AKW liefern in erster Linie mal relativ sauberen und günstigen Strom. Wir sollten also lieber erst von den fossilen Brennstoffen und dann vom Atomstrom wegkommen.
 
starli schrieb:
Wobei man natürlich sagen muss, dass Russland elends groß ist und es da Landschaften gibt, die man locker in einem Radius von hunderten/tausenden km entsiedeln könnte um dort AKWs zu bauen, die dort "relativ problemlos" in die Luft gehen könnten (wenn es zu Störfällen kommt)... jedenfalls sinnvoller als mitten in Europa oder Japan.

Ich befürchte nur, dass es in Russland nicht dabei bliebe ... würde da sowas passieren gäbe es ein zweites Kyschtm ... vertuschen vertuschen vertuschen und in Wirklichkeit die größere Gefahr als Chernobyl damals.
 
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